ZoeSophia
Unten ging es ja darum, dass die Mama sich „nicht traut“ das Baby mal 30Min. Der Oma abzugeben, damit sie Zeit hat für das grosse Kind…..
Wie man sich in der Familie über „Fremdbetreuung“ oder auch Betreuung durch Familienmitglieder entscheidet, dafür oder dagegen ist jedem seine eigene Sache, es muss für die Familie stimmen!
Aber, was ich mich immer frage, und was für mich ein Hauptgrund war, dass meine Kinder gerne und oft von der Oma oder dem Opa „bespasst“ werden/wurden, auch schon als sie Babies waren; was macht man, wenn das Baby noch nie von jemandem ausserhalb der Kern Familie betreut wurde und plötzlich Mama UND Papa wegfällt?? (Unfall und Kind bleibt unverletzt, Krankheit….etc)…. Es ist doch schon Schock und schlimm genug, dass Mama und Papa nicht greifbar sind, und dann muss(!!) das Baby noch von jemandem Betreut werden, der noch nie die Chance hatte, das Kind ohne Eltern kennen lernen zu dürfen…. Das ist doch mega Stress für das Kind? Auch für die Genesung der Eltern ist es sicherlich auch nicht förderlich, wenn sie sich ständig Gedanken übers Kind machen müssen??!!
Mir war das soooo wichtig, dass ich weiss, das meine Kinder „gut versorgt“ sind, sollte mir mal was passieren, ich muss mir da null Gedanken machen…..
Es interessiert mich wirklich und ehrlich, was habt ihr da, diejenigen die das Kind nur alleine Betreuen, für einen „Aktionsplan“ sollte der blödste Zufall aller Zufälle passieren und gleich beide Elternteile sind ausser Gefecht?
Ich bin Generation " es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen". Wir hatten immer ein gutes Verhältnis zu unseren Eltern und Vertrauen in sie. Da mein Mann die Woche über nicht da war, war ich schon beim ersten Kind einfach darauf angewiesen, noch Menschen im Background zu haben. Mein Erstgeborener hatte zu meiner Schwiegermutter ein ganz besonderes Verhältnis. Das war sehr schön und er hat viele Erinnerungen daran. Meine Eltern haben gerne Ausflüge mit allen vier Enkelsöhnen gemacht als sie alle "größer" waren. Auch das ist war für sie etwas besonderes. Jetzt werden wir die nächste Grosseltern Generation sein - in ein paar Jahren bitte erst, noch sind sie 16 und 19. Ich hoffe, dass wir das sein dürfen, denn selbstverständlich scheint es nicht zu sein.
Ich mache mir da keine allzu großen Sorgen. Sollte was mit mir sein, ist meine Tochter beim Papa gut versorgt, da vertraue ich ihm 100% auch wenn er sie z.B. noch nie ins Bett gebracht hat und sie noch viel gestillt wird. Wenn wir plötzlich mal beide nicht da sein sollten, dann springt jemand anders ein, Omas oder Tanten. Und auch wenn sie noch nie länger bei ihnen war, habe ich keinen Zweifel, dass es schon irgendwie klappen würde. Sie wäre ja gut aufgehoben. Na klar gäbe es Tränen und sie hätte Angst, aber sie kennt die Personen immerhin und würde sich nach ein paar Tagen an sie gewöhnen. Aber ich hoffe natürlich, dass uns nichts passiert. Meine Mutter und Schwiegermutter würden sie mir übrigens sofort wiedergeben, wenn ich in der Nähe bin und sie weint. Sie sind auch absolut dagegen, Babys unnötig weinen zu lassen. Ab einem gewissen Alter ist das natürlich was anderes, da tröstet man so gut es geht, das Kind muss ja auch mal ohne Mama auskommen. Wenn die Umstände es erfordern, dann klappt das schon…
Dann bist du wohl einfach sooooo perfekt. Unsere Verwandschaft lebt 1200km von uns entfernt meine Eltern gibt es nicht mehr und die Mutter meines Mannes ist nur auf ihre Krankheiten fixiert und hört nicht zu, geschweige denn Kindern. Unsere restliche Familie ist so drauf wie meine Cousine (im anderen Thread), also nein, da lassen wir die Kinder nicht. Aber ja, man ist immer gleich Helikopter. Aber zum selbstbeweihräuchern ein extra Thread, echt ??
