Mitglied inaktiv
Hallo Zusammen,
Ich habe bisher nur still mitgelesen und freue mich jetzt sehr auf den Austausch.
Unser Sohn bekommt jetzt seit ein paar Wochen Breikost - es klappt alles gut und alle fühlen sich wohl damit
Unser Sohn zeigt schon arg Interesse an unserem Essen und so würden wir uns gerne mal an BLW probieren.
Wann habt ihr damit angefangen?
Welche Speisen als erstes verwendet?
Wie kann ich bei der Methode „abschätzen“ dass er genug gegessen hat?
Soll ich wenn er einen kleinen Teil der BLW Portion gegessen hat noch etwas Brei nachführen?
Vielen Dank für eure Erfahrungen
Wir haben angefangen als sie sich selbstständig alleine hinsetzen konnte.
Das war 6 Monaten, im Februar.
Du kannst anfangen womit du willst. Das ist ja das schöne am blw, man stellt ihnen zur Verfügung was man selbst auf dem Teller hat. Nur halt ungewürzt.
Mini hat am Anfang viel Gemüse gegessen. Vorallem Brokkoli.
Aber es gab auch schon von Anfang an neben dem Gemüse, Brot, Brötchen, Nudeln, Reis, Kartoffel, Fisch, Fleisch und natürlich Obst.
Eben das was es bei uns sowieso gab.
Heute gab es zb Gulasch. Da hatte sie Nudeln, Erbsen, Möhren, Paprika (gehäutet) und Schweinefleisch.
Gestern gab es Pizzabrötchen, da gab es ein Pizzabrötchen ohne Gewürz für sie.
Freitag hatten wir vegetarische lasange. Mit den lasangeplatten kam sie nicht zurecht, hat dann das Gemüse daraus gefuttert.
Und dann gibt's täglich einen Obstteller. Aktuell verschlingt sie Unmengen von Blaubeeren, Erdbeeren und Nektarinen.
Brei nachfüttern kannst du natürlich. Ist aber eigentlich quatsch. Beim blw (eigentlich generell bei Beikost) geht es nicht ums satt werden. Sondern darum das Kind selbst entscheiden zu lassen was und wie viel es essen möchte. Ein eigenes Gefühl dafür zu finden was schmeckt und wann bin ich satt. Und vorallem mit dem Essen zu experimentieren.
Hier landet wenig im Bauch. Ihre Ernährung besteht zu 95% aus Milch. Sie ist aber auch erst 9 1/2 Monate alt. Und die 5% blw bestehen aktuell zu 95% aus Obst und zu 5% aus Gemüse und Brot. Fleisch und Fisch wird sehr pikiert angedetscht und fliegt dann würde durchs Zimmer ![]()
Vielen Dank für deine ausführliche Antwort - hat mir einen super ersten Überblick gegeben.
Ich gehöre ja zu den älteren Müttern mit bereits älteren Kindern. Bei uns hieß das gar nicht BWL, sondern sobald sie im Hochsitz sitzen konnten und Interesse hatten, bekamen sie geignetes, ungewürzt. Da ich zu den Zeiten noch gestillt habe, war die Menge gar nicht entscheidend und so wurde es langsam immer mehr...
Wir haben fast gleichzeitig mit Brei und BLW angefangen - einen Teil vom Gemüse gabs als BLW und einen Teil als Brei. Zuerst immer nur eine Sorte also bspw. Möhre als Brei und als Stückchen, dann mehreres.
Vielleicht blamiere ich mich jetzt, aber das hab ich noch nie gehört
Ist ja auch total bekloppt. Ist einfach wieder so ein neumodischer Begriff. Heißt einfach nur das man dem Kind statt Brei von Anfang an Fingerfood gibt. Es also direkt am Familientisch vom Familienessen mit isst.
BLW ist "Baby Led Weaning". Heißt, das Baby bekommt keinen Brei, sondern normales Essen, aber ungewürzt. Es darf dann selbst von dem, was auf seinem Teller ist, sich nehmen, was es mag.
würde meine Mutter sagen. Ich finde es furchtbar, dass für alles und jedes irgendein englischer Begriff erfunden wird. Davon wird das Ganze nicht anders. Das findet aber leider in allen Bereichen statt. Wenn man mal durch die Stadt geht, bekommt man teilweise das Gefühl, im Ausland zu sein.
Gab es denn das Prinzip schon früher im deutschsprachigen Raum? Etwa zur Zeit von deiner Mutter, oder wann anders? Also in meiner Kindheit gab es das nicht. Da hieß es, Kinder sollen das essen, was auf den Tisch kommt, auch schon Babys. Keine Wahlmöglichkeiten, und die Portionen wurden von den Eltern gerne vorgegeben. Insofern ist BLW für mich etwas vollkommen Neues (gewesen vor 6 Jahren), und das verdiente einen neuen Begriff. Der Begriff wurden aus der ursprünglichen Sprache übernommen, wie bei vielen Sachen (bspw. Rebounder und MaxiCosy). Finde ich vollkommen in Ordnung. Ich denke auch, wenn es genügend Menschen in D gestört hätte, hätte sich im Laufe der Jahre ein deutscher Begriff durchgesetzt.
Mein Sohn hat Brei abgelehnt, also wurde immer weiter gestillt und nebenbei eben alles mögliche angeboten. Weiches Obst, Gemüse und dann irgendwann Familienkost kurz vor dem 1. Geburtstag. Aber eigentlich hat mein Sohn bis zum 18. Monat fast voll gestillt, richtig statt gegessen hat er sich erst mit 20 Monaten.
Mein Sohn war erst spät bereit für Beikost. Ich habe es öfter probiert, aber erst mit 8 Monaten war er soweit, dass er nicht mehr ständig würgte und im hohen Bogen erbrach (trotz Interesse und selber zum Mund führen). Wichtig bei BLW ist, dass Beikost eben BEIkost ist und zunächst keine Milchmahlzeiten ersetzt. Die Babys probieren fleißig und tasten sich langsam an das Essen ran. Das Baby gibt das Tempo vor und wird von sich aus nach und nach mehr essen und weniger Milch verlangen. Das dauert allerdings für gewöhnlich einige Monate. Solange wird eben ganz normal gestillt/Flasche gegeben. Zu Beginn gab es hier Banane, sowie Süßkartoffel und Möhre aus dem Backofen. Nach und nach haben wir dann mehr probiert. Es spricht auch nichts gegen Mischformen, also Brei + selber Essen. Manchmal bietet sich das Brei füttern vielleicht einfach situations- oder speisenbedingt an. Mach es nach deinem Gefühl. Du kennst dein Baby und eure Umstände am besten und weißt, was gut für dein Kind ist. Geht die Beikost einfach ganz entspannt an.
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