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Dauerstillen aber Baby nimmt zu viel zu

Dauerstillen aber Baby nimmt zu viel zu

Hanna...

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Hi :) Vielleicht kann mir von euch jemand "helfen" oder war schon in der gleichen Lage. Meine Kleine ist jetzt 4,5 Wochen alt - also mitten im ersten wachstumsschub *uff* Wir sind eigentlich seit Beginn beim dauerstillen. Zuerst musste ich noch mit PRE zufüttern. Da habe ich jede seite 15 Minuten gestillt und dann noch 60ml Flasche gegeben - die hat sie manchmal getrunken und manchmal nicht ganz. Seit 1,5 Wochen stille ich jetzt voll und mir wurde von meiner Hebamme gesagt, dass ich sie in der Zeit so oft anlegen soll, wie sie will, damit die Milchproduktion passt. Das habe ich auch gemacht - habe dann von früh bis spät dauergestillt. Das habe ich so hingenommen, weil ich so gerne stillen wollte. Es ist aber immer noch so, dass ich meine Tochter den ganzen Tag an der Brust habe. Ich kann sie höchstens 5 Minuten ablegen, dann schreit sie los. Sie nimmt auch rasant zu - sie wurde mit 3335g geboren, mit 3160g wurde sie entlassen und derzeit wiegt sie knapp 4600g. Laut Kinderarzt soll ich sie nur mehr alle 3 Stunden anlegen, weil laut ihm das so nicht zu schaffen ist - weder für mich mental, noch für meine Brust. Aber in der Zwischenzeit brüllt sie ständig und wird richtig hysterisch. Leider nimmt sie auch keinen Schnuller. Ich bringe es nicht übers Herz sie schreien zu lassen, sie weint da richtig bitterlich, aber genauso wenig möchte ich das dieser Zustand weiter anhält. Ich wäre schon um eine Stunde dazwischen froh! Ich habe mir schon ein Tragetuch bestellt, weil ich oft gelesen habe, dass das oft hilft. Liebe Grüße


dhana

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Hallo, wenn man jetzt mal das Gewicht nimmt, dann hat deine Tochter im Durchschnitt 320g pro Woche zugenommen. Das ist eine absolut durchschnittliche Zunahme. Alles im absolut grünen Bereich - dein Kinderarzt hat keine Ahnung vom Stillen oder von Stillkindern. Stillkinder nehmen nicht immer nach irgendwelchen Tabellen zu, sondern holen sich was sie in dem Moment brauchen - sprich sie nehmen in Schüben zu. Wenn du nach Bedarf stillst, machst du nix falsch. Einfach weiter nach Bedarf stillen - die 3h Regelung war schon vor 20 Jahren überholt (da hab ich meine Kinder bekommen) Übrigens - mein Sohn kam mit 2500g auf die Welt und war vom ersten Tag ein Stillkind das ständig an der Brust hing. Nach 3 Tagen bei der U2 hat mir der Kinderarzt noch einen Vortrag gehalten das Kinder ja erst mal abnehmen.... hust - der junge Mann hatte schon 60g zugenommen. Die ersten Wochen kamen wir auf eine wöchentliche Zunahme von 550g ... aus dem zierlichen Neugeborenen ist da ganz schnell ein Little Buddah geworden. Und sobald er Krabbeln konnte ist das Gewicht stagniert - einfach stehen geblieben, egal wieviel er gestillt/gegessen hat. Mit 4 Monaten hat er noch jede Perzentilie nach oben gesprengt - mit 6 Monaten hat er zum Krabbeln begonnen und ab da war er dann im unteren Normalbereich. (Inzwischen ist er 18 Jahre und hat einen BMI von 16,5) Gruß Dhana


Hanna...

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Antwort auf Beitrag von dhana

Zuerst Mal danke für die Antwort! Ich bin schon sehr froh zu hören, dass es bei manchen gleich oder ähnlich war :) man ist ja doch erst Mal verunsichert, wenn man von allen Seiten was anderes hört :/ und in meinem Bekanntenkreis hatte diese Situation anscheinend niemand. Wann wurde es dann bei dir "besser" und die Abstände zwischen dem Stillen länger? Manche sagen ja, dass es nach 3 Monaten besser sein soll und sich etwas eingespielt haben soll. Ich glaube, dass meine Kleine vor allem die Nähe will - sie nuckelt ja oft nur an mir herum und trinkt nicht richtig. Vielleicht hilft das Tragetuch.


dhana

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Antwort auf Beitrag von Hanna...