Ja klar, zum selbstbeweihräuchern!! Ich habe eine völlig legitime Frage gefragt, wenn du damit nicht klar kommst und dich gleich angegriffen fühlst, dann tut es mir zwar leid, aber dafür kann ich trotzdem nichts!! Es muss ja nicht Verwandtschaft sein, es geht auch nicht ums Helikoptern oder was weiss ich….. es kann ja auch ein Netzwerk im Freundeskreis sein!! Es war nur die Frage, wie sieht euer Aktionsplan aus, wenn beide Elternteile Ausfallen?! Nicht mehr und nicht weniger….
Interessant ist auch: was machen AEs? Eine Freundin von mir ist AE, keine Familie in der Nähe und auch wenig Freunde. Ihr rettete der KiGa bzw. die Krippe den Hintern, dass sie weiterhin als Krankenschwester arbeiten konnte. Wäre sie ausgefallen, wäre keiner dagewesen, der sich um ihren Sohn hätte kümmern können. Freunde gab es keine zu der Zeit, sie ist damals frisch hierher gezogen, der Erzeuger verbittet sich den Kontakt, steht weder in der GU noch zahlt er Unterhalt. Der wäre ebenfalls keine Option gewesen. Rückblickend ist sie froh, diese Zeit unbeschadet überstanden zu haben. Jedoch auch als ihr Sohn in den KiGa ging, hätte sie nicht ausfallen dürfen. Seit der GS geht er hier ein und aus, seitdem sind wir ihr festes Netz.
Irgendwie wirkst du voll, als hättest du selber einiges an Problemen, so wie du wie ein HB Männchen steil gehst. Auch unten im Post schon. Um auf die Frage zu antworten: Ich gebe meinen Sohn gerne in die Hände meiner Verwandtschaft und enge Freunde. Es wollen alle das Beste für ihn, aber jeder macht es auf seine Art. Ich denke, das schadet ihm nicht. Er ist jetzt 8 Monate.
moin..ich schreibe ja selten hier mit....aber jetzt mach ichs mal...ich habe meine Kinder damals schon klein auch Oma und Opa anvertraut...ich denke dieses Vertrauen sollte man einfach haben..ok es gibt Ausnahmen ,,aber in den meisten Fällen eben schon...meine Kinder waren gewohnt auch mal von anderen auf den Arm genommen zu werden und blieben auch mal bei der Nachbarin...meine Enkel wurden alle genau so erzogen....ich hab meine erste Enkelin mit knapp zwei Jahren drei Wochen mit in den Urlaub genommen..ging völlig problemlos....man muß einfach ein gewisses Stück loslassen können....aber genau das fällt vielen schwer....lg Regina
Natürlich, man hat Probleme wenn meine eine Meinung zu etwas hat
sondern um die Aggressivität, mit der du um dich schlägst.
Das ist keine Diskussion mehr. ![]()
Und du lebst ausverseheb so weit weg? Morgens aufgewacht und 4 Bundesländer weiter gemeldet? Die Einsamkeit war ja deine bewusste Entscheidung. Für die Kinder ist eine solche Entscheidung halt einfach unschlau, sorry….
Naja in dem Thread unten wird mir direkt ein psychisches Problem vorgeworfen, weil ich den Satz,, wie haben wir das überlebt '' eben in Frage stelle. Es sind hier offensichtlich immer die Gleichen die zum Rundumschlag ausholen, das kotzt mich auch an. Es gibt hier User die sind nicht regelmäßig unterwegs und mich würden solche Sprüche echt treffen.
Meinst du mich mit den Bundesländern? Nö, lag an Kriegsverhältnissen, dass ich hier her musste.
