Elternforum Rund ums Baby

Die Geburt - egal wie

Die Geburt - egal wie

Mitglied inaktiv

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Hallo zusammen! Vorerst zu mir und meinem folgenden Beitrag: Ja, ich bin neu angemeldet. Ja, ich werde nur diesen einzigen Beitrag verfassen. Nein, ich bin kein Troll. So, jetzt zum eigentlichen Anliegen. Ich lese bereits seit mehreren Jahren im Forum mit. Doch allmählich muss ich wirklich sagen, dass ich finde, dass es eine traurige Entwicklung genommen wie Mamas von Ihrer Geburt - genauer gesagt Ihren Kaiserschnitt-sprechen. Ich lese oft so Dinge wie „über mich ergehen lassen“, „schlechte Mutter, weil ich nicht die natürliche Geburt erlebt habe“ und viele ähnliche Dinge. Da wird der Beitrag nüchtern geschrieben, ohne Smilies, Herzchen oder irgendeine andere liebenswerte Art. Es wurde ein Kind geboren! Ein Lebewesen auf das man monatelang gewartet hat, was man in seinem Körper beschützt hat. Da spielt es am Ende doch keine Rolle wie man sein eigenes Kind geboren hat! Als Mama hat man sich für den besten Weg entschieden oder man musste sich aus medizinischer Sicht dafür entscheiden, weil man sonst sein Ungeborenes oder sich selbst in Gefahr gebracht hätte. Jede Mutter möchte ein gesundes Kind in den Armen halten und wenn ein Kaiserschnitt einem auf dem Weg zum Ziel helfen kann, dann ist doch alles gut! Man ist keine schlechte Mutter, weil man sich für einen Kaiserschnitt entschieden hat. Es entscheidet nicht die Art der Geburt darüber, wie glücklich, freudig und unbeschwert das Kind durch das Leben geht. Die Art der Geburt interessiert nach Jahren niemanden mehr. Ich habe noch nie auf dem Spielplatz ein Gespräch mit anderen Müttern gehabt, wessen Kinder älter waren, wo gesagt wurde:“ Ach so, dein Kind verhält sich so, weil Du keine natürliche Geburt geschafft hast.“ Ich finde es unheimlich schade, dass der Kaiserschnitt als Niederlage angesehen wird, denn das Ergebnis ist Euer Kind! Wir als Mütter machen viele Dinge zum 1.Mal und anstatt uns gegenseitig zu stärken und zu unterstützen, hacken wir aufeinander rum und geben Müttern mit Kaiserschnitten ein schlechtes Gefühl. Niemand hat das Recht meine Entscheidung bzgl meiner Art der Geburt zu kritisieren und man muss sich für einen Kaiserschnitt nicht schämen! Jede Geburt, egal auf welche Art und Weise, ist jedes Mal ein Wunder! In diesem Sinne: genießt Eure bevorstehende Geburt! Oder: Schaut auf Eure Geburten zurück und denkt an das Ergebnis, welches Ihr in den Armen gehalten habt! Passt auf Eure Kinder auf, denn die Geburt ist erst der Anfang...


Moosweibchen

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Oh Mann... Wird man im Bericht einer Geburt etwa nur dann gerecht, wenn man alles voller Herzchen und glücksäuserungen klatscht? Ja, ein Kind zu bekommen ist wundervoll, dennoch kann es sein, dass die Geburt an sich mit einer Frau etwas macht, was sie einfach nicht als angenehm/toll/überwältigend etc empfided. Es gibt viele Frauen, die ihre Geburt aus diversen Gründen als traumatisch in Erinnerung behalten werden müssen. Einfach, weil diese Situation immer eine Grenzerfahrung ist, bei der man sich auf viele verschiedene Arten hilflos, ausgeliefert, unfähig, schwach etc fühlen kann. Ich freue mich für jeden, für den die Geburt etwas tolles und gar berauschendes war, verstehe aber auch jede Frau die sagt "das war die Hölle und da gibt es keine Herzchensmilies drauf!" Ob man sein Kind liebt, auf es aufpasst und dankbar dafür ist hat doch damit nichts zu tun! Und kaiserschnitt-shaming habe ich hier im Forum eigentlich noch nie gelesen. Die eine oder andere Frage, warum man das denn freiwillig möchte, aber angefangen wurde hier keiner. Es geht eben NICHT nur um das Ergebnis. Was die Frau erlebt, kann sie durchaus prägen und zwar heftig.


