Elternforum Rund ums Baby

H&M plant Stellenabbau vor allem bei unflexiblen Müttern

H&M plant Stellenabbau vor allem bei unflexiblen Müttern

Jupiter

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https://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2021-01/hennes-mauritz-stellenabbau-muetter-elternzeit-deutschland Eine Frechheit und irgendwie auch perfide, da H&M so viel Umsatz mit Kundinnen machen, die Mütter sind und für ihre Kinder einkaufen. Mein Arbeitgeber wollte mir auch in der Elternzeit kündigen. Haben sie nicht geschafft. Lasst Euch nichts gefallen! Viele Grüße, Jupiter


Mitglied inaktiv

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Sie wollen die Mütter nicht IN der Elternzeit kündigen, sondern danach. Danach ist es auch, wenn es mit Frist läuft, (leider) rechtens. Zu allem anderen kann man nur den Kopf schütteln.


Berlin!

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Das Problem ist doch nich ein Unternehmen, das Problem ist die legitimierte Benachteiligung von Frauen, insbesondere von Müttern. H&M ist weder das schlimmste Beispiel, noch eine Ausnahme. Leider ist es so, dass es nicht die Frage ist OB eine Arbeitnehmerin gekündigt werden kann. es ist die Frage, was es das Unternehmen kostet.


kattta

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Das machen momentan viele Konzeren. Im Rahmen der hohen Coronaeinbußen werden Standorte geschlosssen und Mitarbeiter entlassen. Der rechtliche Rahmen wird ausgenützt und die, die man kündigen kann, sind weg. Natürlich ist das ungerecht, aber das war schon immer so, nur jetzt wird es lesbarer. Und das es geht erst los.


KielSprotte

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Moralisch eine Schweinerei, ohne Frage, ABER aus unternehmerischer Sicht leider verständlich. Eine Freundin von mir ist Niederlassungsleiterin eines Großmarktes und da gibt es seit jeher Probleme mit den Arbeitszeiten der Frauen mit Familie. Jede will in TZ nach der EZ zurückkehren, soweit kein Problem, aber ALLE wollen nur zwischen 8.00 und 13.00 Uhr arbeiten. Beispiel: Laden öffnet um 7.30 Uhr alle Frischetheken müssen also bis dahin bestückt sein. Wenn das passiert ist kommen die Muttis die gerade die Kiddies in der Kita abgeladen haben, abends muss alles wieder in die Kühlhäuser geräumt werden, da sind die Mütter schon lange wieder im Feierabend – ergo Frust bei den Kollegen (da das die unbeliebtesten Arbeiten sind). Am Samstag arbeiten (wenn Papa auf die Kleinen aufpassen könnte) – geht nicht, weil da will man schließlich family quality time genießen. Davon ab, dass ich es aus Mama-Sicht total verstehen kann, im Handel gibt es nun einmal böses Blut, weil die Läden nun einmal rund um die Uhr geöffnet sind und nicht nur von 8.00 – 13.00 Uhr. Und die älteren Kollegen sagen halt „auch ich möchte am Samstag ausschlafen und in Ruhe mit meinem Mann frühstücken, der von Mo-Fr arbeitet und nicht jeden Samstag im Laden stehen“, oder betreuen sogar Elternteile „nebenbei“. Da finde als Chef eine gerechte Lösung, wenn sich die Jungmamis stur stellen! Zwar sind am Abend und Wochenende viele Schüler und Studenten im Dienst, die können i.d.R. aber nur aufpacken und sagen wo Omi die Butter und den Zucker findet, aber keine Fachberatung im Bereich Elektro/Kleidung/ etc. leisten, also wird auch und gerade am Nachmittag/Abend/Wochenende das Fachpersonal gebraucht. Es hat sie viele Tränen gekostet, aber meine Freundin hat jetzt die klare Ansage gemacht TZ nach EZ OK, aber auch langer Do (bis 22.00 Uhr) und jeder zweite Samstag ist Pflicht – und oh Wunder, plötzlich ist es den Mamis möglich auch dann zu arbeiten……………..


