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RIP Troy Davis

RIP Troy Davis

PaulaJo

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Troy Davis mit Giftspritze hingerichtet Alle Proteste, alle Empörung weltweit halfen nichts: In der Nacht ist der als Mörder verurteilte Troy Davis im US-Bundesstaat Georgia durch eine Giftspritze hingerichtet worden. Der Oberste Gerichtshof hatte einen Aufschub der umstrittenen Hinrichtung abgelehnt. Von Sabrina Fritz, SWR-Hörfunkstudio Washington Es war eine dramatische Nacht in Georgia. Über Stunden hatte sich der Justizkrimi hingezogen, der über das Schicksal von Troy Davis entschieden hat. Um fünf Uhr morgens deutscher Zeit wurde Davis dann mit der Giftspritze getötet. Eine Journalistin, die dabei sein konnte, beschreibt seine letzten Worte: Vertreter der Baptistenkirche und von Amnesty International kämpften bis zuletzt gegen die Hinrichtung von Troy Davis. "Der Unfall in der Nacht war nicht mein Fehler, ich hatte keine Waffe." Seine Freunde forderte er auf, weiter nach der Wahrheit zu suchen. Und an die Familie des getöteten Polizisten gerichtet, sagte er: "Ich habe euren Vater und Sohn nicht getötet - ich bin unschuldig". 20 Jahre saß Troy Davis im Gefängnis. Drei Mal wurde seine Hinrichtung verschoben, gestern abend noch einmal um wenige Stunden. Der Oberste Gerichtshof in den USA beriet über einen Antrag der Anwälte, die Todesstrafe doch noch auszusetzen. Vier Stunden brauchten die neun Mitglieder für ihre Entscheidung - dann stand fest: Troy Davis muss sterben. Das Gefängnis im Bundesstaat Georgia war im Laufe der Nacht von schwer bewaffneten Polizisten und Sicherheitsfahrzeugen umstellt worden. Hunderte von Unterstützern von Troy Davis hatten sich vor dem Gefängnis versammelt. Sie hielten Plakate hoch mit "Wir sind Troy Davis" oder "Zur Hölle Todesstrafe". Sie riefen seinen Namen, sie sangen und beteten. Als die Nachricht kam, dass Davis hingerichtet wird, wurde es ganz still, einige weinten. Empörung weltweit Die Todesstrafe für Troy Davis hat in der ganzen Welt Empörung ausgelöst. Das Europaparlament bat die Amerikaner um Gnade. Der Papst und Politiker in aller Welt hatten gegen die Hinrichtung protestiert. Der Fall ist deshalb so populär, weil er so viele Frage offen lässt. Sieben von neun Zeugen haben ihre Aussagen inzwischen wiederrufen, es gibt keine Tatwaffe und keine Fingerabdrücke. Auf der anderen Seite haben unterschiedliche Gerichte in den USA das Urteil bestätigt, dass Troy Davis der Mörder des jungen Polizisten Mark MacPhail ist. Unfassbar....


desire

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Antwort auf Beitrag von PaulaJo

alleine schon unfassbar dass der Mann 20 jahre lang im Gefängnis gesessen hat und anscheinend diese Tat nicht wirklich aufgeklärt worden ist..... Noch ein Hammer...dass verhandelt wird aber trotzdem ein Todesurteil gefällt wird...schrecklich.


taram

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Antwort auf Beitrag von desire

Ich bin auch völlig fassungslos, auch die Verwandten des Opfers, wie kann man nur so verbohrt, so engstirnig und kalt sein. Wie kann man noch in Spiegel schauen, wenn man es gut findet, dass sehr wahrscheinlich ein Unschuldiger getötet wird. So nach dem Motto, egal - Haufptsache irgendjemand wird getötet


PaulaJo

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Antwort auf Beitrag von desire

Wie oft die Vollstreckung verschoben wurde und welche Todesängste er jedesmal ausgestanden hat....Darf ich gar nicht weiter drüber nachdenken...


hormoni

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Antwort auf Beitrag von PaulaJo

hatte bis zuletzt die Hoffnung, dass er doch noch begnadigt wird


nilo1988

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Antwort auf Beitrag von PaulaJo

Ja... er hätte jetzt seine Unschuld beweisen müssen und nicht die Justiz seine Schuld. Traurig, richtig richtig traurig. Einem deutschen geht es in den USA ähnlich (kam vor ein paar Wochen ein Bericht)... lebenslang? eingesperrt trotz unschuld. Verurteilt ist verurteilt und neue Beweise, zeugen und Co. sind egal.


Knallauffall

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Antwort auf Beitrag von PaulaJo

man möchte laut schreien. und lange nicht mehr damit aufhören.