Elternforum Rund ums Baby

Leidiges Schlafthema

Leidiges Schlafthema

Elchkäfer

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Hallo ihr Lieben, unser zweites Kind ist 10 Wochen und schon wieder ein schlechter Schläfer. Am liebsten würde sie wie der Opa es macht geschuckelt im laufen einschlafen und dann im Arm liegen. Notgedrungen schläft sie zwar im Bett mit engem Körperkontakt ein. Ich darf dann aber nicht den Raum verlassen, dann ist sie gleich wieder wach. Ich kann das aber nicht leisten, mich die ganze Zeit dazulegen, der ältere Bruder ist 3.5 und will ja auch was von mir haben. Klar kann sie mal in der trage schlafen, aber damit kann ich weder Trampolin springen noch fangen spielen noch duschen. Außerdem arbeite ich ein wenig per Video, das geht auch nur wenn sie schläft und ich kann somit nicht vom Bett aus arbeiten. Die Babies von Freundinnen legt man einfach in den Laufstall und sie schlafen mitten im Trubel ein. Habt ihr Tipps, was hilft euren Babies?


User-1750749248

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Antwort auf Beitrag von Elchkäfer

"Die Babies von Freundinnen" sind irgendwie immer bessere Schläfer und können alles ganz toll


Elchkäfer

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Antwort auf Beitrag von User-1750749248

Also, das sind 2 Bekannte noch aus der Pekipgruppe des Großen und jetzt kamen halt die kleineren Geschwister. Wir sind da ja öfter zu Besuch und ich bin ja live dabei


Fleurdelys

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Antwort auf Beitrag von Elchkäfer

Tut mir Leid, aber was bringt dir der Vergleich? Sie haben ihren Babys bestimmt nicht beigebracht, im Laufstall einzuschlafen. Dein Baby damit zu vergleichen verursacht nur Frust. Konzentriere dich lieber auf das Positive!


Elchkäfer

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Antwort auf Beitrag von Fleurdelys

Das habe sie ihnen bestimmt noch beigebracht. Wobei eine Mutter meinte, sie habe zur Selbstberuhigung den Schnuller schmackhaft gemacht. Ich habe das angeführt, um zu verdeutlichen, dass meine Erfahrung nicht die ist, dass eben alle Babies das brauchen. Zumindest in meinem Umfeld nicht. Warum sollte ich gar nicht vergleichen, es könnte doch sein, dass ich was übersehe oder es eben bestimmte hilfreiche Erfahrungen gibt? Deswegen kann ich doch trotzdem auch das Positive sehen


Fleurdelys

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Antwort auf Beitrag von Elchkäfer

Ich kenne das Gefühl halt selbst, und ich habe für mich eine Lektion daraus gelernt, nämlich dass jede Situation individuell ist. Natürlich kann man sich trotzdem Dinge abschauen, wenn das Ganze einen aber belastet, lieber dem eigenen Bauchgefühl folgen. Aber vielleicht war ich da auch eine Spur negativer als du. Allerdings hatte ich auch Vergleiche in die andere Richtung. Da schliefen die Kinder lange Zeit nur auf dem Bauch der Mama, oder mussten mitten in der Nacht mit dem Auto herumgefahren werden, damit sie überhaupt schliefen. Da fand ich, hatten wir es noch ganz gut getroffen.


Elchkäfer

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Edit: "bestimmt NICHT beigebracht"


Nijo90

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Ich konnte meinen auch nicht ablegen, allein liegen lassen oder allein einschlafen lassen. Das hat sich erst mit 4/5 Monaten etwas gebessert. Mittagsschlaf im Bett ging erst mit 7 Monaten. Was manchmal ging: im liegen stillen. An seiner freien Seite lag schon das Stillkissen. Als ich mich weggeschlichen hab, hab ich dann das Stillkissen schnell rangeschoben. Pucken hat auch geholfen. Also generell Enge. Oder mit dem Wagen losfahren und dann darin schlafen lassen. Das alles hat aber nur selten geklappt. Jetzt mit 11 Monaten ist er immernoch ein schlechter Schläfer. Sehr zu meinem Leid, denn ich bin ein ausgezeichneter, leidenschaftlicher Vielschläfer.


