Elternforum Rund ums Baby

Nochmal ich bzgl. meines letzten Beitrages

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Anni2010

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Hallo zusammen, ich bräuchte nochmal eure Meinungen. Beim Rechtsanwalt war ich nun und dieser sagte mir das mein Ehevertrag Sittenwidrig ist und seiner Meinung nach kein Bestand vor Gericht hat. Er ist ausschließlich zu meinem Nachteil und Bestandteile sind nicht rechtens. Er ist der Meinung das der komplette Ehevertrag für nichtig erklärt wird vor Gericht und wenn das nicht, dann auf jeden Fall Bestandteile daraus. So jetzt weis ich es wirklich und weis nicht wie ich damit umgehen soll. Spreche ich es an und will das der Ehevertrag geändert wird? Oder sag ich nichts und lass es bei der Scheidung drauf ankommen also vor Gericht? Behalte ich das solange für mich mit dem wissen das er mich da wirklich übers Ohr gezogen hat... ich weis nicht ob ich das kann. Aber wenn er den Vertrag nicht entsprechend ändern möchte was ist dann? Ach das ist echt schwierig. Vielleicht gibt es ja noch ein paar gute Meinungen oder Tipps wie letzten mal. Ich sag schonmal vielen Dank


Port

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Antwort auf Beitrag von Anni2010

Dein Anwalt soll dem Gatten einen Brief schreiben bzw. frag den Anwalt doch, was er Dir rät, was Du jetzt tun sollst. Wenn Du das vergessen hast zu fragen, dann ruf ihn an. Das kostet nichts und ist ein 3-Minuten-Gespräch. Vielleicht rudert Dein Mann zurück bezüglich Ehevertrag. Vielleicht auch nicht. Vor Gericht bekommst Du ein Urteil, nicht unbedingt recht/Recht. "Weiß" schreibt man mit scharfem S! Klugscheiß!


Muhkuh-87

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Antwort auf Beitrag von Anni2010

Moin, Ähm, nein, du sagst ihm nichts?!?! Willst du ihm einen Vorteil verschaffen? Wenn er dich schon damals in der "verliebt" Phase übers Ohr gezogen hat, was meinst du dann was er jetzt machen würde?


Port

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Antwort auf Beitrag von Muhkuh-87

Muhkuh hat recht, genauso ist es. Anwalt fragen und dem Herrn auf keinen Fall einen Wissensvorsprung verschaffen. Du hast Dich schon einmal über den Tisch ziehen lassen nach dem Motto "Man wird so schnell über den Tisch gezogen, dass man die Reibungshitze als Nestwärme empfindet".


Feuerschweifin

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Antwort auf Beitrag von Anni2010

Natürlich sagst du ihm nichts! Er hat dich schon mal über den Tisch gezogen. Lass den Anwalt die Scheidung mit allen Forderungen einreichen und fertig. Das ist sein Job, er wird schon wissen, was jetzt zu tun ist. Und du kannst jetzt erst mal aufatmen, denn du siehst, so schlecht, wie du es gedacht hast, sind deine Karten nicht. Das sollte dir Kraft geben.


Schniesenase

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Antwort auf Beitrag von Anni2010

Hallo Anni, das sind ja alles so Lebensentscheidungen, die niemand für Dich treffen kann. Wir können Dir also höchstens sagen, was wir (vielleicht) selbst in der Situation machen würden. Ich erinnere mich, dass Ihr jetzt zu einer Paarberatung gehen wollt. Das würde ich abwarten, und zwar 1., ob es wirklich was wird (er also wirklich den Schritt tut - Du selbst musst da richtig aktiv sein), 2., was dabei rauskommt. Entweder, Ihr findet zu einem anderen, vor allem gleichwertigen Verhältnis zueinander, und er kann dieses "Meins" und "Deins"-Gehabe lassen und versteht auch wirklich, dass das nicht ok ist. Oder Ihr merkt, dass Ihr keine gemeinsame Basis habt (das kann auch dabei herauskommen), und dann wäre Scheidung der nächste Schritt, bestenfalls mit einer direkten Trennungsberatung zum Wohle des Kindes. Falls Ihr Euch wieder zusammenrauft, wäre die Frage, ab wann Du ihm auch so weit wieder vertrauen kannst, dass Du dieses Thema Ehevertrag ansprichst. Das würde ich tatsächlich auch bei der Beratung später machen. Nicht einfach beraten lassen und dann läuft alles weiter, sondern regelmäßige Paarberatungstermine in größeren Abständen, bei denen man dann wieder bestimmte Dinge klären kann, damit es wirklich dauerhaft was bringt - oder auch nicht. Zu diesem Zeitpunkt jetzt würde ich nichts davon sagen. Wie schon vor mir jemand geantwortet hat, hast Du jetzt einen Wissensvorteil. Er muss Dich für sehr naiv halten, dass er das so geregelt hat. Die Tatsache, dass Du auch keine Ahnung von nichts diesbezüglich hattest, bestätigt das. Das ist nicht böse gemeint, Du kümmerst Dich ja jetzt. Manchmal ist man halt auch mal naiv. Jetzt siehst Du klarer und kannst anders auftreten. Das heißt, wenn er droht, kannst Du reagieren und ihn beim Wort nehmen. Jedoch gerade im Streit würde ich mir auf die Zunge beißen und von dem, was Du jetzt weißt, erst einmal nichts sagen. Der Wissensvorsprung ist in der Tat wichtig für Dich, da Du in der schwächeren Position bist. Wenn Ihr Euch trennt und es diesbezüglich Gespräche gibt, wäre es eine Möglichkeit, ihm zu erklären, dass einen Anwalt konsultiert hast und der sich demnächst bei ihm melden würde. Inhaltlich würde ich nichts sagen. Solltet Ihr aber freundschaftlich in diese Trennung gehen, wäre zu überlegen, ob Du das direkt ansprichst, also fairerweise sagst, dass Du Dich erkundigt hast, anwaltlich vertreten bist und den Ehevertrag anfechten möchtest oder das überlegst. Es wird viel billiger und auch viel besser für alle Beteiligten, wenn Ihr eine gütliche Einigung fändet. Das hängt aber davon ab, wie gesprächsbereit er ist. An der Stelle würde ich auch den Anwalt fragen, was sozusagen rauszuholen wäre, wenn es denn fair mit dem Vertrag gelaufen wäre. Geht das vor Gericht, leidet vor allem Eure Elternbeziehung und damit auch das Kind, weil sich die Fronten so verhärten. Das würde ich auf jeden Fall machen, bevor ich weiter über den Tisch gezogen werde, aber eben nur als Ultima ratio (letzte Möglichkeit). Wie fühlst Du Dich denn mit all dem jetzt? Viele Grüße Sileick


