Lennina
Hallo, Mein Sohn (12)wurde entlassen aus der Tagesklinik mit dem Ziel, wieder zur Schule zu gehen zu können. Es wurde eine neue Schule gesucht, er hat Probetage gemacht und ab heute wäre der erste Tag gewesen. Ritalin wurde begonnen, da angeblich ADHS die Ursache war. Er war relativ stabil in letzter Zeit. Gestern Abend hatte er einen Nervenzusammenbruch. Angst, er schafft es nicht. Er braucht noch einen Tag Zeit, sich an den Gedanken zu gewöhnen. Vor einer Woche ist sein Hamster gestorben und er hing sehr an den anderen Kindern in der Tagesklinik und den Therapeuten dort. Es ist alles zuviel für ihn. Er hat zwei Stunden geweiht, gezittert, geschwitzt. Er sagte er wäre lieber tot als in diesem Zustand zu sein. Ich schätze ihn aber trotzdem nicht als suizidal ein, er war verzweifelt. Die Klinik hat ihn als geheilt entlassen obwohl ich ihnen sagte, er wird es meiner Meinung nach noch nicht schaffen. Aber es musste Platz für die nachfolgenden Kinder gemacht werden. Dort hat er sich aber auch nie so gezeigt. Würdet ihr dort anrufen und davon berichten? Nach Entlassung sind sie nicht mehr zuständig für ihn. Wenn er es morgen nicht in die Schule schafft, was bleibt mir dann noch? Dann kann ich ihn ja nur noch einweisen lassen, oder? Er hat einen Therapeuten, den er am Mittwoch wieder sieht. Aber zu dem hat er noch kein Vertrauen. Ich hatte so gehofft, dass es klappt. Vielleicht überrascht er mich auch und es klappt morgen. Letzte Woche hatte er auch einen Tag Auszeit und ist am nächsten Tag zum Probetag in die Schule gegangen. Grüße
Ich würde direkt bei den zuletzt behandelnden Ärzten und Therapeuten anrufen, sprich in der Tagesklinik und von diesem Zusammenbruch berichten. Nur sie kennen deinen Sohn so gut wie sonst vermutlich niemand außer euch und werden dir eine Anleitung für die nächsten Schritte an die Hand geben. Alles Gute für euch!
Man hat dir bzw euch schon vor Monaten hier geraten was stationäres zu suchen für ihn, das wolltest du nicht weil dein Sohn es nicht wollte. Naja das Leben ist kein Wunschkonzert manchmal müssen Eltern Entscheidungen treffen die Kindern nicht gefallen.
Das weiß ich. Und diesen Weg werden wir gehen müssen wenn jetzt kein Wunder mehr geschieht. Da sind mein Mann und ich uns schon einig.
Ich würde auch mit dem zuständigen Therapeuten sprechen. Was sagt denn die neue Schule??? Haben die Sonderpädagogen? Es gibt auch Möglichkeiten der langsamen Schulgewöhnung. Also erstmal nur 2 Stunden am Tag oder andere Dinge. Als Lehrerin habe ich schon viel gesehen und bin froh, dass unsere Schule wirklich individuell arbeitet. Alles ne Frage der Absprache!
Und genau DAS ist das Problem an (teil-)stationären Behandlungen ohne austeichenden Übergang in die Ambulante Behandlung und ohne ausreichende „resozialisierung“. Die instabilen Patienten gewöhnen sich an den stabilen Zustand in den Kliniken, haben endlich eine richtige Konstante im Leben gefunden, einen geregelten Ablauf, tja, und auf ein Mal bricht das weg und das Spiel fängt von vorn an. Da wird die x-te stationäre Behandlung nichts bringen, wenn es keinen leichten Übergang gibt, und der Patient von jetzt auf gleich ins kalte Wasser geschmissen wird. Nein - die Klinik ist nicht mehr zuständig. Das ist jetzt die ambulante Therapeutin. Diese würde ich kontaktieren. Ich würde auch die neue Schule kontaktieren, dass er eventuell noch nicht direkt voll anfàngt. Vielleicht überträgt sich auch der Stress aus der gesamten Familie auf ihn. So wie ich gelesen habe, habt ihr alle mehr oder weniger mit der Psyche zu kämpfen. Das ist ein Teufelskreislauf. Ich bin kein Therapeut oder sowas, aber ich habe es als Kind/Jugendliche selbst durch.
