Efeu1889
Hallo zusammen, Ich habe Mal eine Frage an euch: Meine Tochter ist inzwischen 10.5 Monate alt und wir hatten gestern ein Erlebnis,was mich sehr traurige gemacht hat und was ich gar nicht einordnen kann. Der Papa hatte gestern die Kleine auf dem Arm und stand bei mir in der Küche, während ich gekocht habe (er hat also nichts spannendes mit ihr gemacht oder so, einfach nur zugeguckt) Dann wollte er sie mir geben, weil er noch was erledigen musste und sobald sie auf meinem Arm war, fing sie plötzlich an zu weinen und wollte zu ihm zurück. Er hat sie dann zurück genommen und sie hat sofort wieder aufgehört. :( Das hatten wir bisher noch nie und ich war irgendwie total geschockt. Wahrscheinlich wäre es kein Problem aber da ich seit ihrer Geburt mit unserer Bindung harder, macht mir das total Sorgen. :( Ich hatte einen Kaiserschnitt mit Vollnarkose und konnte erst 7 Stunden nach der Geburt zu ihr, wir hatten kein Bonding, das hat alles der Papa nach der Geburt gemacht. Sie hat ihn damals lange zuerst angelächelt, freut sich immer viel mehr wenn er zb nach Hause kommt als wenn ich komme, wenn sie morgens aufwacht und noch sieht ist sie ruhig, sobald sie den Papa sieht fängt sie an zu quietschen und zu lachen etc. Ich kümmere mich aber 22 Stunden am Tag alleine um sie, lasse sie nie schreien, Stille, fütter, wickel, bringe sie immer ins Bett, sie schläft mit bei mir im Bett, ich trage sie viel etc. Eigentlich dachte ich das ich alles machen damit wir trotz des schwierigen start eine gute Bindung haben aber die Situation gestern hat mich irgendwie verunsichert. Sonst klettert sie oft auf meinen Arm, guckt immer ganz aufmerksam wenn ich den Raum verlasse und nur noch Papa da ist, will manchmal auch hinter her krabbeln. Wenn Papa sie auf dem Arm hat und Spass mit ihr macht lacht sie wie verrückt, guckt sie mich aber ganz oft dabei richtig lange an, so als wollte sie sich vergewissern ob das alles okay ist. Inzwischen merkt man aber das sie vermehrt aktiv zum Papa will seit sie mobil ist und selbst entscheiden kann . Ich freue mich natürlich das sie ihren Papa so liebt, der das auch wirklich alles toll mit ihr macht, aber ich hab echt Angst das sie mich irgendwie gar nicht so liebt oder braucht. :( Kennt das jemand von euch? Bei allen meinen Freunden ist es genau anders Rum, da ist Mama der Hit und bei Papa ist es oft schwierig.. Vielen dank euch Efeu
Ich kann deine Gefühle verstehen. Das von dir beschriebene fühlt sich an wie ein Schlag ins Gesicht. Du machst alles für und mit deinem Kind, du liebst es, du kümmerst dich. Dein Kind weiß das, es liebt dich dafür. Der Papa ist für dein Kind spannender. Die beiden sehen sich vermutlich nicht so viel (2 vielleicht 3 Stunden am Tag?). Der Papa macht Blödsinn, kaspert rum, spielt ausgiebig mit eurem Kind. Das ist natürlich viel spannender als Mama, die immer mal wieder was anderes machen muss, Haushalt usw. Ja, deine Gefühle verunsichern dich, müssen sie aber nicht. Dein Kind und du habt einfach eine andere, sehr gute Bindung, als der Papa zu eurem Kind. Euer Kind weiß, dass es zu dir kommen kann, wenn ihm etwas fehlt, es hungrig oder müde ist, eine frische Windel braucht. Papa hat nur einfach den lustigeren Part und ist zum spielen und albern da. Freue dich, dass euer Kind, den Papa so lieb hat und fühle dich nicht weg gestoßen.
es war gerade sospannend dir zuzusehen, dann doch auf eoner angenehmer Höhe aus. Papa ist nocht immer da, es ist also dann shcön mit Ihm zusammen zu sein. Es ändert wieder, wen das Kind im Kiga ist schule Urlaub . mach dir keinen Kopf ein kleines Kind hat kein Elterntei Lieber..