Shaddi

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Unterschreibe. Es liegt nicht am Geschlecht, sondern daran, dass junge Eltern unflexibel sind. Man braucht halt nicht nur Mitarbeiter für die angenehmen Arbeitszeiten. Den Anspruch an die eierlegende Wollmilchsau find ich auch frech teilweise. Familie und steile Karriere, aber Teilzeit und der Arbeitgeber soll ständig Verständnis dafür haben, wenn man früher gehen muss, weil der Kindergarten zu macht. Gibt nur wenige Jobs, die sich zu 100 % nach Eltern mit Kleinkindern richten.


Feuerschweifin

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Wenn feste Arbeitszeiten im Arbeitsvertrag angegeben sind, bzw. die Firma die Leute frei einsetzen darf, und Frauen können das nicht leisten, dann sind es doch arbeitsrechtlich die Frauen, die kündigen. Hier ist aber davon die Rede, dass H&M den Frauen kündigt.


Feuerschweifin

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Antwort auf Beitrag von Shaddi

Und das könnte nicht daran liegen, dass Politik, auch Firmenpolitik, nach wie vor von Männern für Männer gemacht wird, und anteilmäßig nur wenig Männer bereit sind, für die Kindererziehung beruflich zurückzustecken (Elternzeit, Teilzeit), somit dieser Part bei den Frauen bleibt? Und die werden für ihr Zurückstecken dann auch noch bestraft? Bravo.


Shaddi

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Antwort auf Beitrag von Feuerschweifin

Wenn dem so ist, gibt es sicher Hinweise darauf, die die betroffenen Frauen sammeln und zur Anzeige bringen können. Immerhin ist es nicht erlaubt, aufgrund seines Geschlechts benachteiligt zu werden. Jedenfalls in Deutschland. Aber ich versteh schon, der Richter ist dann ja auch wieder ein Mann und entsprechend wird er im Interesse der Firmen handeln, die auch von Penisträgern geführt werden. Gott verfickte scheiße, nein, das war's, ich kann mir den Schmutz nicht mehr geben


Berlin!

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Antwort auf Beitrag von Feuerschweifin

Natürlich liegt es nicht daran, dass hier Männer für Männer Politik machen. Es ist auch reiner Zufall, das fast nur Frauen in dieser Teilzeitfalle hocken, die schlechteren und vor allem: schlechter bezahlten Jobs haben, deutlich häufiger von Altersarmut betroffen sind etc. Vermutlich sind die Mamis alle zu dumm, weiß man doch.


Fleurdelys

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Das ist mMn auch zu pauschal gefasst. Viele sind auch froh, Teilzeit arbeiten zu können und wollten gar nicht, dass der Mann weniger arbeitet, wenn man dann selbst mehr arbeiten müsste.


Berlin!

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Antwort auf Beitrag von Shaddi

Das ist jetzt aber nicht Dein Ernst, oder? Weil etwas nicht erlaubt ist, findet es nicht statt? Weil nicht sein kann, was nicht sein darf? Und weil sich kaum Frauen wehren, ist es nicht schlimm, nicht passiert....? Natürlich sind Frauen allein aufgrund der Tatsache, dass sie Frauen sind, auf dem Arbeitsmarkt seit jeher schlechter gestellt. Sie bekommen weniger Geld, die schlechteren Jobs.... Und das alles wird nochmal potenziert, wenn sich Frau um Kinder kümmern muß. Oder hast Du Dich ich nie gefragt, warum Männer solche Probleme kaum haben?


Feuerschweifin

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Nein, das fragt sie sich anscheinend nicht. Ihr Statement dazu ist "Gott verfickte scheiße, nein, das war's, ich kann mir den Schmutz nicht mehr geben". Ich denke, das fasst ihre diffenzierte Meinung gut zusammen.


wolfsfrau

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Wer bestimmt es denn, wer sich um die Kinder kümmert? Das passiert doch in den Partnerschaften, Ehen, Familien. Ich finde es auffällig, dass für viele immer die anderen die Schuldigen sind - die bestimmen, die regeln das, die machen die Gesetze. Wenn es doch so einfach ist, dann sorgt doch dafür, dass mehr Männer zuhause bleiben, dass mehr Männer Teilzeit arbeiten! Der Anteil der Mütter, die jahrelang gerne zuhause bleiben wollen bzw. Teilzeit arbeiten, bis die Kinder irgendwann das Haus verlassen, ist größer, als der der berufstätigen Mütter in Teilzeit. Und das liegt nicht nur daran, dass der Mann ja besser verdient. Wie oft liest man hier "ich muss nicht arbeiten" oder "ich muss nicht vollzeit arbeiten". Ja, nun, wenn es keiner will......


