sterntaler82
Guten Morgen ihr lieben, ich hab mal ne Frage an euch wie ihr es machen würdet. Im Oktober 2013 ist mein Opa gestorben (hab ich hier schon erzählt) er war sehr schwer krank aber geistig bis zum schluß voll da. Für meine drei großen kinder war er sehr lange DIE männliche Bezugsperson da ich mehrere Jahre alleinerziehend war , der Vater seine Kinder nicht sehen will und ich selber keinen Kontakt zu meinem Vater habe. So mein großer Sohn, damals nicht ganz 10, hat die Beerdigung und die Zeit danach eigentlich ganz gut verpackt, er war, auf eigenen Wunsch, mit in der Leichenhalle um sich zu verabschieden, war bei der Beerdigung mit (auch auf eigenen Wunsch) und er ist auch nicht mehr dauer traurig oder so und kann von seinem Opa auch erzählen. Jetzt ist meiner Mutter aufgefallen das er nicht mit zum Friedhof geht, auch nicht alleine. Ich persönlich finde das nicht gehen nicht schlimm, jeder ist anders der eine brauch den Friedhof der andere nicht. Als ich meinen Sohn gefragt habe sagte er, weil ihn der Ort traurig machen würde. Ich hab ihm angeboten mit ihm da alleine hin zugehen, was er auch wollte. Nur nun weiß ich nicht ob ich da nicht sehr viel, vielleicht zuviel verlange..... Mein Sohn, hatte schon oft Probleme, mobbing im Kindergarten, einen Vater der ihn ablehnt, er ist Hochbegabt und eckt deshalb oft an....... durch diese ganzen Prbleme (sind noch mehr waren nur Beispiele) hat er eine Kinderpsychiaterin, mit der werde ich auch noch reden aber eigentlich kenne ich ihre Meinung ......machen!!! Mich interesiert wie ihr es machen würdet, ich selber vergieße auch immer noch mal dort ein paar tränen aber nicht immer. Weiß nur nicht ob ich ihm so nicht doch seine Trauer vorschreibe. Er redet täglich mit seinem Opa in seinen Gedanken und so also glaube ich nicht das er seine Trauer unterdrückt, ich will ihm nur so gerne die Angst vor diesem Ort langsam nehmen.........
Er sagt doch, der Ort mache ihn traurig, von Angst habe ich jetzt nichts gelesen. Ich würde ihn in Ruhe lassen.
Er sgt er hat Angst der Ort mache ihn traurig. Ich wollte es ihm nur anbieten, wenn ich ehrlich bin hab ich gedacht er würde nein sagen und zwingen mach ich nicht
Ich würde da gar nichts machen... es gibt Menschen die hingehen um denjenigen zu besuchen, nah zu sein. Es gibt Menschen, die hingehen um da zu weinen. Manche erleichtert das, andere empfinden das als nicht angenehm. Wenn dir so ist geh hin und lasse ihn frei mitzugehen oder nicht. Offenbar hat er nicht das Bedürfnis da zu sein und seinen "Kontakt" zum Opa gestaltet er anders.
Ich würde nichts machen! Ich selber war nach der Beerdigung auch noch nicht wieder auf dem Friedhof am Grab meiner Oma und meine Oma war so wichtig für mich. Ich brauche den Friedhof aber nicht, um ihr nah zu sein. Im Gegenteil. Der Friedhof verursacht eher Distanzgefühle bei mir. Dadurch, das ich nicht auf den Friedhof gehe, waren meine Kinder auch noch nie am Grab ihrer Uroma. Ich müsste ja mit ihnen da hin fahren......
So hab ich es ja bis jetzt auch gemacht, hab mich halt durch meine Mutter verunsichern lassen
Ich würde auch ihm die freie Entscheidung lassen. Du hast ihn zwar gefragt, ob er mit dir gemeinsam gehen möchte, aber erklär ihm nochmal, daß es nur ein Angebot ist und er sich nicht gedrängt fühlen soll. Man muß nicht an einen Ort gehen, der einen traurig macht. Er verdrängt ja auch nicht den Tod seines Opas, sondern hat sich ja offensichtlich gut damit auseinandergesetzt. Ich finde es viel besser, daß er jederzeit in seinen Gedanken Kontakt zu seinem Opa haben kann, statt daß er dazu am Grab stehen "muß". Er kann entscheiden, ob er diesen Gang zum Friedhof machen will, sich quasi gern überwinden möchte, oder ob er sich damit einfach nicht wohlfühlen würde.
