Elternforum Rund ums Baby

Kontakte

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JennyKlu

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Hallo, Mein Baby ist jetzt 2 Monate alt und ich frage mich, ob es anderen auch so geht. Momentan wird wirklich sehr viel geschrien, ich kann sie nicht ablegen und sie will ständig trinken. Das ist für mich auch okay! Wir haben bisher nicht viele Kontakte, sie kennt ihre Großeltern und meine Geschwister und das war es. Am Anfang ihres Lebens war sie leider für kurze Zeit sehr, sehr krank, weshalb wir nicht nur wegen Corona sehr ängstlich sind. Aber Corona ist auch ein großes Thema! Deswegen haben wir auf weitere Kontakte verzichtet. Jetzt ist es so, dass man sich eigentlich mal draußen treffen könnte aber das einfach nicht geht, weil ich nichts planen kann. Jeder Tag ist anders, jeden Tag hat sie einen anderen Rhythmus und manchmal ist nur eine halbe Stunde Zeit zwischen dem Stillen. Dann kann ich ihr das doch nicht vorenthalten, weil ich rausgehen will. oder wie macht ihr das? Ich habe Angst, dass ich etwas falsch mache. Wir wurden jetzt sogar schon zu einem Geburtstag in ein Restaurant eingeladen und es würde mit Unverständnis reagiert, dass wir nicht kommen möchten. Ist das wirklich so unnormal? Wie ist euer Alltag mit Baby? Eigentlich wollte ich sie gerne mal auch unseren Großeltern und Tanten zeigen aber mich überfordert das total. Ich habe das Gefühl, dass würde nur Stress bedeuten und wäre dann eigentlich eher negativ als positiv für das Baby. Wie gesagt, wir wollen keine Besucher im Haus und ich bin nicht dazu in der Lage, draußen zu stillen. Ich bin froh, dass es überhaupt mit Stillhütchen klappt! Das war am Anfang ganz anders! Aber selbst wenn ich es könnte, würde ich es nicht im Beisein von Besuch machen. Das wäre für mich eher unangenehm als etwas Positives und ich würde auf den Besuch halt dann lieber verzichten. Ist das so unnormal? Bräuchte das Baby mehr Kontakte? Ich finde es so eigentlich absolut in Ordnung aber habe das Gefühl, dass alle mit Unverständnis reagieren.


Mamamaike

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Antwort auf Beitrag von JennyKlu

Hallo, wenn es sich falsch anfühlt, lass es. Du bist gerade mal aus dem Wochenbett raus. Ignorier das Unverständnis, auch wenn sich das leichter schreibt als umsetzen lässt. Euer Leben muss zu euch passen, und das wird sich schon einpendeln. Sobald Du etwas vermisst (so kleine Babys "brauchen" nichts außer Mama und Papa, wenn vorhanden), wirst Du auch bereit sein, etwas zu ändern und Freiräume zu nutzen. Viele Grüße


Baerchie90

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Naja, mit 2 Monaten bist du ja knapp aus dem Wochenbett raus, da finde ich es persönlich absolut normal, dass sich da am Wohlbefinden der Mutter orientiert wird. Sprich: wenn du dich mit anderen treffen willst, dann zu es. Wenn dir nicht danach ist, dann lass es. Jetzt mit Corona finde ich es sogar noch verständlicher, wenn auf Kontakte verzichtet wird. Beim ersten Kind haben wir sicher im ersten halben Jahr darauf geachtet, dass wir nur "gesunde" Menschen treffen, also wenn Oma erkältet war, musste sie sich halt 2 Wochen gedulden, bis sie zu uns kommen konnte. Wirklich toll fand Oma das nicht, aber uns war es so einfach lieber. In der Zeit habe ich mich auch lieber zu Hause getroffen, da ich mich dann zum Stillen ins Schlafzimmer zurück ziehen konnte, auch wenn mir auch anderswo immer ein stilles Plätzchen angeboten wurde, fand ich es zu Hause doch schöner.


Moosweibchen

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Da geht es in erster Linie wirklich um dich. Dein Baby braucht vor dem 6. Monat absolut nichts anderes als Mama und Papa. Selbst wenn das komplette erste Jahr nur du da bist, wird es keine Probleme damit/dadurch haben. Danach ist eine beginnende Sozialisation durchaus gut. Wenn du dich 8 Wochen (!) Nach der Geburt noch nicht wohl fühlst draußen ist das absolut in Ordnung (solange das Kind frische Luft draußen bekommt). Du musst dich da auch nicht rechtfertigen. Ich bin mit meinem Sohn(15 monate) auch nicht auf den Riesen family Geburtstag im Restaurant gefahren, weil ich uns das nicht antun wollte. Er ist aber mit anderen super entspannt, auch wenn er fast ein Jahr fast komplett isoliert war. Jetzt kann er damit auch richtig was anfangen.


