Travel
Hallo, Wir möchten evtl. bauen. Für ein Neubaugebiet haben wir schon Interesse bei der Bank, die diese vergibt, angemeldet. Irgendwann startet dann ein Losverfahren. Leider sind wir aber noch unentschlossen, ob wir uns das wirklich antun wollen und vor allem sind wir SO planlos, wie man das alles angeht! Müssen wir uns schon vorher um einen Kredit bemühen, damit wir dann direkt nachweisen können, dass wir uns das leisten können (gleiche Frage für den Fall, dass wir ein Haus kaufen und schnell Interesse bekunden müssen)? Woher wissen wir, welchen Kreditrahmen wir überhaupt auf uns nehmen können? Gibt es da Berater, auch wenn man dann am Ende evtl. doch keinen Kredit aufnimmt? Woher wissen wir, welche Grundstücksgröße Sinn macht? Wie kann man die Kosten vorab einschätzen, die da auf einen zukommen? Klar ist das je nach Region und Bauart wahnsinnig verschieden. Aber wir können ja nicht bei einer Baufirma anfragen und unser Wunschhaus schonmal planen und kalkulieren lassen, wenn wir uns dann doch gegen das Bauen entscheiden, oder? Kurzum: Welche Überlegungen müssen wir anstellen, bevor wir uns konkret für einen Hausbau (oder Kauf) entscheiden und wo findet man Hilfe für die reinen Überlegungen und Kalkulationen? Und falls jemand von euch Erfahrungen mit Hausbau hat (vor allem mit Baby/Kleinkind und evtl. zweiter Schwangerschaft), bin ich auch über Erfahrungsberichte dankbar: wie viel Stress ist das wirklich? Wie oft muss man doch Termine wahrnehmen und vor Ort sein, selbst wenn man schlüsselfertig bauen lässt? Gab es unerwartete Zeitverzögerungen oder unerwartete Kosten?
Hallo Travel, ich habe vier Kinder. Zwei Jungs mit 20 Monaten Abstand, dann nach (unfreiwilligen) 2,5 Jahren ein Mädchen und nach 23 Monaten noch ein Mädchen. Mittlerweile sind die Kinder 4-10 und je zwei sind in einem großen Zimmer. Bei uns passt es super, wir haben sozusagen zwei Pärchen. Ich finde den Altersabstand von 20-24 Monaten ideal. Ist der Abstand kleiner ist es glaub ich für die Eltern nochmal anstrengender. U.u. kann das große noch nicht richtig laufen, die Nächte sind bei beiden schlecht, man liegt zu viert in Bett (für mich wäre das nichts)... Zugleich ist es aber so, je geringer der Altersabstand, desto schöner für die Kinder. Sie können schneller miteinander spielen, befinden sich auch später in den gleichen Phasen (Rollenspiele, gleiche Spielplätze, gleiche Schlafenszeit,...). Wir sind aus einer Wohnung in ein Eigenheim gezogen, als der älteste 14 Monate war und ich schwanger. Man braucht halt Unterstützung, dann geht das schon. Und ich würde nicht mit Baby über Monate auf einer Baustelle einen wollen. Dafür war ich in Elternzeit. Unser größtes "Problem" ist, dass wir damals keine vier Kinder geplant hatten und jetzt nur 3 Kinderzimmer haben... LG damabru
Ahhh sorry hier hat was irgendwie gesponnen
An eurer Stelle würde ich zu eurer Hausbank oder einem Finanzberater gehen. Mit dem zusammen guckt ihr über eure finanzielle Lage, damit lässt sich schonmal grob einschätzen wie viel ihr euch leisten könnt. Ebenfalls wissen die Leute da auch meistens ganz gut über den aktuellen Markt bescheid und können euch Auskunft darüber geben. Solch ein Gespräch sollte immer unverbindlich und kostenlos sein. Bei der Hausbank ist das Service. Der Finanzberater finanziert sich später über Provision für abgeschlossene Kredite. Wenn es konkreter wird und ihr wisst wie viel Geld ihr braucht müsst ihr damit dann den Kredit kalkulieren lassen. Dazu immer mehrere Angebote einholen. Nicht selten ist die Hausbank eher schlecht mit den Konditionen.
