Elternforum Rund ums Baby

Nächtliches Dauerstillen

Nächtliches Dauerstillen

Bella1005

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Hallo ihr Lieben, mein Sohn ist nun fast 7 Monate alt und bekommt tagsüber 2 mal Brei (Mittags und Abends). Ich habe mehrere Probleme. Erstens schläft mein kleiner grundsätzlich nur an der Brust ein (außer morgens oder mittags im Kinderwagen). Die Einführung des ersten Breis klappt super, da ich ihm diesen nach dem ersten Schläfchen im Kinderwagen gebe. Nach dem ersten Brei wird er relativ schnell müde und entweder ich lege mich mit ihm hin (kann hier aber überhaupt nicht mehr aufstehen) und stille ihn (dann schläft er oft länger) oder ich gehe mit ihm spazieren. Egal wie lange er schläft er wird um ca. 17 Uhr wieder müde und macht ein kurzes Schläfchen an der Brust (hier klappt es nicht mehr im Kinderwagen). Danach gibt es dann Brei (ca. 18:00) und um 19:00 geht er dann ins Bett (durch stillen). Ich weiß nun überhaupt nicht wie ich den Nachmittagsbrei einführen soll, da er gefühlt immer am trinken oder essen ist momentan. Er hat sich tatsächlich schon 2 mal übergeben. Nachdem er dann eingeschlafen ist (geht relativ schnell, ich kann aber erst nach ca 1-1 1/2h aufstehen ohne, dass er weint) wacht er trotzdem noch sehr häufig auf. Wenn ich dann selbst ins Bett gehe (ca. 23 Uhr) möchte er seit einer Woche ca. nur noch an der Brust schlafen. Verliert er sie fängt er an zu weinen. Es ist ein ständiges stillen nachts ohne Pause. Manchmal schaffe ich es ihn neben mich hinzulegen, dann schläft er ca. 30min und will wieder an die Brust. Ich bin langsam wirklich am Ende, weil ich mit dem Dauergenuckel so gut wie gar nicht mehr schlafen kann. Kennt das jemand von euch? Ist das evtl. In dem Alter normal oder hat das etwas mit dem Beikoststart zu tun? Er robbt sich außerdem nun seit ein paar Tagen durchs ganze Wohnzimmer.. könnte da ein Zusammenhang sein? Ich danke euch schon mal im Voraus! Liebe Grüße Bella


Bella1005

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Antwort auf Beitrag von Bella1005

Achso und einen Schnulli oder die Flasche hat er noch nie genommen, habe hier gefühlt 100 Varianten ausprobiert. Das Einzige, das er akzeptiert, ist ein Schnabelbecher bei seinen Mahlzeiten.


Fleurdelys

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Wir hatten auch immer mal wieder solche Dauernuckel-Phasen, daher weiß ich wie anstrengend das ist (ob das in dem Alter der Fall war, daran kann ich mich jetzt grade nicht erinnern). Der Sohn einer Freundin schläft auch jetzt mit bald eineinhalb Jahren immer noch am liebsten mit Brust im Mund und meckert, wenn er sie verliert. Aber das ist wahrscheinlich ein Extrembeispiel. Ich kann mir gut vorstellen, dass es etwas damit zu tun hat, dass er mit dem Robben angefangen hat. Bei einem solchen Entwicklungsschritt ist der Schlaf oft unruhiger. Vielleicht kündigen sich auch Zähne an. Bezüglich des Essens würde ich mir keinen Kopf machen. Wenn es grade nicht passt, lass es erstmal oder gib ihm zu einem anderen Zeitpunkt etwas zu essen, wenn er entspannt ist. Man muss das mit den Breimahlzeiten auch wirklich nicht so genau nehmen. Am besten ist es, auf das Kind zu schauen und entspannt zu bleiben dabei. In den meisten Fällen regelt es sich dann von alleine irgendwann. Wünsche dir gutes Durchhalten!


