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Gewalt

Gewalt

Clumsi

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Der Sohn meiner Schwester (bald vier) verhält sich immer wieder extrem übergriffig gegenüber meinem Sohn, d. h. er haut, zieht an den Haaren, tritt auf die Hände... Ich habe meinem Sohn, gesagt, er dürfe sich ruhig wehren durch Schubsen oder auch mal zurück wehtun, wenn,,Stop, ich will das nicht" nichts bringt. Das fand meine Cousine pädagogisch nicht richtig, also mit Gegengewalt zu reagieren, mein Sohn solle lernen,,darüber zu stehen" und weg zu gehen. Was meint Ihr?


mausebär2011

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Antwort auf Beitrag von Clumsi

Sehe ich wie deine Schwester. Du kannst nicht sagen "du darfst mich nicht hauen, also haue ich jetzt dich!" Klar, wenn jemand richtig auf dich einprügelt musst und darfst du dich wehren indem du zurück schlägst. Aber bei Rangeleien sehe ich das anders.


Clumsi

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Antwort auf Beitrag von mausebär2011

Aber wenn es immer wieder passiert, dass meinem Sohn weh getan wird und er vor Schmerz schreit?


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Clumsi

Wieso müssen sie zusammen spielen? DAS würde ich in dem Fall unterbinden


mausebär2011

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Dann würde ich als Mutter handeln und mein Kind da nicht mehr hin lassen. Egal ob Schwester oder nicht.


Mitglied inaktiv

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Gegengewalt ist nicht ok, das stimmt Ich würde veranlassen, dass die Kinder nicht mehr zusammen spielen oder nur unter Aufsicht, bis das Problem von Seiten deiner Schwester angepackt wurde.


Berlin!

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Körperliche Gewalt ist kacke. Immer. Er muß sich nicht hauen lassen, aber ihm zu sagen, er soll auch gewalttätig werden ist ziemlich paradox. Warum soll er sich nicht zB Hilfe holen? Habt ihr mit dem anderen Kind geredet? Weggehen, das andere Kind stehen lassen...alles gute Ideen. Aber nichtvergessen: das sind Dinge, die selbst Erwachsenen in vielen Situationen schwer fallen. Und die beiden Kids sind 4


Feuerschweifin

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Ihr Sohn soll lernen, nicht mehr zu schlagen. Soll sie mal daran arbeiten, anstatt dir zu sagen, was dein Sohn zu tun oder zu lassen hätte.


Mitglied inaktiv

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Was die Schwester dazu sagt, wird nicht erwähnt !!


Clumsi

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Ne, sorry, meinte, meine Schwester hat das gesagt.


Mitglied inaktiv

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KleineMäuse

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Wenn ein "Stopp, ich will das nicht" nicht fruchtet darf man sich meiner Meinung nach selbstverständlich wehren- auch körperlich. Der erste Weg sollte ein "nein!" sein, der zweite Flucht oder Angriff :)


KleineMäuse

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Ach und ich kann mich den anderen anschließen: wenn es so gar nicht harmoniert, dann Situation vermeiden. Mein Neffe ist so alt wie mein Sohn und es harmoniert zur Zeit so gar nicht (sie hauen sich gegenseitig, stacheln sich zu Blödsinn an, schreien "Scheiße!"). Deshalb treffen wir uns statt 2x/Woche nur noch 2x/ Monat. Ist zwar schade, aber immer noch besser als ständig zu ermahnen und zu schimpfen.


NaduNadu

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Antwort auf Beitrag von KleineMäuse

Sehe ich wie kleineMäuse, Situations bedingt. Warum soll man sich extra immer wieder quälen lassen? manchmal hilft auch Gegenwehr... Flucht ist natürlich auch gut... Aber nicht immer hilfreich. Aber ich bin natürlich auch für Aufsicht und eingreifen und ggf erstmal weniger Kontakt.