Elchkäfer

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Antwort auf Beitrag von Nijo90

Ich danke dir und werde es mit etwas mehr Enge und dem Stillkissen mal versuchen.


Jolina2019

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Antwort auf Beitrag von Elchkäfer

Vielleicht solltest du weniger kritisieren und dein Kind so akzeptieren wie es ist!? Dann kannst du eben kein Trampolin hüpfen, dafür dann was anderes was geht. Da kann man sich schon etwas überlegen...


Mama2019AuT

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Antwort auf Beitrag von Jolina2019

Hier unterschreib ich bei Jolina.. Manchmal muss man es nehmen, wie es ist.


Elchkäfer

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Antwort auf Beitrag von Jolina2019

Liebe Jolina2019, danke für deine Kritik Mein Ausgangspost liest sich tatsächlich etwas genervt und ein bißchen bin ich das auch, da hast du Recht. Ich versuche wirklich auch der kleinen gerecht zu werden. Beim ersten Kind konnte ich mich eben ganz auf ihn einstellen und jetzt finde ich es schwierig. Ich möchte BEIDE meine Kinder akzeptieren wie sie sind. Deshalb schreibe ich hier, ob noch Lösungen einfallen. Der Große kooperiert schon viel, ich stille zum Beispiel wegen Stillproblemen sehr häufig und länger und da gibt er sich auch mit alleine spielen, vorlesen und ähnlichem zufrieden. Nur möchte er dann auch nicht ständig hören, was alles an Action jetzt nicht geht, weil ich die kleine wirklich kaum ablegen kann (auch wach nicht). Auch hier bin ich für Tipps dankbar, wie ich dem gerecht werden kann. Es ist nicht so, dass ich nicht überlege, vielleicht bin ich auch zu unkreativ Und wie gesagt, gibt's da noch die Arbeit und duschen und sowas eben.


Juji

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Antwort auf Beitrag von Elchkäfer

Es scheint, als würdest du schon ziemlich viel von deinem kleinen Baby verlangen. Ja, bei manchen laufen die jüngeren Geschwister wie "nebenbei". Aber deswegen kriegt man doch nicht das zweite oder dritte Kind?! Gib deinem Baby noch Zeit, bevor es alleine schläft. Duschen, wenn der Mann zuhause ist oder das Baby halt mit der Krabbeldecke vor die Dusche. Trampolin springen solltest du jetzt auch aus Gründen der Rückbildung noch nicht würde ich meinen. Aber du kannst doch anderweitig mit deinem größeren Kind spielen oder geht gemeinsam auf den Spielplatz und dein Baby in der Trage oder Kinderwagen. Und am Wichtigsten: hör auf zu vergleichen, das macht nur unglücklich.


Elchkäfer

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Antwort auf Beitrag von Juji

Du hast mit einigem Recht. Ich merke auch ich habe das oben zu kurz beschrieben. Und ja, obwohl unser erstes Kind bei weitem kein Selbstläufer war, gestehe ich, habe ich uns diesmal mehr zugetraut. Natürlich ist das kein Grund vfur ein zweites Kind. Aber zum Beispiel die Stillprobleme, da dachte ich, ich bin jetzt echt Profi Die Kleine möchte auch wach viel Kontakt, also weint schnell wenn ich sie beim Duschen oder spielen einfach nebendran ablege. Und vieles kann ich mit Trage oder einhändig spielen. Und dann gibt es halt diese Spiele , wo ich denke: jetzt wäre toll, sie schläft einfach und ich kann mit dem Großen mal wieder unsere Tobe-und Kletterspiele etc. machen. Er vermisst das halt auch sehr. Mein Mann versucht da schon einiges aufzufangen, auch wenn ich arbeite, versuche ich es schon so zu legen, dass er dann da ist.


