AndreaZ
Hallo zusammen, mein Sohn ist fast 9 Monate alt, und ich möchte ihn gerne mit einem Jahr abgestillt haben. Ich habe also noch etwas Zeit und würde den Prozess gerne schleichend und/oder möglichst entspannt für uns beide gestalten. Dabei gibt es zwei zusätzliche Herausforderungen: 1. Auch wenn er grundsätzlich kein schlechter Schläfer ist, braucht mein Sohn aktuell nachts noch etwa 2-3 Still-Mahlzeiten. Ich denke, es ist eine Mischung aus tatsächlichem Hunger, aber auch Nähe Bedürfnis. Ich habe keinerlei Strategie, wie ich diesbezüglich schrittweise abstillen soll. Insbesondere da ich überhaupt nicht weiß, ob sich diese Mahlzeiten in den nächsten Wochen oder Monaten von selbst erübrigen, oder noch lange so weitergehen...? Könnte man tagsüber schon abstillen, aber nachts bei Bedarf noch weiter? Oder versiegt dann die Milchproduktion zu schnell? 2. Da der kleine relativ lange mit Reflux zu kämpfen hatte, sind wir sehr gewöhnt an mehrere kleine Mahlzeiten statt wenige große. Entsprechend viele Still-Mahlzeiten (nach Bedarf) gilt es also nach und nach durch Beikost zu ersetzen bzw. die Pausen zwischen den Mahlzeiten auch zu strecken, damit er über den Tag nicht ständig isst. Aber auch das fällt mir in der praktischen Umsetzung sehr schwer, da er oft nicht so viel auf einmal isst, dafür aber schnell wieder Hunger hat und dann schnell quengelt. Könnte man hier evtl PreMilch als Snack nutzen? Oder lieber zusätzliche Beikost Snacks wie zb Obst oder Gemüse einführen? Wie ihr seht habe ich noch einige Fragezeichen und würde mich sehr über Eure Ratschläge, Tipps und persönlichen Erfahrungen freuen. Besten Dank und liebe Grüße!
Tagsüber abstillen und nachts weiterstillen sollte überhaupt kein Problem sein, das funktionierte bei mir bei beiden Kindern problemlos. Der Reflux sollte ja inzwischen nicht mehr so stark sein. Will er nur kleine Portionen essen oder gibst du ihm sicherheitshalber nur wenig auf einmal?
Gut zu wissen! Ich biete ihm immer mehr an. Manchmal isst er auch einen ganzen Brei auf, manchmal nur wenig. Schwankt ziemlich. Liegt / lag aber glaub ich auch am Zahnen und zum Teil an der jeweiligen Laune. Ja Reflux ist noch nicht ganz weg aber zum Glück deutlich besser!
Ich erzähl dir mal von meinen beiden, vielleicht ist etwas dabei, was dir weiterhilft. Beide waren Spuckkinder, die große verwandelte sich nach dem stillen regelmäßig in einen Milchgeysir. Zugenommen haben sie trotzdem mehr als genug. Mit 4 Monaten habe ich mit beikost begonnen und gehofft, dass es besser wird. Sie war begeistert vom brei, aber auch da kam einiges wieder hoch. Beide haben gerne Brei gegessen und ich habe dann jedes Monat eine neue Breimahlzeit eingeführt. Die hat die stillmahlzeit dann ersetzt, da war kein Interesse mehr daran vorhanden. Nein kleinen war eher das Problem, ihn überhaupt noch zu stillen, weil alles andere spannender war und er lieber schauen wollte. Mit 7 Monaten waren wir dann bei 3 Haupt-und einer Zwischenmahlzeit und tagsüber abgestillt (da wir nicht so früh aufstehen, gibt es selten vormittagsjause bei uns). Es blieb also noch das einschlafstillen und in der Nacht. Bei der Großen ergab es sich dann so: einmal kam ihr immer noch abendbrei hoch, obwohl sie schon sehr müde war, also hab ich es einfach ohne stillen versucht. War kein Problem und sie schlief gleich gut und lange wie sonst. Deshalb habe ich es dann bleiben gelassen. In der Nacht war