Schneeglöcken

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Antwort auf Beitrag von Clumsi

Sehe ich wie deine Cousine. Ich würde niemals ein Kind zum Zurückhauen animieren, geht finde ich gar nicht. Wenn es nicht klappt mit dem Sohn deiner Schwester, dann können sie nicht mehr miteinander spielen. Ist dann halt so. Deine Schwester und du solltet einen Rahmen schaffen, in dem dein Sohn vor den Übergriffen seines Cousins geschützt wird und in dem der Sohn deiner Schwester lernen kann, anders mit seinen Agressionen umzugehen, als jemanden zu verletzen. Das ist nicht einfach und geht nicht von heute auf Morgen, macht langfristig aber jedenfalls mehr Sinn, als deinen Sohn einfach nur zum Zurückschlagen anzuhalten.


dhana

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Antwort auf Beitrag von Clumsi

Hallo, du schreibst leider nicht wie alt dein Sohn ist. Meine Söhne sind immer ca. 3 Jahre auseinander - auch bei uns kam es unter den Jungs immer wieder zu Rangeleien. Es kam immer wieder vor, das einer geschubst oder auch gehauen hat. In der Regel war es auch oft derjenige der verbal einfach unterlegen war und dann halt zu körperlichen Mitteln gegriffen hat. Ich würde das auch nicht Gewalt nennen, sondern sie müssen einfach auch erst lernen sich anders/verbal zu wehren, durchzusetzen. Ich habe dann immer wieder betont - wer haut verliert. Egal was der Auslöser war, wer körperlich attakiert hat, wurde aus der Situation genommen. Nicht als Strafe oder so, mir war egal wer angefangen hat... sondern einfach die Situation deeskalieren. Ganz ehrlich - bei Kindergartenkindern sehe ich da noch die Eltern/Aufsichtspersonen in der Pflicht - das die eingreifen und den Kindern lernen wie man einen Konflikt auch anders lösen kann. Sprich wenn es zu einem Übergriff kommt - wie reagiert ihr Erwachsenen dann? Ich habe meinen Söhnen nie gesagt, das sie sich körperlich wehren sollen, oder zurückschubsen. Sondern klar sagen NEIN, STOP oder so. Sie sollen durchaus für ihr Recht eintreten, aber nicht mit Gegengewalt, sondern verbal. Es dauert eine Weile bis Kinder das können - solange brauchen sie auch die Hilfe von Erwachsenen - aber ja, das funktioniert. Gruß Dhana


Sangara

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Da steht doch: "bald 4"


Musikerin

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Antwort auf Beitrag von dhana

Deine Cousine macht es sich zu einfach. Ihr Sohn darf austeilen und deiner soll andauernd einstecken?! Nö, das würde ich nicht mitmachen. Meine Kinder wehren sich wenn jemand sie attackiert und nicht aufhört. Wer austeilt, muss auch einstecken können. Egal ob das jetzt pädagogisch sinnvoll ist oder nicht.


Clumsi

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Antwort auf Beitrag von dhana

Hi, also mein Sohn ist gerade fünf Jahre alt geworden.


dhana

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Antwort auf Beitrag von Clumsi

Hallo, also ist dein Sohn etwa ein Jahr älter als der Sohn deiner Schwester. Ist genau die Situation die ich gemeint haben - verbal kommt er gegen den Älteren nicht an - also trägt er es körperlich aus. Und genau dann seid ihr Erwachsenen am Zug - ihr müsste den beiden lernen wie sie Konflikte lösen können ohne jemand zu schubsen oder hauen. Und ja - du machst es dir zu einfach, wenn du deinem ein Jahr älteren Sohn sagst, er soll zurückschubsen - er hat ja anscheinend schon gelernt, das man sich nicht körperlich wehrt sondern verbal. Gruß Dhana


misses-cat

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Oder deine Schwester? Wie alt ist dein Kind?


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Clumsi

Haha, ihr Kind darf Deinen Sohn verhauen und triezen, aber er soll sich nicht wehren dürfen? Ich würde fordern, dass SIE ihr Kind ausbremst, wenn es Dein Kind traktiert! Wenn sie das nicht tut, würde ich an Deiner Stelle direkt gehen. Du bist für das Wohl Deines Kindes verantwortlich. Und wenn sie es nicht schafft, ihr Kind in die Schranken zu weisen, musst du die Konsequenz zum Wohle Deines Kindes ziehen.


JuniMama-xx-xx-??

