Elternforum Rund ums Baby

Kindergartenunlust

Kindergartenunlust

Mitglied inaktiv

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Weil hier so viele verschiedene Meinungen zusammen kommen, hoffe ich auf konstruktive Antworten von allen Seiten. Mein jüngstes Kind, 4 Jahre mag nicht in den Kiga gehen. Noch nie und immer noch nicht. Er hat keine Krippe besucht, sondern mit 3 Jahren als erste Fremdbetreuung den Kiga. Bei der Eingewöhnung wurde ich schnell weggeschickt, ich wollte lieber das Berliner Eingewöhnungmodell, das versprochen wurde, aber nicht umgesetzt werden "konnte". Im ersten Jahr hat er einen Freund gefunden, der den Kiga ein paar Monate später verlassen musste. Ebenfalls beide Erzieherinnen, zu den er ganz zarten Kontakt aufgenommen hat. Die jetzigen Erzieherinnen mag er gar nicht. Sie sind sehr kühl. Seit dem habe ich jeden Morgen ein trauriges Kind, das ich zum Kiga schleifen muss. Er geht nur ca. 3 Stunden täglich dahin, ich habe 25 Stunden gebucht. Jetzt habe ich einen Tag in der Woche als zu-Hause-Tag "erlaubt". Das ist aber auf große Ablehnung bei den Erziehern gestoßen. Der Kiga ist sehr konservativ- wir sind eher alternativ. Dieses Kind ist gern allein, beschäftigt sich gut (@home) im Kiga ist er gelangweilt und macht Quatsch. Ein Freund fehlt. Ja, ich weiß, es klingt nach: der Kindergarten passt nicht, aber für ein Jahr wechseln gefällt mir auch nicht wirklich. Welche Mittel habt ihr um Totalverweigerer wieder für eine Institution zu gewinnen? Ich bin ziemlich desillusioniert, weil ich keine Ideen einbringen kann. Das kenne ich von den 4 Einrichtungen, die die Geschwister besucht haben, eben anders. Man war flexibel und ging auf meine besonderen Kinder ein. Meine Sorge ist, dass diese unerfreuliche Kiga-erfahrung die Schulzeit trüben könnte. Ist es bei jemanden so gewesen? Ich weiß, ich mache mir zu viele Gedanken. Aber "Da muss er durch" ist für uns keine Alternative. LG Marilla


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Ich würde in Anbetracht der geschilderten Umstände sofort wechseln, ohne wenn und aber... Sicher findet sich eine Einrichtung, die besser zu eurem Kind passt!


dee1972

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Ich war nie in der Situation, würde aber auch wechseln. In der Vorschulgruppe meiner Tochter wurde letzten Montag auch noch ein neues Kind aufgenommen. Sind ja jetzt noch genau 6 Monate, für so ein kleines Kind durchaus eine lange und prägende Zeit.


Hellchen77

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Aber was macht sie wenn es in der Schule auch so weiter geht? Wenn der oder die Lehrerin nicht passt, wechselt man ja auch nicht gleich. Hier gab es auch mal kein Bock Tage...aber nicht einmal die Woche. Wir haben oft Kids aus der Kiga Gruppe hier gehabt auch manchmal nicht die besten Freunde....die Bande zieht sich ja meist dann auch durch die Schule.....schwierig....Wechseln würde ich nur wenn es ein Kiga wäre wo dann auch im nächsten Jahr die Möglichkeit besteht das er Kumpels dann in der nahen Schule wieder trifft....


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Antwort auf Beitrag von Hellchen77

Mein Kind ist aus völlig anderen Gründen ohne jegliche Freunde aus dem KiGa auf die Grundschule gewechselt, und für uns waren bestehende Freundschaften KEIN Kriterium bei der Schulwahl. Freundschaften bilden und verlaufen sich in dem Alter sehr schnell, und ich würde es also absolut nicht daran festmachen. Und wenn mein Kind in einer bestimmten Schule absolut nicht zurecht kommen und. leiden würde, würde ich auch da wechseln - zumindest bei uns besteht Gottseidank dazu die Möglichkeit, weil freie Schulwahl herrscht.