Trini

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Ich weiß, ich bin unendlich altmodisch, aber ich finde das nicht normal. Mit fast 7 Monaten ist dein Baby ja nun auch schon auf dem Weg zum Kleinkind. Er sollte beginnen sich zu drehen, zu robben, zu sitzen. Wenn ich deine Tagesbeschreibung lese schläft er entweder im Kinderwagen oder an dir oder er isst. (Okay ich lese gerade, dass er robbt.) Zuallererst würde ich die Mahlzeiten am Tisch einführen, auf deinem Schoß oder im Hochstuhl. Als nächstes würde ich versuchen, ihn anders zu beruhigen als mit der Brust. Ich finde es fatal, Trösten zwangsläufig mit Essen gleichzusetzen. Vielleicht kannst du ganz sanft versuchen, wenigstens tagsüber andere Mechanismen zum Trösten und Einschlafen zu finden? Trini


misssilence

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Antwort auf Beitrag von Trini

Sorry, aber mit sieben Monaten ist das Baby weit entfernt vom Kleinkind und von den motorischen Entwicklungen, die du kennst, muss er NOCH GAR NICHTS können. Es hilft, dich dazu zu informieren. Das hat nichts mit dem umschreibenden und verharmlosenden Begriff "altmodisch" zu tun, sondern das sind offizielle Erkenntnisse der Forschung. Dein Wissen ist einfach veraltet - Punkt. Und indem du veraltetes Wissen verbreitest, setzt du junge Mütter unter Druck. Zur TE: das ist völlig normal. Ich schließe mich Fleurdelys an. Mit sieben Monaten reicht doch ein Brei am Tag. Du kannst auch morgens, vormittags oder abends einen zusätzlichen Brei geben, wenn du unbedingt möchtest. Aber das ist kein Muss. Meine Tochter hat Brei komplett abgelehnt und mit acht Monaten am Tisch mit gegessen. Aber satt wird sie davon erst seit kurzem - und sie ist 16 Monate alt. Ihre Entwicklung wurde als vollkommen altersgerecht eingestuft vom Kinderarzt.


misssilence

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Ach und bitte das Kind NICHT im dem Hochstuhl setzen, wenn es nicht alleine und selbständig sitzen kann!


AlmutP

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Hi ich kenne das mit dem Dauerstillen auch. Mal mehr mal weniger. Er ist auch 7 Monate alt. Die erste Schlaf Phase ist meistens sehr gut. Letzte Nacht hatte ich von 21:30-2 Uhr Ruhe! Wow, das passiert selten Davor hat er sich 2 mal gemeldet. Grundsätzlich habe ich das Gefühl wenn ich zu früh mit ihm ins Bett gehe dann braucht er mehr Nähe weil er nicht so tief einschläft. Wenn er erst gegen 20:30 schläft ist es meist besser. Dann macht er so gegen 17 Uhr sein letzen Nap. Wenn er da an der Brust einschläft lege ich ihn ab oder auf mich drauf. Auf jeden Fall löse ich ihn von der Brust, da er sonst nicht so lange schläft und die Laune dann mäßig ist. Lieber ist mir, dass er da dann auch ein Stündchen schläft damit er bis 20/21 Uhr durchhält Denke aber irgendwann wird's besser. Habe nicht die Erwartung an ihn dass er es schnell lernt. Gerade jetzt wo Entfernung begriffen wird. Liebe Grüße


Bella1005

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Antwort auf Beitrag von AlmutP