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Antwort auf Beitrag von Clumsi

Also … wie bereits gesagt sehe ich in erster Linie in der Pflicht die Eltern, die versuchen, diese Situation zu vermeiden/ unterbinden. Weiterhin fehlt mir der Zwischenaspekt „Flucht“ bzw. „friedliche Auflösung“ der Situation bei deinem Sohn. Erst in letzter Konsequenz sehe ich das aber wie die AP und bin generell auf ihrer Seite. Gerade für ältere Kinder, die verständig werden und auch alleine unterwegs sind, ist es unumgänglich, zu wissen, dass das „Prinzip Notwehr“ (natürlich kindgerecht erklärt) durchaus eine letzte Möglichkeit des Handelns darstellt, auch im späteren Leben muss man sich nicht alles gefallen lassen oder kuschen muss sondern sich im letzten Momebt wehren darf. Ich habe (Kind älter, macht Judo, Situation wiederholt mit älteren Kindern ) auch schon einmal den Rat gegeben, beim dritten nicht akzeptierten “hoer auf” und wenn aus der Situation gehen nicht hilft anzudrohen, das andere Kind „auf die Matte“ zu legen. Wurde umgesetzt, die Androhung hat gereicht, Kind wurde nie wieder belästigt. Und ganz ehrlich, wenn ich als Frau zB irgendwann nachts auf dem Parkplatz, Heimweg etx dazu gezwungen werden würde, mich zu wehren um als letzte Möglichkeit einem Angriff zu entgehen und es geht nicht anders dann gibt’s nen Tritt in die Eier oder ne Ohrfeige etx… wer würde das nicht so machen…


NaduNadu

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Antwort auf Beitrag von JuniMama-xx-xx-??

Sehe ich auch so JuniMama, ich war mal in so einer "Parkplatz Situation" und war erschrocken das der heftige Tritt in ein erigiertes Glied nicht gefruchtet hat... Damit habe ich nicht gerechnet... Aber die Nägel in Hopfhaut und Haare waren effektiv...


Meyla

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Antwort auf Beitrag von JuniMama-xx-xx-??

Sehe ich auch so. Soll man ewig kuschen, wenn man getreten und gehauene wird? Garantiert nicht….


Clumsi

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Ergänzung:Ich meinte, meine Schwester hatte das gesagt, sorry. Mein Sohn ist gerade fünf geworden.


Sille74

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Antwort auf Beitrag von Clumsi

Oh je, wenn mir unter den Umständen meine Schwester so gekommen wäre, dann wäre der heschwisterluche Friede zumindest zeitweise sehr gefährdet gewesen ... Denn eigentlich ist es IHRE Aufgabe, ihren Sohn so zu erziehen, dass der nicht "gewalttätig" wird und ggf. regulierend einzugreifen. Andererseits hat die Schwester natürlich schon auch ein bisschen Recht, zumal ja Dein Sohn der ältere ist und die "Gewalttätigkeiten" vielleicht tatsächlich aus einer verbalen Unterlegenheit resultieren. Ich habe meinen Kindern grundsätzlich beigebracht, dass Gewalt und "Zurückschlagen" zwar nicht komplett verboten, aber immer das letzte Mittel sind, dass sie sich lieber laut verbal zur Wehr setzen sollen, so dass vielleicht anwesende Erzieher*innen oder Lehrkräfte den Streit mitkriegen und bei wirklich echter Gewalt/Aggression auch ein Gang zur Erzieherin/Lehrerin kein Petzen ist. Im Umgang mit deutlich jüngeren Kindern - und in dem Alter ist ein Jahr ja noch viel - habe ich ihnen mehr oder weniger ein Verhalten im Sinne "der Klügere gibt nach" angeraten.


Summer80

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Wenn ein "nein", "hör auf" und "stop" auch bei mehrmaligem Wiederholen nicht fruchtet (das wäre für mich die o.g. friedliche Beilegung der Auseinandersetzung), sollte dein Sohn sich körperlich wehren. "Flucht" ist in dieser Situation meiner Meinung nach keine gute Lösung. Denn dies zeigt dem anderen Kind immer wieder, dass er in diesen Situationen "überlegen" ist und der andere sich wegduckt - ein Freifahrtsschein für ihn. Dadurch wird er beim nächsten Mal erst recht nicht auf ein "nein"oder "stop" reagieren. Es hat ja keinerlei Konsequenz für ihn, wenn er einfach weiter macht. Also: ich finde, dein Sohn sollte ganz klar verbal Stellung beziehen und wenn das nach zweimaliger Wiederholung nicht fruchtet, hätte er von mir die ganz klare Anweisung, sich zu verteidigen und adäquat körperlich zu wehren.


