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Kein Kinderkrankengeld

Kein Kinderkrankengeld

Maggiewuerfel

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Hallo zusammen, vielleicht kennt jemand die Situation und kann mir einen Tipp geben. Mein Mann ist selbstständig und privat versichert, ich angestellt und gesetzlich versichert. Meine Tochter ist über ihn privat versichert. Jetzt fange ich ab Februar wieder an zu arbeiten und keiner hat Anspruch auf Kinderkrankgeld. Natürlich ist das ein Verdienstausfall für beide und ein großes Problem, da wir bald ein Haus abbezahlen müssen. Leider ist auch eine Familienversicherung keine Option da mein mann zu viel verdient und meine Tochter freiwillig gesetzlich versichern zu lassen, wäre zu teuer. Was mach ich denn wenn sie krank ist und ich nicht arbeiten gehen kann. Mich selbst krank melden? Versuchen Urlaub zu nehmen? Aufs Geld verzichten? Leider Haben wir auch niemanden hier der spontan aufpassen könnte. Vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben oder kennt die Situation? Danke!


Himbaer

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Antwort auf Beitrag von Maggiewuerfel

Das hatten wir auch. Es bleibt nur Urlaub (bezahlt/ unbezahlt) oder Überstundenabbau.


lilly1211

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Antwort auf Beitrag von Maggiewuerfel

Selber krank melden ist Betrug und kostet dich deinen Job. Es geht um 10 bzw 20 Tage im Jahr oder? Wenn euch dieses Risiko so in Schieflage bringt würde ich nicht bauen. Ich habe zwei Kinder die in der pkv sind und auch nie Geld für deren Krankentage bekommen. Ich habe das mit Überstunden ausgeglichen. Dabei habe ich immer auch die Tage des Vaters betreut, also sämtliche Tage an denen Kinder krank waren. Muss man eben immer ein gutes Polster an Überstunden haben und gut planen.


User-1769871192

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Antwort auf Beitrag von Maggiewuerfel

Das hilft Dir jetzt nicht weiter, aber ich sage nur: Augen auf bei der Wahl der Krankenversicherung! Dein Mann hätte sich für die gesetzliche Krankenversicherung entscheiden können. Hat er nicht und das ist jetzt eben der Preis. Frag mal bei Deinem Arbeitgeber in der Personalabteilung, ob es da Möglichkeiten gibt. Manchmal gibt es ein paar (wenige) Tage die vertraglich möglich sind wenn keine anderen Optionen greifen. Ansonsten geht es ja vielleicht auch mit Vor-oder Nacharbeit bzw. Über- oder Minusstunden oder einzelnen Urlaubstagen. Oder mit Homeoffice das erledigt werden kann wenn das Kind schläft. Selbst krank melden darfst Du Dich im Falle eines kranken Kindes logischerweise nicht.


User-1750749248

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Antwort auf Beitrag von User-1769871192

Man kann sich nicht in jedem Fall aussuchen, ob man sich privat oder gesetzlich versichert.


Anita557

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Antwort auf Beitrag von User-1750749248

In welchem Fall kann man sich das als selbständiger denn nicht aussuchen?


Julia+Christopher

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Antwort auf Beitrag von User-1750749248

In welcher Konstellation nicht? Mir fällt nur ein, wenn man sicher vorher schon explizit für die private entschieden hat oder für Kinder deren Eltern sich vorher entschieden haben.


User-1769871192

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Antwort auf Beitrag von User-1750749248

Doch, man kann sich in allen Fällen aussuchen ob man privat oder gesetzlich krankenversichert ist. Der einzige Fall wo ich PKV für sinnvoll halte ist Verbeamtung.


User-1769871192

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Antwort auf Beitrag von Julia+Christopher

Wenn ich mich explizit für die PKV entschieden habe, dann war das genau die Entscheidung zu der ich "Augen auf" sage. Wenn ich als Kind in der PKV versichert war, kann ich doch spätestens mit Beginn einer Ausbildung oder mit Aufnahme des Studiums in die GKV wechseln.