Hallo,
es tut mir Leid, dass Ihr gerade so eine schwierige Zeit und so viele Sorgen habt, ich kann Dich gut verstehen. Bist Du denn alleinerziehend? Es klingt fast danach, wenn Du schreibst „dann kann ich ihn ja nur einweisen lassen“. Falls nicht: Was sagt Dein Partner zu alledem, wie bringt er sich ein, was tut er für seinen Sohn?
Ich glaube, Ihr bräuchtet vielleicht mehr Stabilität als Familie, mehr Zusammenhalt. Wenn Dein Sohn aus der Klinik kommt, und zu Hause sind Eltern, die kein starkes Team sind und ihm keinen Halt geben, dann wird es schwierig für ihn.
Anstatt ihn sofort wieder einweisen zu lassen, was ja eine sehr hilflose, passive Reaktion wäre, könntet Ihr eine Familienkonferenz machen: eine Tasse Kakao zusammen trinken, am Familientisch sitzen und gemeinsam überlegen, wie Ihr Eurem Sohn den Einstieg in die Schule erleichtern könnt. Er kann Vorschläge machen, Ihr könnt ihm Eure Ideen sagen (z. B. mit dem Therapeuten einen sanften Einstieg besprechen, dies der Schule mitteilen, aber auch eurem Sohn im Alltag Unterstützung anbieten, die er sich wünscht, die Angst lindern usw. - ruhig lösungsorientiert denken).
So funktioniert eine intakte Familie: Das Problem eines ihrer Mitglieder ist das Problem aller, und alle denken konstruktiv nach, anstatt destruktiv-passiv-gelähmt. Es geht in so einer Familienrunde (MIT Vater!) gar nicht nur um die Inhalte. Sondern vor allem darum, dass Dein Sohn die Erfahrung machen kann, dass Ihr ihm Halt bietet, ihn versteht, ihm aber auch einen gangbaren Weg aufzeigen könnt und ihm helft, den zu schaffen.
Die Erkrankung Deines Sohns ist ein Zeichen dafür, dass Eure Familie in eine Schieflage geraten ist. Ich denke, dass deshalb nicht nur Euer Sohn eine Therapie braucht, sondern Ihr als ganze Familie einen Familientherapeuten finden solltet. Ein psychisch erkranktes Kind ist ja nicht isoliert. Sondern es ist Teil eines Gefüges. Und nur wenn das ganze System gesundet, kann es auch das Kind.
Ich denke daher, es sollte nicht länger jeder von Euch seine Probleme allein angehen müssen, sondern jetzt ist die ganze Familie mal dran, sich helfen zu lassen, zusätzlich zur Einzeltherapie Deines Sohnes. In diesem Alter kann alles wieder gut werden, es ist dann im Rückblick einfach eine schwierige Zeit, in der die Familie ihre Kräfte gebündelt hat, um gemeinsam (!) wieder ins Fahrwasser zu kommen. Das kann dann ein Wendepunkt zu etwas Besserem gewesen sein. Wenn Ihr die Chance nutzt.
LG ![]()
Lennina ist bereits in der Therapie einer Tagesklinik, sie leidet selbst unter Depressionen. Ihr Mann ebenfalls, hat aber aktuell wohl eine relativ stabile Phase(laut AP).
Euer Weg ist ja nun schon ein bißchen länger. Bevor du über eine Einweisung nachdenkst, solltet ihr überlegen, ob vielleicht eine Wohngruppe was für euren Sohn wäre. Dort würde er begleitet werden auf dem Weg in einen regulären Schulbesuch. Und auch weiter, wenn er wieder geht. Wir haben ja auch beides durch. Der Unterschied ist der, dass auch nach der stationären Unterbringung die Familie "allein" da steht. Auch wenn man noch betreut wird, steht man in den Alltagssituationen alleine. Letztlich haben wir uns für eine Wohngruppe entschieden. Mein Sohn ist dort seit 2,5 Jahren, geht seit 2 Jahren kontinuierlich zur Schule und ist - nach 1,5 Jahren fast ohne Schulbesuch - auf dem Weg zum Abitur. Er kommt an den Wochenenden und in den Ferien nach Hause. Zuhause wäre er gescheitert. Wir wären gescheitert.