Mami.th

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Antwort auf Beitrag von Elchkäfer

ES IST EIN BABY! Bitte mach dir das bewusst, dein Kind braucht dich! Bei anderen ist augenscheinlich immer alles besser! Wenn dich das zu sehr belastet, dann fang klein an. Leg dein Kind immer Schritt für Schritt ab aber sei präsent. Das wird!


Meyla

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Antwort auf Beitrag von Elchkäfer

Sogar 2. 1. nicht mit anderen vergleichen. Babys sind keine Fließbandprodukte sondern Individuen. 2. Federwiege mit Motor. 3. akzeptieren, sofern du nicht mit Gewalt beigehen willst. Bei Konferenzen würde ich die Kamera einfach nicht weiter als Schlüsselbein einstellen und das Baby stillen. So mache ich meine Fortbildung derzeit…. Die Kinder erstmal aufteilen. Papa bringt K1 ins Bett und du k2. Laufen die Abende gut kann man mal tauschen. Ich habe auch 2, eins davon ein schreikind.


Meyla

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Antwort auf Beitrag von Meyla

Ich springe übrigens auch kein Trampolin mit meiner großen. Wird es auch nie geben weil ich ein Gelenk dabei gebrochen habe (in der Vergangenheit). Dann macht man halt andere Sachen. Ich nenne mal unsere Beispiele: - hochbeet pflegen - gummienten angeln (Magnet) - alles selber anmalen lassen was ich für sie baue - Vogelhäuser bauen - Schnecken sammeln, füttern, frei lassen - Matschküche


Elchkäfer

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Antwort auf Beitrag von Meyla

Hey Meyla, auf gar keinen Fall Gewalt oder schreien lassen, bin ich voll bei dir. Kannst du eine Federwiege empfehlen? Gummientenangeln könnte noch was sein für uns, danke Beim Stillen haben wir noch einige Schwierigkeiten, womit ich nicht gerechnet hätte als Langzeitstillerin beim ersten Kind. Das ist schwierig so nebenbei bei den Videositzungen und ich brauche auch Ruhe und Konzentration (Psychotherapie).


Elchkäfer

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Antwort auf Beitrag von Meyla

Solche Dinge haben wir auch im tagesablauf. Aber das lastet ihn überhaupt nicht körperlich aus.


Meyla

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Antwort auf Beitrag von Elchkäfer

Ich habe direkt beim Hersteller gekauft, also swing2sleep mit einer „go2sleep“ Federwiege. Die hat Gurte dran fürs mobile Alter…: das kann echt Goldwert sein!


Atombiene

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Antwort auf Beitrag von Elchkäfer

Also bei meinem Großen habe ich leider auch keine Patentlösung gefunden Er ließ sich tagsüber erst mit 9 oder 10 Monaten ablegen, sonst war er nach exakt 20 Minuten wieder wach. Er hat einfach nicht ohne Körperkontakt in die nächste Schlafphase wechseln können. Abends hat es dann noch eine ganze Weile gedauert, bis er endlich zuverlässig geschlafen hat und nicht sofort wach wurde, wenn ich oder mein Mann den Raum verließen. Was ich allerdings nicht versucht habe und dieses Mal definitiv ausprobieren werde, ist eine Federwiege. Vielleicht hilft das ja tatsächlich. Zumindest in den ersten drei Tagen im Krankenhaus hat es gut funktioniert. Ansonsten würde ich all die Dinge, die du aufzählst, machen, wenn mein Mann zuhause ist. Oder das Baby im wachen Zustand irgendwo daneben ablegen, falls das ohne Geschrei geht. Sicher willst du beiden Kindern gerecht werden, du solltest allerdings akzeptieren, dass das nicht immer der Fall sein wird. Und das ist völlig in Ordnung. Es sagt sich auch sicher ganz einfach, man solle nicht mit anderen vergleichen. Nur lässt sich das nicht immer einfach abstellen und es frustriert. Auch völlig normal und menschlich. Achte nur darauf, dass die Erwartungen an dich und deine Kinder nicht zu hoch werden.


