Elternforum Rund ums Baby

Flasche oder Stillen?

Flasche oder Stillen?

Linda06

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Hallo Leute Wieso werden Mamis immer so schlecht dargestellt wenn sie nicht Stillen wollen? Ich verstehe ja, dass es das Beste für das Baby ist… aber es gibt auch Frauen die fühlen sich einfach sehr unwohl dabei oder haben sonstige Probleme! Ich werde vollgelabert, dass ich mein Baby nur Stillen soll und das Baby es vermissen wird und und und… es macht mir immer ein schlechtes Gewissen. Aber es hat einfach seine Gründe! Wie sind eure Erfahrungen? Was ist eure Meinung dazu? LG Linda


Limie

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Antwort auf Beitrag von Linda06

Mir ist das so egal. Soll jeder machen was er will. Das Kind leidet ganz sicher nicht drunter. Nähe und Geborgenheit geht auch mit Flasche.


kaempferin

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Antwort auf Beitrag von Limie

"Nähe und Geborgenheit geht auch mit Flasche." Genau. Besser hätte man es nicht schreiben können. Und meine Mutter KONNTE nicht lange stillen (nur ca. 2 Wochen - dann ging nichts mehr - und sie musste auf die Flasche umsteigen). Und Nähe und Geborgenheit und Liebe habe ich trotz alledem zur Genüge bekommen :-) . Fadeneröffnerin Linda06: Von daher - lasse Dich deswegen bloß nicht ins Bockshorn jagen und mache es so, wie DU es für richtig empfindest!


Pinguini

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Och du, am Anfang sagen alle du sollst stillen und dann ist das Kind 3 Monate alt, du packst vor der Familie deine Brüste aus und dann sind plötzlich alle für den Umstieg auf Flasche , das Baby sei ja nun alt genug Du kannst es als Mami in den Augen der anderen eh nur falsch machen....


Janet90

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genauso ist es!


zwergchen1984

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Antwort auf Beitrag von Pinguini

Aber das ist bei allen Dingen so. Und deshalb sollte man vorallem auf sich und sein Bauchgefühl hören ;)


Linda06

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Antwort auf Beitrag von Pinguini

Hahaha! Ich glaube es wäre genau so abgelaufen wenn ich mein Baby vor der Familie gestillt hätte…


Thiara82

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Leben und leben lassen! Ich glaube, keine Frau kann es da allen Recht machen. Entweder wird einem das schlechte Gewissen eingeredet, wenn man nicht stillt oder wenn du stillst, dann zu kurz oder viel zu lang. Ich hab da bei mir auf Durchzug gestellt und lasse andere das auch so machen wie sie wollen.


sJohanna

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Ist dein Baby schon da? Ich empfinde stillen einfach als wunderschön. Fordernd und auch anstrengend am Anfang aber wunderschön. Das ist eine ganz schöne Verbindung zwischen Mutter und Kind und meiner Meinung nach auch toll für die Beziehung. Aber ich selber wurde nicht gestillt, hab ne tolle Beziehung zu meiner Mama und ein super Immunsystem. Man kann also nichts verallgemeinern. Warum nicht ein persönliches Limit setzen, wie 3 Monate Stille ich und dann möchte ich das nicht mehr. Muttermilch ist aber natürlich super fürs Baby und du tust ihm damit was Gutes und das will man ja. Letzten Endes ist es aber jeder Frau selbst überlassen und deswegen ist man keine gute oder schlechte Mama :)


Linda06

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Antwort auf Beitrag von sJohanna

Ja mein Baby ist schon da, sie ist jetzt 2 Monate alt. Ich möchte Stillen aber es ist etwas das ich garnicht gerne mach. Ich muss Stillhütchen verwenden und bis es mal richtig klappt dauert es einfach + sie schluckt so viel Luft mit den Dingern.. mir fällt es einfach leichter mit der Flasche.


zwergchen1984

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Ich hab damals den Tipp meiner Hebamme bekommen, anstatt der Stillhütchen einfach ein nicht fusselndes Baumwollgeschirrtuch(natürlich neu und gewaschen) über die Brustwarze zu legen. Kind musste sich nicht so sehr anstrengen und meine Brustwarze wurde dennoch geschont.