Hallo, naja - das Dauerstillen wurde schon ein wenig besser - aber dann kam er alle 2 h wie ein Uhrwerk. Da konnte man wirklich die Uhr stellen - wir kamen auf genau 12x Stillen in 24h - oder alle 2h Tag und Nachts. Nachts wurde irgendwann besser - aber tags essen war immer alle 2h - hat sich auch nach der Stillzeit nicht geändert. Im Kindergarten haben sie schon gelacht, alle 2h ging mein Sohn zum Brotzeitmachen. Naja - wenn einer heute nachts um 12 in der Küche steht und kocht, darfst du 3x raten wer das ist. Lass dich einfach auf den Kind ein - schau nicht auf die Uhr, Babies haben ja keine eingebaut. Und Kinder sind soooo unterschiedlich - da ist jedes so individuell, das man eh nicht schauen kann was die anderen machen. Gruß Dhana


Junijunge

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Lass sie trinken, wenn sie will. Es wird jetzt auch warm, sie wird auch Durst haben. Mein Sohn hatte damals nach fünf Wochen zwei Kilo zugelegt (von 3.600 auf 5.600). War halt so. Er war im Juni geboren und es war brütend heiß und wohnte an meiner Brust. Mein Arzt hat sich auch ziemlich gewundert, aber im Endeffekt haben wir es so gelassen. Was hätte man auch groß machen können bei einem sol kleinen Wurm. Er ist anfangs explodiert, ja, stimmt, aber das hat sich dann auch irgendwann gelegt und mit sechs liegt er bei Größe und Gewicht bei plus minus 50 auf der Perzentile.


Hanna...

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Antwort auf Beitrag von Junijunge

Zuerst einmal danke für die Antwort! Hast du deinen Sohn auch über mehrere Stunden gestillt? Ich bin ja schon Mal froh, dass es jemanden ähnlich ging! Oft wenn ich erzähle wie oft oder lange ich stille, glauben die Leute das gar nicht :P aber sie wohnt eben auch an meiner Brust. Sie schläft nur da ein und wird auch nur da ruhig. Sie alleine zum schlafen ablegen geht nur, wenn sie vorher schon richtig an meiner Brust eingeschlafen ist.


Tuja

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Quatsch, ein Baby darf zunehmen wieviel es kann. Wenn DU das nicht mehr aushältst, ist das eine Sache,dem Baby schadet das definitiv nicht. Vielleicht versuchst du es mit einem Schnuller. Das Saugbedürfnis scheint ja vorhanden zu sein.


Fleurdelys

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Ein Tragetuch ist eine gute Idee. Wenn deine Tochter aber so ist wie meine, wird sie die ersten Male noch nach der Brust suchen und andocken wollen. Meiner konnte ich einen Schnuller geben, wenn das bei euch nicht klappt könntest du versuchen, sie ins Tuch zu nehmen, es zu lockern sodass sie tiefer sitzt und an die Brust kommt, und sie dann wieder hochzuziehen, wenn sie eingeschlafen ist. Das Binden braucht am Anfang etwas Übung. Falls du es dir nicht schon von jemandem hast zeigen lassen, nicht verzagen wenn es nicht gleich so gut klappen will. Wichtig ist, es fest zu binden. Irgendwann hat man den Dreh raus. Alles Gute!


Hanna...

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Antwort auf Beitrag von Fleurdelys

Danke für deine Antwort! Nein, ich habe es mir noch nicht zeigen lassen - ich werde es Mal selber versuchen, ansonsten haben wir am Montag eine Eltern-Kind-Beratung bei uns im Dorf, da würden sie es sicher auch noch Mal zeigen. Das mit dem andocken lassen und dann erst höher binden ist eine gute Idee - kann mir vorstellen, dass es bei uns am Anfang auch so klappen könnte. Eben - Schnulli nimmt sie gar nicht :/ wir haben schon 5 verschiedene Modelle zu Hause, aber sie verweigert alle :( es wäre natürlich eine Entlastung, wenn ich sie auch Mal damit beruhigen könnte, deswegen versuchen wir es weiterhin ihr ihn "anzugewöhnen".