Stella1983

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Hallo, Ich habe im November meine Tochter per Not Kaiserschnitt entbunden. Ich fand es kein bisschen schlimm. Hab jetzt hier aber auch noch nicht wirklich einen Beitrag gelesen (November Bus) das irgendwer traurig war einen Kaiserschnitt bekommen zu haben. Klar ist so ein Not Kaiserschnitt nicht toll, grade wenn man fast 5 Tage Einleitung über sich ergehen lassen hat. Aber an dem Tag muss ich sagen, hatte ich schon mittags freiwillig nach einem Kaiserschnitt gefragt aber sollte es weiter natürlich probieren.. naja war einfach nur froh und glücklich das es meiner kleinen Maus gut ging und alles gut überstanden hat. Aber ich muss sagen, im Krankenhaus im Kreissaal nach der OP hat die Hebammen schon gemeint das ich das ja psychisch ganz gut weck stecken würde. Aber ehrlich gesagt war ich einfach nur froh das es vorbei war und ich endlich mein Kind im Arm hatte. Danach hab ich eigentlich keinen Gedanken mehr dran verschwendet wie sie geboren wurde.


NaduNadu

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Antwort auf Beitrag von Stella1983

@ Stella, Ich bin schon traurig über mein Kaiserschnitt. (Und habe auch eine Wundheilungsstörung) Ich hatte 5 vaginale Fehlgeburten 1 spätere mit anschließender Ausschabung und 4 sehr frühe. Ich wollte die Geburt meines Kindes unbedingt vaginal um irgendwie positiv damit abzuschließen. Ich habe 4 Tage darum gekämpft. Die Hebammen haben mich aber ständig liegend zum ctg gezwungen... Ich hatte ein Sterngucker, mein Körper wollte stehen. Die letzen 2 cm, das eindrehen und der letzte schwupps zur Geburt fehlten. Klar war der Kaiserschnitt somit notwendig. Trotzdem fühle ich mich tief drinnen als Versagerin, dass stillen klappt auch nicht... Also auf ganzer Linie versagt. Klar freu ich mich unendlich über mein Spatz. Wir Kuscheln viel und alles ist gut, er entwickelt sich mit Pre super. Trotzdem bleibt der fade Geschmack der Geburt... Das hat ja mit der Liebe zu mein Kind nichts zu tun.


Stella1983

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Das tut mir leid. Das hab ich wohl nicht mitbekommen. Natürlich fand ich es auch sehr schade nach fünf harten Tagen Einleitung doch per Kaiserschnitt zu entbinden aber ich hatte mich ja schon an dem Tag damit auseinander gesetzt und wollte sogar einen , der mir quasie verwehrt wurde.. vielleicht war es mir deshalb auch relativ egal und ich konnte deswegen besser damit klar kommen. Ich hoffe du kannst das auch irgendwie verarbeiten. Lg


NaduNadu

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Antwort auf Beitrag von Stella1983

Danke dir Stella das ist lieb Ich grübel jetzt auch nicht 24 Std darüber nach... Trotzdem finde ich es schade. Aber wie sagt man so schön... Hauptsache gesund


Meyla

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Du liest seit Jahren mit aber scheinst die einzige zu sein, die diese Vorwürfe gelesen hat? Na dann... Hab ich hier eher selten gelesen und definitiv nicht NACH der Geburt, sondern eher bei Diskussionen ob KS oder vaginale Geburt angestrebt werden soll. Und nein, es gibt viele erwachsene Frauen, die nicht über Kommunizieren. Die sind deshalb nicht emotionslos.