Mitglied inaktiv

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Habe ich schon oft mitbekommen. Soll man eine Frau nur "seltsam" anschauen, die ein Kind im Schulalter noch stillt wird man gesteinigt, aber zugleich haben ausgerechnet diese Frauen absolut keine Toleranz den Frauen gegenüber, die es nicht so machen. Ich selbst habe meine Kinder gestillt, kann aber absolut verstehen, nachvollziehen und akzeptieren, wenn es eine Mutter nicht tut oder nicht tun möchte. Es ist jedem selbst überlassen, egal ob / wie lange / aus welchen Gründen man stillt, genauso sehe ich es auch bei Frauen, die sich für die Flasche entschieden haben. Für mich persönlich gibt es absolut keinen Unterschied.


zwergchen1984

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Ich bin der Meinung: es ist ganz allein DEINE Entscheidung! Ich könnte nicht stillen, es kam kein Milcheinschuss. Das bisschen was ich hatte, wurde schnell weniger. Kind drei konnte ich immerhin drei Wochen lang stillen, dann war es vorbei. Kind 1 und 2 nur wenige Tage. Gerne ich hätte ich meine Kinder weiter gestillt. Ja, es ist schon etwas anderes, als Flasche zu geben. Trotzdem liegt die Entscheidung bei jeder Mutter und deren Gründe, ob stillen oder nicht, sollten respektiert werden.


misssilence

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Ich bin da ganz ehrlich: wenn keine Medizinschen Gründe dagegen sprechen, sollte es jede Frau zumindest versuchen. Es IST mit Abstand das Beste fürs Kind. Nichts kann Muttermilch ersetzen. Leider wird es Frau in Deutschland nicht leicht gemacht, einen guten Stillstart zu haben. Es mangelt in Kliniken und bei Hebammen an Fachwissen ....und so viele Frauen geben daher frühzeitig auf. So schade für die Kinder. Den Frauen kann man da aber keinen Vorwurf machen, sie bekommen einfach nicht die richtige Hilfe. Sollte es wirklich nichts für eine Frau sein, dann ist das für mich okay. Aber das sollte auf eigener Erfahrung beruhen - zumindest einige Tage sollte man sich und dem Baby Zeit geben. Vorher schon zu sagen, man stillt nicht...ist für mich einfach befremdlich. Zumal bereits das kolostrum der ersten Tage den Kindern bereits enorme Vorteile bringt. Abstillen kann man immer - Relaktation ist dagegen fast nie möglich. Also kurz: Versuchen sollte es meiner Meinung nach jede Frau einmal; wem es nicht gefällt, kann auch Flasche ohne schlechtes Gewissen geben. Viel wichtiger sind aber die Rahmenbedingungen und die Unterstützung, die Frauen erhalten sollten. Die sind viel zu unzureichend!


misssilence

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Antwort auf Beitrag von misssilence

Wenn dein Baby also noch nicht da ist und nichts medizinisches dagegen spricht: Versuche es doch einfach! Es ist so anders als in der Vorstellung vor der Geburt. Es gibt so viel Nähe und liebe...ich habe auch ab und an mit Flasche Muttermilch gefüttert. Das kommt nicht einmal ansatzweise an die Stillerfahrung heran. Dazu die ganzen gesundheitlichen, finanzielle und praktische Vorteile. Ich dachte vorher es wird ganz anders. Und wurde positiv überrascht :) Du kannst und darfst dann immer noch jederzeit abstillen. Die Pre läuft nicht weg ;) Und es ist auch nicht unbedingt unproblematischer erst nach einem Milcheinschuss abzustillen. Ich kenne nicht nur eine Frau, die trotz Abstillpille direkt nach Geburt einen Milchstau nach dem anderen hatte...und dann neben Fläschchen spülen und machen auch noch abpumpen durfte. Wenn du partout nicht Mal testen willst, dann ist das so. Dann vertritt diesen Standpunkt aber auch entsprechend souverän.


Linda06

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Ich bin ganz deiner Meinung. Ich glaube mir hat einfach die richtige Hilfe gefehlt.. und als mir jemand helfen wollte wurde mir andauern gesagt du machts es falsch, du machst es so und so… es hat so extrem genervt das ich dann nur noch mehr ins stress kam!