Fleurdelys

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Super, wenn es dir jemand zeigen kann. Man kriegt dann eher ein Gefühl dafür. Aber sicher würde man es auch mit Video-Anleitung hinbekommen. Meine hat auch nur die ersten 2 Monate einen Schnuller genommen, dann hat sie ihn plötzlich verweigert. Alle Versuche waren vergebens. Ich habe einfach viel Zeit mit ihr auf dem Sofa, im Bett und mit ihr im Tragetuch verbracht, bis sie dann immer längere Wachphasen hatte, während der ich dann mal etwas freier sein konnte. Die ersten Monate waren schon ziemlich hart. Nimm auf jeden Fall jede Unterstützung an, die du bekommen kannst. Ich hoffe, das Tuch bringt etwas Entlastung und wer weiß, vielleicht klappt es ja doch mit dem Schnuller.


Hanna...

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Antwort auf Beitrag von Fleurdelys

Danke für deine lieben Wünsche! Ja, Hilfe bekomme ich glücklicherweise! Und ich hoffe auch, dass mich das Tuch etwas entlastet - da habe ich zumindest die Hände frei und kann Mal was essen und trinken. Ich habe auch schon in ein richtig gutes Stillkissen investiert, da kann sie auch trinken und ich habe beide Hände frei, das ist auch schon enorm hilfreich. So kann ich Mal am handy oder am Tablet was machen. Ich bin nur froh, dass ich nicht alleine bin, der es so geht/ging! Wenn man immer nur hört, dass es sonst keinem so geht, ist das schon entmutigend und man fragt sich, ob man dann was ändern soll. Aber ich bin auch der Meinung, dass die Kleine das schon brauchen wird - egal, ob es die Nähe ist oder die Nahrung. Da hilft dann wohl nur durchbeißen und das Beste draus machen.


Skylights110

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Ganz ehrlich, Menschen sind physiologische frühgeburten und es ist gut und richtig, dass sie die ersten paar Monate wie z.b auch Kängurus non stop an der brust hängen und rasant zunehmend. Gönn dir was gutes, leg die Beine hoch, schöne Serie an, leckeren Eisbecher oder ne Limo dazu und entspann dich. SO Schön ruhig wird es in deinem Leben nie wieder. Die Küche muss geputzt werden? Oops, muss der Mann machen! Nerviger Besuch? Kann nicht, baby. Etc. Die Dauer still Zeit wird um den 4/5 Monat zur "bitte still doch" Zeit wenn das kind alles spannender findet. Dann kommt das krabbeln und es hat keine zeit mehr für die brust. Dann das Laufen und zack, nie wieder hat man Zeit einfach mal auf dem po zu sitzen und Serie zu schauen. Genießen es! Und wegen der zunahme, ein kind kann man mit muttermilch nicht überfüttern. Lass sie. Mein sohn kam mit 3.4kg, nach 6 Wochen hatte er 6.3kg, mit 4 Monaten 9.5kg, mit 6 Monaten 12kg, mit 8 Monaten 14.2kg, jetzt 14.8kg mit einem Jahr. Uns wurde gesagt er würde nie Rollen oder krabbeln mit so viel Gewicht, nicht laufen. Er lieg 2 Wochen nach dem 1. Geburtstag, er hat zum ersten drehen sehr lange gebraucht und Muskeln aufgebaut. Mit 7.5 Monaten gedreht und seit dem keine Sekunde mehr stillgelegten. Dein kind weiß was es braucht, lass dir von niemandem was einreden.


Hanna...

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Antwort auf Beitrag von Skylights110

Danke, für deine Antwort! Ja, das stimmt und ich bin froh, dass ihr mir das vor Augen führt, denn das übersieht man leicht. Ich war nur eben vom Kinderarzt heute sehr verunsichert - ich dachte eben immer, dass man mit stillen nicht überfüttern kann und dass die Kleine eben so viel trinkt wie sie braucht. Klar, sie nuckelt auch viel und lange an meiner Brust, das ist nicht sooo angenehm und klar wäre es "angenehmer", wenn sie statt meiner Brust den Schnulli nehmen würde... Vlt schaffen wir es noch, dass sie ihn nimmt - wir üben auf jeden Fall weiter! Außer es pendelt sich von selber ein, dass sich auch Mal eine Stunde oder zwei ohne meine Brust auskommt. Ich bin auf jeden Fall froh, dass es anderen auch so ging und es euren Kindern jetzt so gut geht und sie gesund sind - das macht Mut!


