Elternforum Rund ums Baby

Milchstau

Milchstau

Beere97

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Ich habe seit paar Tagen einen sehr hartnäckigen Milchstau mit allen nebenbeschwerden ( Fieber, Schüttelfrost, übelkeit, extremen schwindel). Gestern hat mir meine Frauenärztin deshalb auch Antibiotika und eine Milchpumpe verschrieben. Ich habe nur einmal eine Milchpumpe benutzt das war ganz am Anfang und damit bin ich nie zurecht gekommen, weil mir das im Krankenhaus niemand so richtig erklärt hat. Vielleicht könnt ihr mir helfen. 1. Pumpe ich 15 min beide seiten oder jeweils 15 min? 2. Sobald der milcheinschuss bei mir kommt dauert es keine Minute und es fließt dann gefühlt garnichts mehr. Ich habe drei mal a 10 min im Abstand von ca. 1 std. die eine brust abgepumt und bin jetzt grad mal bei 50 ml? Das ist doch zu wenig oder? Meine Tochter ist 4 Monate und wiegt schon über 8 kilo deswegen bin ich nie davon ausgegangen das ich zu wenig Milch hätte. Fließt bei euch ständig Milch rein oder kennt jemand diese Situation wie meine?


die_ente_macht_nagnag

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Antwort auf Beitrag von Beere97

Warum sollte die Milchpumpe besser sein als dein Kind? Ich kenne die Empfehlung bei Milchstau öfter das Kind anzulegen. Bin mit den Milchpumpen auch nie klar gekommen und habe trotzdem meine Kinder ernährt. Sprich doch mal mit dem Arzt, ob das mit der Milchpumpe sein muss oder du besser erstmal das Kind öfter anlegen kannst.


Beere97

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Antwort auf Beitrag von die_ente_macht_nagnag

Ich würde sie ja öfters anlegen aber die rechte brus ist so extrem heiss und prall, dass sie einfach nicht saugen will


Birte0504

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Antwort auf Beitrag von die_ente_macht_nagnag

Aber man kann das Kind ja auch nicht überfüttern, nur weil man Milchstau hat.


die_ente_macht_nagnag

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Antwort auf Beitrag von Birte0504

Ein Stillkind kann man nicht überfüttern durchs Stillen. Wenn es nicht (mehr) will, kann man sich als Mutter auf den Kopf stellen.


drosera

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Hi, wenn du den Milchstau nur auf einer Seite hast, dann brauchst du auch nur dort pumpen. Wenn nichts mehr kommt, würde ich nicht weiterpumpen. Dein Problem hatte ich nie; meine Brüste ließen sich bestens "melken". Von folgenden Tricks habe ich aber gelesen: - Brust vorher aufwärmen, danach abkühlen. - ggf vorher warm duschen oder baden - beim Abpumpen das eigene Kind (oder ein Foto) anschauen, als ob man es stillen wolle Gute Besserung!


drosera

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Hi, ich hätte noch eine Idee ohne Pumpe: Brust anwärmen, keine BH tragen, über die gesunde Brust stillen und dabei die betroffene Brust frei liegen lassen, so dass nichts die Brustwarze berührt. Wenn du Glück hast, läuft es da einfach mit. Am besten saugt wirklich das Baby, da kommt auch eine Klinikpumpe nicht ran. Aber da muss wohl erst irgendwie tüchtig Milch raus, bevor dein Kind wieder ran will.


Winterkind09

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Meine Kids sind inzwischen aus dem Stillalter raus. Was mir geholfen hat: warme Badewanne oder Dusche, schön durchwärmen und dann austreichen/ rausmassieren, bis die Brust wirklich komplett flach ist. Die Problematische Seite habe ich öfter beim Duschen entleert... Dann Kohlblätter zum Kühlen, oder wenn es umgekehrt geht Rotlichtlampe. Gutte Besserung!


Baerchie90

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Ich hatte das anfangs auch ganz oft, eine Pumpe wurde mir aber nie verschrieben. Am besten ist tatsächlich Stillen, da Babys einfach effizienter Saugen, als Pumpen. Die Milchmenge, die du Abpumpen kannst, sagt auch nichts über deine tatsächliche Milchmenge aus. Es gibt Frauen, die jahrelang ohne Probleme Stillen können, aber partout nichts Abpumpen können. Das war bei mir auch so, da der Milchspendereflex einfach nicht ausgelöst wurde. Wenn das Kind gerade nicht Stillen möchte, oder es zu weh tut, kannst du auch erstmal ausstreichen. In der Regel fließt die Milch eher bei Wärme, daher wird empfohlen vor dem Stillen/Ausstreichen zu wärmen und hinterher zu kühlen. Da musst du aber schauen, ob sich das für dich gut anfühlt. :-) Ansonsten half mir: - keinen BH tragen (damit nichts drückt) - oft Stillen - hatte Stellen wegmassieren - vorher wärmen / nachher Kühlen - Ibuprofen (das wirkt entzündungshemmend) - Quarkwickel - und das wichtigste: Stress vermeiden!


Holzkohle

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Antwort auf Beitrag von Beere97

ich hatte damals auch einen wirklich üblen Milchstau und lag an Ende mit über 40 Fieber im Bett... Ich habe damals pro Seite 15 min gepumpt, vielleicht auch länger. Milch war genug da, damit hätte ich eine ganze Neugeborenstation versorgen können, aber irgendwie klappte das Trinken nicht. Am Ende waren die Beschwerden bei mir so schlimm, dass ich mit AB und Rat der Frauenärztin abgepumpt habe. Meine Brust war nur noch ein harter, rot gefärbter schmerzender Klumpen... Das muss jede/r für sich selbst wissen, aber bei uns lagen am Ende die Nerven blank. Das Kind brüllte, weil es Hunter hatte. Ich brüllte, weil inzwischen auch meine Brustwarzen entzündet waren und ich eigentlich nur da rum lag und nichts tat (außer Pumpen...) Ich habe dann abgestillt.