Meyla

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Antwort auf Beitrag von User-1750749248

Natürlich kann man gesetzlich bleiben. Das wollen nur viele nicht weil es erstmal billiger ist - im Alter wird es dafür Sau teuer. Das gesparte Geld beiseite legen und dann im Krankheitsfall als eigene Ausfallfinanzierung verwenden.


ilsevonderunkrautfarm

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Antwort auf Beitrag von Meyla

Natürlich kannst du gesetzl. versichert bleiben. Du bist dann freiwillig gesetzlich versichert. Die Beiträge sind dann nur höher - eventuell.


desireekk

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Antwort auf Beitrag von User-1750749248

Nunja, wenn er sich selbständig macht, hat er durchaus die Wahl der Versicherungsart. Man "spart" in der Prämie... aber dafür bekommt man einige Leistungen eben nicht. VG D


Reh77

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Antwort auf Beitrag von Maggiewuerfel

Kenne mich nicht gut aus, da bei uns auch keiner Kinderkrankengeld bekommt. Aber so viele Kinderkranktage gibt es doch gar nicht, dass man dadurch sofort in finanzielle Schieflage gerät. Oder man hat sehr, sehr knapp gerechnet. Da wäre aber auch jede andere Schwierigkeit ein Problem. Was wenn Auto eine Reparatur braucht? Anderes her muss? Mehrere Geräte kurz hintereinander kaputt gehen? Passiert öfters, da manche fast alle Geräte in einem Zeitraum gekauft haben. Für euch hoffe ich, dass ihr die steigenden Energie- (und andere) Preise mit eingerechnet habt. Was man machen kann: Überstunden abbummeln, Tage Urlaub nehmen (bezahlt oder unbezahlt). Mit dem Chef reden, welche Möglichkeiten arbeitsbedingt noch möglich sind. Meiner erlaubt Stunden nachzuarbeiten, bis 30 Stunden. Hat schon öfters geholfen. Vielleicht helfen auch mal gute Freunde oder Nachbarn, zu denen man sehr guten Kontakt hat.


KKM

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Antwort auf Beitrag von Maggiewuerfel

Das ist leider das Problem. Private Krankenversicherung hat Vor- und Nachteile, wie die gesetzliche Krankenversicherung auch. Nur zur Info: Solltest Du mal eine Mutter-Kind-Kur planen, ist es sehr wahrscheinlich, dass keine Krankenkasse die Kosten für die Kinder tragen wird..... Die private nicht, weil Du da nicht versichert bist und dir privaten Kassen meist keine Mutter-Kind-Kuren versichern und die gesetzliche zahlt nicht für dir Kinder, weil sie da nicht versichert sind.... Grüße, alleinerziehend, privat versichert mit 2 gesetzlich versicherten Kindern


Sille74

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Antwort auf Beitrag von KKM

... mal mit der schon gar nicht mehr so ganz neuen Rechtsprechung des Bundessozialgerichts auseinandersetzen ... (B 1 KR 4/18 R)


Maggiewuerfel

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Antwort auf Beitrag von Maggiewuerfel

Danke für eure vielen Antworten! Tatsächlich konnte mein Mann sich damals vor 10 Jahren aussuchen ob er für 350€ in die PKV oder 800€ in die GKV eintreten kann. Da gab es aber weder mich noch die Tochter in seinem Leben :D mittlerweile zahlt er über 900€ in die PKV ein und ärgert sich. Uns war das mit dem Kinderkrankengeld gar nicht so bewusst. Wegen dem Hausbau kommen wir nicht in Schieflage, da ist Puffer mit einkalkuliert aber es ist natürlich ärgerlich. Ich werde versuchen viele Überstunden zu kriegen, klappt sicher im Krankenhaus und ansonsten Urlaub zu nehmen.


misssilence

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Antwort auf Beitrag von Maggiewuerfel

Dennoch selbst schuld. Auch vor zehn Jahren wusste man bereits, dass das immer das Problem bei der PKV ist - am Anfang ist es günstiger und wird sehr schnell, sehr teuer. Natürlich hilft euch das nun nichts, aber vielleicht lernt ihr für die Zukunft draus, euch vor so einer Entscheidung RICHTIG zu informieren, wenn es um derart gewichtige Entscheidungen geht. Im übrigen, an die anderen - es sind seit diesem Jahr 30 kindkrank Tage je Elternteil, insgesamt also 60. Das ist ein ganzes Monatsgehalt, was hier flöten geht, also schon ärgerlich.


