Rucolaendivie
Hallo allerseits, Wir haben eine Stamm-Pizzeria, die wir vor Corona schon jahrelang alle zwei bis drei Monate als Familie aufgesucht haben. Seit die Restaurants schließen mussten, haben wir in ähnlichem Rhythmus dort Essen zum Abholen bestellt. Jetzt habe ich die Speisekarte auf ihrer Homepage angesehen, weil wir morgen wieder etwas holen wollen. Dort stand auch noch, dass sie am vergangenen Wochenende wegen eines Trauerfalls geschlossen hatten. Würdet Ihr da kondolieren, wenn Ihr telefonisch das Essen bestellt? Den Anruf erledige meistens ich, abholen wird es mein Mann oder auch mein Sohn, die tun sich mit persönlichen Worten eher noch schwerer als ich. Also wenn wir kondolieren, würde das am ehesten ich machen. Ich muss dazusagen, ich weiß gar nicht wer gestorben ist. Die trennen Familie und Betrieb ziemlich konsequent. Also, was würdet Ihr tun?
Hallo, geht euer Kontakt denn über regelmäßig da sein, bestellen und essen hinaus? Unterhaltet ihr euch mit Kellner/Besitzer, behandeln die euch als Stammgäste (mit Namen)? Wenn es persönlichen Kontakt über den reinen "Geschäftsvorgänge" hinaus gibt, würde ich etwas sagen, so etwa "Ich habe gelesen, dass es einen Trauerfall gab, das tut mir leid für Sie." Ansonsten würde ich persönlich nichts sagen. Da es Dich aber beschäftigt, würde ich an Deiner Stelle schon etwas sagen. Viele Grüße
Wenn ihr nicht wisst wer verstorben ist, würde ich mich ehrlich gesagt zurückhalten. Und so ganz nebenbei während der Essensbestellung am Telefon, das hat für mich was ..... wie soll ich es sagen, neugieriges. "Na jetzt sagt schon wer gestorben ist" Dann doch eher eine Karte schreiben.
Erkennt man euch denn am Telefon, a la "Hallo Frau xy, wie geht's?" Dann würde ich eventuell etwas sagen, sonst nicht. "Es tut mir sehr leid. Ich hätte gerne eine Calzone...", ähm, nee...
Seh ich genauso wie meine Vorrednerinnen. Allerdings, falls im Lokal direkt etwas darauf hindeutet (z.B. aufgestelltes Bild des Verstorbenen etc.) sollte dein Mann das beim Abholen nicht ignorieren sondern kondolieren
Hej! Ich werde wohl nie verstehen, wieso es so schwierig ist, seine Gefühle zu zeigen oder auszudrücken,. Wie jemand schon schrieb, es beschäftigt Dich doch. Warum kannst Du nicht einfach sagen, bevor Du bestellst: "Es tut mir leid, daß Sie einen Trauerfall haben,. Die Zeit sind auch so schon schwer genug." Und dann merkst Du ja, was er(sie sagt: Ja, war meine Tante,sie war schon alt. War mein... und es war Corona. Ich denke, dann fällt einen spontan ein empathischer Ausdruck ein ("Scheiße" ist keiner, auch wenn ich das manchmal lese, wenn jemand schreibt, die Mutter, Tante, der Onkel, Vater ... sei an Krebs o.ä. verstorben. Ein "oh wie traurig!" oder "das ist schwer!" machts ich eindeutig besser und kommt vielleicht auch in Herzen?) Ich fnide, es ist nie verkehrt, jemandem zu zeigen, daß man mitfühlt - und gerade in den jetzigen Zeiten, wo selbst die formellen Bedinungen für eine auch Beerdigung nicht leicht sind, umso mehr. Gruß Ursel, DK
Ursel. Bitte. Was ziehst Du da für verallgemeinernde Schlüsse? Habe ich von MEINEN Gefühlen gesprochen? Es geht mir eher darum, die Gefühle meines Gegenübers nicht zu verletzen, also in dem Fall des Restaurantinhabers, der immer am Telefon ist. Zum einen kenne ich die Leute kaum. Ich weiß nicht einmal, ob er verheiratet ist, Kinder hat... Zum anderen ist es am Telefon nochmal schwerer, da fehlt doch die ganze nonverbale Kommunikation. Zum dritten beschränkte sich die Unterhaltung bisher auf Essensvorlieben u.