Honigküchlein

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Wenn es für dich in Ordnung ist, dann ist es doch gut. Andererseits schreibst du aber auch du würdest gerne zur Tante und Großeltern, dann würde ich das auch tun. Dein Kind braucht die Kontakte nicht, aber du vielleicht. Dein Kind braucht dich. Ich würde dir raten dich nicht zu isolieren. Ich weiß nicht, was dein Kind hatte und ob es aktuell noch gefährdet ist, oder ob du deswegen nur eine irrationale Angst hast. Aber du kannst deine Familie ja auch zum Beispiel bitten vor deinem Besuch einen Coronatest zu machen. Zum Stillen, das musst du selbst wissen. Ich habe immer in einem anderen Zimmer gestillt wenn Besuch da war und auch bei anderen mich zurückgezogen. Kannst die Möglichkeit ja vorher abklären. Dein Kind wird ja auch nicht immer alle 30 min trinken wollen, du musst ja nicht in so einer Phase den Besuch planen. Ich kenne auch einige die sonst schonmal abgepumpt haben. Und ja, es wird am Anfang stressig werden, du wirst zu spät kommen, was vergessen oder auch spontan absagen, weil gerade einfach gar nix klappt. Aber das ist doch nicht schlimm und es wird irgendwann besser.


Mitglied inaktiv

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Ich bin der Meinung, dass jeder das für sich selbst entscheiden sollte, nach dem eigenen Gefühl. Wir waren immer viel unterwegs und haben Leute getroffen. Das war nie ein Problem, da die Kinder das dann so kannten. Auch auswärts zu essen war kein Problem. Allerdings kenne ich Eltern, die z.B. 6 Monate gewartet haben bis sie sich angefangen haben mit anderen zu treffen oder mal im Café Eis essen waren.


Ruto

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Antwort auf Beitrag von JennyKlu

Ich war erst vor kurzem mit meinem Baby, 11 Monate, das erste Mal in einem Biergarten essen. Klar war ich Mal mit in einem Cafe, aber richtig essen, über einen längeren Zeitraum eben erst jetzt. Hatte sich halt nicht anders ergeben. Du bist gerade Mal aus deinem Wochenbett raus, einiges muss sich noch einpendeln. Dein Baby hat scheinbar noch dazu Koliken, da sind Treffen mit einem hohen Stresslevel verbunden, den sich Leute ohne Babys, ohne Babys mit Koliken oder Amnesie daran nicht vorstellen können. Was soll's. Macht es nach eurem Tempo. Wenn es sich für dich gut und richtig anfühlt, mach es genau so. Meine kam letzten Juli auf die Welt und hatte lange keine anderen Kontakte als zu uns, den Großeltern und vereinzelten Besuchen. So ist das nun Mal in einer Pandemie. Geschadet hat es ihr nicht, sie spielt gern mit anderen Babys, ist neugierig, usw. In den ersten 4,5 Monaten wären für mich aber auch ohne Corona Treffen mit großem Stress verbunden gewesen. Weil sie nun Mal auch Koliken hatte, abends noch dazu ihre Schreistunde. Wenn ich mich draußen getroffen habe, dann möglichst bei mir in der Gegend. Meist haben andere dann den leeren Kinderwagen geschoben, während ich sie im Fliegergriff und Storchengang getragen habe, während sie geweint hat. Muss man nicht ständig haben ;) Restaurantbesuche, am besten noch abends, wären in der Zeit absolut undenkbar gewesen! Das würde ich mir nur antun, wenn es einem nichts ausmacht, wenn die ganze Zeit über wie am Spieß geschrien wird. Glaub, deine Bekannten stellen sich ihren Geburtstag auch anders vor ;)


kia-ora

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Ich kenne es nicht anders. Das Umfeld reagiert IMMER mit Unverständnis- egal was man tut. Am besten legt man sich ein dickes Fell zu und macht sein Ding. Versuch bloß nicht es anderen recht zu machen, vorallem nicht mit Baby. Der Stress wächst sonst enorm.


Jumalowa

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Antwort auf Beitrag von kia-ora

Da schließe ich mich an. Selbst beim 3.Kind war ich erstaunt, welche Erwartungshaltung andere haben. Auch da wissen einige noch alles besser und geben schlechte Ratschläge. Höre auf dich und dein Bauchgefühl. Ich gehöre zu den Menschen die sich mit Baby gerne einigeln für eine ganze Weile. Das legt sich aber bei mir und dann unternehme ich auch wieder gerne etwas.