Gustavina

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Antwort auf Beitrag von misssilence

Rückblickend bin ich bei dir. Vor der Geburt (und ich war absolut keine emotionale Schwangere!) habe ich geheult, weil ich nie nie niemals stillen wollte und den Gedanken so schlimm fand. Als es da war? Okay. Kolostrum ist wichtig, ich versuche es irgendwie. Okay, eine Woche schaffe ich. Okay, einen Monat schaffe ich auch noch. Okay, 100 Tage bekomme ich irgendwie hin. Und mittlerweile sind wir bei zwei Jahren und ich bin für mein Kind froh, dass ich es durchgehalten habe. Wir hatten echt ätzende Phasen: Meine Hebamme nannte mein Kind stets einen Piranha durch seine Trinkart und sein energisches Verhalten dabei. Unglaublich schmerzhaft die ersten Wochen. Beim ersten Zahn wurde gebissen. Später in die Nippel gezwickt. Aber letztendlich? Ich sehe, wie gut es meinem Kind geht und wie viel es ihm heute noch bedeutet und dafür habe ich gerne durchgehalten. Und wie genial ist es bitte, wenn das Kind bei seinen ersten Laufversuchen stürzte und man zum Trösten nur das Shirt öffnen musste? Mit Flasche hat und hätte das hier nicht geklappt. Und wie viel weniger Arbeit es war - am Anfang musste ich jobbedingt öfter mal abpumpen und Himmel! War das eine Arbeit mit Fläschchen und co. Und nervig: Haben wir noch was im Gefrierfach, wie viel müssen wir kaufen? Ich verurteile letztendlich niemanden für seinen Weg, aber ja, ich sehe an meinem eigenen „Beispiel“, dass vielleicht mehr zum Versuch ermutigt werden sollte, statt direkt zu verteidigen, dass Flaschen ja auch total okay sind. Klar, sind sie. Aber einen Versuch kann man mMn vorher auch mal wagen. Und wenn man dann weiterhin die Flasche will, dann ist es eben so.


Data_

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Antwort auf Beitrag von misssilence

Ich stimme dir, misssilence, in den meisten Punkten zu. Es fehlt komplett die Unterstützung auf modernem Wissensstand den Müttern das Stillen beizubringen. Es ist gewissermaßen eine Kulturtechnik und klappt nicht immer einfach so drauf los. Es fehlt dadurch auch bei vielen Frauen das Wissen und die Technik zum erfolgreichen stillen, und Ammenmärchen schrecken viele ab. Durch den gesellschaftlichen Druck "immer das Beste fürs Kind" wollen zu sollen, ist es von außen sehr schwer zu unterscheiden: - fehlt der Frau vielleicht die Aufmunterung, das Wissen, die Technik? - will sie es trotzdem nicht? - "geht" es trotzdem nicht? Und wenn dann eine Mutter nicht Klipp und klar sagt"ich will den Mist nicht, ich mag das nicht", kommen vermutlich häufig Ratschläge, wie es vielleicht doch gehen könnte mit dem Stillen. Auch ganz wichtig finde ich das Bewusstsein, dass Stillen gesundheitlich für Mutter und Kind grundsätzlich vorteilhaft ist gegenüber Flaschenmilch. Dass deshalb nicht jede/r Allergien/ein schwaches Immunsystem/Brustkrebs bekommt, ist ja wohl klar. Dass es jede Frau probieren sollte? Naja. Ich muss ja längst nicht alles ausprobieren um zu wissen "ist nicht richtig für mich" und diese Entscheidungsfreiheit sollten wir Frauen uns gegenseitig immer zugestehen, wo es doch gesellschaftlich schon schwer genug ist, mit einem "nein" für voll genommen zu werden. (Mein Kind muss aber auch die Nudelsoße nicht probieren, wenn es das nicht will;-))


misssilence

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Antwort auf Beitrag von Data_

Das ist doch okay,. Ich bin der Meinung Versuch macht klug. Es kostet nichts, das Kind nach der Geburt anzulegen. Ganz oft ist die Vorstellung einfach falsch. Ich halte es einfach für befremdlich, wenn man etwas ablehnt, ohne es zu kennen. Aber wer da so sicher ist - das habe ich auch geschrieben - der kann und darf das auch durchziehen und das verurteile ich nicht.


misssilence

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Antwort auf Beitrag von Linda06

Gute Beratung ist rar. Hast du Mal nach einer Stillberatung in deiner Nähe geguckt? La leche League oder IBCLC. Also nur, wenn du es dir vorstellen kannst, es weiter zu versuchen. Stillen kann total einfach und vor allem schmerzfrei sein. Dafür braucht es aber manchmal mehr als die Standard Hebamme... Wenn du zur Flasche wechseln willst: dann mache das. Lass dir nicht rein reden. Stillen ist eine Zweierbeziehung, es muss für beide passen.


