Elternforum Rund ums Baby

Muttermilch

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Nicole.Wolf

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Guten Tag Unser Sohn ist jetzt 10 Monate alt. Er kam als Frühchen in der 36. SSW zur Welt. Bei der U2 wurde ein Herzfehler entdeckt. Selbstverständlich sind wir da in Behandlung und bei regelmäßigen Kontrollen. Seit unser kleiner mobiler geworden ist, ist sie Gewichtszunahme immer schleppender geworden und zuletzt hat er leider abgenommen. Wir waren einige Tage in der Klinik. Sein Herz ist aber nicht die Ursache, eher sein Dickkopf. Es wurde uns geraten eine Breimahlzeit mehr einzuführen, was bisher nicht so richtig gelingt, weil er einfach satt ist. Aktuell bekommt e er nach dem aufstehen und vor dem schlafen abgepumpte Muttermilch, mittags, nachmittags und abends Brei. Nun zu meiner Frage. Ich habe schon öfters gehört, dass Babys mit Folgemilch schneller zunehmen. Laut Packung haben alle ca 70 kcal/ 100ml. Das sagt man dich auch über Muttermilch. Lässt der Energieanteil von Muttermilch im Laufe der Zeit ab? Ich würde ihm ungern Ersatzmilch geben, wenn es keinen Unterschied macht. Aber wenn es ihm hilft weiter zuzunehmen, nehme ich jedes Mittel in Kauf. Ich hoffe Sie können mir helfen. Liebe Grüße Nicole mit Henry


Faolana

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Antwort auf Beitrag von Nicole.Wolf

Hey also ich würde auch keine Ersatzmilch geben. Versuche es so: Pumpe etwas Milch ab und Fülle es dann i diese kleinen 10ml Spritzen. Lass diese dann mit der Spitze nach unten stehen(vorher aber nochmal in die Spritze etwas Luft "ziehen") Nach einiger Zeit setzt sich oben "Muttermilchsahne" ab. Lass die restliche Flüssigkeit raus und gib vor jeder Mahlzeit(Brei oder Stillen) diese Sahne und dann hat dein Baby ein paar extra Kalorien ohne wirklich mehr trinken/essen zu müssen.


dhana

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Hallo, die Kinder nehmen von Flaschennahrung oft mehr oder schneller zu, weil manche über das natürliche Hungergefühl hinweg gefüttern - die Kinder lernen dann sehr schnell zu Trinken bis die Flasche leer ist. Damit geht das natürliche Hungergefühl verloren und ist das Beginn von Übergewicht. Ich denke nicht, das du vorhast das einzuführen - von daher würde ich nicht auf Milchnahrung wechseln - noch dazu wo Muttermilch so viele Vorteile hat - gerade in Eurer Situation. Über die Muttermilch gibts du so viele Abwehrstoffe an das Kind weiter - und zwar genau gegen die krankmachenden Keime, die jetzt in deiner Umgebung (also auch in der Umgebung des Kindes) sind - jede Mutter gibt da also beim Stillen einen ganz eigenen Cocktail an Abwehrstoffen weiter, persönlich an das eigene Kind abgestimmt. Gerade wenn immer wieder Krankhausbesuche ect. anstehen - nachdem du dort mit dabei bist, reagiert dein Imunsystem - und deine Muttermilch passt sich an. Noch dazu ist Muttermilch sehr leicht verdaulich - da könnte der Hunger eher wieder kommen als bei schwerer verdaulichen Flaschennahrung, Sättigungsgefühl soll da ja länger anhalten. Ich kenn es von meinen Kindern als ganz normal, das wenn sie mobiler werden das Gewicht eine ganze Weile stagniert. Wenn die Ursache für eine mangelde Zunahme nicht an seiner Erkrankung liegt, sondern an der Ernährung, würde ich mich darauf verlassen, das sich ein Kind holt was es braucht - vielleicht eher noch eine zusätzliche (nächtliche) Stillmahlzeit anbieten - viele Kinder holen sich dann im Halbschlaf was sie benötigen und für das sie unter Tags keine Zeit haben. Übrigens viele Gemüse-Breie haben deutlich weniger Kalorien als Muttermilch - da könnte man einfach auch mal ein Löffelchen Öl zum Anreichern ins Gemüse packen. Alles Gute Dhana