Hallo, Du interpretierst viele Ängste und Schmerz in diese kleine Szene hinein, die damit rein gar nichts zu tun haben. Dein Beispiel zeigt auch, dass fast alle Laien die Bindungstheorie falsch verstehen und sie Eltern dadurch oft eher verunsichert, als ihnen zu helfen. Zunächst mal zur geschilderten Situation in der Küche. Es ist ganz einfach so, dass sehr kleine Kinder noch nicht so gut und so schnell von einer Situation in die andere wechseln können. Wenn es bei Papa gerade gemütlich war, warum sollte Deine Tochter es klasse finden, auf einmal weggenommen zu werden aus dieser angenehmen Position? Nur weil Du die Mama bist, wollte sie diesen Wechsel trotzdem gerade nicht. Kleine Kinder lassen sich immer ganz auf eine Situation ein. Sie brauchen daher einige Momente, um innerlich von dort in eine andere Situation zu wechseln. Du wirst das noch öfter erleben, vielleicht auch später, wenn Du sie aus dem Kindergarten abholst. Viele Mütter sind z. B. gekränkt, weil ihr Kind sich kaum freut, wenn sie kommen, oder weil es nicht heim will. Auch hier gilt derselbe Mechanismus: Das Kind ist gerade ganz in der Situation, und es fühlt sich unbequem an, plötzlich in die Abholsituation wechseln zu müssen. Ich wollte noch etwas zu Deiner Entbindung sagen. Das Bonding nach der Geburt wird von Müttern sehr überschätzt. Klar ist es schön, aber es kann auch gut vom Vater übernommen werden. Das heißt aber nicht, dass dann eine Prägung auf den Vater passieren würde, das ist ein laienhaftes Missverständnis. Sondern es geht darum, dass das Baby von Wärme, Liebe und einem warmen Körper begrüßt wird. Meine Kinder waren beide Kaiserschnittkinder (unfreiwillig), und es gab null Probleme mit der Bindung. Und zwar ganz einfach, weil ich keine Probleme erwartet habe. Sie waren die fröhlichsten Babys und Kinder, heute sind sie Teens und starke junge Erwachsene. Das Problem existiert in Deinen Gedanken, nicht in der Wirklichkeit. Gedanken können aber sehr stark sein. So stark, dass man die Realität kaum noch wahrnehmen kann. Auch jetzt gerade projizierst Du eine Vorstellung von einer „gestörten Bindung“ in eine ganz normale Situation hinein. Das ist schade, denn diese Vorstellung ist rein virtuell und nicht real. Wichtig ist jetzt, dass Du die Idee, mit der Geburt sei irgendetwas kaputtgemacht worden, unbedingt loslässt. Diese Fiktion schadet Dir und auch Deinem Kind, weil Du dann ängstlich, unentspannt und ohne Selbstvertrauen bist. Du bist eine gute Mutter, und Du bist genau die Mutter, die Deine Tochter will - auch wenn sie es auf Papas Arm mal gemütlicher fand als bei Dir. Deine Tochter wünscht sich aber auch eine starke, gelassene und souveräne Mutter, die sich selbst vertraut. Die weiß, dass sie eine gute Mutter ist, sogar wenn sie mal nicht perfekt ist oder auch mal Fehler macht, schlecht gelaunt, übermüdet, gereizt usw. ist. All das ist normal. Wirf den alten Gedankenballast ab und erlebe, wie leicht und schön es sich anfühlt, wenn man endlich versteht, dass alles bestens ist! Und wenn man die Wirklichkeit ohne Schleier sehen kann: Deinem Kind geht es prima, und Du bist die feste Basis, auf der es steht. LG
Sehr guter Beitrag. Ich stimme in allem zu.
Toll und unaufgeregt geschrieben!
Du schreibst es doch selbst, das Du Dich 22 Stunden am Tag um sie kümmerst. Da ist es für sie was tolles wenn Papa sie auf dem Arm hat. Ich denke eher, das der Kaiserschnitt Dein Problem ist. Das solltest Du vielleicht mal aufarbeiten. Dein Kind weiß das Du die Mutter bist, keine Angst!