Hier kann dir keiner helfen. Was soll es bringen, ihn einweisen zu lassen? Der Junge hat ein großes Problem, aber er ist damit nicht allein. Er ist nicht das einzige Kind, das es kaum erträgt, in die/eine Schule zu gehen. Ohne seinen Fall zu kennen: Ganz generell ist es nicht krankhaft, wenn ein Kind den Schulbesuch verweigert bzw kaum erträgt. Dann passt die Schule bzw Lehrer/Mitschüler nicht zum Kind. Man kann natürlich eine Therapie oder Tagesklinik einsetzen. Das wird aber die Umstände nicht ändern. Möglicherweise lernt das Kind wie es mit einer unerträgliche Situation umgeht - es mag dann funktionieren, wird aber zwangsläufig psychisch krank/kränker, weil das Problem nicht gelöst, sondern nur überlagert wird. Wirklich helfen kann nur die Schaffung eines passenden Umfeldes. Wie das bei deinem Sohn aussieht? Da seid ihr als Eltern gefordert. Das wird euch niemand abnehmen können. Mit 12 Jahren könnte dein Sohn dabei hilfreich sein, wenn er nicht schon zu kaputt ist. Ich drücke dem Jungen die Daumen, dass man nicht weiter an ihn zieht, sondern dass er durchschnaufen kann und irgendwann erkennt, was gut für ihn ist und einen Weg findet, sein Umfeld passend zu gestalten. Für heute wurde ich ihn krank melden und einen Termin beim Vertrauenslehrer vereinbaren. Vielleicht taugt der was, aber verlass dich nicht darauf.
Er hat die Schule gewechselt, zeitgleich kam er in die Tagesklinik. Bisher hatte er an der neuen Schule nur Probetage gehabt, die ihm sehr gefallen haben(Kleinere Klassen, längere Schulzeit/Fahrzeit wohl, aber das haben viele Kinder). Heute wäre wohl der erste richtige Tag gewesen. Es werden nur die Symptome bekämpft, da denke ich wie du. Was jedoch die Wurzel ist, weiß ich nicht.
Wenn die Eltern beide psychisch erkrankt sind, dann werden sie dem Jungen kaum das Verständnis und den Rückhalt geben können, den er unbedingt benötigt. Wenn man ihn jetzt noch einweist und deutlich vermittelt, dass mit ihm etwas nicht stimmt statt ihm zu helfen, das Umfeld zu ändern dann haben wir in Bälde einen komplett kaputten Jugendlichen ohne gute Zukunftsaussichten. Eine gute, stabile, förderliche Wohngruppe: Gibt es so etwas? Wie findet man das? Oder gibt es reife, stabile Verwandtschaft/Freunde, die ihn für längere Zeit aufnehmen und unterstützen könnten?
Wir haben unsere Wohngruppe über das Jugendamt gefunden. Die haben ein großes Netzwerk und können oft gut einschätzen, wer wo hinpasst.
Das Jugendamt ist bei einer Jugendwohngruppe immer Ansprechpartner. Eventuell wäre ja auch eine Familienhilfe angebracht. Gibt es sowas wie Integrationshelfer auch für psychisch erkrankte Kinder? Die die Schulbegleitung usw übernehmen?
Wir haben einen Jungen in der Klasse mit ähnlichen Schwierigkeiten. Ich hatte Dir davon schon vor Monaten geschrieben und auch empfohlen, es stationär anzugehen! Der Klassenkamerad hatte nach der stationären Behandlung eine Wiedereingliederung und begann mit 2 Stunden am Tag. Mittlerweile geht er stabil und den gesamten Tag zur Schule, obwohl die Trennung der Eltern dazu kam und ein Umzug ansteht.