Lydia0000

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Antwort auf Beitrag von JennyKlu

Mach dir keinen Streß,du wirst merken wann es der richtige Zeitpunkt ist, das kommt schon von alleine. Wenn es sich nicht richtig anfühlt und dich schon in der Vorstellung stresst, ist es zu früh. Alles Gute


12Mami

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Antwort auf Beitrag von JennyKlu

Ich kann dich in gewisser Weise total verstehen. Mir geht bzw ging es recht ähnlich (bis auf die Angst zu erkranken). Stillen war bei uns am Anfang auch ein recht schwieriges Thema, wobei es mittlerweile sehr gut klappt, mag ich es einfach bis heute nicht in der Öffentlichkeit oder vor anderen Leuten (auch Freunden) zu stillen. Des Weiteren läuft unser Tag von den Zeiten auch immer anders ab, je nachdem wie er aufsteht, wie er wieder müde wird und wie lang er schläft...und er schläft teilweise bis zu 4 mal am Tag..man kann also nichts richtig planen. Ich war einfach auch nicht die Mutter die ihr Kind aufgeweckt hätte nur weil sie zb zu einer Krabbelgruppe muss oder sich mit einer Freundin jetzt trifft. Es hat mich einfach innerlich auch immer gestresst wenn ich wusste, dass ein Termin oder ähnliches ansteht. Zum einen hat er eine Zeit lang auch stündlich getrunken, da war die Angst natürlich immer sehr groß dass er mitten in einen Termin unbedingt trinken wollte. Oder hoffentlich wird er nicht müde währenddessen, denn einschlafen war eine zeitlang auch echt schwierig und mit Gebrüll verbunden. Mein Kleiner ist jetzt 7 Monate alt und langsam ändert sich einiges. Nicht weil sich das stillen oder das schlafen großartig geändert hätte sonder eher weil man selbstbewusster bzw einfach sicherer in seiner Rolle wird hab ich das Gefühl. Die ersten 3 Monate haben wir quasi niemanden gesehen, bis auf die Familie die mal zu Besuch kam. Dann kam hier und da mal meine beste Freundin zu uns nach Zuhause und dann auch mal andere Freundinnen. Die ersten 5-6 Monate habe ich quasi nur zuhause bei uns mit Freunden/Familie verbracht bzw mit höchsten mal spazieren in der Nähe. Somit hatte ich immer ein sicheren und vertrauten Ort. Alles andere haben wir eigentlich immer vermieden. Seit ein paar Wochen werd ich aber von Tag zu Tag so langsam lockerer. Wir machen schon mal längere Ausflüge. Waren auch schon im Restaurant oder Freunde ganz kurz besuchen. Er kann super aus einen Trinkbecher mittlerweile trinken, dementsprechend pump ich einfach etwas Milch für den Notfall ab und nimm diese mit, sollte ich einfach keinen geeigneten Ort zum stillen finden oder mich unwohl fühlen. Auch das irgendwo anders schlafen ist mittlerweile kein Problem mehr, er wird dann meistens in die Trage gepackt, guckt noch ein bisschen rum und schläft dann ein. Lass dir nicht einreden dass es besser für dich ist Kontakte zu haben. Deinen Kind ist das gerade im ersten Jahr herzlich egal. (Er wird spätestens mit 1 oder 2 Jahren durch die Kita genug andere Kinder/Leute kennen). Es geht mehr darum wie du dich damit fühlst. Und wenn du dich gestresst fühlst und dich nicht 5 mal in der Woche mit irgendwelchen Leuten treffen willst oder irgendwas unternehmen, dann mach es auch nicht. Wir Menschen sind ja von unserer Art her verschieden und haben andere Bedürfnisse. Find es immer schlimm wenn andere glauben einen etwas einreden zu müssen, weil sie denken es tut einen gut, derweilen tut es vielleicht nur ihnen gut...


Fleurdelys

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Antwort auf Beitrag von JennyKlu

Das tut mir Leid, dass es anscheinend so viel Unverständnis in deinem Umfeld gibt. Aber ich denke auch, dass du nur so viel Kontakt zulassen solltest, so lange du dich damit wohlfühlst. Das ist sehr individuell und auch je nach Baby ganz unterschiedlich. Mein Neffe zum Beispiel war ein Schreibaby, meine Schwägerin wollte aber trotzdem auch mal auf Feste gehen oder Leute treffen und hat das dann irgendwie mit ihm geschafft. Man hat ihr aber immer angemerkt, dass es für sie sehr nervenaufreibend war. Das war noch vor Corona. Meine Tochter war die ersten beiden Monate so entspannt, dass ich sie locker überall hätte mit hinnehmen können, danach allerdings ging es mit Koliken los und da war für mich gar nicht mehr dran zu denken. Ich war froh, wenn sie geschlafen hat. Mein Mann hat neulich erst gesagt, er ist froh, jetzt mit unserer Tochter eine Ausrede zu haben, nicht zu Feiern zu gehen oder nicht so lang zu bleiben. ;) Warte einfach noch ein bisschen ab und bleibe anderen gegenüber selbstbewusst.