Erstmal vielen Dank für all die unterstützenden Beiträge! Es hilft mir schon einmal zu hören, dass ich hiermit nicht alleine bin. Vielleicht kam das in meinem Post etwas falsch rüber, aber mein Kleiner ist tagsüber ein sehr aktives und interessiertes Baby. Allgemein lacht und kommuniziert er auch sehr viel. Er ist meiner Ansicht nach sehr weit. Er sitzt, robbt und kann sich lange alleine beschäftigen und auf Dinge konzentrieren. Ich finde es allgemein nicht in Ordnung zu sagen hey dein Kind ist nicht normal.. Da ich vom Fach bin was die (psychische) Entwicklung angeht, macht mir der Beitrag nichts aus, jedoch könnte das andere Mütter sehr verunsichern, da sollte man vorsichtig sein. Stillen ist im Endeffekt ja nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern gibt dem Kind ja auch Nähe und Geborgenheit. Ich denke ich gebe meinem Sohn einfach mehr Zeit mit allem und versuche sanft ab und an unterschiedliche Techniken aus, ihn zum schlafen zu bringen . Gott sei Dank liebt mein Kleiner seinen Brei und hat viel Spaß am Essen. Ich hoffe einfach, dass dies nun eine Phase, wegen der neuen Entwicklung ist oder auch weil er eben gerade lernt, dass wir uns von ihm (räumlich) entfernen können und er einfach deshalb etwas mehr Nähe braucht. Vielen Dank auch für die verteidigenden Worte das ist echt süß! Liebe Grüße Bella


Maxikid

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Meine Lütte, jetzt 13 Jahre alt, hat bis zum 11. Monat dauerstillen betrieben. Alles gut, sie hat sich mit 13 Monaten selber abgestillt. Ich lache ich über diese anstrengende Zeit. Sie schlief auch nur auf meinem Arm, bis zum 11. Monat. Tragetuch etc. hat sie gehasst, keinen Schnuller, keinen Daumen angenommen. Und stillen ist nicht nur Nahrungsaufnahme. Motorisch waren meine beiden Kinder extrem Spätzünder. Alles gut, jetzt können sie ganz normal laufen etc. LG


Liv20

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Wir hatten auch immer mal wieder so Phasen, ich glaub mit 8 und mit 19 Monaten kam mir das extrem vor. Dann zwischendurch kamen Phasen, da bin ich nachts aufgewacht und hab mich gewundert, dass meine kleine immernoch schläft ohne an die brust zu wollen. Ich finde robben mit 7 monaten ist super, aber das du dir Entwicklungsländerntechnisch keine Sorgen machen musst weißt du ja schon. Ich weiß nicht wie eure schlafsituation ist. Unsere kleine schläft im familienbett mit und dadurch konnte ich auch beim stillen wieder einschlafen. Und nein, stillen ist natürlich nicht nur Nahrungsaufnahme. Am besten ist finde ich, sich die Situation einfach angenehm wie möglich zu gestalten und sich vor Augen zu halten, es ist eine Phase. Wie es von alleine kommt geht es von alleine vorbei. Da muss man nichts zutun oder erziehen oder irgendetwas. Alles Liebe


pepperle

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Antwort auf Beitrag von Bella1005

Halte durch! Mein Kleiner ist etwas über 7 Monate und ich sehe viele Parallelen. Tagsüber schläft er gar nicht ohne mich, und nur stillend ein. Es ist gerade wieder etwas besser, aber zwischendurch waren wir bei nur noch einer Brei Mahlzeit. Ich hatte den Eindruck alles andere ist ihm zu anstrengend weil aktuell zu viel passiert. Er krabbelt seit letzter Woche tatsächlich. Nachts will er nur bei mir liegen und die zweite Nachthälfte mehrmals die Stunde nukkeln. Schnuller ging bei uns auch noch nie, Flasche aktuell auch nicht mehr. Ich hoffe es ist alles nur eine Phase und wird bald besser. Heute konnte ich ihn abends wieder hinlegen und den Raum verlassen, aber nachts will er ganz eng bei mir sein. Es passiert glaube grade einfach sehr sehr viel.


Bella1005

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Antwort auf Beitrag von pepperle

Danke ihr süßen für die lieben Antworten! Ich fühle mit euch Die letzte Nacht war etwas besser aber wirklich nur minimal.. ich hoffe es wird sich nun allmählich bessern, aber ich habe einfach das Gefühl mein kleiner braucht das grade so.. Allen die momentan in der selben Situation wünsche ich viel Kraft. Wir schaffen das! LG


Wächterin

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Antwort auf Beitrag von Bella1005

Ich habe neulich einen ähnlichen Beitrag veröffentlicht. Du bist nicht allein. Und es wird so sein, wie es die meisten hier sagten :)