Unser Haus wurde von einem Bauträger gebaut und als wir es entdeckt und gekauft haben, war schon der Estrich drin. Trotz allem war noch genug zu entscheiden, beanstanden etc. Ich hätte mir nicht vorstellen können selbst komplett zu bauen. Da der Grund gefördert war für Familien lief das über die L-Bank (Ba-Wü) und die hatten z.b. klare Vorgaben bei wieviel Personen wieviel Geld "zum Leben" bleiben muss, damit sie die Finanzierung übernehmen.
Meine ältesten beiden sind bis auf wenige Tage genau 2 Jahre auseinander. Beides Mädels. Das war toll. Die ersten ca. 6 Monate zwar auch ziemlich anstrengend, aber so bald die jüngere dann auch anfing mitzuspielen (anfangs eben durch gemeinsames Schäkern oder sanftes Toben, zusammen durch die Wohnung robben/krabbeln usw., nach und nach dann immer mehr) war es toll mit den beiden. Sie haben sich gut verstanden (klar Streitereien bleiben bei Geschwister nie ganz aus, aber im Grunde passte es), immer was gemeinsames zum spielen gefunden. Als Kind 1 sieben war, Kind 2 dementsprechend fünf, kam Kind 3. Als Kind 3 sechs Monate alt war fanden wir unser jetziges Haus. Vorher wohnten wir in einer 3-Zimmer-Mietwohnung. Definitiv zu klein mit 3 Kindern. Als Kind 3 acht Monate alt war gingen die Renovierungen los. Es war schon ziemlich stressig mit einem Baby. Mit Unterstützung (von z.B. Guten Freunden, Oma, Opa, Tante etc.) ist es aber möglich. Ich denke Hausbau/Hauskauf bringt immer irgendwelchen Stress mit sich. Aber wenn man dann noch darauf schauen muss/sollte, dass das Baby so ca. im Rhythmus bleibt, ist das schon eine Herausforderung manchmal gewesen. Leichter wurde es, als nach und nach die Zimmer fertig wurden, dann haben wir ein Reisebett in eines der Zimmer gestellt und Kind konnte dort schlafen. Als er 10 Monate alt war sind wir dann umgezogen. Nach weiteren sieben Jahren kam jetzt noch Kind 4 vor etwas mehr als einem Jahr zur Welt. Alles Gute euch für eure Zukunft.
oh nein, warum ist meine Antwort jetzt in dieses Thema gerutscht? Sorry, sollte zu deinem anderen Thema
Deine Antwort ist auch hier hilfreich! Danke
Zu allererst würde ich zu meiner Hausbank gehen und kläre, welchen Rahmen die euch ‚zutrauen‘ würden. Ich habe ein Haus vom Bauträger gekauft. Mit schon Teenie-Kind. Die Hausbank hat sich dann konkret das Exposee angesehen und mir schon mal eine schriftliche Bestätigung mitgegeben, welchen Rahmen sie grundsätzlich unterstützen, Das verlangte der Immobilienmakler auch, da sie sonst sehr viel Zeit investieren, um dann zu erfahren, dass die Bank nicht mitspielt...die Blöße würde ich mir nicht geben wollen...ich hatte mal ein Grundstück verkauft und einer der Interessenten wollte schon groß den Preis drücken...2 Tage später musste er eingestehen, dass ihm die Bank noch nicht einmal das Geld fürs Grundstück geben wollte - vom Hausbau ganz zu schweigen...die Maklerin hat sich am meisten geärgert. Finanziert habe ich später übrigens mit einer anderen Bank, da meine Hausbank leider nicht die gewünschte Kreditform anbieten konnte. Ansonsten gibt es nicht umsonst ganze Bücher dazu^^. Bei uns war das meiste ja vorgegeben, da der Bauträger das Grundstück schon hatte. Ich habe dann halt in Erfahrung gebracht, ob der Bauträger seriös ist, aber das war / ist er. Für mich war es perfekt, dass er sich um die Handwerker gekümmert hat, da der Fertigstellungstermin im Vertrag stand und die Strafe ordentlich war. Da ich fachlich keine Ahnung habe, habe ich mir immer Fachleute an die Seite geholt (zuerst den Vertrag prüfen lassen (Bauträgervertrag) und in der Bauphase einen Bauingenieur, der die einzelnen Arbeiten begutachtet und Mängel direkt gerügt hat sowie viel dokumentiert hat, was hinterher nicht mehr sichtbar/verbaut ist. Hat zwar einiges an Geld und Zeit verschlungen, war es mir aber wert. Hat im Bekannten-/Freundeskreis noch keiner gebaut / gekauft? Da hört man doch immer einiges.