Mach dir keine Gedanken, denn erstens liebt die Kleine euch beide gleich und zweitens ist der Papa halt seltener da und für den Spaßfaktor zuständig, während du halt 22/7 immer verfügbar bist. Das wird sich in den nächsten Jahren noch x-mal ändern und selbst wenn sie ein sogenanntes "Papa-Kind" sein sollte, so meint sie das nicht böse, will dich nicht verletzen und liebt dich ja trotzdem genauso... Ich hatte auch einen Not-KS in der 32SSW mit meinen Zwilli-Jungs und konnte sie erst nach Stunden im Brutkasten bewundern und sie erst nach einigen Tagen das erste Mal in den Arm nehmen (känguruun) - es hat vielleicht etwas gedauert, bis ich begriffen habe, dass es tatsächlich meine Babies sind, aber an der sofortigen "Verliebtheit" und "Bindung" hat das nichts geändert. Nr 1 war als Baby ein Mama-Kind, der Papa zwar auch toll fand, aber wehe jemand anderes wollte ihn auf den Arm nehmen und Nr 2 war es total egal, wer ihn gerade bespaßt hat. Im Laufe der letzten fast 18 Jahren gab es dann auch immer wieder Phasen, wo einer mehr zu mir, der andere mehr zum Papa den Draht hatte und umgekehrt, immer wieder im Wechsel. Das ist völlig normal und wirklich kein Grund zum Traurigsein. Bei mehreren Kindern ist es meist auch so, dass man sich als Mama / Papa - auch wenn man sie wirklich alle ganz doll liebt und gerecht ist - doch ein klitzekleines bisschen mehr zu einem Kind "hingezogen" fühlt. Warum das so ist, vielleicht ähnlichere Charakterzüge mit den eigenen / einfacher etc., ist schlecht erklärbar, aber aus Sicht des Kindes verhält es sich vielleicht genauso und daher gibt es diese speziellen Bindungen... Alles Liebe!
Meine Kleine war auch Papakind, das hat mich aber nie traurig gemacht, schockiert schon gar nicht. Freu Dich, das du sie auch mal dem Papa überlassen kannst und mach was für dich. Bestimmt hat sie dich jetzt weniger lieb....so ein Blödsinn. Ich kann das leider nicht nachvollziehen
Die Gedanken, die du in dein Baby projezierst, sind "Erwachsenen"-Gedanken eines gereiften Geistes, der versucht Taten und Zusammenhänge zu interpretieren. All das tut rin Baby nicht, weil das Hirn das ja noch gar nicht kann. Fürs Baby war es in dem Moment einfach ein schneller Wechsel aus einer ihm angenehmen Position bzw Situation heraus. Bei uns war es auch so. Ein NotKS in Vollnarkose nach über 40 Stunden Geburt. Papa hat dir kleine zuerst und mit Fläschchen gefüttert. Klassisches Bonding gab es bei uns gar nicht, weder bei ihm noch bei mir. Legt unser KH keinen Wert drauf. Wir wussten darum in dem Moment auch gar nicht. Und ich hab meine kleine zwar versorgt, hatte aber aufgrund einer sehr schlimmen Erfahrung zb auch noch Streit während der Geburt mit Trennungsgedanken im KH zu tun und mir ging es körperlich und psychisch sehr schlecht. Also sprich, die Bindung fand bei uns erst viel später statt. Und trotzdem hat die Hebamme niemals an unserer Bindung gezweifelt. ich machte mir auch Sorgen aber sie sagte es gibt keinen Grund dazu. Auch bei uns war es so, dass Papa nach Hause kam und der Beste war. Ich hab die blöden Sachen erledigt, dreckige Windeln gewechselt, die in den Schlaf geschunkelt, und und und. Ich war die böse beim Zähneputzen, bin mit zum Kinderarzt gegangen etc. Aber es ist doch auch so bei uns. Geht es ihr nicht gut oder hat sie sich verletzt, kann Papa machen was er will, da ist er einfach zu unbedarft. Und sie ruft/schreit nach Mama. Weil och ihr Fels bin. Und das weiß ich jetzt. Sie weiß, dass ich da bin. Und dass sie sich auf mich verlassen kann. Und die Spaßzeit hat sie halt mit Papa. Da musst du unbedingt differenzieren lernen und du darfst deine "komplizierten" hintergründlichen Gedanken nicht auf dein Baby übertragen. Sonst machst du dich selbst kaputt. Und das schadet eurer Bindung dann viel eher.