lejaki

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Ich verstehe deine Freundin da voll und ganz und finde auch, dass Mütter viel zu unflexibel sind, was Arbeitszeiten angeht. Alleinerziehende und Mütter deren Partner nur am Wochenende Zuhause ist und sonstige Ausnahmen lasse ich mal außen vor. Ich kann ja nur von mir ausgehen, aber ich habe, als ich wieder anfing zu arbeiten, vorzugsweise Nachmittags bis spät Abends gearbeitet, Wochenend- und Nachtdienste gemacht. Das war als die Kinder noch teils gar nicht im Kiga waren und auch später mangels ausreichender Betreuungszeiten ideal für uns (Dorf, meine Große ist 17 und damals hab es für eine große Gemeinde (über 16.000 Einwohner) bestehend aus mehreren mehr oder weniger großen Dörfern genau EINE Kitaganztagsgruppe für 20 Kinder ab 3 Jahre - da einen Platz zu bekommen wenn man nicht alleinerziehend war - quasi unmöglich). Krippen gab es hier damals noch gar nicht. Für mich waren das damals die idealen Arbeitszeiten mit kleinen Kindern, da mein Mann dann Zuhause war und die Kinderbetreuung übernommen hat. Klar haben wir uns oft nur die Klinke in die Hand gegeben und Kinder übergeben, aber es war eben auch stressfreies Arbeiten für mich, zumal ich in einem Beruf arbeite, in dem nan quasi nie pünktlich Feierabend hat. Wenn viel los ist und/oder ein Notfall rein kommt, arbeitet man bis man fertig ist und wenns 2 oder 3h länger ist. Ja, man hat vielleicht weniger gemeinsame Familienzeit so, aber in vielen Berufen geht es nun mal nicht anders. Nicht jede Mutter/Vater kann immer nur von 8.00-13.00 arbeiten. Augen auf bei der Berufswahl - mir war immer klar, dass sowas in meinem Beruf niemals möglich ist und man Kompromisse machen muss mit den Kindern und einem selber wenn man wieder arbeiten möchte.


Berlin!

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Antwort auf Beitrag von wolfsfrau

Du denkst zu kurz. Die Entscheidung, wer zu Hause bleibt und wer arbeitet, wer denn in Teilzeit arbeitet wird nicht nach Wollen und Laune getroffen. Das ist eine wirtschaftliche Entscheidung. Natürlich geht das Elternteil arbeiten, das mehr Kohle nach Hause bringt. Und das ist....Papa. Wer sonst. Und warum ist das so? Ich wiederhole mich ungern: weil Frauen schlechter bezahlt werden, die schlechteren Jobs haben.... In den aller wenigsten Partnerschaften haben beide Elternteile gleichwertige Jobs mit gleicher oder fast gleicher Bezahlung. Und Du gibst jetzt denen die Schuld, die sich nicht wehren? Das finde ich ehrlich gesagt noch schlimmer....


wolfsfrau

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Antwort auf Beitrag von Berlin!

Nein, aber auch wir Frauen tragen Schuld, wenn wir uns in eine Rolle drängen lassen, die wir ja vorgeblich nicht wollen. Es fängt doch schon mit der Ausbildung an. Es fängt damit an, dass ich mehr junge Männer kenne, die eine zweite Ausbildung machen oder wertige Fortbildungen. Die sind dann eben einfach besser qualifiziert. Es fängt damit an, dass es oft gar keine Frage ist, wer zuhause bleibt - das ist doch klar. Es fängt damit an, dass man die Stundenreduzierung des Mannes mit einer Teilzeitarbeit der Frau aufstocken könnte. Und wie oft liest man hier, dass Frauen die Hausarbeit lieber selber machen, weil der Mann es ja nicht richtig kann...oder dass jemand schreibt, das Kind ist lässt sich nicht vom Papa ins Bett bringen, der macht ja aber auch immer dies oder jenes nicht..... Wir Frauen müssen selber an unserem Bild von uns arbeiten! Nur wenn man selber davon überzeugt ist, kann man es nach außen transportieren!


