Elternforum Rund ums Baby

Mehrfachmamas: alltag mot 2 kleinen kindern?

Mehrfachmamas: alltag mot 2 kleinen kindern?

Meyla

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Ich weiß, dass das manchen Müttern leicht fällt. Mir nicht. Dadurch, dass ich die komplette Schwangerschaft hindurch Bettruhe und Klinikaufenthalte durch hatte - und dann nochmal danach 8 Wochen schonung wegen sehr schwerer Verletzungen - habe ich meinen Alltag mit Kind verloren. Und leider auch sehr viele Muskeln + zum Teil auch verkürzte Sehnen. Ich musste einiges an Physiotherapie machen + diverse Ärzte wegen der Verletzungen. In dieser Zeit hatte ich nur das Baby dabei (4 Monate) während die Große (26 Monate) in die Kita ging. Nun hat hier wieder alles dicht. Touris dürfen rein, Betreuung wird gesperrt. Sinnvolle Nummer...: Ich habe die große bisher nicht hier gehabt über Tag, weil der Kleine ein schreikind ist. 3, 4 Stunden am Tag schreien sind für ihn eine leichte Übung....eher mehr. Kein Kinderwagen, kein Tuch, keine trage. Er schreit in ALLEM. Wie bewältigt man da seinen Alltag? Wen von beiden vernachlässige ich inbeschadeter während ich den anderen versorge? Ich möchte die Große fördern und ihr einen spaßigen Alltag bieten, ohne das der Kleine dauernd schreit und panisch wird (was sehr schnell geht bei ihm). Wie sah euer Alltag aus? Kind in den Wagen auch wenn es sich mit Leibeskräften wehrt?


drosera

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Antwort auf Beitrag von Meyla

Hi, du hast mein vollstes Mitgefühl! Ich war vor einem Jahr in einer ähnlichen Situation, aber der Kleine war pflegeleichter. Dafür ist der Große auf mir rumgeturnt, wenn ich gestillt habe. Oder hat mit Absicht das Baby geweckt. Das einzige, was geholfen hat: raus mit den Kindern. Kind-groß auslasten, dann spielt es daheim vielleicht auch mal allein 30 min allein oder hält beim Vorlesen still. Und für *mich* und meinen Blutdruck war die Bewegung auch wichtig. Keine Ansprüche stellen an das Fördern etc, das hat bei uns einfach nur Stress gebracht. Für alle besser war es, möglichst friedlich die Zeit zu überleben.


BB0208

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Bei unseren Zwillingen war auch einer sehr viel anspruchsvoller als der 2. (und ich hätte mir gewünscht, einer hätte schon laufen können) - wir haben mit einer Federwiege gute Erfahrungen gemacht. Keine Ahnung, was ich ohne das Ding gemacht hätte....


makkipakki

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Den Alltag hatte ich im ersten LD, ähnliche alterkombi, aber ohne screikind, auch wenn die kleine anspruchsvoller ist und war als der große. Wir sind raus. Und die kleine kam trotz Gebrüll in den Wagen (bei uns waren auch Spielplätze sehr lange gesperrt). Viel spazieren, einkaufen zu fuss, ab an die Ostsee und im Sand buddeln. Die kleine war dann in der Babyschale... ich bin gelernte Erzieherin und hatte zu Beginn wirklich hohe Ansprüche an mich und die Förderung des großen... hab ich schnell über Bord gehauen. Diesmal, der große ist 3,5 die kleine 1,5 und ich im 7. Monate schwanger... Habe ich keine Ansprüche mehr, nur überleben xD Ab und zu mal Oma hier haben zum vorlesen oder einfach zum Rücken freihalten für das Kochen... das hilft super... mein Mann arbeitet einfach 10 h am Tag... haushalt abends, wenn er die Kinder ins Bett bringt... von der Schwangerschaft konnte ich noch nicht wirklich was genießen... Woche eins ist schon wieder geschafft! Noch mindestens 3 to go... ich habe einen innerlichen countdown Kalender für mich geschaffen, damit ich, so wie im ersten LD eben nicht, eine Perspektive habe...