Elchkäfer

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Antwort auf Beitrag von Atombiene

Danke Atombiene hast du zufällig eine Empfehlung für die Federwiege?


Elchkäfer

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Antwort auf Beitrag von Elchkäfer

Ich stelle fest, mein Beitrag liest sich wohl harscher als beabsichtigt. Hier überträgt sich einfach etwas meine momentane Anspannung allen gerecht werden zu wollen. Unserem Sohn, der wirklich viel Input und Action braucht und sich das gleichzeitig nur schwer woanders holen kann. Und auch Wenigschläfer ist. Und wirklich sein bestes gibt, Rücksicht zu nehmen und zu kooperieren. Unserer kleinen Tochter die mich natürlich braucht. Ich sehe sie selbstverständlich als Individuum, sie braucht auch nicht sein, wie andere (ich finde aber eben auch nicht, dass alle Babys so sind). Meinen Patienten, die mich auch brauchen und Corona hat's nicht besser gemacht. So schrieb ich kurz und bündig zwischen Tür und Angel. Aber nein, ich würde unsere Tochter niemals schreien lassen. Ich bin Verfechterin der Bindungstheorie und kann sie auswendig runterrasseln Ich trage mein Kind, ich stille es trotz großer Schwierigkeiten, weil es die Flasche nicht möchte, ich beruhige es bis in den Schlaf. Und ob es Erfahrungen gibt, dass sie dann auch gut ohne Körperkontakt schlummert, das wollte ich erfragen.


Phila83

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Antwort auf Beitrag von Elchkäfer

K1 aufs Laufrad, K2 in die Trage und ab durchn Wald. War hier die ersten 3 Monate Mittel der Wahl.


Elchkäfer

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Antwort auf Beitrag von Phila83

Danke Phila. Dein Beitrag hat mir nochmal bewusster gemacht: 1. Gewisse Dinge "traue" ich mich noch nicht genug mit beiden Kids wegen der doofen Probleme beim Stillen, so sinngemäß:was wenn das im Wald nicht klappt. Da muss ich noch lockerer werden (notfalls halt liegend im Wald oder so) 2. Ein großes Stück weit geht es meinem Sohn wohl gerade auch nochmal mehr tatsächlich um körperliche Action mit mir gemeinsam (denn er fährt, ich laufe reicht ihm da irgendwie nicht). Aber ich werde das machen und dann für mehr Aktivitäten die Kleine dem Papa überlassen (das mit dem Stillen hemmte mich bisher echt etwas).


Phila83

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Antwort auf Beitrag von Elchkäfer

Ich glaube, dass du da vll etwas vermischt, was die Bedürfnisse deines Großen angeht. Du schriebst ja auch, dass er lange gestillt wurde. Dieses Action, kann es sein, dass er dich primär körperlich will? Gerade wo das Baby auch so körperlich fordernd ist? Könnt ihr es irgendwo am Tag einrichten, dass du mit dem Großen ne Kuschelzeit habt? Ein großes Geschwister ist oft zu tiefst verunsichert, weil sich durch ein Baby alles ändert. Ich hatte auch eingangs die Trugvorstellung, dass ich mein möglichstes gebe, damit sich für den Großen nichts ändert. Totaler Quatsch. Da musste mich meine Hebamme drauf aufmerksam machen. Zu Recht. Es hat sich nun mal ganz viel geändert. Ich hatte nen harten Vorlauf, weil ich wegen Komplikationen die letzten Monate möglichst liegen sollte. Ich hatte so gehofft, dass ich nach der Geburt wieder "durchstarten" könnte. Tja. Hätte, hätte Fahrradkette, is halt nicht. Stillen war hier auch Katastrophe bei K2, dabei stillte ich noch K1. Hier war so richtig der Wurm drin. Ich habe vollstes Mitgefühl für deine innere Zerrissenheit.