Berlin!

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Antwort auf Beitrag von wolfsfrau

Gut okay, dann Habich Dich nicht richtig verstanden bzw. den Fokus falsch bewertet. Ich gebe Dir recht.....diese Hausmütterchen, die ihre Erfüllung am Bügelbrett finden regen mich fast noch mehr auf, als die Benachteiligung durch die Politik, also von außen. In so vielen Bereichen herrscht ein mittelalterliches Rollenbild. Schlimm. Beispiel: meine beste Freundin ist Ärztin. Super Abi, super Studium Doktor mit summa cum. Sie wurde andauernd mit "Schwester" angeredet. Ihr Mann, auch Arzt, wurde nie für einen Krankenpfleger gehalten.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von wolfsfrau

"Wir Frauen müssen selber an unserem Bild von uns arbeiten! Nur wenn man selber davon überzeugt ist, kann man es nach außen transportieren!" Volle Zustimmung. Änderungen gehen nicht von selbst. Nur durch Lobbyarbeit.


Feuerschweifin

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Können Sie machen, ist Ihr gutes Recht. Und mein gutes Recht ist es, dort nicht mehr einzukaufen. Machen hoffentlich viele so, was Mütter dort an Geld ausgeben für Schwangerschaftsmode und Kinderklamotten. Hoffentlich fällt denen das vor die Füße.


Caot

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neulich hier in der Arztpraxis. Da war das gleiche Problem. Junge Mutter mit Kleinkind, wollte nur vormittags. Die ältere Frau mit Kind was älter war, wollte aber nicht immer zu den "blöden" Zeiten und grundsätzlich die Dumme für die anderen jungen Müttern sein. Haben die recht laut hinterm Tresen diskutiert. Da kam dann noch die Grand Dame dazu und da hieß es: für alle die gleichen Rechte und Pflichten! Ich lass das jetzt mal so stehen.


kattta

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Großkonzerne waren noch nie interessiert, menschlich verantwortungsvoll zu agieren Hier geht es rein um Gewinn. Wer da einkauft, weiß ja, daß er das voll mitträgt und von einer massiv unsozialen Firmenpolitik prfotoert, vor allem preislich. Gesellschaftlich ist es einfach problematisch, daß Männer sich zu wenig an der Erziehungverantwortung beteiligen ( warum bringen so wenige Männer Kinder in den KIGA, nehmen selbst Teilzeit etc.) Es braucht beide Seiten , um Wiedereinstieg in Beruf oder das Dazuverdienen mit Perspektive zu etablieren. Frauen, die von Anfang an " nur" ein bischen arbeiten wollen ohne nach vorne zu gucken, werden da fix zu Opfern. Ich halte es für wichtig, daß die, die abgepuffert sind auch Flexibilität zeigen, damit z. B. AE, die alles alleine stemmen müssen, in ihren Arbeitszeiten berücksichtig werden können. Es gibt eben nicht nur Rosinen um Kuchen. Alte Rollenbilder leben heißt halt auch, in alten Rollenbilder festgeschrieben zu werden. Da ändert sich nichts, und wer nach dem Geizistgeil motto sein Konsumverhalten lebt, unterstützt halt auch in der Kosequenz diese Haltung. da kauf ich lieber snd and oder flick ne Jeans und kauf halt weniger Teile und nähe mal was, als diesen Konzernen Geld zu geben. Und die eigenen Männer müssen halt auch mal beim Arbeitgeber einforden, früher Schluß zu machen, weil sie z.B. immer Donnerstagd für die Kinder da sind...


kattta

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Sorry, Tippfehler, hätte es nochmal lesen müssen. In kleineren Strukturen müssen ja auch alle eine Lösung finden, da möchte der Singel auch nicht immer in den Schulferien arbeiten müssen oder nur in den Abendstunden


wolfsfrau

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Antwort auf Beitrag von kattta

Ich glaube ehrlich gesagt, es scheitert schon daran, dass die Frauen von den Vätern fordern, dass einzufordern.... Die Erwartungshaltung ist bei vielen, dass da "ja geregelt werden muss" und "die bösen Gesetze und Arbeitgeber". Aber mal ehrlich, es fängt doch im kleinen an!