Und das war wann? Sorry aber du schreibst relativ fehlerfrei deutsch, beherrschst es sogar in „patzig“ und hast bis dato keine Chance gehabt, deine Verhältnisse zu klären? Sind deine Kinder denn vom Storch oder besitzen sie einen Vater mit Familie?
Entweder verwechselst du mich oder missverstehst mich, es stört MICH bzw UNS nicht, dass wir hier leben und die Familien in der Heimat bis auf meinen Bruder, der lebt hier.
Ich brauche keinen unbedingt, wenn mein Bruder mal Zeit hat, gut, kann er vorbei kommen, wenn nicht dann nicht.
Die Kinder lieben ihn und mein Großer darf auch mit ihm alleine raus und auf Spielplätze etc, aber ansonsten ist hier keine Verwandtschaft.
Und wenn wir in der Heimat sind dann müssen meine Kinder nicht auf den Arm/Schoß/oder sich von der Verwandtschaft im Kiwa schieben lassen wenn sie das nicht wollen oder die Einstellungen zu sehr auseinander gehen und wir kein gutes Bauchgefühl haben.
Aber warum und wie es kam, dass ich hier allein bin, DAS trete ich doch nicht im Internet breit
Oder was worauf willst du hinaus?
Das war eine ganz normale Frage, die ich mir auch sehr oft stelle Bei uns mußte der Große ab der 5. Lebenswoche jeden Montag fremdbetreut werden, weil mein Mann da immer zu einer größeren Untersuchung mußte und der Kleine da nicht mit rein konnte. Mein Mann konnte nicht fahren, also blieb nur ich. Meine Mutter war die einzige Person, die ihn nehmen konnte, weil alle anderen Montags arbeiten mußten! Da durfte ich mir auch oft anhören, ob ich kein schlechtes Gewissen dem Kleinen gegenüber habe, ihn wochenlang jeden Montag abzugeben für - wohlgemerkt - 12 Stunden ! Klar hatte ich ein schlechtes Gewissen, aber es ging nicht anders. Zu sagern: sowas passiert uns nicht..... das ist naiv Man MUSS doch einen Plan B haben. Das hat nix mit Helikoptern zu tun. Gut, im Fall unten ging es nicht um Notfälle, aber wenn ich mein Baby niemanden geben möchte, dann darf ich auch nicht jammern, weil keine Zeit für den Großen bleibt.
Ich hab es wie du gemacht und das war gut so. Schließlich bin ich plötzlich für 1,5 Monate im Krankenhaus gelandet, inklusive Besuchsverbot. Gott sei Dank habe ich ein gutes soziales Netzwerk…. Meine Tochter kennt es bei ihren Großeltern zu schlafen oder mit Papa. Sie hat mich vermisst, war aber immer bei vertrauten Personen:
Bei Kind 1 muss ich mir da auch keine Sorgen machen. Der ist gut aufgehoben im großen Familiengefüge. Bei Kind 2 mache ich mir auch so meine Gedanken. Er kam 10 Tage vor dem ersten Lockdown auf die Welt und war, dank Corona, bisher 99% seines Lebens nur bei Mama und Papa... Nunja, wir würden angesichts der fast durchgeimpften Familie gerne anfangen ihn ein bisschen "abzugeben", aber er fremdelt grade. Auch nicht grad ein toller Zeitpunkt...
Aktionsplan: ein Erbvertrag, in welchem wir Wünsche angegeben haben, wer im schlimmsten aller Fälle das Sorgerecht erhalten soll. Für den Alltag hat unser Kleiner vier Bezugspersonen: Mama, Papa, Oma und Opa. Er kennt es, dass ihn alle ins Bett bringen können und er (mehrere) Tage und Nächte auch problemlos ohne Mama und Papa sein könnte. Nicht, dass wir das ständig täten und feiern würden, sondern aus dem schlichten Grund, dass mein Mann jederzeit ins Krankenhaus kommen könnte aufgrund einer Erkrankung (zum Glück in den letzten fünf Jahren nicht). Die Spezialklinik ist so weit weg, dass ich dort auch mal übernachten müsste. Dann soll unser Kleiner nicht verzweifeln sondern sich wohlfühlen.