Fleurdelys

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Antwort auf Beitrag von Linda06

Ich hätte es vorher nicht gedacht, aber mir gefällt das Stillen sehr. Was natürlich nicht heißt, dass es jede Mutter toll finden muss. Und deswegen ist es für mich auch unerheblich, ob andere stillen oder nicht. Ich finde es immer ein bisschen traurig, wenn ich anderen Müttern gegenüber erwähne, dass ich noch stille, und sie mir dann fast verteidigend erklären, warum sie es nicht konnten oder warum sie früh abstillen mussten etc. Ich finde nicht, dass man sich da rechtfertigen muss.


User-1750749248

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Antwort auf Beitrag von Linda06

Wenn es geht, sollte man das Kolostrum geben. Das ist so wertvoll und wichtig für das Baby. Am Anfang ist Stillen echt kein Spaß. Aber wenn es nicht mehr wehtut und sich eingespielt hat, ist es wunderschön. Ich finde, man kann es versuchen und dann neu bewerten, statt von vornherein zu sagen, man will es nicht. Aber eine Frau verurteilen, die es nicht möchte, steht keinem zu!


nulesa

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Antwort auf Beitrag von Linda06

Ich habe nie gestillt, habe es auch nie versucht. Ich kann es mir auch nicht vorstellen zu stillen. Bekomme auch einen Anfall wenn da jemand anders ran gehen würde. Egal ob bei der Krebsvorsorge oder mein Mann... Egal wie. Ich kann das einfach nicht ab. Eine Erklärung dazu habe ich nicht, es ist einfach so. Meinen vier Kindern geht es natürlich trotzdem gut. Auch wenn Kind 1 & 2 von Anfang an mit 1er Nahrung gefüttert wurden (2006 war Pre irgendwie noch nicht so üblich wie dann 2013 und jetzt bei der Kleinsten), Kind 3 & 4 dann mit Pre. Ich habe auch nicht das Gefühl etwas verpasst zu haben. Ich würde mich jederzeit wieder so entscheiden. Dass das nicht für jeden nachvollziehbar ist akzeptiere ich total. Aber genau so akzeptiere ich jemanden, der sagt was anderes wie stillen kommt nicht in Frage... Jeder muss sich wohl fühlen mit dem, wie er es handhabt. Sich zu verstellen, nur um der Gesellschaft zu gefallen geht nie lange gut. Wenn die Kinder dann mal 12 Monate aufwärts sind dreht sich alles genau anders herum. Bekommt das Flaschenkind dann noch eine Flasche ist das zu 95% noch voll in Ordnung. Wird das Kind aber gestillt, ist das für viele viel zu lange und übertrieben Aber warum? Wenn Mutter und Kind das so machen, brauchen, wie auch immer, dann ist es so und keiner sollte sich einmischen. Egal wie, es muss einfach zur Gesamtsituation passen, so dass sich alle wohl fühlen. Dann ist es genau das richtige.


Linda06

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Antwort auf Beitrag von nulesa

Ganz deiner Meinung! Danke dir! Es nervt einfach..


Mitglied inaktiv

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Wenn du keine Lust hast zu diskutieren sag doch einfach dass du es auf dich zukommen lässt,oder dass das eine Private Angelegenheit ist und fertig. Wenn das Kind denn da ist und die Flasche bekommt dann ist das eben so. Ich durfte mir bei der dritten auch anhören warum ich "nur" Pumpe,dass mich das ganze belastet hat weil es einfach keine andere Option gab hat natürlich niemanden interessiert,ich habe meine Großen lange voll stillen können,aber es kommt eben immer anders als man denkt. Ich würde niemanden sagen was er zu tun oder lassen hat,ich möchte selber entscheiden was ich mache,und das sollen alle anderen eben auch. Als ich ein Kind war würde den Müttern erzählt die Flaschenmilch sei viel besser ,hat auch funktioniert. Und man kann doch froh sein dass wir in einem Land leben wo die Milch einen hohen Standard hat und dem Baby definitiv nicht schadet,und eine wiederwillig stillende Mama hat sicher eine schlechtere Bindung als eine glückliche Mama mit Flasche. Lass dich einfach nicht fertig machen,und steh dazu was du machst,nur wenn du deinen Standpunkt überzeugt vertrittst und dich nicht auf Diskussionen einlässt dann bietest du keine Angriffsfläche für übergriffige Diskussionen.