Möhrchen

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Antwort auf Beitrag von Clumsi

Wo seid ihr Erwachsenen denn in den Situationen? Wenn ich weiß, dass es schnell eskalieren kann, dann habe ich da ein Auge drauf oder lasse die Kinder erst gar nicht miteinander spielen. Die Lösung des Konflikts zwei Kindern in dem Alter zu überlassen, überfordert doch zumindest den Kleinen offensichtlich...was ja auch ok ist.


wintermild

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Antwort auf Beitrag von Clumsi

Sollte nicht eher die Schwester mal schauen was mit ihrem Kind los ist und diese Gewalt wenn sie es sieht unterbinden und dann auf ihr Kind eingehen? Der 4jährige wird es ja auch nicht aus Böswilligkeit tun, sondern vermutlich weil er hilflos ist oder sonst irgendwelche schwierigen Gefühle gerade nicht einordnen kann…es ist jedenfalls das Problem des 4jährigen und sollte mal angeschaut werden warum er so aggressiv sein muss. Was dein Kind angeht glaube ich nicht, dass es da ein richtig oder falsch gibt. Er kann sich ausprobieren und lernen mit schwierigen Situationen umzugehen und dafür wird er deine Anleitung brauchen. Am wichtigsten ist wie du reagierst, ob du ihn schützt, ihm zutraust das selbst zu klären, aber da bist wenn er dich braucht.


Summer80

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Antwort auf Beitrag von wintermild

Mit 4 Jahren kann sich ein normal entwickeltes Kind eigentlich soweit artikulieren, dass es nicht irrational wie ein 1,5jähriger um sich schlagen muss. Man darf Kinder nicht als böswillig abstempeln, aber man darf sie auch nicht als unantastbare Engelchen sehen, die sich - wenn sie sich wie kleine Tyrannen verhalten - nur nicht anders zu helfen wissen und es unter gar keinen Umstaänden böse meinen können. Auch unter Kindern gibt es fiese Charaktere! Das sollte man nicht leichtfertig unterstellen, aber auch nicht kategorisch ausschließen. Wir kennen das Kind nicht, aber vielleicht ist es auch einfach ein AK.


Sille74

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Antwort auf Beitrag von Summer80

Nein, wir kennen die Situation nicht zu 100% und ja, es gibt A...kinder (wobei die meistens von ihren Eltern in irgendeiner Form dazu gemacht wurden). Es ist aber trotzdem so, dass jüngere Kinder älteren verbal unterlegen sind, selbst wenn sie für ihr Alter sogar sprachlich gewandt sind, wenn das äötere nicht zufällig gerade ziemlich ungelenk sprachlich ist. Ich finde, wenn die Mütter/Eltern dabei oder zumindest in der Nähe sind, sollte es eigentlich gar nicht so weit kommen, dass sich die Kinder quasi prügeln. Ich finde, wenn ein Kind sprachlich gewandt ist, dann kann es sich gegenüber einem anderen, ebenfalls schon der Sprache mächtigen Kind so zurückziehen à la der/die Klügere gibt nach, dass es nicht wie eine "Niederlage" wirkt, insbesondere, wenn das andere Kind mutmaßlich sprachlich unterlegen ist. Wenn man körperlich eher zart ist (wie z.B. meine Tochter) MUSS man sogar auf so etwas zurückgreifen


Summer80

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Antwort auf Beitrag von Sille74

Ich möchte betonen, dass ich natürlich als erstes die Mutter in der Pflicht sehe, ihr Kind im Zaum zu halten und dieses Verhalten zu unterbinden. Und daran zu arbeiten, dass es besser wird. Als Mutter des geschlagenen Kindes würde ich den Kontakt auch weitestgehend meiden. (Persönliche Erfahrung, siehe weiter unten in meinem Post). Es ging mir gerade in meinem Post auch wirklich nur um die Formulierung im vorangegangenen Post, die den 4jährigen "Schläger" von jeglicher bösen Absicht "freispricht". Ich muss dazu sagen: ich bin auch vorbelastet. Wir haben das selber durch... ein kleiner Tyrann, der sowohl mein Kind als auch befreundete Kinder täglich piesakte und zankte, schlug, kniff und biss und auch vor Erzieherinnen nicht halt machte. Die Mutter (Grundschullehrerin) hatte für alles eine Entschuldigung und begründete das Verhalten mit fehlendem Selbstbewusstsein. Es mag ja sein, dass dieses Kind irgendein Problem hat. Aber irgendwann muss ein Strich gezogen werden. Es kann nicht sein, dass 13 Kinder und 2 Erzieher tagtäglich leiden und der "Täter" mit "der meint das nicht böse, kann sich nur nicht anders helfen" in Schutz genommen und kategorisch von jeglicher "Schuld" freigesprochen wird. Bei Kleinkindern mag das noch anders sein. Aber bei 4- bis 5jährigen ist dieser Entwicklungsschritt bereits abgeschlossen. Und wenn wir von einem 4jährigen und einem 5jährigen sprechen, kann der Altersunterschied auch nur ein paar Wochen betragen... vielleicht ist A gerade 5 geworden und B ist aktuell noch 4 und wird in zwei Wochen 5? Ob es "den Älteren" wirklich gibt, wissen wir nicht. Es geht hier gerade wirklich nur darum, nicht kategorisch auszuschließen, dass der "Kleine" es böse meinen könnte.


