LaHQ
Erstmal wünsche ich allen einen schönen Wochenstart
Ich bräuchte mal Erfahrungsberichte von Mamas, die eventuell ähnliche Situationen kennen..
Söhnchen ist 10 Monate alt, war noch nie ein Durchschläfer, aber er hat hier und da schon seine 5 Std geschafft. Das war zwar eher die Ausnahme, aber ich war zuversichtlich, dass es sich einspielt.
Tagsüber wird er gestillt, erhält Brei und Fingerfood.
Allgemein ist er sehr an allem Essbaren interessiert. Was prima ist.
Abends wird er zum Einschlafen gestillt, was auch ok ist.
Aaaber... die Nächte. Er wird häufig wach und will stillen um weiterzuschlafen, dabei trinkt er so viel, dass er jede Nacht gewickelt werden muss, ansonsten läuft die Windel aus.
Nach dieser nächtlichen Wickelaktion ist er immer ca. 2 Std wach. Auch dann findet er nur mit Stillen in den Schlaf. Er versucht sich teilweise selbst zu beruhigen, es gelingt ihm nicht, dann versucht er mit mir zu kuscheln, auch das klappt nicht. Tragen hilft nur solange man ihn trägt. Papa kann dann auch überhaupt nichts ausrichten.
Jetzt weiß ich ja, dass es "Phasen" gibt, in denen die Kleinen das eventuell brauchen. Er entwickelt sich auch derzeit enorm, kann seit kurzem Sitzen und übt frei zu stehen sowie die ersten Schritte.
Ich frage mich jedoch nun, ob ich ihm das nächtliche Stillen als Beruhigung "angewöhne" und ich mein Verhalten ändern muss oder ob es sich wieder selbst reguliert, wenn er soweit ist ?!
Daher wüsste ich gerne Erfahrungen von Mamas, die in ähnlichen Situationen sind oder waren.
Vielen lieben Dank ![]()
Warum wickelst du ihn nicht im Bett? Meiner pennt da weiter. Babys trinken gerne nachts Milch, weil der Tag zu spannend ist.
Er wird schon im Bett gewickelt.
Sogar während dem Stillen hat mein Mann ihn schon gewickelt ![]()
Ich hatte das meinem kleinen mit 7 Monaten, er wollte immer nuckeln zum Einschlafen, obwohl er nicht hungrig war. Also genuckelt, weggedöst, gespuckt, gebrüllt, wieder nuckeln, gefühlt in Endlosschleife. Hab ihn dann nachts abgestillt, die Nächte waren dann viel besser. Das geht aber natürlich nicht, wenn das Baby tatsächlich hungrig ist.
Noch möchte ich ihn nicht abstillen.
Er nuckelt auch nicht nur, sondern trinkt wirklich sehr viel während der Nacht, obwohl er tagsüber Beikost erhält.
Dankeschön ![]()
Hallo LaHQ, erste gute Nachricht: Das wächst sich aus, früher oder später. Zweite gute Nachricht: Du kannst nichts falsch machen, wenn Du es so machst, wie es für Euch alle richtig ist. Was sagt denn Dein Bauchgefühl? Angewöhnen kannst Du nichts. Das ist ja instinktives Verhalten, und es IST ja schon so. Aber mit 10-14 Monaten passiert so viel im Kinderkopf und -Körper, dass diese Rückversicherungszeiten einfach auch gut gebraucht werden können. Das Kind ist motorisch aktiver und benötigt viel Energie. Muttermilch liefert die bestmöglichen Nährstoffe dafür. Die Tage sind megaanstrengend, weil sich so viel tut, Reichweite (auch von Mama weg) wird größer, das Hirn entwickelt sich jetzt rasant, dass heißt, was gestern vertraut erschien, ist heute wieder ganz anders, weil die Sichtweise darauf sich in der Zwischenzeit verändert hat, und alle weiteren Aktivitäten, die eben nun mal dazugehören, kommen noch oben drauf. Ergo: Wenn Du Dein Kind stillen lässt, nachts, ist das absolut gut und in Ordnung. Ändern kannst Du das immer noch, wenn das Kind aus dieser besonders fordernden Zeit heraus ist, so mit ca. 15-24 Monaten bietet sich ein gutes Zeitfenster dafür. Oder Du lässt es und lässt es sich selbst auswachsen. Bei uns war es ähnlich. Kind hat in den ersten 6 Monaten deutlich länger im ersten Turnus nachts geschlafen und zum Morgen in immer kürzeren Abständen gestillt. Mit ca. 6 Monaten - Kind war sehr früh motorisch fix unterwegs - verkürzten sich die Schlafintervalle immer mehr, bis ich nachts zeitweise das Gefühl hatte, nonstop zu stillen. Ich habe nachts Wolle bzw. Wolle/Seide angezogen, falls die Windel mal wenig durchließ, merkte das Kind es nicht, und sie wurde nachts früh trocken. Eine Nummer größere Windel kann auch schon helfen. Als unser Kind 18 Monate alt war, haben wir eine nächtliche Stillpause eingeführt, und das ging erstaunlich gut. Vorher erklärt, wie das nun ablaufen würde: Papa schläft mit ihr ein, ab 5:00 Uhr bzw. wenn draußen schon Licht durch die Vorhänge kommt, darf sie wieder zu Mama und stillen. Klappte mit sehr wenigen Ausnahmen ohne Protest. Sie hat aber in der Zeit erst mal ein paar Monate nicht zugenommen, was zeigt, dass manche Kinder das nächtliche Stillen eben auch noch gut gebrauchen können. ;-) Wenn sie krank war, durfte