BerryNin

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Antwort auf Beitrag von Linda06

Hallo Linda, Ich würde das gar nicht mit Leuten thematisieren, die das nichts angeht. Die Menschen äußern dann nur ihre Meinung, die leider häufig sehr radikal ist. Das rate ich dir, weil ich selber unschöne Erfahrungen gemacht habe. Ich wollte unser Kind stillen, leider hat es nicht richtig geklappt und sie hat einfach nicht zugenommen, ist nicht satt geworden. Also haben wir uns entschieden zuzufüttern. Meine Schwiegermutter hat das natürlich mitbekommen als sie bei uns war und direkt eine Grundsatz Diskussion angefangen. Sie ist sehr prostillen. Das ging soweit, dass ich irgendwann weinend das Gespräch abgebrochen habe. Ich war voller Schuldgefühle, Unglücklich, mein Kind nicht ernähren zu können und dazu noch die hormone im Wochenbett. Ganz großartig. Sie meinte es nicht böse. Aber ich fühle mich übergangen und angegriffen. Danach hat sich zum Glück keiner mehr eingemischt. Auch das ich nach 3 Monaten abgestillt habe, weil ich nicht mehr konnte (die Brust wurde nur angeschrieen, ich habe 2 Stunden mit stillen, abpumpen und zufüttern verbracht, hatte eine Stimme Pause bevor es wieder "los" ging etc.) wurde akzeptiert und keiner hat sich mehr eingemischt. Tu, was DU für richtig hältst. Lass Dir nicht rein reden und diskutiere nicht. Es geht nur Dich und Dein Baby etwas an.


Theresa10.04

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Hey, ich stille mittlerweile nur noch nachts und gebe tagsüber Pre (habe bis zur Beikosteinführung vollgestillt). Es ist ja bekannt das Muttermilch nunmal das beste fürs Kind ist und deshalb finde ich persönlich, dass man es mit dem Stillen zumindest mal versuchen sollte. Ich habe nie gerne gestillt und kann nicht nachempfinden wenn andere von einer besonderen Beziehung etc. sprechen. Ich finde es viel einfacher und schöner Fläschchen zu geben. Tja und blöd angeschaut wird man egal wie Mans macht („Wie du stillst immernoch?“ „Aber Muttermilch wäre doch sicher besser..“). Letztendlich muss es jeder so machen wie es funktioniert und man selbst ein gutes Gefühl hat.


Tierpark-Mama

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Ich gehöre auch zu der Gruppe pro-stillen, weil ich es so unheimlich praktisch und einfach finde. Wenn es denn richtig klappt, natürlich. Ich gehöre allerdings nicht zu der Gruppe stillen ist liebe! Ich persönlich sehe es sehr pragmatisch einfach als Nahrungsaufnahme. Ich ernähre mein Kind. Punkt. Liebe gebe ich über so viele andere Wege weiter. Nicht nur übers stillen. Beim fläschen geben kann man auch Nähe und liebe und Ruhe geben! Ob nun stillen oder Flasche, ist doch eigentlich egal. Es sollte niemand verurteilt werden. Die Vorteile der muttermilch sind hinlänglich bekannt, aber wir haben das Glück in der heutigen Welt mit super formula-nahrung zu leben. Wenns stillen also nicht klappt, dann ist das so. Ich hab mich da nie auf Diskussionen eingelassen. Drüber reden klar, rechtfertigen nein!