Elchkäfer

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Antwort auf Beitrag von Phila83

Vielen Dank. Ja, ich habe das gerade etzt auch nochmal überlegt. Auch weil mein Sohn jetzt wieder sporadisch stillen wollte. Aber grundsätzlich will er schon länger nicht mehr mit mir lange kuscheln. Er hat Hummeln im Hintern und liiiebte schon vor der Schwangerschaft eben so Action-Sachen mit mir. Ich glaube tatsächlich, dass ist seine Lieblingsart mit mir körperliche Nähe herzustellen. Toben, rangeln, übereinander purzeln, jagen So oft kuschel ich ihn grade schon nachts und atme ihn ganz tief ein. Ich werde es ihm jetzt aber nochmals ganz intensiv tagsüber anbieten. Witzigerweise hat meine hebamme das Gegenteil herausgestellt : dass ich darauf achten solle, die Kleine auch öfter abzulegen. Da sie es ja nicht anders kenne, der große aber schon. Ich danke dir auch sehr für deine Offenheit. Ich fühle mich sehr gesehen und verstanden!


Sille74

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Antwort auf Beitrag von Elchkäfer

Ich habe kein Mittel gefunden und ja, die Große musste da sehr viel zurückzustecken. Ich habe kmmer versucht, ihr zu vermitteln, dass das "normal" ist und dass ja auch ihr kleiner Bruder mich nicht so exklusiv hat wie sie mich bis zu seiner Geburt hatte. Nicht falsch verstehen, natürluch nicht à la "stell' Dich nicht so an!", sondern ihr einfach zu verstehen geben, dass das normales Babyverhalten ist und dass sie älter ist und mich nicht mehr in dem Maße braucht, wie das Baby, ich aber natürlich trotzdem ihre Mama bin und bleibe, diebsie liebt. Schwierig, das zu umschreiben, das muss man leben ( und natürlich klappt das nicht immer perfekt, aber mir hat dieser Umgang die Situation erleichtert) Ich muss sagen, dass auch mein Mann viel aufgegangen hat ... Alles Liebe! Ihr, Du und Dein Großer, packt die Situation schon!


Elchkäfer

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Antwort auf Beitrag von Sille74

Danke für deine lieben Worte, Sille74 Diese Haltung ist noch schwer für mich merke ich.


KielSprotte

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Antwort auf Beitrag von Elchkäfer

Welcher Art sind denn die Stillprobleme? Vielleicht hilft es deinem Großem und dir, eure Kuschelzeit mit der Stillzeit der Kleinen zu kombinieren - also während du stillst, kuschelst du mit dem anderen Arm Sohnemann und liest ihm z.B. eine Geschichte vor? Dann könntest du 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen. Die Kleine wird satt und der Große bekommt Mama-Kuschelzeit. Die Action-Sachen kannst du vielleicht zumindest im Augenblick dann dem Papa überlassen. Mein Eindruck aus deinen Beiträgen ist ganz ein anderer: dich streßt das Arbeiten unheimlich! Dieser Streß wirkt sich dann natürlich auf die Kinder aus - die haben da seeehr feine Antennen! Warum arbeitest du so kurz nach der Geburt schon wieder? Vielleicht kannst du das -zumindest für eine Weile- komplett einstellen? Keine Video-Termine, weniger Streß und du kannst den Tag so nehmen, wie er kommt. Und jetzt sage bitte nicht, dass irgendjemand es nicht "überlebt", wenn du nicht arbeitest. Glaube mir, wenn du heute tot umfallen würdest, würde niemand anderes ebenfalls tot umfallen. Hört sich jetzt drastisch und gemein an, aber ich möchte dir verdeutlichen, dass (leider) jeder ersetzbar ist. Nimm den zeitlichen Druck raus und deine Kinder werden es merken. Und bei Sohnemann versuche von Action auf Kuschelzeit umzuschwenken. Wünsche dir alles Gute und genieße die Babyzeit, sie geht viel zu schnell vorbei und im Nachgang erinnerst du dich nicht an den Streß, sondern an die schönen Momente.