Dein Kind liebt dich genauso, du bist die Mutter. Und das weiß dein Kind auch. Das hat auch nichts mit der Bindung zu tun, sondern es ist ganz normal, dass es eben immer wieder mal Phasen gibt, in denen ein Elternteil "bevorzugt" wird bzw. nur einer etwas machen darf und der andere nicht. Das wechselt auch wieder mal und selbst wenn nicht, bist du die Mama und keiner kann dir diesen Platz wegnehmen. Abgesehen davon siehst du dein Kind doch viel mehr, da ist es auch klar, dass es dann vielleicht in der wenigen Zeit, in der es Papa hat, bei ihm sein will. Wir Mütter haben unsere Kinder in den meisten Fällen eh am häufigsten und hiermit sogar einen Vorteil gegenüber dem Vater. Versuche das Ganze positiv zu sehen! Es ist doch schön, dass dein Kind auch bei Papa so viel Spaß hat. Ich habe auch zwei Jungs, die beide viel und gerne mit Papa machen und beide hatten ihre Phasen, in denen sie eben alles mit ihm machen wollten. Dann kamen wieder Phasen, in denen es nur mit mir ging oder eben bestimmte Dinge, wie z.Bsp. schlafen geht der Kleine auch nur mit mir, eben nur mit einer Person und etwas anderes mit dem anderen Elternteil. Ich freue mich aber darüber, denn so kann ich auch mal in Ruhe kochen oder irgendwas machen, ohne dass dauernd ein Kleinkind an meinem Rockzipfel hängt. Und ich kann ruhigen Gewissens mal für eine Stunde weggehen, weil ich weiß, es klappt mit Papa genauso gut wie mit mir. Bei uns ist es auch eine Zeitlang gewesen, dass uns beiden nachgeweint wurde, wenn wir den Raum verlassen haben. Aber auch wenn ich da war und Papa wegging und geweint wurde, hat mir das jetzt nichts ausgemacht, sondern ich habe das Kind getröstet, gesagt, dass Papa bald wieder kommt und jetzt ja Mama da ist und fertig. Es werden noch viele Situationen kommen, in denen dein Kind unzufrieden ist oder du es ihm eben nicht recht machen kannst oder in denen es eben lieber weiter mit Freunden spielt oder bei Oma bleiben will, wenn du es abholen willst. Das ist normal und gehört zur Entwicklung dazu. Man sollte nie seine Gefühle von der Reaktion des Kindes abhängig machen. Das belastet das Kind doch nur. Du solltest da an dir arbeiten, dass dir das nichts mehr ausmacht und dass du erkennst, dass du immer die Mama sein wirst, auch wenn dein Kind sich von dir löst (was ja positiv ist) und auch wenn es mal sauer auf dich ist, das gehört dazu. Wir sind Mamas, wir sollen unsere Kinder durchs Leben begleiten und ihnen alles geben, was sie später einmal brauchen, um selbstständig zu sein und da gehört es auch dazu, dass man loslassen kann, von Anfang an in kleinen Schritten, und dass sich die Kinder frei entfalten dürfen und nicht immer nur an uns kletten sollen und zu niemand anderem hingehen. Das heißt nicht, dass dein Kind dich nicht mag, es verletzt dich auch nicht absichtlich, sondern es hat eben seinen eigenen Kopf und es will eben auch oft andere Dinge als du und das ist gut so. Ich hatte bei meinem Kleinen übrigens überhaupt kein Bonding. Er war eine Extrem-Frühgeburt mit sehr schweren Startbedingungen und hat wochenlang um sein Leben gekämpft, mit sehr vielen Komplikationen. Ich hab ihn nach der Geburt überhaupt nicht gesehen, er wurde sofort auf die Neo-Intensivstation gebracht und versorgt und war die erste Zeit über sediert und intubiert. Ich habe ihn erst am Tag nach dem Kaiserschnitt das erste Mal gesehen und durfte ihn erst nach fast zwei Wochen überhaupt das erste Mal halten bzw. mit ihm känguruhn/kuscheln. Trotzdem haben wir eine gute Bindung zueinander und er ist jetzt ein fröhliches, offenes, aufgeschlossenes Kind, von dem ich genau weiß, dass er mich liebt und dass unsere Bindung super ist. Ich war ja auch trotzdem immer für ihn da, auch wenn die Anfangszeit hart war und er viel mitgemacht hat. Steiger dich da nicht in eine Sache rein, die nicht mal wirklich was damit zu tun haben muss! Ich wünsche dir alles Liebe und dass du es schaffst, deine Zweifel und Sorgen abzulegen, um die Zeit mit deinem Kind wirklich genießen zu können!