Nicht DU brauchst Hilfe, ihr als GANZE Familie braucht Hilfe. Du berichtest hier im Forum seit Monaten von euren Problemen und hast schon sehr viele wertvolle Anregungen bekommen. Du wiegelst dann grundsätzlich ab! Dein großer Sohn hat auch Probleme, aber du schreibst, dass er gesund sei, was bei der Familienkrankheitsgeschichte definitiv ein in die Taschelügen ist. Dein Mann hat Depressionen, aber laut dir ist er natürlich stabil. Du hast auch Depressionen, aber das steht mit deinen Kindern nicht im Zusammenhang und DU machst ja eine Therapie. Dein jüngerer Sohn hat Schulangst und Depressionen, aber du glaubst zu gerne, dass seine Probleme ursächlich mit dem in der Tagesklinik diagnostizierten ADHS zusammenhängen-dabei geht aus deinen Schilderungen hier hervor, dass er sich den Therapeuten dort gar nicht ausrechend geöffnet hat. Zudem bin ich mir nicht sicher, ob DU den Therapeuten auch ALLES zu euren psychischen Probleme in der ganzen Familie berichtet hast, oder da nicht auch wie hier alles relativiert hast. Er hat suizidale Gedanken, aber du nimmst das nicht ernst und verharmlost sie, indem du hier äußerst, diese seien nicht wirklich da. Du wolltest jetzt natürlich zu gerne glauben, dass nach dem ambulanten Aufenthalt kombiniert mit Ritalin und dem Schulwechsel wieder alles in Butter ist. Das IST es aber NICHT! Ihr werdet voraussichtlich als gesamte Familie lebenslang immer wieder an euren psychischen Erkrankungen arbeiten müssen. Es ist auffällig, dass der Vater der Kinder in deinen Ausführungen nur eine geringe Rolle spielt. Dabei ist eine männliche Bezugsperson so wichtig für einen Jugendlichen in der Pubertät. Der erste wirklich sinnvolle und hilfreiche Schritt wäre eine Familientherapie, kombiniert mit Einzeltherapien für jeden von euch, die langfristig angesetzt wird und werden. Da dein Sohn Suizidgedanken äußert, ist Zeit zu handeln! Diese auch abzuwiegeln kann sehr, sehr gefährlich sein. Ruft in der Tagesklinik an, berichte von dem Anfall und den suizidalen Äußerungen. Ruft beim Jugendamt an und schildert die ganze verfahrene Situation. Holt euch endlich angemessene Hilfe, anstatt immer nur an einigen von vielen Baustellen herumdoktern zu lassen! Ich hoffe sehr, dass ihr endlich aufwacht und euch alle Hilfe holt! Ich habe jahrelang Erfahrung mit solchen Familienkonstellationen wie eurer und wenn da nicht die Bereitschaft da war, intensiv alles aufzuarbeiten, hat auch jede weitere Generation diese psychischen Erkrankungen "vererbt" bekommen. Es gab Familien, die von den Urgroßeltern bis zum Kleinkind psychisch auffällig waren. Das ist leider sehr häufig und es war schwer, diesen Teufelskreis zu unterbrechen.
Kann ich nur unterschreiben.
Hallo Lennina, wenn Kinder solche großen Hürden im Leben nehmen müssen, wie es jetzt Dein Sohn muss, brauchen sie den Fels in der Brandung hinter sich, der ruhig und gelassen auf ihre Kräfte vertraut und weiß, dass das alles gut gehen wird. Das bedeutet, wenn sein Zusammenbruch jetzt Dich so sehr verunsichert, dass DU nicht an ihn und seine Kraft glauben kannst, fehlt ihm dieser Fels. Ohne den wird die Kraft dann möglicherweise wirklich nicht reichen. Es ist die Frage, ob und wenn ja, WIE Du sein Fels in der Brandung da sein kannst. Das musst Du für Dich prüfen. Wenn die ehrliche Antwort lautet "Das schaffe ich (noch) nicht.", braucht Dein Sohn in der Tat ein anderes, stabiles Umfeld, um seine Lebenshürde zu nehmen. Das kann erst mal ein stationärer Aufenthalt in einer Klinik oder der enge Bezug zu einer erwachsenen Person aus Eurem Umfeld (Freunde, Familie) sein oder auch eine Familienhilfe oder Wohngruppe. Das müsste mit den Therapeuten überlegt werden. Mir stellt es sich so dar, dass Ihr im Wesentlichen Krisen lebt: Haustier gestorben, Medikament, anderer Therapeut, Ende der ambulanten Therapie usw. Man fühlt Deine eigene Angst vor diesen Übergängen/Veränderungen. Das ist überhaupt nicht wertend oder vorwurfsvoll gemeint; was sollst Du denn auch tun, Du kannst Dich ja auch nicht austauschen. Wir sind alle Produkte unserer Vergangenheit mitsamt ihrer Wunden und ungeklärten Triggerpunkte. Da kann niemand was dafür. Aber wenn das schon im Forum so deutlich aus Deinen Beiträgen herauszulesen ist, dann nimmt es ein Kind natürlich noch viel deutlicher wahr. Das ist nicht zu überspielen. Vielleicht sind das ein paar Hinweise, die Dir helfen können. Alles Gute für Euch! VG Sileick