Junalina

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Antwort auf Beitrag von KielSprotte

Hier schließe ich mich an! Ich habe auch den Eindruck, dass dich die arbeitstermine stressen. Es muss zu einem bestimmten Zeitpunkt klappen... Das wäre bei uns undenkbar gewesen. Meine Freundinnen hatten auch Babys, die früh durchgeschlafen haben, allein auf der Spieldecke eingeschlafen sind etc. Ich habe 3 Kinder, die im ersten Jahr nie alleine eingeschlafen sind. Bei der kleinsten habe ich es nichtmal geschafft, dass sie im Haus schläft. Ich bin tagsüber 1 Jahr lang jedes Mal mit der trage spazieren gegangen. Gefreut hat es mich nicht. Es war aber der einzige Weg für uns. Mittagsschlaf im Kinderwagen funktioniert erst, seit dem sie in der Kita ist. Ich kann verstehen, dass du dir für deinen Sohn wünschst, dass alles beim alten bleibt. Das kann es aber nicht. Der Tag hat nur 24h und du nur 2 Hände. Lass die tobespiele den Papa übernehmen. Wenn die kleine in der trage gut schläft, geh mit beiden gemeinsam raus... Spielplatz, laufrad. Das schaffst du. Dein Sohn muss ja nicht auf dich verzichten, es sind nur andere Aktivitäten. Du bist doch für ihn da. Es kommen doch schon bald auch andere Zeiten. Nochmal zur Arbeit: vielleicht macht es Sinn, ein bisschen zu pausieren, bis sich alles eingespielt hat. Die kleine ist gerade erst 10 Wochen. Jedes meiner Kinder hat mir beim Schlafen einen Strich durch die Rechnung gemacht, wenn ich unbedingt irgendwas wollte. Sie spüren die Anspannung, dass es jetzt möglichst schnell klappen muss und dann klappt überhaupt nichts. Nimm den Druck, den du dir selbst machst ein bisschen raus. Ich glaube, das würde euch allen gut tun.


Elchkäfer

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Antwort auf Beitrag von KielSprotte

! Triggerwarnung! Die Stillprobleme: Meine Tochter öffnet den Mund nicht wahnsinnig weit (Stilberatung ist erfolgt), schluckt viel Luft, hat viel Reflux. Ich habe einen starken MSR und große Brüste. Ich muss sie also aufrecht oder im Liegen stillen, die Brust dabei halten, damit die kleine nicht abrutscht. Ich muss die stillmahkzeit mehrmals zum aufstoßen lassen unterbrechen und danach die Maus länger aufrecht halten und mehrmals aufstoßen lassen. Da quält sie sich und weint viel. An der Brust einschlafen lassen geht leider nicht. Wenn zu viel Milch kommt, sie sich verschluckt oder ein Bäuerchen festsitzt, schreit sie die Brust nur noch an und ich muss sie länger beruhigen, bis es weitergehen kann. Meine Arbeit an sich liebe ich und stresst mich nicht. Nach Monat 5 würde ich eh anfangen, da man Psychotherapie nur 6 Monate pausieren kann. Darüberhinaus müssten alle Therapien neu beantragt werden, teilweise mit schriftlichen Berichten zum Gutachter, das wäre mega aufwendig. Insgesamt habe ich aber schon nicht mehr viele Patienten. auch wenn jeder potenziell irgendwie überleben könnte und ich ja immer in die Klinik schicken kann (Suizid kann man nicht ausschließen): Ich gehe mit diesen Menschen ja eine intensive Beziehung ein und da übernehme ich Verantwortung und sie sind mir nicht egal, so dass ich sie einfach wegschicke (Therapieplätze sind auch rar und mit langer Wartezeit und Patienten wollen auch nicht einfach so wechseln). Derzeit sehe ich nur die wirklich instabilen Menschen mit heftigen Schicksalen (ca. 3 pro Woche). Da ich natürlich vorher wusste, dass man nicht auf Kommando stillen oder schlafen kann, sind für diese Termine Zeitfenster und keine feste Zeit auf die Minute vereinbart. Wenn ich ganz ehrlich bin, stresst mich das Stillen und das Unglücklichsein meiner Tochter dabei viel mehr als meine Arbeit. Das Bild hatte ich halt auch so im Kopf mit gleichzeitig dem Großen vorlesen und so, habe aber akzeptiert, dass das für uns eben nicht geht. Unser Sohn will leider nicht mehr so viel explizit mit mir kuscheln (s.o.) Ich werde meinem Mann mehr Verantwortung übertragen und meine Eltern fragen.