Das ist an sich eine gute Frage. Und ich finds auch wichtig, dass man, wenn man kann (!), sich einen Background aufbaut. Meine Schwiegereltern kommen nicht in Frage, einfach aus diversen Gründen und Verhaltensweisen, die ich nicht toleriere/akzeptiere. Meine eigenen Eltern sind auch raus. Ich hab zwar mittlerweile ein gutes Verhältnis zu meinem Papa, aber aufgrund einiger Vorkommnisse in weiter Vergangenheit hab ich keinerlei Vertrauen zu ihm was Kinderbetreuung betrifft. Das ist ein Thema, welches meinen Mann und mich schwer beschäftigt, denn auch wir haben Sorge, dass mal was sein könnte, Wir haben aber wundervolle Freunde, die einen tollen Bezug zu unserer Tochter haben und denen ich sie definitiv anvertrauen würde - ohne zu zögern. Seit das „geklärt“ ist, geht es mir auch besser und mir liegt das nicht mehr so im Magen. Es muss nicht immer die eigene Verwandtschaft sein, denn die kann oftmals ziemlich doof sein. Wie sagt man so schon? „Familie hat man, Freunde sucht man sich aus“ So kann man‘s auch regeln.
Tja, ich wäre froh, wenn es jemanden gäbe, der uns 30 Minuten das Kind abnimmt. Gibt es aber nicht. Hier gibt es leider weder Familie noch Freunde, die ein fester Bestandteil des Alltags meiner Tochter sein wollen.
Sind wir jetzt deswegen unverantwortlich, weil wir leider das Pech haben, Kinder zweiter Klasse in den Augen unserer Eltern zu sein? Und alle guten Freunde in den letzten Jahren weggezogen sind? Und durch Corona noch kein Netzwerk vor Ort sind aufgebaut werden konnte? ![]()
Es geht doch gar nicht darum was einem besser oder schlechter macht! Um Unverantwortlichkeit geht es doch auch nicht! Ihr habt euch ja nicht bewusst gegen "fremde" Bezugspersonen entschieden, und selbst wenn, ist man auch da nicht Unverantwortlich oder sogar schlechte Eltern! Ihr habt oder konntet ganz einfach noch kein Netzwerk aufbauen..... Und für diejenigen welche sich eben Bewusst gegen mehrer Bezugspersonen entscheiden, ist es eben IHRE persönlich Entscheidung , es macht auch die Eltern bei so einer Entscheidung nicht besser oder schlechter als andere!
Als das Kind so klein war, hatten wir keinerlei räumlich erreichbare Verwandtschaft. Wir kannten aber genügend nette Leute, die im Notfall ausgeholfen hätten plus hatten einen Babysitter (der selten in Aktion trat). Allerdings gab es damals schon keine Opas und beide Omas hatten sich bei Besuchen im Urlaub sofort als verantwortungslos und lernunwillig selbst disqualifiziert. War also das falsche Dorf...
