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Braucht mein Kind mich nicht?

Braucht mein Kind mich nicht?

Krabbelbär123

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Guten Morgen, ich hab eine vielleicht blöde Frage. Aber meine Tochter ist 11 Monate alt und ich hab das Gefühl sie braucht mich gar nicht so sehr wie andere Kinder ihre Mamas. Sobald wir bei anderen sind bin ich total vergessen, sie will bei anderen auf den Arm und holt sich auch kaum Rückversicherung bei mir. Schaut mich fast nie an dann. Will immer dann von den anderen die Blicke abbekommen. Fremdelt tut sie auch sehr wenig. Auch wenn ich den Raum verlasse weint sie nie, Hauptsache jemand ist bei ihr, das ist egal wer und sie freut sich auch recht wenig wenn ich wieder komme. Ich stille sie immer noch, sie schläft im Familien Bett und ich gebe ihr wirklich viel liebe. Wie schätzt ihr die Situation ein? Ist sie einfach sehr offen und vertraut mir dass ich da bin oder findet ihr das Verhalten auffällig? Bin irgendwie traurig deswegen, es bereitet mir Sorge.


wolfsfrau

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Antwort auf Beitrag von Krabbelbär123

Ich würde sagen, sie hat großes Vertrauen in dich und ist sich deiner sicher.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von wolfsfrau

Schließe mich dem an


User-1751036869

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Antwort auf Beitrag von wolfsfrau

Ich schließe mich da auch an Es spricht für ein großes Urvertrauen was sie in dich hat


Mephis

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Antwort auf Beitrag von Krabbelbär123

Meine Tochter ist und war auch immer so. Selbst als ich mal ein Wochenende weg war (da war sie 8 Monate alt) hat sie sich nicht merklich gefreut als ich wieder da war. Wenn sie ihren Papa sieht ist das anders, da freut sie sich wenn er von der Arbeit kommt oder sie ihn morgens aufwecken kann. Ändern kann man es doch nicht. Wenn sie nachts weint (sie schläft größtenteils alleine und wurde nur 6 Monate gestillt) bekomme ich sie aber meistens besser beruhigt. Ich vertraue darauf, dass unsere kleinen schon wissen was sie brauchen und, dass sie uns Mamas vertrauen. wir sind schließlich fast immer um sie rum, da sind wir halt langweilig.


sunnydani

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Antwort auf Beitrag von Krabbelbär123

Es stimmt sicher alles mit eurer Bindung und dem Vertrauen zu dir. Es gibt nun mal unterschiedliche Kinder sowie auch Erwachsene, es gibt offenere und anhänglichere und das ist auch gut so. Ich an deiner Stelle wäre froh, dass du so ein offenes Kind hast, denn es ist vieles im Leben mit so einem Kind leichter, als mit einem Kind, das ständig nur am Rockzipfel hängt und heult, sobald es nur von jemand anderem angeschaut wird. Mein Kleiner ist auch eher ein offenes, freundliches Kind, das ziemlich gleich auch mit anderen Leuten spielt. Er hatte zwar schon extreme Klettphasen auch, aber er ist offener als es der Große im selben Alter war. Und ich finde das wirklich viel angenehmer, denn als Mama hat man die Kinder eh am öftesten, da ist es schön, wenn sie auch mal mit anderen was machen und man merkt, sie tun es von sich aus und mit Freude und sie brüllen nicht sofort, wenn man sich nur ein paar Meter entfernt. Also mach dir keine Gedanken, es ist alles in Ordnung und freue dich für deine Tochter, dass sie Spaß im Umgang mit anderen Personen hat! Alles Liebe!


kattta

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Ich versteh dich. Meine erste Tochter war und ist eine richtige Schmusekatze, kommunikativ und sucht heute noch mit 18 meine Nähe, schreibt Nachrichten, ruft an, trinkt mir Tee. Die " Kleine", heute 14 war von Beginn an eher eine sehr unabhängige, sehr freiheitsliebende Maus, auch immer gerne mit anderen und ich fühlte mich oft nicht so gebraucht. Ich weiß, daß ist ein komisches Gefühl, aber wenn sie nicht so großes Vertrauen zu Dir hätte und so geborgen stabil wäre, dann würde sie sich nicht auf Kontakt mit anderen einlassen.


Jumalowa

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Hallo Krabbelbär, du machst alles richtig! Meine große Tochter war ganz genauso, ich hätte Tod überm Gartenzaun hängen können. Sie hätte sich ne neue Familie gesucht (gefühlt). Mein aktuell 3. Kind (15 Monate) ist das komplette Gegenteil. Sie klebt seit der Geburt an mir. Wenn mal Besuch kommt oder wir zu Besuch sind kann ich nichtmal atmen ohne Sie. Ich habe zu meiner Großen ein gutes Verhältnis, als Kind war es nicht einfach mit Ihr weil Sie halt super eigenständig und auch eigensinnig war.


Windpferdchen

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Antwort auf Beitrag von Krabbelbär123

Das ist eine Typfrage und hat nichts mit einer schlechten Bindung zu tun. Meine Tochter zum Beispiel war als Baby und kleines Kind extrem anhänglich. Ich durfte nicht einmal zur Toilette gehen oder duschen, da war sie schon verzweifelt. Sie blieb auch im frühen Kiga-Alter nicht allein auf Kindergeburtstagen oder Spielbesuchen, ich musste immer dabei bleiben. Mein Sohn war vom ersten Tag anders. Er hat fast null gefremdelt, genoss Aufmerksamkeit anderer Erwachsener, sagte zu Fremden „Hallo!“ und winkte ihnen. Er konnte als Kleinkind den ganzen Nachmittag auf dem Schoß einer meiner Freundinnen hocken und sich betüddeln lassen. Wenn ich ihn aus dem Kiga abgeholt habe, hat er sich auch nicht gefreut, weil er gar nicht von seinen Freunden weg, sondern weiterspielen wollte. Kinder sind eben nicht gleich, sie unterscheiden sich vom ersten Tag. Sehr vieles ist Genetik, und gar nicht so vieles Erziehung, das ist meine Erfahrung. Das merkt man aber erst wirklich ab dem zweiten Kind, weil das meist ganz anders ist als das erste, obwohl es gleich behandelt und erzogen wird. Fazit: Alles gut und normal bei Dir. Es kann sein, dass Deine Tochter auch anhänglichere Phasen bekommt, aber ein Muss ist das nicht. Und es ist trotzdem alles bestens. Wichtig ist nur, dass man die Veranlagung des Kindes nicht persönlich nimmt. Es gibt hier keine Ablehnung von Seiten Deiner Tochter, sondern eine sichere Bindung. Nur deshalb kann sie ihre anlage-bedingte Unabhängigkeit so entspannt ausleben. LG


xMaary

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Antwort auf Beitrag von Krabbelbär123

Sie vertraut dir, blind! Du bist ihr Rückzugsort! Aber Mama kann auch mal langweilig sein wenn sie da ist. Du bist da zum stillen, da beim Einschlafen und aufwachen, immer da! Und das kann langweilig werden und natürlich ist es aufregend andere zu sehen und Aufmerksamkeit zu bekommen außer von Mama! Aber selbst das umgeht vorbei! Deine kleine liebt dich und du sie und das zählt!