Holzkohle

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ich habe nicht auf Anraten meiner FÄ abgepumpt sondern abgeSTILLT


sunnydani

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Antwort auf Beitrag von Beere97

Ich hatte bei meinem Großen auch Milchstau, aber nicht so arg, wie du es beschreibst. Bei mir hat es ausgereicht, dass ich mein Baby genau so angelegt habe, dass er mit dem Kinn zum angestauten, harten, roten, Bereich gesaugt hat, er hat somit quasi die gestaute Milch hinausgesaugt. Außerdem habe ich vor dem Stillen warme Spucktücher aufgelegt und direkt nach dem Stillen Quarkwickel. Das immer die ganze Zeit, ich hab tagelang nichts anderes getan, als verschiedene Wickel aufzulegen und zu stillen. Ich hab die Brust auch die ganze Zeit ausgepackt gelassen, sodass kein BH gedrückt hat. Abgepumpt hab ich beim Großen nie, erst dann beim Kleinen, der ein Frühchen war und den ich deshalb nicht stillen konnte. Bei ihm hab ich über Monate abgepumpt. Da hab ich immer beide Brüste 15 min abgepumpt, auch beide gleichzeitig. Jedoch kam bei mir, nur durchs Abpumpen, auch nicht viel Milch raus. Beim Großen hatte ich so viel Milch, dass ich locker Zwillinge ernähren hätte können, da floss sie nur so. Und beim Kleinen war es dann ganz karg, vermutlich auch stressbedingt, aber da wurde es von Woche zu Woche weniger und zum Schluss hatte ich nur mehr etwa 5 ml Milch bei 15 min Abpumpen aus beiden Brüsten, sodass ich dann, als er nach Hause kam, nur mehr Premilch gefüttert habe, da das Stillen durch die wenige Milch nie mehr geklappt hätte. Milchstau hatte ich da aber deshalb auch keinen. Ich drücke dir die Daumen, dass es bald besser wird! Alles Liebe!


SybilleN

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Du Arme! Ich kenne nach insgesamt 9 Jahren Stillzeit das Problem Milchstau sehr gut und ja: Die Pumpe kann gut tun. Die betroffene Brust wärmen und dann pumpen. Am besten parallel zum Stillen auf der anderen Seite. Anschließend Pumpe weg und das Kind noch auf der betroffenen Seite kurz anlegen, mit dem Kinn zur härtesten Stelle (ja, es gibt ggf. eine sehr seltsame Position). Dann die entzündete Brust kühlen. Wenn du die Milchpumpe einsetzt, musst du wissen, dass sie ggf. zu einer Überproduktion führen kann. Das heißt, dass du nicht einfach mit Abpumpen aufhören solltest, wenn die Entzündung nachlässt sondern ein paar Tage ausschleichst. Die gewonnene Milch kannst du ja einfrieren und später verfüttern. Was mir sonst noch half: Ruhe, mit dem Bsby kuscheln, Ibuprofen, Mercurialissalbe, Kohlblätter. Was auch sein kann, ist: Du hast "Sahne" statt Milch. Fetttröpfchen können wohl dazu führen, dass Milchgänge verstopfen. Das Problem hatte ich, als mein Jüngster mit Krabbeln anfing und mehr Energie anforderte. Ich hatte alle 10 Tage einen Stau. Das wurde mit Lecithin-Kapseln deutlich besser. Alles Gute!


Mami_Adam

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Bei mir hat Paracetamol, Kühlen nach dem stillen, wärmen vor dem stillen und öfters Anliegen, anfangen immer mit der Brust wo der milchstau ist sehr gut geholfen. So hat es ohne Antibiotika geklappt. Ich wünsche dir eine schnelle Heilung!


Senii

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Antwort auf Beitrag von Beere97

Hallo, Ich hatte das auch mit Fieber und Schüttelfrost. Das einzige was mir geholfen hat war pumpen so lange bis der Druck nachlässt. (Etwa 5/10 Minuten pro Seite). Habe dann jedes Mal als ich dachte meine Brüste wären zu voll etwas abgepumpt. Wenn der Stau vorbei war habe ich das Pumpen langsam reduziert. Die ganze Milch habe ich als Reserve eingefroren. Paracetamol, Quark auf die Brüste und Kühlen halfen auch etwas. Die Menge ist natürlich anders, ich hatte auch wenig Milch beim abpumpen obwohl mein Sohn richtig gut zunahm. Gute Besserung


Beere97

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Antwort auf Beitrag von Senii

Danke für eure lieben Tipps Es Ist schon besser geworden durch das Antibiotikum. Fieber und Schüttelfrost sind zum Glück weg, nur diese verhärtung noch nicht ganz. Aber ich geb nicht auf mit dem. Stillen


Ruto

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Antwort auf Beitrag von Beere97

So heftig hatte ich es nie, verstopfte Gänge aber schon. Pumpen hat nicht immer geholfen, war nur ein Teil der Lösung. Mir hat geholfen: Wärmkissen, Pumpen oder Baby anlegen (solange bis nichts mehr kommt oder das Baby protestiert), Seite wechseln, Brust kühlen. Die Lansinoh Kissen sind da toll, gibt aber natürlich auch von anderen Marken. Wenn du nur auf einer Seite Stau hast, dann nur eine Seite pumpen. Dauer 15 Minute pro Seite. Wegen der Menge: Das ist bei Milchstau kein Maßstab. Bei mir kamen ds manchmal nur 10ml raus, an anderen Tagen zu anderem Zeiten 100ml (pro Seite). Variiert also stark.