Anni1981
Mal wieder da. Ich habe eine Frage an euch, denn ich bin echt ratlos. Mein Max geht in die 4. Klasse und er hat seit Frühjahr einen Klassenkameraden, mit dem er sich recht gut versteht - er ist mit seinen Eltern hierher gezogen. Die Mutter des Freundes ist die Schwester einer Bekannten von mir. Der Freund war schon hin und wieder bei uns zum Spielbesuch und Max war auch schon dort. Jetzt haben wir den Freund aber die ganzen Ferien nicht gesehen! Wir dachten erst sie seien weggefahren, aber dann sahen wir die Eltern und fragten mal nach, wo ihr Sohn denn sei. Da meinte die Mutter dann, dass er die kompletten Ferien bei den Großeltern in Belgien verbringt (der Vater ist Belgier). Alles klar. Aber auch nach den Ferien war es irgendwie komisch, denn er ging nach der Schule immer direkt nach Hause, sagte bei Einladungen von meinem Sohn und anderen Kindern immer ab, hat keine Kinder mit nach Hause genommen... Hab ich nochmal die Mutter angesprochen. Sie meinte, es wäre nichts. Weil sie aber komisch reagiert hat und mir das keine Ruhe gelassen hat, hab ich ihre Schwester gefragt, eine Bekannte von mir. Sie meinte dann, dass er dreimonatigen Hausarrest bekommen hat, der auch die Sommerferien umfasste. Ich war wie vor den Kopf gestoßen. Drei Monate Hausarrest ist nix anderes als Einsperren. Sie meinte, er hat in einer Diskussion zu Mutter oder Vater, war nicht mehr ganz so klar "A...loch" gesagt. Daraufhin waren die Eltern sehr sauer und sagten "Du hast 3 Monate Stubenarrest". Im nächsten Moment bereuten sie diesen Satz, der eher im Affekt, in der ersten Verägerung kam, aber ihrer Auffassung nach mussten sie diese 3 Monate jetzt durchziehen, denn was man einmal sagt, muss konsequent durchgehalten werden, sonst merken sich das die Kinder und tanzen einem auf der Nase herum. So die Schwester, die meinte, dass sie die gleiche Meinung vertritt, aber schon immer genau überlegt, was sie sagt, damit sowas nicht passiert. Ich bin ratlos. Lügt uns an, ihr Sohn sei in Belgien und stattdessen war er die ganzen schönen Sommerferien und auch danach im Haus eingesperrt. Haltet ihr es für richtig, das JA mal darauf aufmerksam zu machen? Vlt. ist sie auch überfordert und benötigt nur Hilfe - ihr Sohn ist das älteste Kind, dann gibt es noch eine Schwester (Kleinkind) und sie ist auch wieder schwanger derzeit. Ich kenn mich mit dem JA und seinen Möglichkeiten nicht so aus. Nicht dass das Kind jetzt aus seiner Umgebung rausgerissen wird - aber dass die Familie zumindest eine Erziehungsberatung erhält, damit solche Schikanen in Zukunft nicht mehr passieren.
Es geht dich nix an
Sehe ich genauso. Ist nicht deine Baustelle.
Klingt komisch ich würde es beobachten
Grds. ist das wohl so, aber wenn mal immer so denkt und dann wirklich mal was passiert, heißt es wieder, alle hätten weggesehen. Sich erst dann einzumischen, wenn man die Eltern "in flagranti" beim Kind misshandeln beobachtet, halte ich auch für falsch, und meist geschieht sowas ja auch hinter verschlossener Tür. Ich bin seit diesen ganzen bundesweit bekanntgewordenen Fällen von Kevin, Lea Sophie usw. recht sensibel geworden. Bei uns hat mal so eine "seltsame" Familie gewohnt, deren Kinder, das älteste war vlt. 10, ständig von Filmen wie "Der Exorzist" und sogar noch heftigeren Filmen erzählt haben, die sie immer schauen, die Kinder waren ganz oft die komplette Nacht alleine... Waren dann innerhalb von nicht mal einem halben Jahr wieder weg, niemand weiß, wo die Familie hingezogen ist und was aus denen wurde. Niemand hat was gesagt, und manchmal denke ich noch daran und frage mich, ob es richtig war, nicht zu reagieren.
wenn diese Familie sonst nicht irgendwie auffällt, dann würde ich mich da nicht einmischen.