JakobsMutti

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Antwort auf Beitrag von Hanna...

Was das Stillverhalten und die Zunahme angeht, kann ich den anderen nur recht geben. Bei mir war es halt auch so, dass das anfängliche Stillen nicht so klappte und ich dann echt froh war, als es endlich funktionierte und habe diese Zeit dann sehr genossen. Einen Schnuller muss man laut meiner Hebamme wirklich erst angewöhnen über einen längeren Zeitraum, wenn man es will. Ich habe das dann aber nicht weiter verfolgt und gelassen. Daran gewöhnen, dass das kleine Baby anfangs wirklich ständig an die Brust will, ist auch ganz normal - mein Sohn, auch im Juni geboren, hatte auch unglaublich viel Durst. Außerdem spielt sich das auch irgendwann von ganz allein ein und das Kind vergrößert die stillabstände dann von ganz allein. Ich habe mir dann Techniken angewöhnt, auch in der Trage zu stillen, nuckeln zu lassen und habe somit auch etwas im Haushalt schaffen können - vllt ist das auch eine Option. Ich würde es an deiner Stelle versuchen zu akzeptieren und das beste draus zu machen. Alles Gute für euch


Hanna...

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Antwort auf Beitrag von JakobsMutti

Genauso war es bei mir auch! Anfangs in der Klinik klappte es bei mir gar nicht - ich hatte so wunde Brustwarzen und Schmerzen und die kleine wurde nicht satt. Da hat sie eben etwas PRE-Nahrung dazu bekommen und dann habe ich wirklich drum gekämpft, dass ich sie voll stillen kann! Und ich bin froh, dass es klappt und sie zunimmt. Ich hatte nur eben etwas Angst, weil mir schon zwei Ärzte gesagt haben, dass sie zu schnell zu viel zunimmt :/ und dass ihre Bauchschmerzen, die sie leider öfter abends hat, davon kommen, dass ihr Bauch nie zur Ruhe kommt und ich daher die Abstände zwischen den Mahlzeiten verlängern muss. Dann versucht man das- aber da schreit sie natürlich nur :(


JakobsMutti

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Gibt es einen Papa? Ich würde den auch mal miteinspannen. Selbst mein Vater hat nach etwas Übung mit der Trage, den kleinen mal während eines Zahnarztbesuches genommen und er schlief dann nach anfänglichem Protest ganz ruhig und selig ein. Traut euch ruhig auch mal andere Wege zu geben, Nähe und körperkontakt kann eben auch eine andere enge Bezugsperson geben.


Hanna...

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Antwort auf Beitrag von JakobsMutti

Ja, der Papa versucht immer wieder die Kleine zu beruhigen und gibt sich wirklich sehr viel Mühe. Anfangs hat sie auch immer wieder auf ihm eingeschlafen oder ließ sich von ihm beruhigen, erst seit ca 1 Woche will sie nur noch zu mir und da zu 90% auch nur an die Brust. Es ist nur noch ganz selten, dass sie auch Mal ohne an mir zu nuckeln einschläft.