Elchkäfer

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Antwort auf Beitrag von Elchkäfer

Edit: Stilberatung, für Stilberatung war noch keine Zeit. Freud'scher Vertipper


Elchkäfer

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Antwort auf Beitrag von Elchkäfer

Schon wieder Autokorrektur StiLLberatung.


kia-ora

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Pucken oder Federwiege helfen viel. ABER deine Liste ist zu lang. Das wirst du auch mit Hilfsmitteln nicht alles schaffen. Ich habe 4 Kinder (Jüngste gerade mal 6 Wochen). Je kürzer die Liste, desto entspannter die Situation/ Mutter. Ich mache Einkauf und Kochen mit Tragetuch, ebenso Spaziergänge mit Kindern, Hund oder Pony. Beim Duschen läuft der Fön (Rauschen) und Baby ist wach. Beim Stillen esse ich (beim Essen stille ich). Kinder toben mit Freunden oder Papa. Wenn man arbeiten will / muss, braucht man einen Babysitter.


Elchkäfer

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Antwort auf Beitrag von kia-ora

Federwiege scheint einigen zu helfen, das probiere ich jetzt mal. Und ich teste auch mal den Fön beim Duschen, dankeschön Beim Stillen geht hier leider gar nix (s.o.). Ja, ich dachte im Nachgang auch, ich frage meine Eltern nochmal oder übertrage meinem Mann mehr, wenn ich arbeite. Oder eben Babysitter.


Jolina2019

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Antwort auf Beitrag von Elchkäfer

Wo ist der Papa? Für's körperliche Auslasten des Großen würde ich den Papa einspannen und zwischendurch evtl auch mal ne Verabredung mit seinen Freunden und die dazugehörige Mama kommt dazu? Als meine Freundin ihr Baby hatte, hab ich sie oft zu mir eingeladen, die beiden Großen haben gespielt und sie konnte sich in Ruhe um das Baby kümmern.


misssilence

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Ich habe zwar nur ein Kind, aber es war ein Schreibaby. Dazu hatte ich ähnliche Stillprobleme wie du, und habe nach acht Wochen mit 25 Stunden pro Woche wieder angefangen zu arbeiten. Ich dachte wi du: ich arbeite eben auch, wenn Kind schläft! Tja, Pustekuchen. Meine Tochter ist nun 11,5 Monate und schläft weiterhin nur mit Körperkontakt. Und das seit 11 Monaten! Da war nix mit arbeiten... Du hast schon viele gute Tipps für den älteren Bruder und das Schlafen erhalten, da kann ich nichts hinzuzufügen (fürs schlafen hat bei uns leider nie irgendwas geholfen, aber ich hoffe, bei dir klappt was). Ein Tipp aber fürs Arbeiten: lass den Papa angepumpte Milch geben. Z.B. mit Becher, da gibt es spezielle, damit das Kind nicht das korrekte Saugen an der Brust verlernt. Das hat mir zumindest immer so viel Zeit gegeben, dass ich eben eine Stunde die Videokonferenz etc. beenden konnte. Ansonsten musst du im Zweifel doch die Kamera bei dir ausstellen und das Baby stillen. Auch deine instabilen Patienten werden das ab und an überleben. Ich denke, dass deine Kleine nicht bei jedem Termin gestillt werden will? Schläft sie denn beim Papa ein? Wenn er sie trägt und sich dazu legt? Dann wäre das ggf auch eine Option. Ich kenne diesen Zwiespalt nur zu gut. Eigentlich ist es nicht deine Arbeit an sich, die dich stresst, sondern die Umstände. Nichtsdestotrotz wirst du hier irgendwo Abstriche machen müssen, denn du wirst nicht alle zufrieden stellen können.