Im würde das Jugendamt einschalten. Du kannst dort anrufen und deine Beobachtungen schildern - auch das, was du von deiner Bekannten erfahren hast. Wenn es sich so wie du schreibst wirklich abgespielt hat, sehe ich das schon als Kindswohlgefährdung! Vielleicht bist du auch nicht die erste die dort wegen des Kindes anruft. Es wäre schon, wenn noch viel mehr Menschen genauer darauf achten, was sich in ihrer Umgebung so abspielt.
Natürlich kann sie dort anrufen und den Fall schildern. Die Strafe - wenn es denn auch tatsächlich so war,wie die Schwester berichtete - war schon heavy. Aber es weiß auch niemand,was wieso weshalb genau. Hier gibt es niemanden,der konkret dabei war. Nur Hörensagen. Gefährliches Halbwissen.... Wie ist die Familie sonst? Wie ist das Kind? Normal,gepflegt,gut ernährt? In der Erziehung scheiden sich die Geister. Aber,ob sie eine Erziehungsberatung braucht,weil sie evtl eine übertriebene Sanktion verhängt hat und bald 3 Kinder hat. Finde ich äußerst fraglich... Und ja. VIELLEICHT hat sie gelogen. Vielleicht auch nicht. Fakt ist,dass sie niemand Außenstehendem Rechenschaft schuldig ist,solange sie sich nichts zu schulden kommen lässt.
Wie ist die Familie sonst? Wie ist das Kind? Normal,gepflegt,gut ernährt? Was leitest du daraus ab? Ich kann dir versichern, dass normal wirkende Kindern, die gut gekleidet und ernährt sind aus nach-außen-top-wirkenden Familien schlimmeres als Arrest passieren kann. Fällt nur dann keinem auf.
Sondern um eine nüchterne Schilderung ihrer Beobachtungen. Und dem, was ihr zu durch die Bekannte zu Ohren gekommen ist. Und dies dem Jugendamt zu schildern, ist nicht gefährlich. Schweigen hingegen könnte tatsächlich gefährlich sein. Und ich bin davon überzeugt, dass das Jugendamt durchaus eine Gefährdung sieht, wenn ein Kind drei Monate zu Hause eingesperrt war. Natürlich KANN das gelogen gewesen sein. Von der Situation des Kindes darf sich das Jugendamt ein Bild machen und entsprechend reagieren. Ich habe dieses Buch schon häufiger empfohlen. Es wurde von Rechtsmedizinern geschrieben: "Deutschland misshandelt seine Kinder" ist lesenswert.
Wenn es fraglich ist, ob in der Familie etwas schief läuft, schadet es ja nicht, wenn das jemand klärt. Viel schlimmer als jemanden unschuldig anzuprangern ist jemanden weiter sein Kind gefährden zu lassen. Wegschauen ist halt einfacher?
Ich finde 3 Monate im Haus und dann noch über den Sommer definitiv als seelisch und körperlich misshandeln.
So ein quatsch. Da braucht man sich nicht einmischen. 3mo. Hausarrest sind zwar zu viel. Aber kein grund zu handeln. Ob sie es dir sagen muss wo ihr kind ist bezweifle ich auch
Ach nee... über Wochen oder gar Monate nicht aus dem Haus dürfen ist also "nicht schlimm". Ich könnt kotzen.
Du willst doch nur mal wieder provozieren mit deinem unintelligenten Gesabbel. Jemand mit echten fünf Kindern an der Backe hätte niemals die Zeit die du ganz offensichtlich hast, um hier von früh bis spät seinen geistigen Müll abzuladen.
Genau deshalb bin ich nicht den ganzen tag hier im Gegensatz zu dir. Im Moment sind alle in der schule/ Kindergarten.