Ich arbeite in einer Wohngruppe und diese kann tatsächlich hilfreich sein, aber nur, wenn mit dem Jungen das vorher genau besprochen wird und ihr als Eltern sagt, dass ihr es momentan nicht schafft, ihn adäquat zu betreuen/ zu unterstützen. Wenn er das Gefühl hat, abgeschoben zu werden, weil er "Probleme " macht, geht es nach hinten los. Meist hat man die Möglichkeit, sich mehrere Gruppen anzuschauen und Betreuer und Kinder kennenzulernen. Ich denke aber, dass er mit 12 wirklich mitentscheiden sollte. Eine Familienhilfe wäre vielleicht auch eine Lösung. Eine Familientherapie finde ich auch sehr effektiv, wenn ihr alle psychische Probleme habt. Ein Schulhelfer wäre natürlich ideal, dafür bräuchtet ihr eine Diagnose z.B.vom KJPD. Weiß nicht, ob ihr diese habt. Ansonsten wirklich mit dem Klassenlehrer und dem Therapeuten eng zusammen arbeiten. Mit deinem Sohn jeden Tag besprechen, was für ihn ängstigende/überfordernde Situationen sind und versuchen diese im Gespräch mit dem Lehrer zu beseitigen. Wir haben einen Jungen,der bekommt weniger Aufgaben und ein anderes Bewertungssystem, so dass er oft nicht schlechter als 3 bewertet wird. Seitdem geht er gern zur Schule und ist auch motivierter zu lernen. Da wir deinen Sohn aber alle nicht kennen, nicht wissen, wie gut er formulieren kann,was er braucht, was ihn stört usw.müsst ihr als Familie vielleicht mit Hilfe des Therapeuten entscheiden, was in eurem Fall das Beste ist. Alles Gute für euch
Er hat 2 Stunden geweint, gezittert, geschwitzt und dabei Suizidgedanken geäußert und du schätzt ihn nicht Suizidal ein? Tut mir leid, aber das kann ich nicht nachvollziehen. Warum hast du da nicht gleich während er in diesem schrecklichen Zustand war einen Arzt gerufen oder die Tagesklinik. Auf mich macht es den Eindruck als würdest du deine Augen verschließen und die "Schuld" woanders zu suchen, z.B. bei der Tagesklinik die ihn als geheilt entlassen hat Was bedeutet das überhaupt? Geheilt? Er ist psychisch krank und hat nicht nur eine Erkältung. Ruf dort an und schildere das, hol deinem Kind Hilfe und wenn du das nicht kannst, weil du selbst krank bist, dann nimm den Tipp von anderen Usern mit der Wohngruppe an. Alles Gute für deinen Sohn.
Habt ihr geplant, dass er so ganz einfach wieder zur Schule geht? Das finde ich schon merkwürdig. Meine Tochter war jetzt 6 Monate in der Klinik, wird Mittwoch entlassen und geht Donnerstag wieder zur Schule. Es gibt konkrete Absprachen mit der Schule und definitiv die Option, dass sie jederzeit abgeholt werden kann. Die Klasse weiß über ihre Erkrankung Bescheid, es wird "Paten" für sie geben. Sicher hat sie Angst, aber es gibt Plan B und zur Not auch Plan C. Wie sieht es bei euch denn mit Hilfen vom Jugendamt aus? Hat die Klinik nichts initiiert? Es gibt ja extra Unterstützung bei seelischer Behinderung nach Paragraph 35a. Dazu würde ich euch unbedingt raten. Einen niedergelassenen Psychiater habt ihr? Der wäre mein erster Ansprechpartner.
Lennina, nimm es mir nicht übel, aber nicht nur du brauchst Hilfe sondern deine ganze Familie. Und ihr braucht die Hilfe nicht von einem anonymen Forum sondern von Menschen, die sich mit sowas auskennen. Du schreibst hier seit längerer Zeit immer wieder von Problemen über Problemen. Sicher werden manche Dinge besser, wenn man sich mal was von der Seele schreiben kann, aber bei euch ist das eine riesige Gemengelage von Problemen, die sich so nicht lösen lassen. Vor allem weiß ich auch nicht, ob dieser Seelenstriptease, den du nicht nur für deine Probleme machst sondern auch für die Probleme deiner Kinder, nicht eher schädlich ist. Wäre ich 12 Jahre oder älter fände ich es mäßig lustig, wenn meine Mutter zwar anonym aber in einem öffentlichen Forum über mich und meine Probleme schreibt. Zumal mit jeder Info mehr auch mehr Möglichkeiten der Rückschlüsse auf deine Familie möglich werden. Bitte wende dich daher z. B. an das Jugendamt und bitte überlege dir gut, ob diese öffentliche Zurschaustellung hier im Forum wirklich gut für euch ist.
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