es dann ein paar Wochen später so, dass sie nicht mehr trinken wollte, sondern weiterschrie und sich dann mit dem Schnuller und ohne stillen beruhigen ließ. Es war nur mehr eine Nachtmahlzeit und die brauchte sie eben auch nicht mehr. Der kleine hatte mit 7 Monaten eine Phase, wo er jedes Mal, wenn er in der Nacht aufwachte, nuckeln wollte zum Einschlafen. Schnuller nimmt er keinen, also stillen. Er hatte aber wohl keinen Hunger, jedenfalls kam immer ein Schwall Milch hoch, dann war er wieder wach, wollte sich wieder in den Schlaf nuckeln etc. Es waren sehr mühsame Nächte. Ich habe dann beschlossen, nachts abzustillen. Es dauerte ein paar Nächte, bis ihm klar wurde, dass er auch ohne nuckeln einschlafen kann (hab ihn dann mit schaukeln, kuscheln, reden, weißen Rauschen etc. beruhigt) und dann schlief er deutlich besser, weil er wieder einfacher einschlafen konnte. Einschlafstillen blieb als letztes übrig, bis letzte Woche. Er ist jetzt fast 10 Monate und hat schon 6 Zähne. Hin und wieder hat er mich schon gebissen. Jetzt begann er vor kurzem, ständig zu beißen und wie ein Raubtier an der Brustwarze zu zerren, auauau... Das war jenseits des erträglichen für mich. Wir haben es jetzt so gemacht, dass er vom Papa ins Bett gebracht wird für die umgewöhnung (ich hatte Angst, dass ich dann doch wieder stillen Versuche und es dadurch länger dauert, bis es ohne funktioniert). Das einschlafen dauert jetzt etwas länger, aber er schläft dann gut, mit kommt teilweise vor, er schläft besser. Vielleicht war sein Magen vorher manchmal zu voll, er isst abends viel und dann noch die Milch dazu, das kann einem schon im Magen liegen... Zum Thema Brei: der wurde hier relativ früh verweigert, richtiges Essen ist ja viel besser, fanden die Kinder. Beim kleinen muss es manchmal noch sein, wenn unser Mittagessen nicht für ihn passt, dann braucht er aber zumindest ein Stück Brot oder Kartoffel, dass er selbstständig Essen kann, weil nur gefüttert werden ist total doof :)
Danke! Das ist echt interessant und hilfreich :)
Mein Sohn hat mit 9 Monaten tagsüber keine Stillmahlzeiten mehr gehabt, nachts hat er weiterhin alle 2-3 Stunden gestillt. Problemlos. Nachts habe ich ihn mit 10 Monaten eher "versehentlich" abgestillt, weil ich uns nachts räumlich getrennt hatte. Wir hatten dann noch das Einschlafstillen, was sich dann mit einem Jahr auch erledigt hatte. Die zweite Frage verstehe ich nicht ganz. Also er isst auch nur kleine Portionen, weil er kleine Stillmahlzeiten gewohnt ist? Da würde ich halt versuchen die Portionen langsam zu vergrößern, statt häufiger was anzubieten.
Interessant! Hat er dann durch das eigene Zimmer automatisch nichtmehr nachts stillen wollen oder war das ein Prozess? Falls letzteres: hast du dazu noch Tipps? Einschlafstillen haben wir zum Glück schon seit einiger Zeit abgewöhnen können. Nur nachts schläft er natürlich beim trinken wieder ein. Ich biete ihm schon immer bei den Breimahlzeit mehr an, aber ich denke auch, bevor ich ihn jetzt an zu viele Zwischenmahlzeiten gewöhne probieren wir lieber das noch etwas länger. Danke!
Es war ein sehr kurzer Prozess
Die ersten 3-4 Nächte ist er immer gegen 3 Uhr aufgewacht und wollte an die Brust, dann hab ich ihn mit in unser Bett genommen und bis zum Aufstehen in gewohnter Frequenz gestillt.
Danach hat er dann einfach durchgeschlafen, bzw. sich, wenn er denn mal wach geworden ist, auch ohne Brust beruhigen lassen.
