Elternforum Rund ums Baby

Organscreening

Organscreening

anett2311

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Hallo, mein Bruder wird zum ersten Mal Papa, seine Freundin ist in der 20. SSW. Nun steht die Feindiagnostik an (Organscreening) und mein Bruder möchte nicht, dass seine Freundin das machen lässt. Als Grund nannte er die Angst dann zu erfahren, dass das Kind vielleicht behindert ist. Ich habe beiden erklärt, dass ich es auf jeden Fall machen lassen würde, da ist man doch ruhiger, wenn man weiß es ist alles ok. Ich habe selbst 2 Kinder und würde diese Untersuchung immer wieder machen lassen. Nun weiß ich nicht wie ich ihm die Angst nehmen kann, habe schon gegoogelt, um ihm einen Ausdruck zum Lesen zu geben, was bei der Untersuchung gemacht wird, finde aber nichts richtiges, was ihn beruhigen kann. Vielleicht kann mir hier jemand einen Tipp geben und was ihr davon haltet ! LG


kati1976

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Antwort auf Beitrag von anett2311

habe ich nie machen lassen bei allen 4 kindern nicht


Falknerin

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Antwort auf Beitrag von anett2311

Wenn man sowas machen lassen will, muss man sich allerdings auch überlegen, wie man reagieren will, wenn es eben evtl. NICHT alles in Ordnung zu sein scheint. Ist man bereit, ein "behindertes" Kind anzunehmen oder eben nicht...


Osterhase246

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Antwort auf Beitrag von anett2311

wenn man es machen läßt und im schlimmsten fall DOCH nicht alles in ordnung ist, hat man wenigstens zeit sich damit auseinanderzusetzen. so sehe ICH das, aber jeder ist verschieden. es gibt auch fehlbildungen, wie z.b. bestimmte herzfehler, die unmittelbar nach der geburt operiert werden und dann hat das kind ein ganz normales leben. also ich sehe da durchaus nur positive aspekte.


biggi71

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Antwort auf Beitrag von anett2311

habe ein organscreening machen lassen, um mir (je nach ergebnis) eine geburtsklinik aussuchen zu können.


Hörbe

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Antwort auf Beitrag von anett2311

Man muss sich doch erstmal über die Konsequenzen im Klaren sein. Natürlich ist es schön, wenn man dann weiß, dass alles in Ordnung ist. Aber was macht man mit der Information, dass etwas nicht in Ordnung ist? Ich habe es bei meinen beiden Kindern nicht machen lassen. Man kann nicht immer wissen, welche Konsequenz so eine Diagnose für das Leben wirklich hätte. Ich selbst bin behindert. Meine Erkrankung kann aber in sehr unterschiedlicher Stärke auftreten - und das kann man in der Pränataldiagnostik nicht erkennen. Ich kann mit meiner Erkrankung recht gut leben - aber was wäre gewesen, wenn meine Eltern (damals gab es so eine Untersuchung ja noch nicht) sich nach so einem Screening gegen die Schwangerschaft entschieden hätten? LG Hörbe


Osterhase246

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Antwort auf Beitrag von Hörbe

in der 20. woche? da darf man doch keine schwangerschaft abbrechen oder?


Hörbe

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Antwort auf Beitrag von Osterhase246

Doch. Bis zur 24. Woche darfst Du das aus medizinischen Gründen. Das wurde mir vom Arzt auch ans Herz gelegt... LG Hörbe


Hörbe

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Antwort auf Beitrag von Hörbe

Nachtrag aus wikipedia: 2010 wurden 462 Spätabtreibungen (24 SSW und darüber) gezählt – bei 110.431 Abtreibungen insgesamt, davon 3077 medizinisch indizierten.[5] Die Spätabtreibungen wurden aufgrund medizinischer Regelungen präziser als früher (2009 und davor) erfasst.