Lilal
Hey ihr Lieben,
Ich hab heute mal wieder ein absolutes Tief. Zum Glück ist nein Mann daheim und kümmert sich um den bald 6 Monate kleinen Kerl.
Kennt ihr das, wenn man sich jeden Tag abrackert alles gut zu machen, dem Kind bedingungslose Liebe schenkt und ihm alle seine Bedürfnisse erfüllt. Tag für Tag und oft vergisst man sich selbst dabei. Zum Beispiel muss ich früh auf dir Toilette und merke dann mittags, dass ich immernoch nicht war
Trotzdem fühlt es sich so an als würde nichts klappen. Der kleine schreit nur wenn ich versuche ihm ein paar Löffel Brei (mit viel liebe selbst gekocht) anzubieten, er meckert wenn ich ihn versuche liebevoll in den Mittagsschlaf zu wiegen, er wacht nachts mindestens fünf Mal auf usw.
Natürlich gibt es auch schöne Momente, aber grade ist einfach das Maß voll und ich mag nicht mehr. Ich geb jeden Tag 200 Prozent und schenke ihm meine ganze Liebe und trotzdem klappt nichts annähernd unkompliziert. Alles ist immer so anstrengend ;( ich liebe mein Kind, aber das muss manchmal auch einfach raus. Wisst ihr was ich meine? Und dann wenn man solche Gedanken hat und sein Kind einfach mal einen Tag abgibt (weil es so besser ist als sich nur genervt ums Kind zu kümmern) fühlt man sich wie eine schlechte Mutter.
Beim Papa ist der Kleine natürlich immer super gut drauf (was auch schön ist) und sobald ich nur den Raum betrete fängt er an zu quengeln. Natürlich spürt er meine Laune und das macht es nicht besser.
Ich stell mir nur die Frage, ob ich alles richtig mache, oder ob ich mich so dumm anstelle. Ich hoffe so sehr, dass meine Bemühungen sich irgendwann lohnen und es leichter wird.
Danke für eure Ratschläge, Erfahrungen und dass ich mich einfach mal auslassen kann ![]()
Wieso zweifeln eigentlich immer so viele Mütter an ihren „mütterlichen“ Fähigkeiten!? Glaubt an euch, aber fordert doch auch ein wenig Freiraum für euch ein!! Nur weil man sich mal Zeit für sich selbst gönnt, heisst das nicht gleich, dass man das Kind weniger lieb hat! Man kann sich in dieser Zeit „regenerieren“ erholen und neue Energie sammeln um sich mit mehr Elan dem Kind zu widmen... denn was bringt es dem Kind wenn die Mama ausgelaugt ist, oder kurz vor einem Nervenzusammenbruch ist, sie aber immer „da“ ist. Irgendwann einmal wird Körper und/oder Geist kapitulieren, davon wird das Kind dann auch nichts haben.. Wenn das Kind aufblüht beim Papa, geniessen!! Nicht hinterfragen und an sich selbst zweifeln! Toll wenn sich Kinder und Papa verstehen!!
Du gibst 200 Prozent wie du schreibst. Du kochst mit all deiner Liebe das Breichen, von dem dein Kind bestimmt noch keine nennenswerte Menge isst. Steck deine Liebe lieber einfach in dein Kind, deinen Mann und gönn dir selber auch was davon. Dein Kind wird auch satt, wenn du Mal einen schnellen Brei kochst oder ein Gläschen kaufst. Versuch, dich auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren - auf die Menschen. Nicht alles muss du perfekt hinkriegen. Nicht immer musst du 100 Prozent abliefern. Und zweifel nicht an dir, wenn dein Kind sich beim Papa wohlfühlt! Freu dich, dass es so ist!
Du möchtest “bedingungslose Liebe” schenken, aber so ganz gelingt dir das nicht. Denn du hast Bedingungen in Form einer Erwartungshaltung: Wenn du alle Bedürfnisse des Kindes sofort erfüllst und dabei dich selber aufopferst, soll es zufrieden sein. Aber diese Rechnung kann nicht aufgehen, denn Babies, aber auch ältere Kinder, sind anstrengend, egoistisch und “undankbar”. Das musst du lernen zu akzeptieren! Desweiteren solltest du daran arbeiten, deine eigenen Bedürfnisse nicht zu vergessen. Wenn du auf die Toilette musst, musst du auf Toilette! Wenn du duschen musst, musst du duschen. Und wenn du hungrig bist, musst du essen! Und wenn das Baby dann kurz weint, dann rede mit ihm, aber du musst es nicht permanent herumtragen. Du bist auch keine schlechte Mutter, wenn du dein Kind von jemandem anderen betreuen lässt, im Zeit für dich zu haben! Vor allem nicht, wenn es beim Vater ist! Der ist doch genauso wie du auch verantwortlich.