Hellchen77

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Oki das mag bei euch so sein...hier gibt es genau einen Kiga...und eine Schule...da sieht das ganz anders aus...deswegen mein Tip mal Kids einzuladen...


DantesEi

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Doch, für 1 Jahr wechseln lohnt sich!!!! 1 Jahr Traurigkeit kann verdammt lang für ihn werden. Das war ein "normaler" KiGa? Habt ihr keine alternativen KiGas? Ich hatte geschrieben, wo unser Kleiner angemeldet ist, gell?


ösitina

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Wechseln unbedingt....das hängt deinem Kind immer nach, das kannst du mir gerne glauben, denn auch ich habe unliebsame Erinnerungen an den Kita und ganz besonders an eine wirklich unliebsame Erzieherin .....


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Antwort auf Beitrag von ösitina

Ich würde ja gern in einen der 3 Waldigärten wechseln, oder in eine Elterninitiative. Davon gibt es hier auch einige. Aber alle bieten nur 45-h Plätze an und sind belegt. Also müssten wir auf die Warteliste (was wir bei den Wunschgärten sind) oder in einen anderen konservativen Kiga, da gibt es natürlich keine Garantie, aber eine Veränderung. Stimmt ein Jahr ist sehr lang in der Relation zum 4-Jahre alt sein. M.


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Ich würde ja gern in einen der 3 Waldigärten wechseln, oder in eine Elterninitiative. Davon gibt es hier auch einige. Aber alle bieten nur 45-h Plätze an und sind belegt. Also müssten wir auf die Warteliste (was wir bei den Wunschgärten sind) oder in einen anderen konservativen Kiga, da gibt es natürlich keine Garantie, aber eine Veränderung. Stimmt ein Jahr ist sehr lang in der Relation zum 4-Jahre alt sein. M.


HSVMarie

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Zu unrgelmäßiges in die Kita gehen, ist ungünstig. Das wird hier in unserer Kita auch so gesehen. Ich finde 3 Stunden am Tag etwas wenig. Da können sich ja kaum Freundschaften entwickeln. Wenn die anderen Kinder alle länger dort sind. Was wäre eine andere Option? Ganz aus der Kita raus nehmen und einen Sportkurs, Musikkurs und so besuchen? Oder doch ein Kitawechsel? Ich denke ich würde versuchen zu wechseln, aber dann 6 Stunden täglich. Kannst du ja auch langsam steigern. Bei meinen Kindern ist Kitaunlust zum Glück immer nur mal Phasenweise


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Antwort auf Beitrag von HSVMarie

Hier ist es aber noch nie richtig gut gewesen. Als der Freund noch da war, konnte ich ihn mit dem Freund locken. Wenn er gefehlt hat, dann war das Drama umso schlimmer. Die Erzieher holen ihn nicht ab. Ich könnte ihn früher bringen, aber bis 12 Uhr, spätestens 12.30 ist es schon recht kurz. Wobei ich immer Stein und Bein schwören muss, dass ich um 12 da bin. Uhr lesen konnte er schon mit 3.


HSVMarie

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Ich hab ja auch geschrieben, dass ein Kitawechsel eventuell was bringen würde. Wie schaut es denn eventuell damit aus, wenn ihr mal andere Kinder zu euch nach Hause einladen würdet? Dann könnte sich ja eine Freundschaft entwickeln und dein Kind geht dann doch etwas lieber in die Kita. Nochmal mit den Erziehern sprechen, dass sie mehr auf dein Kind eingehen sollen. Es "abholen". Hast du schon mal mit der Leitung gesprochen? Irgendwie muss ja eine Verbesserung her, wenn ein Wechsel so schwierig ist


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Antwort auf Beitrag von HSVMarie