Situation bei uns: Großes Kind 5 Jahre, kleines 3 Monate. Beide Eltern fertig mit dem Studium und wir sind Berufsanfänger mit 1 bzw 2 Jahren im Job. Bei uns ist es so gelaufen: - Finanzberater (kostenlos, er erhält Provision bei der Bank bei erfolgreichem Abschluss) dort abstecken der finanziellen Situation, Kreditrahmen festlegen, wie viel Tilgung, mtl. Rate usw. Eigenkapital nutzen, Resthöhe/Anschlussfinanzierung usw - mit diesem Rahmen im Kopf sind wir auf Haussuche gegangen, immer wieder mit ihm Rücksprache gehalten und nichts passendes gefunden - Grundstück gefunden wir haben ca. 800qm, als Referenz haben wir Grundstücke aus dem Familien oder Bekanntenkreis genommen. Das ist für uns eine passende Größe, außerdem wollten wir eine ruhige Lage etc. Das müsst ihr abhängig von euren Wünschen und der Marktsituation machen - zu diesem Grundstück wollen wir für unsere Familie ein passendes Haus bauen. Wir sind zu einer Baufirma, die mit ihren Architekten das Haus für uns individuell plant. Vorher haben wir uns Gedanken über die Anzahl der Zimmer und unsere gewünschte Größe etc gemacht. Da muss man sich vorher Gedanken machen, manches ergibt sich im Gespräch. Wir hatten Kontakt mit 3 Baufirmen, nun haben wir uns für eine entschieden. Diese ist ausgehend von unserem maximalen Budget alles durchgegangen und hat vorher Grundstückspreis, Steuer, Notar und sämtliche andere Nebenkosten wie Baustrom usw. abgezogen um zu ermitteln, welchen Rahmen wir fürs reine Haus haben. Danach hat ein Architekt dort unsere Wünsche umgesetzt, es wurde uns präsentiert und wir haben noch einige Änderungen, deshalb ging der Entwurf in die neue Planungsrunde und wir haben zugesagt. Konkreter wird es dann bei der Bemusterung. Wie das mit dem Bau läuft, sehen wir bald. Wir haben als Eigenleistung die Außenanlagen, sowie Wandgestaltung innen und Böden verlegen (Fliesen legt die Firma). Bin gerade in Elternzeit, mal sehen ob alles klappt. Euch viel Erfolg!
Achso, uns war wichtig, dass wir Grundstück und Haus getrennt erwerben und es zwei Verträge sind. Denn unsere Grunderwerbssteuer liegt bei 6,5 Prozent. Da macht es einen riesigen Unterschied, ob das Haus mit besteuert wird oder nur das Grundstück..