Schniesenase

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Hallo Hanna..., von dem, was Du schreibst, klingt es so, als wäre für Dich eigentlich alles super, wäre nicht der Arzt gewesen, der Dich jetzt ganz verrückt gemacht hat und wären nicht die "anderen", die von so einem Verhalten wie bei Deinem Kind überhaupt scheinbar noch nie gehört hätten. Zum Arzt: Weißt Du, dass Kinderärzte kaum je das Thema Stillen in der Ausbildung haben. Jedenfalls nur in kürzester Kurzform, wenn sie nicht schon selbst darauf kommen, dass sie aktiv mehr dazu machen wollen. Dazu kommt, dass sich in den letzten wenigen Jahrzehnten in Sachen Wissenschaft zum Stillen sehr viel getan hat. Heute weiß man viel besser, wie es wirklich funktioniert, aber das ist bei vielen Ärzten nicht angekommen, die halt das sagen, was sie so nach Hörensagen wissen. Das ist keine aktuell wissenschaftlich haltbare Aussage. ALLE Stillexpertenen raten zum Stillen nach Bedarf. Gemeint ist der Bedarf des Kindes. Wenn das Kind also stillt, dann kann es das Stillen auch gebrauchen, wei es, weil es einen Wachstumsschub hat und mehr Milchprduktion für seinen erhöhten Bedarf anfordert - da geht es um das sogenannte "nutritive", also "nährende" Stillen oder auch vielleicht weil es viel Rückversicherung, Wärme, Nähe usw. braucht, um sich optimal zu entwickeln, auch Beruhigung gehört dazu. Wenn Du das weißt, kannst Du getrost stillen, bis der "Arzt kommt" (oder bei Euch besser nicht, weil er solche Sachen erzählt. ;-). Babys sollen nicht hingehalten werden, wenn sie Hungezeichen zeigen, und die Gewichtszunahme bei gestillten Babys ist am Anfang oft ziemlich rasant, schwächt sich dann aber zur zweiten Hälfte des ersten Lebensjahrs mehr ab, wenn sie aktiver werden. Bei Euch ist alles im grünen Bereich. Also höre auf Deinen Bauch und Dein Kind, stille, wie es halt eben so kommt, richte den Alltag erst einmal danach und nicht nach anderen Leuten, und vergiss, was "andere" sagen. Die werden noch oft vieles sagen, was nichts mit Euch zu tun hat und Dich doch verunsichern könnte. Das Wichtigste ist Dein Gefühl und das des Kindes. Euch sozusagen zu synchronisieren, das macht die Entschleunigung, die Dein Kind Dir gerade abverlangt. Tuch ist toll! Das hat uns auch sehr gut getan. Kann ich sehr empfehlen! Alles Gute und herzliche Grüße Sileick


Hanna...

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Antwort auf Beitrag von Schniesenase

Danke, für deine Antwort! Nein, das wusste ich ehrlich gesagt nicht.. wir sind eigentlich zu ihm, weil die Kleine so wenig schläft - also wegen einen ganz anderen Grund. Er meinte dann, dass sie eben nicht schläft, weil sie Bauchschmerzen vom vielen essen hat. Dass sie Bauchschmerzen hat, war uns schon klar - sie hat ja die typischen Anzeichen. Ich habe mir eigentlich nur Sorgen gemacht, dass es für sie nicht gut ist, wenn sie so wenig schläft. Meistens immer nur eine halbe Stunde an meiner Brust. Dann war da jetzt eben die Diagnose "überfütterung" und ich war Mal eben vor den Kopf gestoßen, weil ich dachte, dass das mit stillen gar nicht geht. Und ich habe eben auch gedacht, dass sie das vielleicht macht, weil sie in Zukunft mehr Milch braucht und meine Brust so darauf vorbereitet. Du hast Recht, ich sollte da mehr auf meinen Bauch hören!


Schniesenase

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Antwort auf Beitrag von Hanna...

