DK-Ursel
Hejallesammen! Angeregt durch eine Riesendiskussion in 2 der Foren hier (zum selben Thema!), denke ich erneut über Freundschaft nach - über meine Freundschaften, aber auch über die meiner Kinder. Was macht den Wert einer Freundschaft aus? Wieviel bin ich dafür bereit, von meinen eigenen Wünschen, Prinzipien und von meiner Lebensweise aufzugeben oder doch anzupassen? Wieviel Verständnis muß man haben für Dinge bei einer Freundin, die man ansonsten nicht (gern) toleriert? Ich rede gar nicht mal so sehr von den wirklich großenNotlagen, in denen man sich beisteht. Ich habe eine ArtFreundin,die ich nurseltensehe, obgleichsie in der Nähe wohnt, die NIE pünktlich kommt (weder zuEinladungen nochsonstigenVerabredungen),aufdie ich michaber verlassen kann, wenn esmir schlecht geht - und hoffentlich umgekehrt,auchwenn ich pünktlicher bin. ichhabe eine Tochter,derenZeitgefühl mich an denRanddesWahnsinns treibt,die aber glatt einen Zug verpaßt, weil sie einen blinden Bettler im Bahnhof zur Toilette führt oderdie die Scuhle schwänze, um einerfreundin in Liebeskimmer beizustehen. Dieselbe Tochter hat aberauch ihreLiebeskummerfreundin uzr Seite gehabt, als esihrsehr schlecht ging - und derenEltern haben esihr nicht verboten, woandere vielleicht "schlechtenEinfluß" hätten wittern können. beide haben sich bereits im KIGA zusammengerauft - sich nicht aufgegeben und getrennt = anderweitig Freundinnen gesucht, als die eine sich emanzipierte und die andere dies mit KIGA-üblichen kleinen Gemeinheiten "quittiierte". Wieviel hält Freundschaft also aus? Über was seht Ohr hinweg - und wofür im Gegenzug? (Meistens hat man jagar nicht die großen Dramen erlebt, nach denen maneiner Freundin auch nachsieht, daß sie ewig zu spät kommt oder daß sie ...) Woran macht Ihr Freundschaft ehrlich (!) fest? Gruß Ursel, DK
Ich weiß es nicht, ich weiß es wirklich nicht, was eine gute, innige Freundschaft ausmacht. Ich habe keine Freundin, also ich habe viele sehr gute Schulfreundinnen von früher, aber DIE beste Freundin habe ich nicht. Wir sagen uns viel, reden auch ganz offen über unsere Ehe etc., aber es ist nicht diese enge Verbundenheit. Ich hatte als Schulkind mal eine richtig gute beste Freundin, aber die hat mein Vertrauen oft missbraucht, so dass ich ehrlich gesagt danach nie mehr jemanden vertraut habe. Ich war in meiner ruhigen, beschaulichen, lieben, naiven Art so sehr gekränkt.... Ich muss aber sagen, ich bin froh, jetzt jemanden zu haben, mit dem ich reden kann, aber mehr will ich nicht. Bei einer Freundin bin ich aber sicher, die würde mich sofort bei sich aufnehmen, die sehe ich max. 2x im Jahr, wohnt zwar nicht soo weit weg, aber es ergibt sich nie. Aber wenn, dann ist es immer vertraut. melli
Freundschaft ist wie die Liebe - man muß sie wollen und drum kämpfen. Nicht alles als gegeben hinnehmen. Ich habe eine Freundin seit Kindheitstagen an, wir haben Höhen und Tiefen. hatten schon zweimal völligen Kontaktabbruch. Und dennoch finden wir immer wieder zusammen. Es gibt vieles was mich an ihr stört, es gibt auch vieles was mich hält und was mir wichtig ist. Umgekehrt ist es auch so. Dabei haben wir beide gelernt das man reden muß. Und was noch viel wichtiger ist: man muß sich auch wandeln können. Denn das Leben ist auch immer ein Wandel, festhalten was jetzt ist geht nicht. Dafür hat das Leben viel zu viele Sachen die wir nicht vorraussehen können. Ich habe zwei Freunde in meinem Leben. Das andere sind Bekannte oder Zweckbekanntschaften. Aber bei den beiden wäre ich mir sicher das ich, egal wie sich mein Leben noch so wandelt sie an meiner Seite wären. Das hat die Vergangenheit gezeigt, trotz der Kontaktabbrüche bei der einen. Denn es hat sich gezeigt das sie im Nachhinein absolut auch nicht nachtragend ist. Wir haben beide akzeptiert das unsere Leben sich verändern und damit geht es uns viel besser. Wenn man weniger erwartet bekommt man im Endeffekt mehr. Da nehme ich Unpünktlichkeiten, vielleicht auch mal Geiz, die ein oder andere Alterschschrulligkeit in Kauf. Ich biete im Gegenzug dafür ja auch einiges. Die Belastungsprobe in meinem Freundeskreis war meine chronische Erkrankung wo ich bis vor knapp einem Jahr vieles einfach nicht konnte und vieles für mich eine Qual war. Sie zuviel gefordert hat, ich nicht geben konnte. Jeder hat den anderen in den falschen Hals bekommen und keiner hat richtig geredet. Es gab da auch wirklich heftige Szenen, aber auch das gehört mit dazu. Die andere Freundin ist einfach immer da. Sie würde sich nie mit mir streiten. Ich fühle mich mit ihr immer wohl, aber wir sind uns wesentlich unähnlicher. Einfach eine völlig andere Ebene. Aber wir mögen uns einfach schon seit einer sehr langen Zeit. Die andere brauch ich irgendwie um zu wachsen, die mir meine Schwachpunkte aufzeigt, aber auch ich ihr Ihre. Wir müssen uns einfach auch mal reiben. Freundschaft muß nicht immer nur Glück und pure Harmonie sein.
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