Das mit dem Kredit kann ich Dir nicht sagen, da wir ihn erst aufgenommen haben, als das Geld weg war. Aber da es dann "nur" noch um Bad, Böden, teilweise Möbel ectr. ging und wir es selbst gemacht haben, hielt es sich in Grenzen. Inzwischen habe ich schon 2Häuser gebaut und muß sagen: Ja, es ist stressig. Eins ohne Kids, da ging es noch. Das zweite mit 3Kids 3-6Jahre. Beim zweiten hieß es für uns, fast täglich Malern, aufräumen, die Handwerker bekochen bzw. zum Metzger fahren und was kaufen. Kids waren im Kiga von 8-16Uhr, da war ich auf der Baustelle. Danach Haushalt ectr. Ich war fertig. Aber alles, was man selber macht, muß man nicht zahlen. Spart enorm viel Geld. Gut, als "normaler" Mensch, kann man nicht alles. Mein Mann hat sich viel angeeignet, kann inzwischen sogar Rollos selber einbauen. Hab aber auch von Freunden schon gehört, auch bei Schlüsselfertig muß man kontrollieren. Überlegt es Euch gut, es ist nicht ohne. Es kostet viel Nerven, Beziehung leidet oft auch, aber man hat dann was eigenes.
Vorab: Ein Hausbau ist extrem stressig, selbst wenn eine Firma alle Zügel (theoretisch) in der Hand hat und den einzelnen Handwerkern Druck macht. Hat man keine solche Firma, ist es noch mühsamer. Aber natürlich ist das Meckern auf hohem Niveau. Stell dich einfach darauf ein, dass es wirklich so stressig ist wie man überall hört, und überlege wie deine Ressourcen aussehen. Für Kreditwürdigkeit und Kalkulationen empfehlen sich unabhängige Berater. In eurem Fall macht es aber sicher Sinn, bei der Bank (vielleicht zusätzlich?) anzufragen, über sie das Gebiet vergeben wird. Ein Hausbau kann sehr viel Geld schlucken, da ist es gut, einen ungefähren Rahmen zu haben bevor man planen anfängt. Unbedingt wichtig ist es, neben den Hausbaukosten auch die Kosten für Planerstellungen (z.B. Abwasser, Vermessungen, Hausanschlüsse) und Garten (+ Weg etc) mit einzuplanen. Erkundigt euch ggf bei der Gemeinde. Das kann nämlich nochmal ein richtiger Batzen Geld oben drauf sein. Selbst bei "schlüsselfertiger Übergabe" durch Fertighausbau. Mit Zeitverzögerungen würde ich auch vorsichtshalber immer rechnen, auch um ggf einen Geldpuffer zu haben, wenn die Mietwohnung länger als erwartet behalten werden muss. Vor Ort sollte man schon häufig sein. Wenn man das nicht kann, kann man auch einen externen Gutachter beauftragen, der regelmäßig auf der Baustelle überprüft ob alles gut läuft. Das kann auch sinnvoll sein, wenn man selber die Möglichkeit hat, regelmäßig vor Ort zu sein. Hab keine Erfahrung mit Hausbau plus Kindern. War damals schwanger und im Beschäftigungsverbot, das hat vieles einfacher gemacht. Weiß nicht wie das voll berufstätig und/oder mit mehreren Kindern machbar sein soll, um ehrlich zu sein.
Danke für eure Antworten, das hilft uns, einen Ansatz zu finden!
Die letzten 10 Beiträge
- Baby im 7. Monat versucht, sich hochzuheben
- Echolalie mit 3,5 Jahren
- Entwicklungsstörung
- Baby, fast 8 Wochen alt kommt nur mit Schreien in den Schlaf
- Hypospadie fistelschließung schmerzen
- Babydecke
- Erfahrungen sehr anhängliches Kleinkind, trotzdem Kind 2?
- Situation Kindergarten
- Mit Baby Frühlingssonne geniessen
- Tinder extrem traurig