Das ist so einfach für einen Kinderarzt: Ich diagnostiziere "Überfütterung", und damit ist das Thema bei der Mutter, die es "falsch" macht. Das macht einen als Mutter so schrecklich klein und doof. Aber Du bist nicht klein und doof! Du machst Dir eben Sorgen. "Überfütterung" gab es vor allem früher als diagnostischen Begriff bei Flaschenkindern. Damals war die Babymilch längst nicht so gut wie heute, weshalb es wirklich vorkam, dass Babys überfüttert wurden. Vom Stillen hatte man zu der Zeit ohnehin kaum Ahnung in den Reihen der Mediziner und leider auch oft Hebammen. Im Gegensatz dazu kann man auch PREMilch heute fast bedenkenlos nach Bedarf des Kindes füttern, und nur ganz selten passiert es, dass ein Kind wirklich so viel davon trinkt, dass man sich Sorgen um die Nieren machen muss. Muttermilch ist perfekt auf die Bedürfnisse des Kindes angepasst und wird fast vollständig verarbeitet. Es dauert ca. 60 Minuten, bis die Muttermilch verdaut ist. Kein Wunder also, wenn die Babys viel häufiger stillen wollen - jedenfalls viele - als das so landläufig bekannt ist, denn früher gab man Flasche, und die hatte es in sich. Da mussten die Mütter wirklich 3 Stunden, manchmal sogar 4, warten, bis sie wieder füttern durften. Lass Dich nicht verunsichern! Wenn es Dir hilft, schau Dir mal die Perzentilen für gestillte Kinder an (Quelle: WHO). Du findest sie z.B. auf "Stillkinder.de". Die Perzentilen im gelben U-Heft sind nämlich erstellt worden aus dem Querschnitt der gestillten UND mit Flasche gefütterten Kinder in D. Gestillte Kinder haben meist eine etwas andere Gewichtsentwicklung: Sie nehmen oft erst richtig mächtig zu, aber später flacht das dann wieder ab, und am Ende sind sie alle so, wie sie sein sollen: individuell verschieden dick und groß. :-) Dass die Babys viel weinen, insbesondere zu bestimmten Zeiten, ist oft so. Das hat nichts mit "Überfütterung" zu tun, aber viel mit Entwicklung, Anpassung des Darms, Anpassung an die Umwelt außerhalb des Mamabauchs. Wie Schulkinder, die Bauchweh haben, weil sie etwas belastet, so haben unsere Babys auch Bauchweh, weil ihr Leben besonders fordernd ist mit all der Gehirnentwicklung. Du machst nichts verkehrt, wenn Du mit Deinem Kind schlafen gehst, auch nicht, wenn es direkt bei Dir schläft. Hier sind die HInweise zum sicheren Co-Sleeping von Dr. Renz-Polster (kannst seine Seite leicht ergooglen) sehr hilfreich. Beim "still-lexikon" gibt es auch noch einen interessanten Bericht dazu, dass immer mehr Fachleute mittlerweile anerkennen, dass es gesund und gut ist, mit dem Baby zu schlafen, auch und gerade wegen des möglichen Plötzlichen Kindstods. Man nennt das "Breastsleeping". Genieße diese Kuschelzeit! Sie kommt nie wieder und ist am Ende viel kürzer als Du denkst! Alles Gute und viele Grüße Sileick


Hanna...

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Antwort auf Beitrag von Schniesenase

Ja, und man steht dann etwas überfordert da, weil man ja nicht wirklich weiß, was man anders machen soll Ich werde sie weiterhin nach Bedarf stillen und hoffe einfach, dass die Abstände bald länger werden, sodass ich auch Mal 2 Stunden oder so ohne sie an meiner Brust habe Natürlich versucht man es zu genießen und das Beste draus zu machen! Danke für deine ausführliche Antwort!


Schniesenase

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Ja, das ist eine SEHR anstrengende Zeit. Ich erinnere mich gut daran, wie ich gefühlt eigentlich fast den ganzen Tag wochenlang gestillt habe, unterbrochen von einem schnellen Klogang, mal fix was essen, das Kind wickeln, säubern, umziehen in den Schlaf begleiten... Es ist echt eine Entschleunigung und das krasse Gegenteil zu unserem sonst doch sehr schnelllebigen Alltag mit viel Aktivität. Gut, wenn der Papa Dich abends mal ablöst. Wir haben das sogar so gemacht, dass mein Mann unser Kind in den Schlaf begleitet hat (sie sind zusammen schlafen gegangen), während ich dann durchatmen konnte. Da abends so oder so andauernd Geschrei war, gab es keinen Unterschied zwischen mir und meinem Mann. Außer dass er das Kind besser beruhigen konnte, weil sie sonst immer wieder an- und abdockte. Diese abendliche Ruhezeit nur für mich war ein Traum! Alles Gute für Euch! VG Sileick


Hanna...

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Antwort auf Beitrag von Schniesenase

Danke! Nun ja, bei uns ist eigentlich fast immer nur Geschrei, außer wenn sie an meiner Brust ist es geht Mal schnell 10 Minuten, dass sie beim Papa ist - da schreit sie aber auch, aber ich muss ja Mal duschen und auch Mal kurz durchatmen Ich bin eben auch ihr Schnullerersatz - oft trinkt sie ja gar nicht an meiner Brust sondern nuckelt nur und schläft dabei, aber sobald ich sie anlege, ist sie wach das ist, wie du auch sagst, sehr anstrengend! Aber was soll man schon machen? Gestern war es etwas besser, da konnte sie auch mein Mann Mal nehmen, ohne, dass sie geschrien hat. Aber die Kleine schläft eben auch so extrem wenig immer nur an meiner Brust, maximal eine halbe Stunde.. nur sehr selten, dass sie Mal 2 oder 3 Stunden schläft. Der Kinderarzt meinte da kann man nix machen und dass es ihr nicht schadet, aber so wirklich begreife ich das nicht... Sie ist ja müde - reibt sich die Augen, gähnt... Aber sie schläft einfach nicht! Wenn nur kurz an meiner Brust. Sie ist mein erstes Kind - da ist man natürlich noch schnell verunsichert und macht sich Gedanken, weil man ja nur das Beste will und nicht weiß was man tun soll... Liebe Grüße