Meyla

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Antwort auf Beitrag von makkipakki

Auch absolut Nicht zu beneiden!!!! Meine Große ist enorm gesellig (hat sie definitiv nicht von mir). Sie kennt jedes Kind plus Eltern mit Namen.... das wird alles grauenvoll für sie Ich suche jetzt schnell einen Geschwisterwagen für kleines Geld und werde dann Mini eben dort hineinstecken, ob er will oder nicht.../ total grausam! Die beiden lieben sich los jetzt wenigstens extrem und sie weckt ihn nicht bewusst. Aber natürlich will die Große wieder wie ein Baby behandelt und getragen werden... Mal gucken, wir haben ja einen Faltbollerwagen. Eventuell kann der Kleine da ja drin liegen


Mitglied inaktiv

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Welchen Bollerwagen habt ihr denn? Bin am überlegen einen zu holen. Aber mit 4 Monaten könnte das vielleicht gehen ihn dort reinzutun, vielleicht in der Babyschale, sofern er mit macht?


CarmenMS

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Hier das gleiche. Die Große ist knapp 2,5 Jahre alt, die Kleine 3,5 Monate. Nur ist sie seit 2 Wochen kein Schreibaby mehr, bei ihr waren es "nur" Anpassungsstörungen. Habt ihr eine Wippe? Wir haben die Babybjörn, da ist die Kleine super gern drin, Spielzeug dran, kann damit in jedem Raum dabei sitzen, wenn ich mit der Großen spiele. Mag er Kinderlieder? Bei uns hilft das, wenn sie mal nen Anfall kriegt. Ansonsten gehen wir viel raus, sie mag die Trage (haben eine Limas) zum Glück und schläft dann solange wir unterwegs sind. Was uns noch geholfen hat war die Fön-App. Ohne die schläft sie jetzt noch nicht ein zuhause. Aber ich find es auch ne riesen Herausforderung gerade!! Keine Kita, keine Spielgruppen, keine Babytreffs/Babyschwimmen,...einfach ätzend. Zum Glück helfen mir die Omas ab und zu.


Mitglied inaktiv

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Zugegeben war ich sehr froh, dass "nur" das erste Kind ein Schreikind bzw nie auch nur 5 min zufrieden war, da hatte man wenigstens nur das eine ... Kind 2 war dann deutlich einfacher (zumindest im Vergleich) - hier war der "Große" ähnlich alt wie bei Dir . Dann kam noch Kind 3, das so nett war, die ersten Monate tagsüber quasi durchzuschlafen (dafür die ganze Nacht topfit war ), sodass ich etwas Luft für die Großen hatte. Sprich : etwas andere Konstellation aber ich kann gut verstehen, was Du meinst. Das "Schreibaby" blieb lange sehr anspruchsvoll, sodass die Kleinen oft "einfach dabei" waren bei dem Versuch, den Großen durch die Kindheit zu bringen (Inzwischen alles gut, toller Junge, macht Spass... aber das gat gedauert...) Ich würde Dir empfehlen, Deine Ansprüche runterzuschrauben. Es ist dann eben so, daas die Große mal eine Zeit lang nicht optimal gefördert wird. Der Bruder ist ein Schreikind, es herrscht Pandemie . Ist eben so. Beides kannst du nicht wegzaubern. Wenn sie die Veranlagung hat, dass sie eine schnelle Auffassungsgabe hat, interessiert ist usw. dann nützt das auch noch später. In Zeiten wo Pause ist, der Papa oder die Oma/Babysitterin ... übernimmt , würde ich darauf achten, dass Du auch noch Zeit für Dich rausschneidest. Mal durchatmen. Yoga, Autogenes Training, PMR ... eine entspannte und gesunde Mutter bringt den Kindern auf Dauer mehr als noch eine Runde "Aramsamsam". Hauptsache Du gibst dem Kleinen nie die Schuld an der Situation. Er kann da jetzt auch nichts für, dass die Große etwas kürzer treten muss und er erst mal nicht das ersehnte liebe und süße Geschwisterchenn ist, das so nebenher mitläuft. Beide Kinder werden ihren Weg machen, wenn Du beide akzeptierst wie sie sind und auch das drum herum (gesundhritl. Probleme, Pandemie ....) akzeptierst. Viel Glück , gute Nerven und Zeit für Dich und irgendwann auch wieder Deinen Partner, Freunde usw