mausebär2011

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Dein Post erinnert mich grade an die vielen Diskussionen mit meinem Mann. Der redet auch immer alles schön. Und ja, damit hat er meistens recht. Absolut. Dennoch darf ich etwas schei*e/doof/traurig finden und deshalb jammern. Zb ärger ich mich maßlos darüber das ich zum Ende hin bei Mini doch noch nach Schmerzmitteln geschrien habe. Ich wollte das eigentlich nie. Letztendlich habe ich aber einfach nicht mehr gekonnt und nach Drogen verlangt. Das haben ich noch während ich es aussprach bereut und Ärger mich drüber. Die Geburt war Klasse, wirklich richtig schön und ich liebe meine Tochter heiß und innig. Aber dennoch Ärger ich mich über meinen Wunsch nach Schmerzmitteln und ich finde das darf ich auch. Mir müssen nicht 24stunden am Tag die Blümchen aus'm Hintern ploppen. Manchmal darf ich mich auch ärgern, enttäuscht oder traurig sein. Natürlich ist es völlig egal wie ich entbinde. Hauptsache mein Kind ist gesund. Aber wenn es einfach anders lief als gewünscht darf man das auch einfach mal doof finden.


Feuerschweifin

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Antwort auf Beitrag von mausebär2011

Mausebär, mich würde hier wirklich sehr interessieren, wieso du es bereust und dich darüber ärgerst?


mausebär2011

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Weil ich beim großen damals keine Wehen hatte. Ich habe direkt mit Presswehen gestartet. 3-4 Stück, dann war's das. 20 Minuten. Dann war er da. Ständig höre ich "was ne Traumgeburt". Fand ich aber nicht. Es ging mir zu schnell. Mir fehlte die "emotionale Vorbereitungszeit". Ich fühlte mich sogar ein bisschen beraubt. Um eine Erfahrung. (Allerdings muss ich dazu sagen das ich schwere postnatale Depression hatte weil die Geburt sehr schlimm war) Deshalb war mir egal wie schmerzhaft es wird. Ich wollte alles spüren, ganz klar. Ohne Schmerzmittel. Ich wollte sogar das ich bei Mini länger brauche. Während andere hofften das die Geburt schnell geht, wollte ich lieber das es länger dauert. Hat zwar wieder nicht so richtig geklappt, von der ersten richtigen Wehe bis zur Geburt waren es nur 1std 47min., aber es war schonmal länger als beim ersten mal und vor allem habe ich Wehen gespürt. Leider habe ich dann zum Ende hin doch aufgegeben. Ca 10/15min bevor Presswehen einsetzten bekam ich ein Schmerzmittel. Dennoch war es eine wunderschöne Geburt. Als sie mir aufs Bein plumpste habe ich rotz und Wasser geheult. Nicht weil ich froh war das sie jetzt da ist (deswegen war ich natürlich auch glücklich), sondern erstmal einfach nur weil ich so glücklich war eine so schöne Geburt gehabt zu haben.


bellis123

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Ich kann mich nicht daran erinnern sowas hier gelesen zu haben. Verwechselst du vielleicht das Forum?


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von bellis123

DAS ist mir auch durch den Kopf geschossen, so eine Art Copy and Paste Post in diversen Mutti-Foren um was auch immer zu erreichen


Mitglied inaktiv

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Weiß ja nicht, WO du jahrelang mitgelesen hast, aber ich kann mich in dem einem Jahr, wo ich jetzt hier bin, an keinen einzigen Beitrag erinnern, in dem eine Mutter angegriffen wurde, weil sie einen Kaiserschnitt hatte. ich habe bisher nur mal einen Kommentar gelesen, in dem eine Userin meinte, dass ein Kaiserschnitt eine Bauch-OP ist !! Da hat sie aber doch Recht !! Und daß es da hinterher auch zu Problemen kommen KANN, aber nicht muss. Und ja, ich kann dir spontan von zwei Frauen erzählen, die nach ihrem KS ihre Babys nicht genießen konnten, weil es zu Komplikationen wegen der Wundheilung kam. Genauso kenne ich aber auch viele Frauen, die keine Probleme hatten. Not-Kaiserschnitte müssen sein, sie retten mitunter Leben, aber sog. Wunschkaiserschnitte finde ich unnötig wie ein Kropf. Wobei ich da auch Unterschiede sehe (Psychische Probleme uA.) Eine Geburt war noch nie harmlos und es gab immer wieder Komplikationen und die wird es auch immer wieder geben. Leider.