Ruto

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Antwort auf Beitrag von Elchkäfer

Meine Tochter ließ sich auch nicht ablegen, brauchte viel Körperkontakt. Hatte keinen Druck durch ein älteres Geschwisterchen, deshalb konnte ich mich da natürlich einfacher arrangieren. Achja, Stillprobleme hatte ich auch, hat dann auch viel Zeit in Anspruch genommen. Wird dir vielleicht aktuell nicht helfen, aber es wird mit der Zeit besser. Wenn sie anfangen, sich zu drehen, überhaupt mobiler zu werden. Unsere beste Investition war eine Plüsch Spielmatte mit Spielbogen. Da konnte ich dann wieder besser Haushalt machen. Glaub, da war sie so ca. 4 Monate alt. Der ältere Bruder scheint da viel Rücksicht zu nehmen und verständig zu sein. Such euch für die Zeit, bis es leichter wird, neue Aktivitäten, die ihm Spaß machen. Trampolin geht mit Trage nicht. Aber vielleicht gibt es einen Walderlebnispark in der Nähe? Und zur Arbeit: Sind Telefonate statt Video möglich? Duschen kann ich auch jetzt, 12 Monate nach Geburt, nur wenn der Papa Zuhause ist und sie beschäftigt. Alles andere endet noch immer in großem Geschrei. Ist sicher nicht hilfreich und nicht das, was du an Tipps gerne gelesen hättest. Aber manche Babys sind einfach so.


KielSprotte

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Antwort auf Beitrag von Elchkäfer

Diese Art von Stillproblemen kommen mir bekannt vor (zu viel Milch, zu starker MSR – dadurch wurde Mini quasi abgeschossen und hatte dann gleich die Nase voll). Mir bzw. uns hat es sehr geholfen, zuerst ein wenig abzupumpen und erst dann anzulegen – hat die ganze Situation seeehr entspannt. Zweiter positiver Effekt: Papa konnte die abgepumpte Milch mit dem Medela-Becher füttern, so hatte ich mal etwas Luft für die Großen. Schaffe dir Freiräume!


Liv20

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Antwort auf Beitrag von Elchkäfer

Also ich hatte das auch, meine kleine ist jetzt 7 Monate alt und die ersten 5 Monate war ich bei jedem mittagsschläfchen mit ans Bett gekettet. Und nachts natürlich auch. Fand das jetzt nicht sooo schlimm aber sie ist auch mein einziges Kind. Ich habe für nachts raus gefunden das sie immer um 23 Uhr gestillt werden will und danach wie ein Stein schläft, also kann ich ab dann mal was anderes machen. Tagsüber lege ich sie jetzt konsequent ihr Bett sobald sie eingeschlafen ist. 5 oder 6 mal fängt sie direkt an zu weinen, dann nehme ich sie sofort hoch und tröste sie. Irgendwann klappt es dann. Ist glaub ich nur wichtig das man sie nicht im Bett weinen lässt sonst assoziiert sie vielleicht noch damit das das der Ort ist wo sie alleine gelassen wird.... Also das und auch Geduld hat bei uns geholfen.