Ich habe mit allen dort gesprochen. Wenn sich was ändert, dann nur für kurze Zeit. Ich wollte, dass jemand zur Garderobe kommt und mein Kind mit in die Gruppe nimmt, weil er sich schwer tut reinzugehen. In der Gruppe sitzen die Erz. und beachten keinen. Ein paar Mal ist dann eine zur Tür gekommen und hat ihn mitgenommen, das war leichter. Aber eben nur 3 Tage und dann wieder nichts. Zu kurz. Die Kinder laden wir ein. Jede Woche, aber kaum einer hat Zeit. Und mein Kind möchte keine Aktivitäten machen nachmittags, er ist so ein Eigenbrödler, der Stunden Legobauen kann, gern mit Freund, aber dann nur mit dem, den er mag. M.


DantesEi

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Für ihn ist es aber auch schwer....ich denke, er weiß nicht, was er mit den anderen anfangen soll! Darum wäre ein Wald für ihn sicher auch toll, wo er mit sich und der Natur und trotzdem mit den anderen im Einklang ist. Ihr wohnt sicher nicht entsprechend, hm?! Ich hoffe grad so sehr, dass wir im März den positiven Bescheid für unseren Kindergarten bekommen, sonst wird das Drama hier sicher ähnlich. Ich kann mir gut vorstellen, dass er nicht weiß, was er in einem normalen Kindergarten soll!! Also, Du weißt schon....


kati1976

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Schon nach dieser Eingewöhnung hätte ich mein Kind angemeldet. Muss er in den Kiga weil du arbeiten musst oder könnte er zu Hause bleiben? Wenn möglich nimm ihn raus bevor er einen Frust für den Kiga entwickelt. Vielleicht findet ihr irgendwas was er mag wo auch andere Kinder sind.


merrie85

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Klingt echt unschön für den kleinen Mann... Ich hab hier auch einen fast Vierjährigen, der keinen Bock auf Kindergarten hat. Die letzten 10Tage war er krank und fand das Daheim sein toll. Und wir haben super liebe Erzieherinnen, mit einer davon bin ich sogar gut befreundet. Er ist auch oft so ein Eigenbrötler wie deiner, beschäftigt sich gern allein und kann oft mit anderen Kindern nichts anfangen. Ist erst nach dem ersten Kiga-Jahr wirklich dort angekommen, aber die Lust fehlt einfach weiterhin. Ich mache es so: Meist geht er, weil ich es möchte und ihn einfach fahre. Es gefällt ihm dann auch einigermaßen. Wenn ich aber sehe, er kann sich gar nicbt aufraffen - dann lass ich ihn. Ich bin eh mit dem Jüngsten und schwangerdaheim, ich muss ihn nicht zwingend wegbringen. Wenn du kannst, mach das doch so. Wechseln scheint ja nicht so ohne weiteres möglich zu sein bei euch, also würde ich ihn eher rausnehmen.


TanyO

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So Ähnlich war es bei meiner Tochter auch.. Die Erzieherinnen da meinten sie integriert sich nicht und steht nur in der Ecke.. Da habe ich den kiga gewechselt und alles supi..sie hat vom ersten Tag an prima gespielt..hat mittlerweile so viele Freunde..und ist selbstbewusst geworden.. LG


Petra28

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Meine Kinder waren gern im Kindergarten, aber ich selber weiß noch, dass ich es als Kind gehasst habe. Lediglich die Vorschule hat mir gefallen - und als ich dann endlich in die Schule gehen konnte, bin ich dort aufgeblüht, hatte Spaß und habe Freundinnen gefunden.


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Antwort auf Beitrag von Petra28

Nein, eigentlich muss er nicht. Er bleibt oft zu Hause. Aber ich hätte es gern so wie bei den Großen, ein Kind, das morgens mit Freude die Schuhe anzieht und keine traurigen Augen bekommt, je näher wir dem Garten kommen, das ist echt schrecklich für mich, wenn ich sehe wie sehr er sich anstrengt und für mich, bzw den Kiga, zusammenreißt. M.