Ell!um

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Ich finde es auch so unglaublich dämlich das jeder meint seinen Senf dazu zugeben. Meinen ersten Sohn wollte ich auch erst nicht stillen, weil es mir unangenehm war und ich dachte es würde mich einschränken. Ich habe es dann im Endeffekt total geliebt. Es hat uns näher zusammen gebracht und war super praktisch. Er hat sich in der nächsten Schwangerschaft alleine abgestillt und ich musste zufüttern. Das fand ich erst total schlimm und nun vollkommen normal. Mein Zweiter jetzt wird auch gestillt, hat aber weitaus mehr Probleme damit. Ihn fütter ich auch mit gutem Gewissen etwas zu. Er kann sich ohne Probleme sattfuttern an der Flasche. Es scheint ihm auch sehr gut zu gefallen und die Nähe dabei fehlt uns keinesfalls. Dieses Mal werde ich auch nicht so lange stillen und es ist mir diesmal auch total egal was andere davon halten


Juli_und_die_Bohne

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Ooh dieses Thema Ganz ehrlich - am Anfang meiner Schwangerschaft hab ich gesagt, ich will nicht stillen, ist nicht für mich, da hat alle Welt gesagt, es sei doch aber das beste fürs Kind und warum ich so egoistisch bin. Dann war das Kind da und ich hab gesagt, ich versuchs mal. Allerdings hatten wir große Schwierigkeiten, da sagte alle Welt plötzlich, warum tue ich uns den Stress an, ich solle doch die Flasche geben. Jetzt ist das Kind 6 Monate alt und wir stillen noch - nun kommen die ersten, die der Meinung sind, es reicht langsam, sonst stille ich zu lange..ja Herrgott noch eins, wie denn nun? Ich finde, es sollte einfach jede so machen, wie sie es möchte. Eine Mama ist eine Mama, mit Stillen und genauso ohne! Und wenn eine Frau es nicht probieren möchte, respektiere ich das (mehr steht mir auch gar nicht zu). Würde ich von einer werdenden Mama gefragt, würde ich sicherlich dazu raten, es zu versuchen (schon allein aus praktischen Gründen), wenn mir aber eine werdende Mama sagt, sie möchte das nicht, auch voll ok. Wir sollten uns gegenseitig unterstützen, denke ich. Das Leben macht es einem doch schon schwer genug ;)


Zulema

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Antwort auf Beitrag von Linda06

Ich finde ebenfalls dass es jeder für sich selbst entscheiden muss. Jeder muss das tun, was ihm und dem Kind gut tut. Ich finde allerdings immer sehr schade, dass ich mir dumme Sprüche anhören muss, weil ich „lange“ stille bzw auch jetzt noch meinen 17 Monate alten Sohn stille „obwohl“ ich in der 32. ssw bin. Meine Tochter habe ich bis zu ihrem 3. Geburtstag gestillt. Egal wie man es macht, ich denke irgendjemand muss immer seinen Senf dazu geben.


kia-ora

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Antwort auf Beitrag von Linda06

Du wirst merken, dass es unter Müttern immer ein "höher, schneller, weiter" gibt. Wer stillt am besten, welches Baby schläft durch, wer krabbelt zu erst, wer fängt zuerst mit Beikost an, ........ Die Liste ist unendlich und auch unendlich traurig. In meinen Augen ein unnötiger Wettkampf.


Muschelnudel

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Antwort auf Beitrag von Linda06

Ich stille Langzeit. Es ist das beste. Manchmal geht es nicht, manchmal möchte man nicht. Absolut okay!!!! Du bist eine gute Mama. :-)


Tini_79

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Antwort auf Beitrag von Linda06

Sehe ich auch, die Mutter sollte stillen. Nur ich sage es halt niemandem


Ruto

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Antwort auf Beitrag von Linda06

In den Augen "der anderen" kannst du es als Mutter nur falsch machen. Denn es wird sich immer einer in deinem Umfeld (oder in der Öffentlichkeit, du wirst mit Kind auch viel draußen sein) finden, der es genau anders machen würde. Davon musst du dich frei machen. Es ist egal was andere sagen. Du und dein Baby müsst euch wohl fühlen. Und da ich lange Zeit sowohl gestillt als auch zugefüttert habe, kann ich dir sagen, dass es dem Baby völlig egal ist, ob die (Pre-)Milch von der Brust oder aus der Flasche kommt. Hauptsache DU (oder der andere Elternteil) bist ganz nah.


Linda06

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Antwort auf Beitrag von Ruto

Danke für deine Antwort! Das unterschreibe ich gerne. Wir sind uns ganz nah auch wenns aus der Flasche kommt.. alles was ich mache ist sowieso falsch!