Ok bei uns ist der Friedhof 10 min zu Fuß entfernt
Ich würde ihn in Ruhe lassen. Auch finde ich es gut, wenn die Trauer irgendwann schwächer wird und die Gedanken an die schöne Zeit die man miteinander hatte überwiegen.
Du hast recht ich frag ihn noch mal und wenn er will kommt er mit und wenn nicht nicht
Ich denke nicht, dass es viele Kinder gibt, die da allein hingehen. Ich habe nie ein Kind allein da gesehen und meine würden das auch nicht machen.
Mf4, meine große Tochter und auch die Kinder meiner Tante ( die alle maximal zwei Jahre älter sind als mein Sohn) gehen dort alleine hin
Aber mein Sohn ist ganz anders,ich werdse es so machen wie hier vorgeschlagen noch mal fragen und ihm auch noch mal erklären das es viele Wege gibt sich zu erinnern, einer davon ist der Friedhof aber er ist nicht besser als andere
Warum willst du es nochmal zum Thema machen? Er möchte nicht unbedingt hin, er hat seinen Weg doch gefunden.
Weil er ja ja gesagt hat und wir beide nächsten Sonntag ausgemacht haben da wir dann aleine hingehen können, also muss ich es noch mal zum Thema machen
Ab und an wird der Friedhof Thema in der Familie. Auch die Oma spricht's ja immer wieder mal an, sonst wär das ja jetzt nicht aufgefallen.
Ich schließe mich an. Ich würde ihn lassen. Ich bin erwachsen und gehe nicht gerne auf Friedhöfe.
Aber als du ihn gefragt hast, ob du mit ihm alleine da hin solltest, hat er doch Ja gesagt. Ich würd halt noch mal fragen und ihn entscheiden lassen. Vielleicht weiß er auch nicht genau, wie so ein Grab aussieht, was ihn unsicher werden lässt. Sollte er doch da hin wollen, würd ich mit ihm zusammen eine Blume einpflanzen z.B. Blumen markieren die Vergänglichkeit. Ich würd nicht sowas wie einen Abschiedsbrief hinlegen, der Abschied war schon, das greift nochmal zu sehr zurück. Und solltest du eine Träne vergießen, ist das nicht schlimm, das ist doch authentisch. Tod ist immer beides: Trauer über den Verlust und irgendwann Freude über die guten Erinnerungen.
Das stimmt er hat sofort ja gesagt, habe ich nicht mit gerechnet. Nein einen Brief würde ich ihn nicht schreiben lassen das haben wir vor seiner Beerdigung gemacht und ihn mit vergraben lassen. Er hat da auch was drunter geschrieben
Ich finde es schlimmer ständig dahin zu.laufen damit andere sehen: ich trauere. Was dann nicht stimmt. Mag sein, dass er Angst hat, da der Ort gnadenlos aufzeigt: er ist weg. Vergraben. So in den Gedanken lebt er, antwortet, Kopfstimme. Warum dann der kalte Friedhof? Irgendwann wird er bereit sein und allein hingehen. Nur dränge nicht. Ich selbst gehe nicht auf Friedhof wo jemand liegt, den ich kenne.
Ich stimme Patti zu. Und ich würde wirklich aufpassen, ihm keine "Trauer aufzudrängen". Der Oktober 2013 liegt mehr als ein Jahr zurück. Da ist bei vielen Menschen von Trauer direkt nicht mehr die Rede, auch wenn der Verstorbene sehr vermisst wird. Von solchen gedanklichen Gesprächen, würden viele Kinder auch nichts berichten. Du schreibst, dass du an diesen erkennst, dass dein Sohn seine Trauer nicht unterdrückt! Wäre es denn schlimm für dich, wenn er seine Trauer auf seine Weise verarbeitet hat?
Nein für mich ist jeder weg in Ordnung solange er es nicht verdrängt. Mir wäre es auch gar nicht auf gefallen wenn meine Mutter mich nicht drauf angesprochen hätte, er redet von seinem Opa ganz normal und erzählt auch Geschichten von ihm
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