Sille74

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Antwort auf Beitrag von Summer80

"vielleicht ist A gerade 5 geworden und B ist aktuell noch 4 und wird in zwei Wochen 5? Ob es "den Älteren" wirklich gibt, wissen wir nicht." Doch, wissen wir. Die AP schreibt zum Alter des aggressiven Kindes "bald 4" (bereits im Ausgangspost) und zum Alter ihres Kindes "gerade 5 geworden" oder so ähnlich (irgendwo im Thread auf die entsprechende Nachfrage). Und da finde ich die Unterschiede, gerade in der verbalen Ausdrucksfähigkeit, schon noch groß, wenn der Entwicklungsstand altersentsprechend einigermaßen ähnlich ist. Aber klar, die genauen Hintergründe und wie es sich genau abspielt kennen wir nicht. Natürlich kann auch ein 4-jähriger schon einfach schxxx sein ... Trotzdem halte ich es für fraglich, dem eigenen Kind zu "Gegengewalt" zu raten (außer vielleicht als letztes Mittel). Ich finde eigentlich, dass die natürliche Reamtion eines Kindes wäre/sein sollte, mit dem anderen A...kind nichts mehr zu tun haben und spielen zu wollen. Und das müsste respektiert werden. Dann würde ich mich mit meiner Schwester nur noch ohne Kinder treffen oder wenn es nicht zu vermeiden ist, mein Kind bei mir sitzen lassen (meine Tochter hat das eiskalt durchgezogen, wenn sie ein anderes Kind nicht brauchen konnte und ich ihr gesabt habe, sie kann vei mir sitzen; mein Sohn hat sich dann eher irgendwie mit dem anderen Kind arrangiert). In Deinem Kindergarten-Beispiel, das wirklich unschön ist, kann m.E. auch nicht die endgültige Lösung sein, dass man allen Kindern einfach sagt, sie dürfen zurückschlagen, schubsen, kneifen ...


wintermild

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Antwort auf Beitrag von Summer80

Ich spreche das Kind nicht „frei“, es muss natürlich lernen Verantwortung für sein Verhalten zu übernehmen. Aber alles altersentsprechend. Ich unterstelle ihm aber auch keinen „fiesen Charakter“ oder ein „A…Kind“ zu sein. Das finde ich ehrlich gesagt auch wirklich unfair. Ein 4 jähriger kann nur bedingt seine Impulse kontrollieren, er kann auch nur ganz rudimentär Empathie empfinden, das kommt erst später. Da überschätzt ihr ein - vielleicht wortgewandtes - Kind in dem Alter. Und ja, es wird Gründe geben warum das Kind sich nicht anders als mit Schlägen zu helfen weiß. Alles hat Gründe, man kann da jetzt nur spekulieren. Den Jungen deshalb als „A…Kind“ zu bezeichnen ist sehr traurig. Fehlt nur noch, dass er dann damit abgestempelt wird und eine ganz ungute Dynamik für ihn entsteht. Das Kind, das schlägt hat eben auch unsere Empathie verdient. Und mit ‚uns‘ meine ich uns erwachsene, die nämlich tatsächlich Empathie empfinden ‚sollten‘, auch für ein schwieriges Kind. Das soll sein Verhalten nicht entschuldigen, wie gesagt, Verantwortung haben vor allem die Eltern (und vielleicht im kindgerechten Rahmen auch der Junge wenn man ihm das erklärt), aber ihn verurteilen und ihm einen Stempel aufdrücken dazu hat trotzdem keiner das Recht.


Froschprinzessin

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Antwort auf Beitrag von Clumsi

Wenn der Junge nicht aufhört, wenn dein Sohn es ihm sagt, darf er sich wehren. Das würde ich meinem Sohn auch ans Herz legen.