Unser Kleiner kam sechs Wochen zu früh, wurde mir nach der Geburt nur kurz gezeigt und dann wegen Atemproblemen direkt auf die Neointensivstation gebracht; ich konnte ihn an dem Tag nur abends nochmal kurz sehen (aber nicht anfassen) und bekam ihn erst am nächsten Tag in die Arme gelegt. Da habe ich mich kurz gefragt, woher ich nun eigentlich wissen soll, dass das tatsächlich mein Kind ist; er hat sich aber sofort mir zugedreht und sein Ärmchen in meinem Ausschnitt eingehakt, also er wusste augenscheinlich sehr genau, dass er bei seiner Mama ist, und dann konnte ich auch darauf vertrauen :-) Jedenfalls gab es auch bei uns kein "Bonding" nach der Geburt, ich kannte den Begriff damals ehrlich gesagt auch gar nicht. Trotzdem ist unser Sohn (jetzt drei Jahre alt) ein totales Mamakind, schon immer, bis heute, und im Übrigen ein wunderbar entwickelter kleiner Mensch, um dessen Bindungsfähigkeit man sich überhaupt keine Sorgen machen muss. Er hat auch im Alter Deiner Tochter gemeckert, wenn ich ihn jemand anderem, und sei es dem Papa, übergeben habe, er war nun einmal am liebsten auf meinem Arm. Und genauso wie er ein Mamakind ist, kann Deine Tochter ein Papakind sein. Das ist augenscheinlich eine Charakterfrage und hat nichts mit Erfahrungen im Zusammenhang mit der Geburt zu tun.
Hallo, ich habe eine 14 Monate alte Tochter. Mein Mann arbeitet sehr viel und macht regelmäßig Überstunden. Dementsprechend bin ich hauptsächlich für Sie da.
Wenn er von der Arbeit kommt, läuft meine Tochter sofort zu ihm und ich bin abgeschrieben. Ich nutze die Zeit für mich oder den Haushalt und wenn Sie mich vorbei laufen sieht, kommt sie hinterher und will zu mir. Es gibt aber auch Tage, da lehnt Sie mich ab und ich bin nebensächlich.
Es gibt Tage, da braucht Sie mich abends zum einschlafen und es gibt Tage, da kommt sie bei ihren Papa besser zur Ruhe.
Sie wird nachts immer noch alle 2 Stunden wach und hat öfter einen Nachtschreck. Ich kümmere mich dann um Sie, weil mein Mann auch früh aufstehen muss und 1 Stunde Fahrtweg hat. Aber teilweise muss ich ihn wecken, weil Sie sich bei mir nicht beruhigt. Er hat sie dann 5 Minuten und sie wird ruhiger und schläft wieder ein.
Ich glaube nicht, dass deine Tochter eine schlechte Bindung zu dir hat. Du tust alles für deine Tochter und das spürt Sie auch. Aber manchmal braucht man eben den Papa
.
Außerdem fand Sie es total spannend und wollte dir weiter zuschauen.
Mach dir keine Sorgen, dass ist alles ganz normal.