Schniesenase

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Antwort auf Beitrag von Hanna...

Ich weiß jetzt nicht genau, was vorher geschrieben wurde: Habt Ihr eine Tragehilfe? Ein Tragetuch? Das war hier unsere Rettung! Sie hat auch darin erst mal kräftig geschrien, wenn sie eh schon drüber war, und ich bin dann mit dem schreienden Kind im Tuch durch den Park gelaufen, bis es endlich einschlief. Das ging nicht anders. Man kann anfangs glauben, das Kind "mag" das Tuch nicht, aber hier habe ich auf meine Ärztin gehört, die selbst drei jugendliche Kinder hatte, welche als Babys im Tuch quasi wohnten: "Wie, sie mag es nicht? Kind kommt ins Tuch." Frau kann einfach nicht 24 Stunden lang nichts machen können. Man wird da wirklich verrückt, und im Tuch ist das Baby überall dabei, kann aber mit der Nähe zu Mama auch bestens entspannen. Bei uns war es dann so, dass unser Kind später sogar bei Familienfeiern beim Essen im Tuch geschlafen hat. Kinderwagen wäre nie gegangen. Ich habe die Frauen immer ein bisschen beneidet, die solche Kinder hatten, welche da einfach so einschliefen. Versuch es doch mal mit dem Tuch. Das Binden ist anfangs etwas fummelig, aber es lernt sich schnell und geht in Fleisch und Blut über. Wir hatten ein elastisches Tuch von MAM, mit dem ich auch im 2. und 3. Lebensjahr hin und wieder noch getragen habe. So weich und leicht! Es war jahrelang meine zweite Haut. Wie war denn eigentlich die Geburt des Kindes? Noch mal alles Liebe und Gute! VG Sileick


Hanna...

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Antwort auf Beitrag von Schniesenase

Ich habe das Tragetuch von Koala - das muss man nicht binden, habe mir gedacht, dass es so leichter ist. Leider mag sie das Tuch überhaupt nicht! 5 Minuten gehen, danach schreit sie wie am Spieß ich bin wirklich langsam mit meinen Nerven am Ende! Ich habe sogar schon mit dem Gedanken gespielt abzustillen, weil mir auch langsam meine Brüste extrem weh tun Wir schaffen maximal 20 Minuten zwischen den stillmahlzeiten, danach ist schon wieder nur Geschrei - da versuche ich sie noch zu trösten, aber meistens ist dann nach weiteren 5 Minuten wirklich das absolute Maximum erreicht und ich muss sie anlegen, weil sie richtig bitterlich zu weinen anfängt und das ertrage ich nicht. Ich bin wirklich etwas ratlos (schon wieder). Ich denke, dass sie schon oftmals nicht aus Hunger weint, aber ich bekomme sie eben nur an meiner Brust ruhig


Cassy

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Ich würde noch etwas Geduld haben und sie nicht schreien lassen! Meine Kleine hat anfangs auch so schnell zugenommmen und wollte ständig an die Brust, wenn sie wach war. So ab 6 Wochen fing es an, dass sie ihre Umgebung besser wahr genommen hat und das interessanter fand... inzwischen ist es sogar recht schwierig sie an die Brust zu bekommen (jetzt 15 Wochen alt) und das Gewicht stagniert fast seit ein paar Wochen - nicht von Tabellen und Richtlinien verrückt machen lassen, sondern auf den Instinkt vertrauen


Hanna...

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Antwort auf Beitrag von Cassy

Danke, für deine Antwort! Ich werde weiterhin nach Bedarf stillen und hoffe einfach, dass die Abstände bald länger werden, damit ich auch Mal durchatmen kann.