3wildehühner

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Ich vermute auch, dass das wieder ein provozierender Trollbeitrag ist. Dennoch möchte ich zu diesen Aussagen etwas schreiben! Es gibt so einige Frauen, die postpartal eine Posttraumatische Belastungsstörung entwickeln. Das können sie aber nicht beeinflussen! Schlimm empfundene und schockierende Ereignisse rufen diese psychische Erkrankung hervortun davor ist niemand gefeit. Deshalb finde ich es wenige hilfreich, zu fordern, dass die Frau gefälligst froh zu sein hat, dass sie ein Kind bekommen und ihre Gefühle unterdrücken soll. Diese Erwartungshaltung , das Bild der immer glücklichen Mutter, führt bei den Frauen doch erst recht dazu, dass sie sich schlecht fühlen, weil sie die Geburt nicht vergessen KÖNNEN. Und jemandem Wildfremden werden wohl die wenigsten Frauen ihr traumatisches Geburtserlebnis auf dem Spielplatz erzählen. Zu der Smiley-Geschichte: ICH finde es nervig, wenn tausend blinkende Herzchen in einem Beitrag erscheinen. Es ist aber auch typisch für den Forentroll, eben inflationär Herzen zu nutzen...


kattta

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Seltsam, ich bin seit 18 Jahren hier und kann mich nicht an solche Beiträge erinnern. Sicher, daß du dich nicht im Forum vertust? Klar kann ein Notkaiserschnitt im Nachhinein als nicht besonders glückliche Erfahrung in Erinnerung bleiben ( kann ich ein Lied von singen, nach Einleitung und 40 stunden Wehen der Notkaiserschnitt, wegen allergischem Schock und wegen Spasmen während des Kaiserschnitts auf dem Op-tisch wurde ich an Armen und Oberkörper voll fixiert und konnte mein Kind daher auch erst um einiges später, schon voll angezogen begrüßen) und dennoch überwiegt das Glück, daß wir beide es geschafft haben. Die Herren im OP hätten definitiv zugewandter sein können. Aber egal, Hauptsache meine Große läuft hier inzwsichen singend herum und die Narbe trage ich voller Stolz, auch wenn ich zu denen gehöre, die eine natürliche Geburt antrebten. Hatte ich dann später auch, alles gut.


Gustavina

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Die einzigen zwei Dinge, die mich wirklich an meinem Kaiserschnitt stören sind folgende: 1. In meinen Papieren steht Wunsch-KS, obwohl dieser auf Grund eines Herzfehlers von einer professoral geleiteten Kardiologiepraxis dringend wegen Lebensgefahr empfohlen wurde (man hat in der Geburtsklinik meinen Herzfehler nicht verstanden...) 2. Mein Vater behauptet bis heute, dass mein Kind ja gar nicht geboren wurde. (hey, KS und ich nutze Emojis ;) ). Das seine eigenen Kinder, sein Schwiegersohn und sonstige dann auch nicht geboren wurden... lassen wir das. Aber: Ich hatte in diesem Forum nie das Gefühl, dass ich mich für den KS schämen müsste oder das man mich deswegen anfeinden würde. Hier wird auch bei KS-Geburten gratuliert und das „akzeptiert“.


memory

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"Da wird der Beitrag nüchtern geschrieben, ohne Smilies, Herzchen " ..... die Smileys die ich bräuchte, um meine 2 Vaginalgeburten zu untermauern , willst du auch nicht wirklich sehen. Glaub mir.


NaduNadu

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Antwort auf Beitrag von memory

@memory haha JETZT machst du mich neugierig