Anni2010

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Antwort auf Beitrag von Schniesenase

Erstmal ganz lieben Dank für deine tolle Hilfe. Ich bin ein sehr emotionaler Mensch und für mich ist es schwer mit dem Wissen zu leben das er mich so über den Tisch gezogen hat. Ja ich war auch völlig naiv und bin von mir selber auch einfach sehr enttäuscht und auch wütend. Da ich eigentlich nicht auf den Kopf gefallen bin. Aber zu dem Zeitpunkt der Schließung des Ehevertrages war ich Hochschwanger und litt und leider immer noch an einer Angststörung, ich wollte einfach das der kleine in eine Ehe geboren wird mit all dem was zu einer Ehe gehört. Und mir dann anhören zu müssen was er alles bezahlt und ich hab mein Geld doch zu freien Verfügung welche Frau hat das schon und solange ich mit ihm zusammen bin geht es mir gut und wenn das halt mal nicht mehr der Fall ist muss ich halt selbst für mich sorgen und warum sollte ich was von seinem Immobilien, seinem Geschäft etc. haben wenn wir nicht mehr zusammen sind, schließlich Arbeiter er dafür hart und nicht ich.... Aber jetzt muss ich das beste draus machen. Vielen Dank nochmal


Schniesenase

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Antwort auf Beitrag von Anni2010

Hallo Anni, ja, ich sagte ja schon: der goldene Käfig. Daraus gibt es dann erst einmal ein böses Erwachen. Du bist nicht die Einzige, der das so geht. Was mir noch einfällt: Ich sehe es erst einmal auch so, dass Dir von dem, was er selbst vorher erwirtschaftet hat, nichts zusteht. Das wurde mitgebracht. So wird das auch gesehen, wenn sich Ehepartner ohne Ehevertrag trennen. Man erhält, was in die Ehe gebracht wurde, was aber während der gemeinsamen Zeit hinzugewirtschaftet wurde, gehört zu gleichen Teilen beiden. Aus dem Vermögen des Geschäftes würde ich auch keine Vorteile ziehen wollen. Wohl aber aus dem persönlichen Gewinn, den er damit macht. Das kann er nur, weil Du da bist. Er ist der Vater und zu gleichen Teilen verpflichtet, sich um's Kind zu kümmern. Warum ist das so? Weil er das alles nur so frei machen kann, weil Du zu Hause für Kind usw. sorgst. Du hast dafür einen Job aufgegeben bzw. pausiert, und das ist ein riesen Entgegenkommen. Du könntest ihm auch mitteilen, dass Du in Elternzeit Teilzeit arbeiten willst (bis 30 Stunden pro Woche ist möglich) und er sich aktiv an der Fürsorge für Euer Kind beteiligen muss, damit das möglich wird. Das bedeutet: Putzfrau (wenn er nicht selbst putzen will), Nanny (wenn er nicht auch selbst verlässlich auf das Kind aufpassen will) usw. Kostet alles Geld, das er ja so schrecklich fleißig erwirtschaftet. Sieht man das anders, ist die Frau die unbezahlte Sklavin, denn Arbeit zu Hause und mit dem Kind ist ein Fulltimejob, gerade in der ersten Zeit bekommt man außer Kind kaum was gebacken. An sich selbst zu denken, ist schwer, da braucht es auch Hilfe von außen, um mal Luft zu holen und außer Mutter noch Mensch und Frau zu sein. Dann könntest Du ihm schon eröffnen, dass Du, wenn das Kind x Monate/Jahre alt ist, wieder in Vollzeit arbeiten möchtest, ggf. auch noch berufliche Entwicklung anstreben willst (manche Leute nennen das Karriere). Dann kann er Fritzchen morgens eingewöhnen und ggf. dafür sorgen, dass sie nachts auch mal betreut wird, wenn sie weint, weil Du am nächsten Tag alles erwirtschaften musst (mit "richtiger" Arbeit). ;-) Also er darf gerne wissen, dass er Vorteile von Eurem aktuellen Arrangement hat, und dass Du dafür durchaus auch auf was verzichtest. Zu den Angststörungen: Stelle unbedingt sicher, dass Du weiter in Behandlung bleibst. Für Euer Kind ist das viel wichtiger als dauerhaft nur von Dir betreut zu werden! Alles Gute für Dich! Eine tolle Herausforderung, die Dich ganz sicher wachsen lässt, wenn Du Dich ihr stellst! VG Sileick


JuniMama-xx-xx-??

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Antwort auf Beitrag von Schniesenase

Ich habe weder einen Mann mit Firma geheiratet noch einen Ehevertrag, daher kann ich keine produktiven Tipps geben, aber: Bzgl. des Wertes der Carearbeit, was Schniesebase schreibt, ist wenig hinzuzufügen.