Schubia
http://www.rund-ums-baby.de/forum/Der-vorleser_4123604.htm Wir wohnen hier in einem winzig kleinen Dorf, außer einem Metzger gibts hier nichts. Echt mini mini und sehr weit ab vom Schuss - und das war früher ohne Autos ja noch nen Zacken mehr. Doch sogar meine Großeltern haben gewusst, was da passiert. Meine Oma hat immer hinter vorgehaltener Hand gesagt "Das ist nicht richtig, was die mit den Juden machen" und hat den Hitlergruß konsequent verweigert (ob ich den den Mut gehabt hätte, weiß ich nicht). Ich denke, die "Alten" hatten jetzt 60 Jahre Zeit sich einzureden, dass sie niiiiie etwas von Hitlers Plänen und Machenschaften wussten. Zeit genug, um das nachher selber zu glauben. Ob Deine Oma lügt weiß ich nicht. Aber zu sagen "Wir wussten von gar nichts" ist... naja... Der Apfel fällt nicht weit vom Birnbaum, hm?
Irgendwelche Urvölker in Brasilien z.B. wußten nichts davon und das wird sich nicht ändern aber sonst... absolut unglaubhaft. Ich denke es ist eher dieses Augen-verschließen. Meinem Kind passiert ja auch nicht obwohl ich es öffentlich mache... es ist in Sicherheit, weil es behütet wird. Wenn ich fest daran glaube, dass alles gut ist... ist alles gut und bleibt es.
Ich weiss auch nicht ob ich den mut gehabt hätte den Mund aufzumachen und finde auch nicht, dass man jemandem vorwerfen kann sich nicht gewehrt zu haben aus Angst vor den konsequenzen, aber zu sagen man hätte von nichts gewusst.. Ich weiß nicht ob man das glauben kann.
Ich kann es auch nicht wirklich glauben. Wenn die Menschen im tiefsten Russland in ihren Dörfern alles wussten, wieso dann nicht die Menschen in unmittelbarer Umgebung? Sehr unglaubwürdig!
Warum sollte eine kleine Bauersfrau (Beispiel) das gewusst haben? Warum sollte jemand der kein KZ in der Nähe hat das gewusst haben? Natürlich HABEN es 10000e gewusst.Aber genau so haben 100000e nicht gewusst.Oder meint ihr es hat den Zeitungen gestanden?TV? Internet? Mein Opa (Niederländer) war im Widerstand und hat es sehr lange nicht gewusst.Mein Opa war 17 als er im Krieg war und hat es auch erst sehr (ich glaube 3 Jahre nach Kriegsbeginn) spät erfahren.Ist so.
Paula, es geht doch nicht nur um Konzentrationslager, das hat sicher nicht jeder gewusst. Aber dass überall in Deutschland, Jüdische Familien deportiert wurden, hat mit Sicherheit JEDER gewusst, auch die kleine Bäuerin im kleinsten Kaff.
Natürlich.Aber die Frage ist ob jeder wusste was dort mit den Leuten geschieht.
Soldaten nicht fassen als sie Gefangene aus KZ befreiten... darum geht es auch weniger. Es war schon Unrecht, dass Menschen verspottet und auf offener Straße verprügelt wurden, ihr Eigentum beschmutzt, zerstört und enteignet wurde und dass sie sogar in Nacht- und Nebelgewaltaktionen deportiert wurden. Auch von den Ghettos wussten die meisten Menschen... ebenso wie von den sog. Arbeitslagern - "Arbeit macht frei" kannte eigentlich jedes Kind. DAS Alles haben die Menschen gewusst und teilweise sogar befürwortet. Was tatsächlich noch weiter in den KZ geschah, entspringt teilweise so kranken und enthemmten Hirnen, dass normale Fantasie nicht ausreicht, um sich das auszumalen. Aber auch das wussten sehr viele Menschen... unter der Hand wurde sehr wohl weiter getragen, dass nachts ganze Züge mitleiderregend aussehender Menschen über Land zu den Lägern marschieren mussten - in Begleitung von bewaffnen SS-Leuten. Paula, willst du allen Ernstes daran glauben, dass es im "Dritten Reich" weniger Tratsch gab als heute? Wohl kaum...
Nun, was hat man sich unter einem Arbeitslager vorzustellen. Ich glaube nicht, dass die allermeisten Menschen dachten, dass das etwas vollkommen harmloses ist. Viele alte Menschen, die ich kannte, und die damals schon Erwachsene waren, gaben zu, dass hinter vorgehaltener Hand geflüstert wurde, was in den Lagern passiert.
Natürlich gab es weniger Tratsch.Schon mangels Kommunikationsmittel.
Mechanismen von ihm werden heute noch genutzt. Auch schon das System der Hexenjagd ist nicht weniger effektiv gewesen als so mancher Flashmob...
Die Oma macht es halt wie die 3 Affen... Und PK ebenso...
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