Kampfgnom27

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Antwort auf Beitrag von wolfsfrau

Das glaube ich auch. Aber es geht. Unsere Tochter kann Mittwochs nur bis 14 Uhr betreut werden. Ich hab da aber normalerweise lang bis 18/19 Uhr und deshalb musste mein Mann der eigentlich täglich zwischen 8-18/19 Uhr arbeitet in seiner Firma klären dass er da nur bis 13.30 arbeiten kann. Ging dann auch. Zudem glaube ich aber auch dass bei vielen noch dieses Bild verankert ist, dass sich Mütter für sowas verantwortlich fühlen.


Mitglied inaktiv

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So, das ist jetzt eine große Firma. Hast du eine Ahnung, wieviele kleine Firmen es gibt, die bereits zahlreiche Arbeitnehmer rausgeschmissen haben? Nur kennt man die nicht so, sind ja klein. Aber auch hier summieren sich die Zahlen. Meine Tochter wurde auch entlassen, zusammen mit 180 weiteren Mitarbeitern. Überwiegend junge Menschen. Erst hieß es nach Sozialplan, davon merkte man dann aber nix mehr. Die Gewerkschaft nickte das Ganze ab und draußen waren sie. In der Abteilung meiner Tochter waren zwei Mütter mit Kleinkindern, eine davon hat erst vor drei Jahren gebaut. Eine andere Mama ist in Elternzeit, die wird auch gehen müssen, wenn sie ab April wiederkommt. "Laßt euch nix gefallen"......... schreibt sich immer so leicht.


Zicklein3

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Bei uns ist es so, dass wir Mütter in 100% Kurzarbeit sind und die andren Nur Teilweise Kurzarbeit ahben, also die andren gehen 2 Tage je Woche abwechselnd arbeiten. Sollte der Lockdown noch lange anhalten, dann kommen auch Kündigungen und zwar in der Reihenfolge, erst Mütter, dann die andren...


Marianna81

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Uhr wollen, ist es verständlich, das sowas kommt. Viele junge Eltern sind halt unflexibel.


Finale

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Antwort auf Beitrag von Marianna81

Ich schlafe ja gerne aus und haette nach der Elternzeit gerne nachmittags von 13. 00 bis 17.00 gearbeitet. Wir teilen uns auch auf und alle waeren froh gewesen. Der Kindergarten hat aber eine Kernzeit von 09.00 bis 13.00. Wenn ich nachmittags gearbeitet haette, wäre meine Tochter von 09.00 bis 17. 00 Uhr im Kindergarten gewesen, das wäre mir zu lang gewesen. Tagesmuetter betreuen hier nur unter 3-jaehrige. In der Schulzeit war es genauso, sie ging in die Ganztagesklasse bis 16.00 Uhr von Montag bis Donnerstag, Freitag war um 12.00 Uhr Schluss. Wenn ich da haette flexibel sein wollen, wäre mein Kind viel zu lang fremdbetreut gewesen. Ich haette es nicht gewollt, dass sie nach einem 8 Stunden Schultag gleich wieder zu Fremden gemusst haette. Also blieb bei mir nur vormittags. Es sagt sich immer so leicht, dass man flexibel sein soll.


Marianna81

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Antwort auf Beitrag von Finale

wenn es aber vom Einkommen passt und man die Wahl hat ist doch alles ok.


Marianna81

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eine Mutter möchte arbeiten, aber nicht zu lange, damit das Kind nicht zu viel fremdbetreut wird. Was absolut ok ist. Aber da soll man vom AG erwarten, dass dieser bitte darauf eingeht. Da stellt er evtl. doch lieber jemanden der VZ arbeiten will und keine/oder ältere Kinder hat.


Berlin!