Und deine Babyborn hast du mal wieder vergessen?
Abgesehen davon braucht man nur mal zu gucken, wer "den ganzen Tag" hier abhängt... Immerhin schreibst DU täglich hier sobald du in der Früh deine Glotzer aufhast, und bist auch oft genug die letzte, die hier "das Licht ausmacht" - und auch so liest man deinen Nick ständig und noch in anderen Unterforen.
Aber darum geht es nicht. Es geht darum, dass du hier immer nur deinen geistigen Müll ablädst. Von dir liest man so gut wie nie etwas brauchbares, sinnvolles oder wenigstens interessantes - und das, wo du doch immer so verdammt viel mitzuteilen hast... ![]()
Ich bin von meiner Mutter (Akademierhaushalt, gehobenes Einkommen) regelmäßig geschlagen worden, teilweise mit sichtbaren Blessuren. Ich habe mir damals oft gewünscht, dass jemand das bemerkt und mir hilft. Den langen Hausarrest (fast den ganzen Sommer lang) finde ich furchtbar. Ich würde mich zunächst beim Jugendamt beraten lassen, die wissen, wie man in so einem Fall vorgeht. Möglicherweise gibt es hier eine Überforderungssituation, die sich verschlimmern wird, wenn das Baby da ist und die mit professioneller Hilfe aus der Welt geschafft werden kann. Falls das alles nicht stimmen sollte, kannst Du auch nichts dafür: Du hast eine Information bekommen und reagiert. Die Information auf den Wahrheitsgehalt zu überprüfen ist nicht mehr Deine Aufgabe, dafür wäre dann auch das JA zuständig. LG, nurit
"Man braucht sich nicht einmischen" So ein naives, dummes Gedankengut kommt von Menschen, die weder Empathie empfinden können noch sozial denken. Es ist einfacher wegzusehen, nicht wahr? Du eckst doch sonst so gerne an. Hier würde es wenigstens Sinn machen. Ein Soziopath wie Du wird das leider nur schwerlich begreifen.
Das ist es ja! Niemand will sich die Finger schmutzig machen oder als Denunziant dastehen. Bei einem getretenen Hund aber hat man in Deutschland schneller Ärger am Hals (sogar von wildfremden), als man gucken kann! Drei Monate Hausarrest ist schlicht Nötigung, bzw. mindestens eine "entwürdigende Erziehungsmethode" i.S.d. § 1631 II BGB
Diese Strafe ist völlig überzogen und grenzt schon hart an Freiheitsentziehung. Ich für meinen Teil würde vielleicht erst beim Psychiatrischen Dienst der Caritas mal anrufen. Vielleicht ist die Familie ja schon bekannt oder unter Beobachtung. Da kannst du einfach mal schildern, was du mitbekommen hast und ob das nun i.O. ist oder eben doch mal nachgehakt werden sollte. Im schlimmsten Fall raten sie Dir, Dich beim JA zu melden oder sie veranlassen das von sich aus. Bei einem Fall in unserem Dorf haben wir auch zu sehr auf die Vernunft der Eltern gehofft. Wir haben sie mit unseren Vermutungen konfrontiert aber denen war das anscheinend egal. Wären wir nur mal zum JA gegangen, den Mädchen wäre viel erspart geblieben. Mittlerweile ist der Pädophile weggezogen. Aber obwohl wir nicht einfach weggeschaut haben, nur halt eben nicht das JA informierten, weil alles nur Vermutungen waren, habe ich ein schlechtes Gewissen. Das JA unternimmt nix, wenn es nicht nötig ist. Und bis Kinder aus der Familie genommen werden braucht es mehr als wie nur einen langen Hausarrest.
Geht zum JA, sprecht eure Bedenken aus. Im Idealfall gehen sie hin und stellen ihnen eine Familienhilfe zur Verfügung. Vereinfacht ausgedrückt. Drei Monate Hausarrest ist ein starkes Stück und ich stimme Johanna ja selten zu, aber meiner Meinung nach nicht zu tolerieren.