Ich habe gelernt, das auch Notfallpläne scheitern können. Unsere Eltern leben über 200km entfernt und ja, wir haben uns so entschieden bzw hat es sich so ergeben und 99% der Zeit sind wir mit unserem Wohnort und der Entfernung völlig zufrieden. Die Kinder sind 19 Monate auseinander. Beim kleinen war klar, dass es ein geplanter Kaiserschnitt wird, Hausgeburt oä. stand also nicht zur Debatte. Der Plan war folgender: Mann geht mit zur OP und anschließend ins Familienzimmer. Tochter wird von Oma und Opa betreut und kann notfalls im Familienzimmer nächtigen. Wir haben geplant, die Schwiegereltern öfter für ein paar Tage zu Treffen und auch Mal zu zweit und Kino oder Essen zu gehen, und unsere Tochter wird von den Großeltern ins Bett gebracht, also bis zur Geburt läuft das sicher. Als ich im 4. Monat war, hatte meine Schwiegermutter einen Unfall und als Folge dessen einen komplizierten mehrfachen Beckenbruch inkl. großen Einschränkungen und Schmerzen. Also war nichts mit treffen. Zwei Monate später planten wir einen Besuch, weil es ihr schon besser ging. Stattdessen kam der erste lockdown. Ein Treffen war erst kurz vor der Geburt wieder möglich. Ins Bett bringen üben natürlich gar nicht, wir Eltern konnten ja nirgends hin. Familienzimmer nur für meinen Mann und sobald er raus geht, darf er nicht mehr zurückkommen. Das war dann am Abend, weil das Einschlafen mit Oma und Opa unter diesen Umständen nicht klappte. (Im Grunde kein Wunder, Mama und Papa waren ja über Monate kaum außer Haus und dann plötzlich beide zugleich über Nacht weg.) Pläne hätte ich mir also sparen können. Und ich glaube, wenn Mama und Papa nicht wie üblich wiederkommen, weil ihnen was zugestoßen ist, ist das für das Kind auf alle Fälle schlimm und eine Ausnahmesituation und es wird eine Lösung geben müssen. Aber dass ich dafür plane... Es kommt ja ohnehin anders, als man denkt und ich hoffe, der Fall tritt nie ein.
Also unser Sohn (3,5) ist im Gegensatz zu mir ein ängstlicher Typ. Er wollte einfach nicht von anderen betreut werden, schon als Baby nicht. Nicht jedes Kind empfindet das als "Bespaßung".
Meine Eltern wohnen ganz nah, aber ihnen vertraue ich nicht. Zu und mit meinen Schwestern geht er jetzt seit einem halben Jahr aus freien Stücken mega gerne.
Übernachten will er dort aber auch nicht.
Ich verstehe den Sinn nicht, ein Kind gegen seinen Willen zu etwas zu nötigen, weil es evtl. und ganz vielleicht durch ein tragisches Schicksal genötigt sein wird?
Als kürzlich unsere Tochter zur Welt kam, hat unser Sohn 2 Tage mit den Tanten verbracht, über Nacht war mein Mann da. Trotzdem hatte er danach 2 Nächte Albträume, dass wir weggehen (sprach im Schlaf). Welchen Unterschied macht es denn, hatte ich ihn schon vorher auf Probe dazu genötigt und dafür die Albträume halt früher?
Ich kenne im Übrigen auch in meinem Umfeld keinen Erwachsenen, der sich just in case schonmal seinen schlimmsten Ängsten stellt oder alle Eventualitäten und den Ernstfall in vivo durchspielt, wenn es gar nicht sein muss.
Wenn wir morgen sterben, wird er wählen können zu welcher Tante und Familie er möchte. (Oder halt Großeltern, wenn er das entgegen mir besser findet) . Und die wird ihn dann ängstlich und uns vermissend weinend in den Schlaf begleiten. Proaktiv möchte ich das aber grade weder denen noch ihm zumuten.