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Das heißt also? Ich sollte meine Kinder erst im Alter von 12 zur Welt bringen? Oder bis dahin bitte zu hause bleiben?


Marianna81

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Antwort auf Beitrag von Berlin!

sondern auch etwas Flexibilität zeigen.


Finale

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Antwort auf Beitrag von Marianna81

Kann schon sein. Ich bin ja zu meinem Arbeitgeber zurück nach der Elternzeit, zudem hatte ich einen Anspruch auf Teilzeit. Da gab es kein Entkommen für den Arbeitgeber. Meine jetzige Stelle koennte niemand in Vollzeit machen, derjenige wuerde sich den halben Tag langweilen. Aus eigener Erfahrung konnte ich zum Thema Jobsuche allerdings feststellen, dass nicht kleine Kinder sondern das Alter des Bewerbers, unabhängig vom Geschlecht, das größte Hindernis für eine Einstellung bedeutet. Bei uns werden zum Beispiel eher junge unflexible Mütter eingestellt als kinderlose Aeltere, die sehr flexibel sind. Da wird sich dann gerne mal darüber lustig gemacht, dass sich jemand mit 58 noch bewirbt.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Berlin!

wie du dein privatleben regelst interessiert nun mal keinen arbeitgeber,warum auch? es gibt den vertrag zwischen euch , dass du arbeit lieferst und er das geld....der rest ist dein ding.


Finale

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Die meisten Arbeitgeber haben doch ein Interesse daran, dass die Arbeit gut erledigt wird und das hängt eben auch von der Zufriedenheit des Arbeitnehmers ab. Alle haben ein Privatleben und bei besonderen Gegebenheiten sollte der Arbeitgeber das berücksichtigen, wenn es denn möglich ist und oft ist es ja ganz einfach zu lösen. Fatal ist natürlich, wenn man im Vorstellungsgespräch luegt und nicht Klartext spricht und dann bei Arbeitsbeginn Sonderregelungen will.


Berlin!

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Antwort auf Beitrag von Marianna81

Man kann halt selten flexibler sein, als die äußere Hülle es zulässt. Wir haben Glück mit flexiblen Anfangszeiten, Gleitzeit etc. und können deswegen flexibel sein. Aber nimm Mal das Beispiel Schichtarbeit, Nachtarbeit: da wird die Betreuung der Kinder echt schwer. Vor allem für Alleinerziehende.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Finale

Natürlich geht man aufeinander ein. Bei uns im geschäft kann man über alles reden...sei es man geht heute eher und macht dafür ein andermal länger, schichttausch, kurzfristig urlaub ....was weiss ich noch alles. ABER das geschäft muss immer besetzt sein von 7.30 -bis 19.00....wer da wann arbeitet ist wurst, natürlich im rahmen seiner geregelten arbeitszeit. Ehrlichkeit und loyalität ist Grundvoraussetzung zwischen arbeitgeber -und nehmer


Mitglied inaktiv

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dann wird eben auch nur zu mutti kompatiblen zeiten geöffnet. ist das ein deal?


Marianna81

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Meine Vorgesetzte redet sich damit ständig aus, und ich darf zum Teil das, was sie versäumt, ausbaden. Gott sei Dank wird sie bald gehen und die Hochschule hat da für die Stelle einen Kerl angeworben.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Marianna81

naja wie immer, die frauen wollen gar nicht gleiche rechte , sondern nur privilegien. und eigentlich arbeitet man doch in einem job ,der zum lebensplan passt und darf nicht erwarten ,dass der job sich danach richtet


kati1976

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Das wäre doch mal was aber dann wäre das Gemecker noch größer