ä. Ich möchte einfach nicht aufdringlich sein, den Inhaber nicht zwingen, sich zu meinen guten Wünschen irgendwie verhalten zu müssen, mich nicht in seine Privatsphäre drängen. Verstehst Du? Würde ich ihn und auch seine Familie besser kennen, wäre das auch kein Problem... Ach, ich weiß auch nicht. Auf jeden Fall hat das nichts mit "Gefühle zeigen oder ausdrücken" zu tun. Mir selbst geht es eben eher so, dass ich mich in solchen Fällen zwar sehr über gute Wünsche von denjenigen Menschen freue, von denen ich weiß, dass ihnen etwas an mir liegt, aber nicht unbedingt von jedem flüchtigen Bekannten, vor allem nicht massenweise. Und das befürchte ich halt, wenn alle Kunden fragen, dass es dann zuviel wird. Und da dann richtige Zwischentöne zu treffen finde ich schwierig. Menno, ohne Corona wäre es leichter, ganz natürlich zu reagieren, kurz etwas dazu zu sagen... Sei's drum. Ich danke Euch jedenfalls allen herzlich für Eure Meinungen und Beiträge. Ach übrigens: vor Jahren starb die alte Bäckersfrau aus der kleinen Bäckerei in unserer Nähe. Als ihr Sohn mir das "über den Ladentisch" erzählte und sichtlich betroffen war, hatte ich keine Probleme, Worte zu finden. Aber a) war das "von Angesicht zu Angesicht" und b) hatte ich mich mit dem Bäcker schon über Gott und die Welt unterhalten, das Verhältnis war also ein ganz anderes.
Ohne zu wissen, wer - nein. Ohne zu wissen, in welchem Verhältnisse derjenige am Telefon zu der Person stand - nein. Wenn dann personlich beim abholen.
Hallo, aber natürlich würde ich da kondolieren, denn das gehört sich einfach. Denn dies nicht zu tun, finde/fände ich jedenfalls sehr schäbig sowie auch sehr unhöflich. Das ist einfach jenseits der guten Kinderstube. Und es spielt auch keine sooo große Rolle, ob mit Karte oder verbal am Telefon; Hauptsache; es wird gemacht - auch wenn man nicht weiß, wer nun genau gestorben ist. Und vor allem dann, wenn das das Stamm-Lokal ist, wo man schon jahrelang essen geht und nun eben - durch die bedingte, saublöde Situation - nur noch das Essen abholen kann.
Ich sag's Mal so: Wenn die Mutter meiner Freundin stirbt und ich für meine Freundin mit auf die Beerdigung gehe und deshalb mit ihr leide muss mir trotzdem niemand kondolieren.
Naja - ich sehe das ganze ein wenig anders, aber das macht ja nichts. Und Nachklapp noch, da etwas vergessen: Vor bald 11 Jahren starb z.B. ein naher Verwandter meinerseits - und mein damaliger Kollege und AG haben mir da überhaupt nicht kondoliert. Und das hat mich sehr verletzt und auch geärgert - und da ich aus meinem Herzen keine Mördergrube mache (mache ich übrigens nie!) - und habe ich sie auch darauf angesprochen. Also dass ich das überhaupt nicht gut finde - ganz im Gegenteil - nämlich; dass ich das schäbig und unhöflich finde. Ihre Reaktion darauf, sie würden meinen (besagten) nahen Verwandten ja nicht kennen bzw. hätten ihn nicht gekannt. OK; so kann man es allerdings auch sehen und betrachten. Aber ich habe mich dann damit abgefunden - auch wenn ich sowas - wie schon geschrieben - einfach nicht gut finde. Manche wissen es scheinbar auch nicht besser.
Da gebe ich dir recht, wenn jemand einen so persönlichen Verlust erleidet und man das weiß, dann ist es schäbig.
"Da gebe ich dir recht, wenn jemand einen so persönlichen Verlust erleidet und man das weiß, dann ist es schäbig." Danke - genauso ist es. Und ich bin ja normalerweise nicht nachtragend, aber bei gewissen (manchen) Dingen - und gerade bei sowas - kann ich verdammt nachtragend sein. Aber was soll's... ich habe ja nun eine andere Arbeitsstelle und bin da nicht mehr und sehe den Kollegen und AG nicht mehr... Aber sowas vergisst man halt nicht.
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