Liebe Elchkäfer, Ich glaube nicht, dass es bei der Frage im Kern darum geht, daß Kind Menschen anzuvertrauen, zu denen man kein Vertrauensverhältnis hat. Bei dir wären es dann wohl die Großeltern und hier liegen ja berechtigte Gründe vor, wie du schreibst. Dann muss und sollte man sich auch nicht zwingen. Jedes Kind ist zudem anders, das sollte man natürlich auch berücksichtigen. In einem anderen Post schreibst du allerdings, dass ein Baby nur eine Bezugsperson benötigt und quasi auch nur verträgt. Das stimmt allerdings nicht und entspricht meiner Kenntnis nach auch nicht dem aktuellen wissenschaftlichen Stand. Ein Baby und Kleinkind kann sehr wohl mehrere Bindugspersonen haben und von der Nähe und Fürsorge derer profitieren. In der Regel sind das die Eltern, es können aber durchaus auch die Großeltern oder andere Personen sein. Wesentlich ist, dass die Menschen, die es umsorgen, die Bedürfnisse nach Nähe und Geborgenheit erfüllen, dann kann das Baby eine gefühlsmäßige und dauerhafte Bindung zu diesen Personen eingehen. Ich möchte mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, allerdings kann ich mich erinnern, dass du stark die Auffassung vertrittst, dass eine frühkindliche Fremdbetreuung, egal in welcher Form, für die kindliche Entwicklung schädlich ist. Davon sind deine Gefühle und deine Verhaltensmuster natürlich geleitet und dies kann sich dann durchaus auf das Kind auswirken. Und wenn man ganz streng nach der Bindungstheorie geht, dann können sich doch gerade die Kinder nur schwer von den Eltern lösen und entwickeln Verlustängste, deren Urvertrauen in der frühkindlichen Bindugsphase Schaden genommen hat. Das schreibe ich im Übrigen nicht, um dir die Schuld zuzuweisen, sondern, weil ich mich entsinne, dass du des Öfteren auf die Bindungstheorie in deinen Posts verwiesen hast. Ich persönlich bin übrigens kein absoluter Anhänger dieser Theorie und würde an der Stelle einfach mal behaupten, jedes Kind ist individuell, wir können als Eltern einiges beeinflussen und in eine gewisse Richtung lenken, aber einiges wurde unseren Kindern einfach mit in die Wiege gelegt. Ich denke, dass Extreme - egal in welche Richtung - nicht gut für das Kind sind. Sei es die Mutter, die Niemanden an ihr Kind heranlässt und nicht mal den Vater als gleichwertig akzeptiert, oder Eltern, die die Bedürfnisse ihres Kindes übergehen. Man sollte sich irgendwo in der Mitte treffen und z. B. auch den Großeltern, die vielleicht nicht ganz die gleichen Ansichten vertreten wie man selber, einen Vertrauensvorsprung einräumen. Es sei denn, es gibt triftige Gründe dagegen, wie z.B. körperlicher, seelischer Missbrauch, psychische Erkrankung, Drogen etc. Aber oftmals fehlt einem als Mutter schlicht das Vertrauen in andere, man will alles anders und besser machen (kenne ich auch). Hier sollte man in sich gehen und ggf. ein klärendes Gespräch suchen. Meine Eltern waren vor unserem Kind ebenfalls eher "old-school", vertraten Ansichten wie Kind sollte allein im Bettchen schlafen, nicht ständig bei jedem Mucks hinrennen etc. Ich habe meinen Standpunkt klar gemacht, ihnen einen Vertrauensvorsprung gewährt und wurde nie enttäuscht. Weder von meinen noch von den Schwiegereltern und die Bindung und Beziehung von meinem Sohn zu seinen Großeltern ist einzigartig. Nur hätte ich von vornherein verhindert, dass die Großeltern die Chance hierzu erhalten, dann wären aus ihnen auch keine vertrauten Bezugspersonen geworden und ja, dann wäre es wahrscheinlich ein "nötigen" gewesen, ihn auch mal von den Großeltern betreuen zu lassen.
Beim großen müsste ich mir tatsächlich auch keine Sorgen machen. Der wäre bei meinen Eltern total glücklich. Er ist 10. Mini hingegen, 10 Monate, ist mitten in der Corona Pandemie geboren und da meine Eltern super vorsichtig und ängstlich sind, kennen sie die kleine praktisch gar nicht. Mini hat auch leider Angst vor ihnen, auch wenn man sich doch mal ein paar Stunden länger sieht wird sie nicht warm mit meiner Familie. Wenn der große Bruder dabei ist, wäre es aber wohl kein größeres Problem. Allerdings ist das alles nur Theorie. Denn in der Praxis gesehen haben wir kein Back up. Aus meiner Familie möchte keiner die Kinder betreuen, nicht mal für einen kurzen Kinobesuch. Und die Seite meines Mannes hat gar keinen Kontakt zu uns. Nur seine Schwester, die lebt aber in England. Im Freundeskreis ist grade zu viel los, der verändert sich grade sehr. Da wäre auch niemand dem ich die Kinder anvertrauen könnte oder wollte. Also wenn uns was passiert... Tja, dann können wir nur hoffen das meine Eltern doch noch einspringen würden.
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