bellis123

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Viele Kommentare hier finde ich ziemlich schockierend. Ich frage mich wo ihr wohnt, dass solche Rollenmuster vorherrschen. Ich kenne persönlich keine einzige Familie, wo sich der Papa aus Erziehung und Verantwortung raus hält. Jetzt im Lockdown bleibt derjenige bei den Kindern zuhause, der es am ehesten mit seinem Job vereinbaren kann, also wer Homeoffice machen kann, sowieso in Kurzarbeit ist weil das Geschäft geschlossen hat, oder wo der Arbeitgeber flexibler ist und nicht zuletzt wo der Job "sicherer" ist. Nur wenn bei beiden Partnern diese Aspekte gleich bewertet werden, entscheidet der finanzielle Faktor oder man wechselt sich irgendwie ab. Viele Kinder sind ja außerdem in der Notbetreuung, sodass beide arbeiten gehen können. Wenn eine Frau (oder Mann) sich entscheidet nur TZ zu arbeiten, ist das doch einzig und allein die Entscheidung der betreffenden Person bzw. der Familie. Dafür kann weder der AG noch der Staat irgendwas. Genauso wie beide Elternteile entscheiden wer mit kranken Kind zuhause bleibt, früher geht wenn was ist, etc... Tatsächlich kenne ich keinen Papa in unserem Umfeld, der sich davor drückt.


Marianna81

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Antwort auf Beitrag von bellis123

arbeiten viele Mütter TZ oder sind nur Hausfrauen.


Mitglied inaktiv

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das ist ja ok und auch deren entscheidung nur sind auch sie allein dafür verantwortlich und niemand anderes .


Marianna81

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...


Finale

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Antwort auf Beitrag von Marianna81

Ich kenne das auch so. Wenn es finanziell passt, warum nicht? Wegen einer Karriere, die die meisten Menschen nie haben werden? Ich arbeite auch nur 20 Stunden, meine Tochter ist in der 7. Klasse, ich habe es auch nicht vor zu ändern. Kann natürlich immer sein, dass ich plötzlich Hauptverdiener sein muesste, dann muesste ich was aendern. Mir gefällt mein Job ganz gut, ich bin engagiert und in Maßen flexibel, aber an erster Stelle stehen meine Interessen und nicht die der Firma, dazu bin ich zu lange dabei und habe schon oft mitbekommen wie schnell engagierte Mitarbeiter, die nie krank waren und alles mitgemacht haben, gehen mussten. Es ist nämlich nicht so, dass zuerst die unflexiblen Leistungsschwachen gehen muessen.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Marianna81

TZ ist alles was nicht VZ ist. Ich kenne TZ-Eltern, die 35 Stunden im Vertrag stehen haben. Finde ich nicht problematisch. Muss ja alles irgendwie passen.


Marianna81

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Antwort auf Beitrag von Finale

unpassend ist. Sondern darum, das für diesen die Frau selbst verantwortlich dafür ist und niemand anderes. Und dass man selbst die Konsequenzen dafür trägt.


Finale

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Antwort auf Beitrag von Marianna81

Welche Konsequenzen denn?


Marianna81

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Antwort auf Beitrag von Finale

Chancen wie ein Mann bekommt.


Finale

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Antwort auf Beitrag von Marianna81

Teilzeit und Karriere schließe ich tatsächlich aus. Ich kenne aber immer mehr Männer, die keine Lust mehr auf das tägliche Hamsterrad haben und Stunden reduzieren ganz ohne kleine Kinder. Ein Kollege reduziert, damit er weniger Unterhalt für seine beiden Kinder zahlen muss, wobei das in der Firma wirklich sehr schlecht ankam.


Marianna81

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Antwort auf Beitrag von Finale

Und dein Kollege ist ein Arsch.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Jupiter

Hallo Jupiter, ja, die Unternehmer haben nur ihre Interessen = Gewinnmaximierung. Familie war während meiner Erwerbszeit Privatsache. Ich bin inzwischen Rentner und Großvater und noch familienpolitisch aktiv. Dein Thema passt in diese politische Richtung, ist aber ein Rechtsfall im Arbeitsrecht. Es gibt es auch die Möglichkeit einer Kündigungsschutzklage. Der Arbeitsplatz istzwar deshalb nicht sicherer aber es kann etwas für mehr Anerkennung der Mütter getan werden. Ein Versuch ist gerechtfertigt. In dem von Dir geschilderten Fall könnten eventuell Sammelklagen betroffener Mütter möglich sein. Das müsste geprüft werden. Vielleicht finden sich Betroffene zusammen und holen sich eine Rechtsberatung bei einem Rechtanwalt, der selber Familie hat und ein Gehör dafür. Wenn jemand eine Rechtschutzversicherung hat, in der auch Arbeitsrecht abgedeckt ist, kann das der Versicherer übernehmen. Ein konkreter Fall ist dafür notwendig. Notwendig wären schon entsprechende Aktivitäten betroffener Mütter, sonst bleibt das so. Herzliche Grüße P.


