Halluzinelle von Tichy
Mir wurde vom Kindergarten nahegelegt meine 3 jährige Tochter vom Kinderarzt speziell auf Hochbegabung/Teilleistungsstörungen untersuchen zu lassen. Offenbar scheint sie doch sehr außergewöhnlich zu sein, was ich bisher nicht so recht wahrhaben wollte. Sie war schon alles Baby seltsam im Vergleich zu meinem zweiten Kind. Hat sich eher beruhigt, wenn sie abgelegt wurde und hat weitergeschrien, wenn sie auf dem Arm war. Gekuschelt hat sie erst mit 2 Jahren und auch nur dann, wenn sie es von sich aus wollte. Sie ist sehr selbständig und rastet völlig aus, wenn sie was nicht alleine kann und sich helfen lassen muss. Sie erkennt sehr gut Zusammenhänge, ist sprachlich sehr weit und argumentiert wie ein Schulkind. Sie spricht mit allen Leuten und ist sehr offen, geht aber extrem wenig auf die Äußerungen anderer ein. Sie spielt im Kindergarten kaum mit anderen Kindern. Sozial sehe ich da schon Einschränkungen. Sie hat zwar Freunde, spielt aber oft nur parallel und nicht mit ihnen. Meistens konzentriert sie sich stundenlang auf eine Sache. Sie macht z.B. mehrschichtige Puzzles mit 50 Teilen und mehr. Manchmal können das die Schulanfänger nicht. Sie hat einen sehr starken Willen und hat ihren Plan im Kopf. Es ist sehr schwer für sie mal flexibel zu reagieren, wenn z.B. die Klettverschlüsse an den Schuhen nicht mm-genau aufeinander liegen, ist sie völlig blockiert und kann sich nicht weiter anziehen. Dauert dann oft eine halbe Stunde bis sie über so was wegkommt. Motorisch ist sie eher wie eine 2-Jährige, läuft z.B. extrem langsam, macht aber alles auch Klettern oder Schaukeln mit Bedacht. Insgesamt ist da ein deutliches Missverhältnis zwischen der kognitiven und sprachlichen Entwicklung im Vergleich zur emotionalen, sozialen und motorischen Entwicklung. Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen mit seinem Kind gemacht? Wie habt ihr versucht Eurer Kind zu fördern? Ich bin etwas überfordert mit meinem Kind.
unbedingt nachfragen wies mit Ergotherapie aussieht. Die hohe Intelligenz überfordert die Kinder oft selbst...noch dazu in diesem jungen Alter. Lass dich in ein SPZ überweisen dort wird der Bedarf dann festgestellt. Mit 3 Jahren macht man eigentlich noch keinen Intelligenztest...das sollte seriös erst ab dem Schulalter erfolgen.
Nein, es ist nur ein altersgemäßer, seriöser Test - nicht der Gleiche wie für Schulkinder.
wusste ich nicht. Unser Psychologe hat gemeint es macht erst ab Schulalter Sinn weil die Kinder ansonsten nur unnötig frustriert werden, insbesondere solche mit Teilhochbegabung....zb. mein Sohn rechnet mit 1.Klasse Grundschule wie ein 4.Klässler...in Deutsch und den anderen Gegenständen ist er zwar weiter aber nicht so sehr.
Naja, eine Teilhochbegabung gibts eigentlich nicht. HB heisst ein IQ von 130+ egal welche Leistung erbracht wird. Dann ist er eben z.Zt in Mathe leistungsstark, aber den IQ hat er oder auch nicht. ![]()
Wobei es auch Autisten mit Inselbegabung gibt - ich weiss ja nicht ob das vielleicht gemeint war...
Falls du auf Facebook bist kannst du mir gerne eine PN schicken und ich weise dir den Weg in zwei mir bekannte Gruppen.
Hallo, das hört sich wie eine Mischung aus meinem Ältesten und meiner Jüngsten an. Meine Kleine konnte sich auch nicht beruhigen, wenn ich sie getragen habe, erst, wenn ich sie auf einer ebenen Fläche abgelegt habe, hat sie aufgehört zu weinen. Ich dachte damals es wäre durch ihre Frühgeburt verursacht und hatte auch den Verdacht auf Autismus, weil ich das so noch niemals erlebt hatte. Mittlerweile ist sie 6 Jahre alt und es hat sie absolut normalisiert. Sie kuschelt gerne und zeigt in dieser Hinsicht keine Auffälligkeiten. Mein Ältester war sprachlich auch äußerst weit entwickelt. Er konnte mit 2 Jahren Bücher mit schwierigen Texten seitenweise auswendig, hatte aber eine geringe Frustrationstoleranz. Motorisch sind alle meine Kinder absolute Katastrophen :-). Ich habe außer bei meinem Mittleren keine IQ-Tests machen lassen. Weil sie mit ihrem Leben zurechtkommen und ich keinen Sinn darin sehe, wenn es keine Probleme gibt. Wenn dein Kind Schwierigkeiten hat, würde ich den Kinderarzt darauf ansprechen, gegebenenfalls im SPZ vorsprechen und Ergotherapie in Anspruch nehmen. Liebe Grüße
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