Mitglied inaktiv

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Baby-Jojo... (Kangurooh Company) war unsere Rettung , glaub sonst wäre Kind 2 auch in Richtung Schreikind gegangen. Aber dieses Ding war streckenweise Gold wert.


lilly1211

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Meinen durfte man nicht weglegen, keine Sekunde. Nie! Dann hat er um sein Leben gebrüllt in Panik. Die Große war 20 Monate und in keiner Kita. Da der kleine auch niemals nachts geschlafen hat war ich nach 3 Wochen fertig mit der Welt und konnte nicht mehr allein bleiben mit beiden, hatte förmlich Panikattacken davor. Ich war lange auf eine Haushaltshilfe angewiesen. Schau mal ob du bei betreut.de jemanden findest, vielleicht auch Studentin. Viel Glück und gute Nerven!


ml1820

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Antwort auf Beitrag von Meyla

Ganz ehrlich, ich kann dir nur sagen, du machst das toll! Ich fühle mich beim Lesen schon überfordert. Meine beiden haben einen ähnlichen Abstand, sind jetzt etwas älter und von Anfang an sehr pflegeleicht. Trotzdem fühle ich mich oft überfordert und es ist anstrengend. Mit deinen ganzen "Extras" könnte ich mir fast nicht vorstellen, wie ich das hinbekommen könnte. Du hast wirklich meine Hochachtung!


Meyla

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Ich danke euch schon mal. Eine Babybjörn und eine Federwiege haben wir da. Die bringt mir bisher auch 2x am Tag ein Schläfchen für Mini ein. Der Björn wird kurzzeitig hin genommen.... Mini ist sehr mobil, rollt seit er 3 Monate alt ist durchs Bett und hat sich heute im Björn tatsächlich Kraft seiner Bauchmuskeln hingesetzt! Deshalb hasst er es denke ich auch in den liegenden Transportmöglichkeiten. Er sieht einfach nichts! Wenn er sitzen kann wird es bestimmt ruhiger. Und nein, er kriegt nicht die Schuld an seinem Verhalten. Wir mussten beide viele Infekte und Eingriffe überwunden ergehen lassen, deshalb habe ich mit einem unentspannten Baby gerechnet. Das er dann noch mit Sauglocke raus gerissen wurde hat es kaum besser gemacht glaube ich. Für unseren miesen Start macht er es gut! Der Bollerwagen ist so einer zum falten. Da kann man noch ein Dach und Sonnenschutz dazu kaufen.... und er lässt sich halt Mini klein zusammen Falten. Sehr praktisch!


KielSprotte

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Hier sind es 3 unter 3 (08/18, 09/19 und 01/21). Ich versuche es so zu organisieren, dass jedes Kind seine Mama-Zeit alleine bekommt. Also übernimmt Papa morgens vor dem Frühstück Mini, damit ich mich mit Kind2 beschäftigen kann (Kind 1 schläft dann noch). Mittags wenn 2+3 Mittagsschlaf machen, bekommt die Große ihre Exklusiv-Zeit - mal wird dann nur gekuschelt, mal wird "gefördert" oder ein Mix aus beidem. Wenn alle wach sind, sind wir eigentlich bei Wind und Wetter draußen - entweder im Garten, oder ab auf den Waldspielplatz. Mini ist momentan nicht zu gebrauchen - er ist sooooo gefrustet, weil er weder krabbeln noch laufen kann - sprich die Geschwister laufen von ihm weg und er kann nicht hinterher - Frust pur, Sirene an. Da hilft nur einatmen, ausatmen und bei Bedarf wiederholen...... Ansonsten habe ich aufgehört Pläne zu machen - kommt eh anders. Entspannt durch den Tag, auch wenn Kind2 mit der frischgewaschenen Wäsche den Boden wischt - natürlich wenn ich gerade stille und nicht hinterher kann