Mitglied inaktiv

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Auweia und dann noch am besten alles durch die Presse wälzen , dass alle es auch mitbekommen. Mit dem Endeffekt, dass dann keiner mehr Mütter einstellt. Immer mit dem Holzhammer und druff


Mitglied inaktiv

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„Lasst Euch nichts gefallen!“ geht nur mit Lobbybildung. Das ist Demokratie.


kati1976

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Menschlich gesehen ist es natürlich nicht schön aber ich kann es auch ein wenig verstehen. Mütter ,meistens sind es ja die Mütter, sind oder wollen einfach nicht flexibel sein. Sie wollen nur arbeiten wenn das Kind betreut ist. Natürlich kann ich die Mütter verstehen das sie auch Zeit für ihr Kind haben wollen aber H&M hat nicht nur 5 oder 6 Stunden am Tag geöffnet und braucht Mitarbeiter die auch bis 20 Uhr arbeiten können. Wer im Einzelhandel arbeitet muss sich darauf einstellen dss man auch bis z B. 20 Uhr arbeiten muss. Es kann ja auch nicht sein das andere immer dann arbeiten müssen wenn die unflexibelen Mütter nicht arbeiten, es muss da gerecht zugehen.


kattta

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Antwort auf Beitrag von kati1976

Ich sage drum nochmal, wenn der Partner das Kind betreut , ist es gut betreut und erlebt wichtige Familienzeit, eben mit dem Vater. Da kann die Mutter auch mal zu anderen Zeiten arbeiten als zu den hoch begehrten Vormittagsstunden. wenn das nicht täglich ist, wo ist das Problem? Ich kenne Ärztinnen, die öfter mal eine Nachtschicht haben, eine meiner Freundinen ist Pilotin, sie war dann auch nicht immer zur Kigaschließzeit zurück aus den USA. Und trotzdem kümmern auch diese Mütter sich außerhalb dieser Zeiten liebevoll um ihre Kinder. Aber das muß jede und jeder für sich entscheiden. ich habe als junge Mutter auch erlebt, daß mir große Projekte nicht zugetraut wurden, da die Chefs dachten, die hat Kinder, das wird nichts. Da mußte ich sehr klar machen, daß ich das trotzdem will. Die großen Projekte machten mir oft mehr Spaß und brachten mehr Geld. Das konnte mal 2 Wochen zeitlich happig sein, danach dafür wieder ruhiger. Also habe ich im Endeffekt nicht mehr gearbeitet, nur flexibler- hat uns nicht geschadet. Im Gegenteil


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von kati1976

Soviel zur viel gelobten Solidarität


Muhkuh-87

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ähm... Aber es geht doch in erster Linie darum, dass Arbeitnehmer entlassen werden, die man nicht flexibel einsetzen kann. Die eventuell auch noch häufig ausfallen oder ähnliches. Diese Arbeitnehmer sind eben häufig noch mit der Betreuung von kleineren Kindern beschäftigt. Das dies zum größten Teil Frauen machen, dafür kann h&m nichts. Wenn Vater betreuen würden, würden diese auch entlassen werden. So wie ich das verstanden habe, geht es h&m bereits seit längerem finanziell nicht so gut. Und ja, bevor das Unternehmen Insolvenz anmeldet und eine Menge Leute mehr ihren Job verlieren, Steuer- und mieteinnahmem wegfallen bin ich auch dafür, Stellen ab zu bauen... Wie würdet ihr denn handeln, wenn ihr an der Spitze von h&m sitzen würdet?


Ruto

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Antwort auf Beitrag von Jupiter

Die Kündigungen trudeln natürlich nach der EZ ein, aber ändert nichts daran, dass das eine absolute Frechheit ist. Habe die letzten Jahre generell wenig bei H&M eingekauft, weil die mir nicht ganz koscher sind. Jetzt fühle ich mich da noch bestätigter.