Vielen Dank für eure Antworten von heute und gestern. Gestern ist eine Menge passiert - ich hätte damit nicht gerechnet. Mein Sohn wollte zu ihnen zum Spielen. Wir haben das so "gedeichselt", dass der Kleine zu uns kam. Bevor ich da was mache, wollte ich ihn mal etwas beobachten... Denn es ließ mir keine Ruhe. Aufgefallen war mir bisher nur, dass er extrem brav ist. Jeder wünscht sich brave Kinder, aber er war mir immer irgendwie viel zu sehr ein Kind ohne Ecken und Kanten, als wäre er genau zu der Form geschliffen worden, die er haben soll. Er sagt nie wenn ihn was stört, lässt sich auch in der Schule leider teilweise zu viel gefallen, sogar von einigen verhaltensauffälligen Erstklässlern - ein Viertklässler von einem Erstklässler fertiggemacht - das würde mir ebenfalls zu denken geben. Ich hab Max mal zur Oma rübergeschickt - dann hab ich mit mit dem Jungen unterhalten. Jetzt wo ich diese Info habe, wird mir mehr und mehr klar, dass er irgendwie so "alleine" wirkt. Ich habe gefragt, wie es denn in Belgien war - da wich er ziemlich aus, wirkte geknickt... Ich hab ihn dann leicht in den Arm genommen. Und dann bin ich so erschrocken... Er hat angefangen, Rotz und Wasser zu heulen. Kein Mensch denkt bei dieser ach so tollen Familie, dem Jungen könnte was fehlen - das ist was anderes, als wenn die auch nach außen "total asozial" wären, da schreien sie alle direkt - und niemand kümmert sich. Klar, der ist ja so toll, so brav, muss wunderbare Eltern haben. Den ersten Menschen, der sich mal Zeit für ihn genommen und auf ihn eingegangen hat, dem hat er sein Herz ausgeschüttet. Also er hatte Hausarrest und bekommt des Öfteren "hinten was drauf" - womit auch nicht nur der Popo gemeint ist. Tja, wäre vlt. früher aufgefallen, aber leider haben sie ja dieses Jahr bisher kein Schwimmen in der Schule gehabt. Und auch da wäre er wahrscheinlich entschuldigt gewesen... Ich hätte nicht damit gerechnet, dass der Kleine sich sooo anvertraut, aber er hat einfach nur darauf gewartet. Also, wir waren sogar noch gestern beim Notdienst, weil er nicht nach Hause wollte. Er ist jetzt erstmal untergekommen und alles Weitere wird sich klären. Dummerweise hab ich jetzt extremen Schiss, denn ich weiß nicht, was die Eltern jetzt für eine Wut haben könnten. Bisher war aber noch nix. Der Kleine wollte nicht von mir weg und er will bei mir bzw. bei uns wohnen, was ich liebend gerne täte - seit dem gestrigen Nachmittag und Abend denk ich nur noch an den Jungen - aber wir hätten dann echt ein Platzproblem. Und was mit den Geschwistern passiert, weiß ich ja auch nicht. aber ich habe immer noch Hoffnung, dass die Eltern durch Hilfe sich ändern können, denn die Probleme bestehen nicht von Anfang an. Erst seit der Schwangerschaft mit der kleinen Schwester, was auf Überforderung schließen lässt (warum aber lässt man sich dann auf eine dritte Schwangerschaft ein). Naja, jetzt heißt es abwarten. Auf die Lehrerin habe ich übrigens einen ziemlichen Hals - die Frau sollte doch mal irgendwas bemerkt haben! Als Grundschullehrerin, sage ich zumindest mal, sollte sie doch das nötige psychologische Geschick haben.
Wie gut, dass du reagiert hast! Bestimmt war es für das Kind eine große Erleichterung sich jemanden anvertrauen zu können. Mich hat es schockiert, selbst in diesem Thrad hier zu lesen, dass dich das nichts anginge! Hoffentlich ermutigt dein Beitrag andere dazu, ebenfalls couragiert zu handeln.
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