Wirbelwind33

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Dein Kleiner wird mobiler, verbraucht also mehr Kalorien. Da darf das Gewicht auch mal ein bisschen runter gehen. Das holt er wieder auf, wenn nicht mehr alles so spannend und neu ist. War und ist zumindest bei uns bei jedem größeren Entwicklungsschritt so. Folgemilch würde ich nicht geben. Das dürfte ziemlich kontraproduktiv sein, wenn er eigentlich mehr essen soll. Ich würde eher die Milch reduzieren. Und ihn ganz normal bei euch essen lassen. Wenn er das gleiche wie die Erwachsenen bekommt, ist das Esden gleich viel interessanter. Klappt natürlich nur, wenn er von der Milch nicht papp satt ist.


Skylights110

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Es gibt ein pulver, das du in muttermilch oder pre rühren kannst, eigentlich für untergewichtige frühchen. Aber das hilft vielleicht. Dann kann er immernoch seine zwei Flaschen trinken, aber mit extra Kalorien, mir fällt grad nicht ein wie es heißt, müsstest du mal googlen.


drosera

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Hi, Was sagen denn die *Kardiologen* dazu? Bei einem PDA kann ja ein Gewichtsverlust auch ein Anzeichen dafür sein, dass man den verschließen müsste. Zumindest habe ich das als Begründung mal erlebt; kann natürlich auch herbeigezogen gewesen sein. Ist das Gewicht denn schon vorher grenzwertig oder hat das Kind gut "Puffer"? Also: könntet ihr einem langsamem Gewichtsverlust auch entspannt 4 Wochen zusehen, bis das mit dem Brei klappt? Der müsste dann auch über 70 kal/ml liegen.


Nicole.Wolf

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Wir waren auf einer kardiologischen Station eine Woche stationär deswegen. Er hat Medikamente bekommen um das Herz zu entlasten, obwohl die Untersuchungen eigentlich keine Verschlechterung des Befundes gezeigt haben. Er muss irgendwann operiert werden, leider ist dies aufgrund einiger Besonderheiten noch nicht möglich. Es ist also umso wichtiger Zeit zu gewinnen und dass er in den nächsten Wochen größer wird und zunimmt. Gewichtsreserven hat er leider keine. Sein Gewicht liegt von Geburt an auf der 3. Perzentile. Er bekommt bei jeder Mahlzeit auch von unserem Essen ab. Daran ist er sehr interessiert, aber noch landet ca 90% davon auf oder unter dem Kind. Solange er Spaß daran hat, ist das in Ordnung


Faolana

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Hey, ich würde dir wie oben den Tipp geben mit der Muttermilchsahne vor jeder Mahlzeit(können auch ruhig größere Spritzen sein).


drosera

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Hi, Was sagen denn die *Kardiologen* dazu? Bei einem PDA kann ja ein Gewichtsverlust auch ein Anzeichen dafür sein, dass man den verschließen müsste. Zumindest habe ich das als Begründung mal erlebt; kann natürlich auch herbeigezogen gewesen sein. Ist das Gewicht denn schon vorher grenzwertig oder hat das Kind gut "Puffer"? Also: könntet ihr einem langsamem Gewichtsverlust auch entspannt 4 Wochen zusehen, bis das mit dem Brei klappt? Der müsste dann auch über 70 kal/ml liegen.


Sandra88

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Hallo, spricht denn etwas dagegen ihm nach den Breimahlzeiten noch etwas Muttermilch anzubieten? Mein Sohn ist so alt wie deiner und wird neben den Breimahlzeiten bzw Fingerfood weiterhin nach Bedarf gestillt. Er isst recht gerne, auch bei uns mit. Mengenmäßig ist es okay, könnte aber auch mehr sein. Er gibt sehr deutlich zu verstehen, wenn er genug hat und möchte denoch häufig im Anschluss, nicht immer, noch Milch trinken. Von seiner großen Schwester, die deutlich schlechter gegessen hat kenne ich das auch so. Also vielleicht wäre das einen Versuch wert. Ansonsten hast du ja schon gute Tipps bekommen. Alles Gute für euch.