sie immer bei mir schlafen und nach Bedarf stillen. Das ließ sich danach auch recht leicht wieder zum alten Status quo zurückführen. Noch ein Tipp vom Kind selbst, das lange gestillt hat, also ein sogenanntes "sprechendes Stillkind" war: "Mama, wenn du neben mir liegst, ist das, als wäre da ein Bonbon, den ich nicht essen darf. Dann muss ich immer daran denken, dass ich jetzt ja den Bonbon essen könnte und kann nicht schlafen. Wenn du nicht da bist, kann ich einfach schlafen." Also mal aus Sicht des Kindes gesagt, kann es die Sache vereinfachen, wenn man den Papa mit ins Boot holt, der aber auch sehr gelassen und geduldig begleiten sollte, auch den verständlichen Protest. Das würde ich aber nicht im Altern von 10 Monaten machen. In dieser Zeit kannst Du davon ausgehen, dass das Kind wirklich auch noch nachts stillen muss, auch wenn es Ärzte gibt, die noch predigen, dass Kinder dann nicht mehr gestillt werden sollten. Das ist nach moderneren Erkenntnissen Unsinn und macht nur Sinn, wenn die Eltern/Mutter so gestresst und übernächtigt sind, dass Hilfe nötig ist. Das überlebt das Kind natürlich, nachts dann abgestillt zu werden, aber optimal ist es nicht. Ich habe oft nachts gar nicht gemerkt, dass mein Kind angedockt hat. Mein Mann meinte manchmal, wir hätten so oft gestillt, und ich konnte mich nur an zwei Mal erinnern. Wenn man den Strom rausnimmt und nicht zu erziehen versucht, kann das ganz gut gehen, mit Familienbett und so. Am Ende müsst Ihr Eure persönliche Lösung dafür finden. Gemütliches Kuscheln! VG Sileick
Dem ist nichts hinzuzufügen! Was die nasse Windel angeht: Meine Tochter hatte auch eine Phase mit ca. 9 Monaten während der die Windel immer auslief. Ich habe das aber immer erst morgens gemerkt. Sie wacht auch sofort auf, wenn man sie nachts versucht zu wickeln, keine Chance. Vielleicht einfach eine wasserfeste Unterlage drunter legen..? Und ich habe mit P*mpers PP die besten Erfahrungen gemacht.
Wunderbar geschrieben! Bei uns ist übrigens (10.5 Monate) nachts sehr ähnlich. Da unsere Tochter aber nur neun Stunden schläft, hält die Windel zum Glück dennoch (ich packe unsere Stoffwindeln aber richtig voll dafür). Hast du noch Vorlagen vom Wochenfluss? Diese kannst du sonst teilen und in die Windel legen. Da die Vorlagen ohne Folie sind, geht das wunderbar. Evtl reicht das schon, dass ihr nicht mehr wickeln müsst?!
Vielen lieben Dank für Deine ausführliche Antwort, die mich doch bestärkt in meiner eigentlichen Annahme, dass sich das schon geben wird
Für mich ist es vollkommen ok, wenn er mal mehr oder mal weniger stillen möchte.
Bedenken habe ich nur, dass er zu viel Milch trinken könnte (er trinkt ganz sicher weit mehr als die altersüblichen 400-500ml am Tag).
Andererseits ist er ein sehr aktiver kleiner Junge und er braucht, wie du schon geschrieben hast, vielleicht tatsächlich diese zusätzliche Energie aus der Muttermilch.
Und eben Bedenken, dass es meine "Schuld" sein könnte, dass er sich so schwer tut sich alleine, ohne Stillen, zu beruhigen.
Die Idee, ihm später zu erklären, dass wir nachts eine Stillpause machen, nehme ich mir auf jeden Fall mit.
![]()
Er schläft bei uns im Familienbett und ich habe wasserfeste Bezüge auf den Matratzen. Man weiß ja nie
Ich denke ich werde doch mal eine Nr größer testen.
Danke dir ![]()
Das ist auch eine super Idee.
Das mit den Vorlagen wird ausprobiert, sofern eine größere Windel auch keine Rettung sein sollte
Dankeschön für deine Antwort ![]()
Hallo :) Meine Kleine wird jetzt 11 Monate alt und bei uns ist es ähnlich. Sie wird auch zum Einschlafen und zum weiter schlafen gestillt, ohne Brust hab ich keine Chance. Manchmal nuckelt sie nur aber oft trinkt sie auch richtig. Seit längerer Zeit auch im 2 Stunden takt. Ich glaube einfach auch, dass die Minis im Moment soooo viel lernen, da brauchen die das einfach. Also zu viel Muttermilch kann es nicht geben, da brauchst du dir keine Sorgen zu machen! Mumi ist immernoch die beste Nahrung für dein Kind. Ich hoffe aber auch für uns, dass sich das bald mal legen wird :)
Das ist normal. Das resultierende babyfett ist auch normal, mit 12 bis 14 Monaten wird es dann weniger ;) Bei uns war es genau so. Zwischen 9 und 12 Monaten hat mein sohn zu Bestzeiten nachts alle 45min gestillt. Jetzt ist er fast 14 Monate und meist stillen wir wenn ich ins Bett komme so um 11 und dann um 5 wieder, Luxus!
Vielen Dank für Deine Antwort.
Die funkelt in meinen Augen.
Also kann ich noch Hoffnung haben, dass es sich alleine einpendeln wird.
Dankeschön ![]()
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