Hallo, meine Tochter ist vier Monate alt und mir geht es auch oft so. Man muss halt in alles reinwachsen und ich hinterfrage mich auch oft, ob ich eine gute Mutter bin und Zweifel sehr schnell, wenn ich bei Veränderungen (z. B. Das erste Mal Fieber) noch nicht so locker und routiniert bin, sondern schnell ängstlich und verunsichert. Und es gibt Momente da ist es mir auch zu viel, da fließt auch schonmal ein Tränchen. Dann ist oft aber auch gut. Mein Freund zieht mit wo er kann, aber als Mutter fühlt man sich denke ich immer auch als "Hauptverantwortliche" und das erhöht den Druck der auf ein lastet ja auch gefühlt. Ich denke das legt sich, mir hat es geholfen wenn ich mal zumindest einen Moment Abstand hin und wieder bekomme,selbst wenn es nur zum Einkaufen fahren ist.und man muss halt dran denken, dass die kleinen ja nichts machen um einen zu ärgern, sondern so reagieren weil sie es anders noch nicht können.alles gute
Ich fühle mich absolut nicht, wie eine schlechte Mutter. Meine Tochter (Flaschenkind) ist auch mal einen Tag lang mit Papa alleine und ich gönne mir was. Oder auch mal Abends, als es noch ging, bin ich mit einer Freundin essen gegangen. Oder gehe/ging mal in Ruhe zum Friseur, oder zur Kosmetik. Man ist doch keine schlechte Mutter, weil man nicht 24/7 nur für sein Kind da ist, sondern auch MAL was für sich macht? Eine ausgeglichene Mutter ist eine gute Mutter. Was bringt es dem Kind, wenn du kurz vorm Nervenzusammenbruch stehst und irgendwann (im schlimmsten Fall) deine Gefühle nicht mehr unter Kontrolle hast?
Um den anderen Antworten noch etwas zum Thema „Ich muss immer für mein Kind da sein“ hinzuzufügen: Der Mensch zieht seine Kinder kooperativ auf - das heißt, es ist nicht wie bei Schimpansen so, dass die Mutter immer allein für das Wohl des Babys verantwortlich ist. Der Mensch ist so angelegt, dass mehrere Bezugspersonen sich um ein Kind kümmern können („Es braucht ein Dorf, um ein Kind großzuziehen“). Da wundert es einen doch nicht, wenn das Baby auch mal etwas Abwechslung begrüßt und ein anderes Gesicht zu sehen bekommt als das von der Mama :) (in Zeiten von Corona ist das natürlich nicht so einfach...) Du machst alles richtig, versuche entspannt und mit Humor dabei zu sein. Sing vielleicht mal ein doofes Lied à la „Ach der Kleine weint schon wieder, was hat denn unser Rumpelstilzchen?“ Ich hatte da neulich so ein befreiendes Erlebnis, war mit meiner Kleinen im Krankenhaus und musste warten. Sie hat geschrien wegen Bauchweh und ich war ganz betrübt. Dann kam eine Schwester so um die 50 aus einem Zimmer und hat mit meiner Tochter geschäkert. Da hatte sie direkt gute Laune und hat gestrahlt und das Bauchweh war vergessen! Seitdem singe ich immer wenn ich mir nicht anders zu helfen weiß. Auch um mich selbst aufzuheitern.. :o)
Du nimmst Auszeiten ja auch gar nicht nur für dich selber,je ausgeglichener du bist desto gelassener kannst du deinen Alltag gestalten Schalte ruhig einen Gang zurück,ich habe große Mengen gekocht und entweder eingekocht(das geht ziemlich von allein im Einkochtopf),oder in kleinen Portionen eingefroren,es ist piepegal ob der Brei jeden Tag frisch gekocht ist Babys meckern eben auch weil sie sich nicht anders äußern können,nicht jedes Jammern bedeutet aber dass du etwas falsch machst Ich genieße es ehrlich gesagt total dass unsere Jüngste auf die Oma abfährt,das war von Anfang an so,die beiden sind auch jetzt ein eingeschworenes Team,meine Maus ist inzwischen vier und geht am liebsten täglich runter,und ich habe dann auch kein schlechtes Gewissen wenn ich die Zeit nicht nutze irgendwas aufzuräumen,sondern mich einfach mit einem Buch für eine halbe Stunde hinzusetzen und abzuschalten (ich arbeite wenn die Maus in der Kita ist) Mach Dich frei davon dass alles fluppen muss und vor allem dass du alles leisten musst
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