Musikerin

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Antwort auf Beitrag von misssilence

Als Beamter muss man privat versichert sein, da gibt es keine andere Möglichkeit. Es stimmt somit nicht das man immer die Wahl hat.


Birte0504

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Antwort auf Beitrag von Musikerin

Daa stimmt nicht. Auch als Beamter kann man sich in der GKV versichern.


KKM

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Antwort auf Beitrag von Musikerin

Natürlich kann man auch als Beamter gesetzlich versichert sein. Mannzahlt dann halt 100 % der Beiträge, weil man den Arbeitgeberanteil mitversichern muss. Dafür hat man dann seine z.B. 10 Kinder kostenlos in der gesetzlichen Familienversicherung.


Gurkensorbet

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Antwort auf Beitrag von KKM

Und selbst da kommt es auf das Bundesland an. In vielen Bundesländern zahlt die Beihilfe auch Beamten mittlerweile die Hälfte des Beitrages für die gesetzliche Versicherung.


KKM

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Antwort auf Beitrag von Gurkensorbet

Ok, das wusste ich nicht. Ich bin seit fast 30 Jahren Bundesbeamtin.


Gurkensorbet

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Antwort auf Beitrag von KKM

Brandenburg zahlt es zum Beispiel erst seit 2019 oder 2020. Ist also auch alles sehr aktuell und noch nicht alle haben umgestellt. Ich denke aber der Rest wird nachziehen.


Musikerin

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Antwort auf Beitrag von Gurkensorbet

Nein, stimmt so auch nicht. Ich bin verbeamtet und durfte nicht in die gesetzliche KV.


KKM

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Antwort auf Beitrag von Musikerin

Welches Bundesland? Ich weiß, dass sich vor 30 Jahren wenige Kollegen (Bundesbeamte) für die gesetzliche Krankenkasse entschieden haben. Auch von den jüngeren Kollegen sind sehr wenige gesetzlich versichert. Hat auch Vorteile: Bicht berufstätiger Partner plus Kinder kostenlos familienversichert, Beihilfeanspruch für nicht gesetzliche Leistungen besteht trotzdem, Mutter-Kind-Kur.... Sobald man einmal privat versichert ist, gibt es nur wenige Ausnahmetatbestände, die einen zurück in die gesetzliche Krankenkasse lassen,


misssilence

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Antwort auf Beitrag von Musikerin

Mein Mann hatte erst die Möglichkeit auf Verbeamtung. Er hätte in die GKV gekonnt. Aber es wäre viel teurer gewesen, da in Niedersachsen keine Beihilfen für die GKV gezahlt werden. Beamte sind auch die einzigen, bei denen die PKV selten die schlechtere Wahl ist, da die großzügigen Beihilfen auch in der Rente gezahlt werden. Denn spätestens dann ist die PKV für die meisten anderen unbezahlbar, ein Wechsel zurück aber - richtigerweise - nicht mehr möglich. Für die Vorteile der PKV bei Beamten kann man sicher auch auf kindkrank Tage verzichten, aber für alle anderen halte ich persönlich die PKV für die langfristig schlechtere Wahl. Zumindest muss man dich bei Wahl immer über alle Langfristen Auswirkungen im Klaren sein.


Musikerin

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Antwort auf Beitrag von KKM

Bayern. Die gesetzlichen KV hätte mich nicht genommen. Es hieß, das ich in die PV muss.


ilsevonderunkrautfarm

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Antwort auf Beitrag von Maggiewuerfel

Warum sind deine Kinder nicht über dich gesetzlich versichert?


KKM

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Antwort auf Beitrag von ilsevonderunkrautfarm

Die Versicherung eines Neugeborenen muss innerhalb einer kurzen Frist nach Geburt entschieden werden. Wenn der privat versicherte Elternteil deutlich mehr verdient als der gesetzlich versicherte Elternteil, müssen die Kinder privat versichert werden. Die Einkommensverhältnisse werden durch die gesetzliche Kasse regelmäßig überprüft. Nach einer Scheidung ist das zum Glück egal und die Kinder bleiben dort, wo sie sind


Maggiewuerfel

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Antwort auf Beitrag von KKM

Genau deswegen ist meine Tochter über meinen Mann versichert. Er verdient „leider“ zu viel. Jetzt in eine GKV wechseln kann er wohl nur wenn ihm gekündigt wird, da er aber Chef ist, wird das nicht passieren ;D