Tipps dazu habe ich nicht. Das war auch gar nicht so geplant von mir, kam mir aber natürlich recht. Später habe ich dann mal gelesen, dass mit 10 Monaten ein besonders günstiges Zeitfenster ist, um nachts abzustillen, aber keine Ahnung ob das stimmt.
Bei meiner Tochter werde ich es jedenfalls auch so probieren. Mal sehen, ob es da auch funktioniert.
Ich weiß jetzt nicht wann du was an Beikost gibst und wieviel du noch stillst Aber tagsüber abstillen und nur noch bei Bedarf nachts stillen ist kein Problem Du könntest morgens und abends Milchbrei geben dann hätte er ja zwei Milchmahlzeiten am Tag Mittags Gemüse Kartoffel Fleisch Nachmittags Obst Getreide Und dann nach und nach die stillmahlzeiten tagsüber dadurch ersetzen (zwischendurch Wasser oder ungesüßten Tee im Becher , Schnabeltasse oder Fläschchen anbieten) Pre würde ich nicht extra einführen, es sei denn es er wirklich wegen gesundheitlichen Problemen nicht richtig essen kann, das dann am besten mit dem KA besprechen, wie du vorgehen kannst (oder ggf auch mit der Hebamme)
Danke für die Infos. Das macht Hoffnung :)
Also bzgl der Breimahlzeiten mache ich es schon recht ähnlich wobei der Brei morgens nur Getreide/Obst (also noch ohne Milch ist), ich nachmittags manchmal noch Stille statt Brei zu geben und er leider insbesondere Mittags oft nur eine halbe Portion isst (um die 100gr).
Dazu kommen noch:
- 1x Stillen vorm abendlichen Schlafen wenn es den Abendbrei früh gab,
- ca 2-3x nachts Stillen, wobei das letzte Stillen oft eher ein frühes Frühstück (zb um 5:30 oder 6) ist, nach dem er manchmal noch 0,5-1h schläft.
- 1x Stillen nach seinem vormittags Nickerchen so gegen 10Uhr, weil er sonst beim Mittagessen schon extrem hungrig und unleidig ist und dadurch oft schlechter isst als mit guter Laune und weniger starkem Hunger.
Das klingt jetzt vielleicht viel, aber seine Stillmahlzeiten bewegen sich geschätzt nur bei ca 150ml und beim Brei isst er auch nur wenn es gut läuft mal die 200gr auf. Er nimmt auch nur sehr moderat zu, also bin ich recht sicher dass ich ihn Nicht überfüttere. Nur die Frequenz und Abstände sind halt noch nicht ideal....
Als ersten Schritt würde ich versuchen tagsüber nach und nach die stillmahlzeiten wegzulassen Nächtliches stillen kann man im Prinzip auch abgewöhnen, aber nicht alles auf einmal sondern eine stillmahlzeit nach der anderen indem man die trinkzeit nach und nach etwas verkürzt bis die Mahlzeit dann übersprungen wird. Dabei darauf achten, ob er ggf dafür dann tagsüber mehr isst Wenn er aber ein schlechter Esser ist und auch nicht so viel zunimmt, solltest Du das wirklich ganz langsam nach und nach ausschleichen lassen
Ich habe meine Tochter ab 8 Monaten schrittweise abgestillt. Sie ist eine sehr schlechte Esserin und es hat nur geklappt die vielen Stillmahlzeiten durch Fläschchen mit Pre zu ersetzen - Snacks wären besser, wenn das bei euch funktioniert, aber im ersten Jahr brauchen sie schon auch noch Milch - wie viel weiß ich jetzt nicht mehr genau - vielleicht klappt es auch schon mit einem Trinklernbecher? Nur in der Nacht stillen hat bei mir gut funktioniert - hab dann trotzdem irgendwann auch nachts Fläschchen gegeben - in der Hoffnung, dass ich die besser abgewöhnen kann - hat aber schlußendlich gedauert bis sie 18 Monate war und war sehr anstrengend dis nachts herzurichten ![]()
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