Liebe Grüße
Ich kann dich auch verstehen. Hatte zwar auch normale Geburten, aber meine Mädels sind trotzdem totale Papa Kinder. Bei ihm macht Quatsch machen mehr Spaß. Aber wenn es wirklich Probleme zu lösen gibt, landet meine große immer bei mir. Meine kleine kann ja noch nicht. Du wirst sehen, bei dir wird es nicht anders sein
Vielen Dank für eure ganzen lieben und fundierten Kommentare! Tief drin weiß ich ja auch das ihr wahrscheinlich Recht habt, es ist nur bei uns leider keine Phase sondern wirklich von Anfang an so... Papa wurde zuerst angelächelt, lange auch als einziger, es wurde sich eigentlich immer nur gefreut wenn er kam, nicht wenn ich kam, wenn sie morgens wach wird neben mir guckt sie mich kurz an, zeigt aber keine große Reaktion, sobald sie den Papa entdeckt klettert sie über mich rüber jauchzt und lacht vor Freude und krabbelt auf ihn drauf, wenn ich sie auf dem Arm habe und er kommt streckt sie die Arne zu ihm aus und klettert rüber... Ich könnte noch zig Beispiele anbringen... Es wäre ja auch alles nicht so schlimm wenn es die "Phase" auch Mal anders Rum gäbe, aber in den letzten 10 Monaten kann ich mich an eine Situation erinnern wo sie Mal die Arme aktiv zu mir ausgestreckt hat. Alle meine Freundinnen sprechen von dem Verhalten genau anders Rum, die Kinder kleben an der Mama und der Papa hat es eher schwer. Wenn sie ein Papa Kind ist,dann ist es wohl so aber traurig macht es mich trotzdem. Ich mache alles anstrengende und blöde und dreckige und Papa kommt grinsend um die Ecke und ist der Held... Vielleicht wäre eine Aufarbeitung des Kaiserschnitt gar keine schlechte Idee, Danke für eure Anregungen und euer offenes Ohr!
Dann versuch auch Papa mal was Anstrengendes oder Blödes machen zu lassen. Ansonsten ist das für später ja auch blöd, wenn Papa nur der Spielkumpel ist und Mama alle Alltagsdinge, vorallem eben auch die blöden, übernehmen muss. Es ist schon klar, während der Arbeitszeit ist das nicht so einfach, da hat Papa immerhin ja nicht so viel Zeit und die Zeit, die er hat, widmet er sich dann vermutlich komplett dem Kind und lustigen Dingen. Das ist bei meinem Mann, vorallem bei unserem Großen, auch noch so gewesen. Aber wenn er frei hat, so wie jetzt, wo er drei Wochen Urlaub hat, oder eben auch an den Wochenenden, macht er alles mit den Kindern. Da wickelt, füttert und wäscht er sie auch, putzt die Zähne, legt sie hin (bis auf den Kleinen, bei dem klappt es überhaupt nicht bei ihm mit schlafen und das Theater tun wir uns jetzt nicht an, da er eh so viel andere Dinge macht und dafür eh jeden Tag den Großen ins Bett bringt) und er macht auch die unangenehmen Sachen, wie mal schimpfen oder Hausübung mit dem Großen. Dann ist die Rollenverteilung nicht so extrem, dass Papa nur der coole Spielpartner ist und Mama die, die alles andere tun muss. Und seit der Kleine auf der Welt ist, macht er auch unter der Woche nach der Arbeit viel mehr andere Dinge mit und spielt nicht nur mit den Kindern, sondern hilft eben auch beim Abendritual, duscht und bringt den Großen ins Bett oder übernimmt mal eine Lese-Aufgabe beim Großen, macht auch mal was im Haushalt. Und so haben die Kinder sich eben auch angewöhnt, dass auch Papa, gleich wie Mama, nicht immer Zeit nur zum Spielen und Blödeln und Toben hat und eben auch Dinge mit ihnen macht, die sie nicht so toll finden. Und ansonsten verstehe ich dich schon, aber versuche dich da trotzdem nicht so kränken zu lassen und das aufzuarbeiten, was dich belastet. Vielleicht geht es dann schon wieder besser. Und auch, wenn du es jetzt noch nicht glauben kannst, aber irgendwann werden schon auch Zeiten kommen, in denen du, zumindest bei gewissen Dingen, alleine angesagt bist. Dein Kind ist noch so klein. Mein Großer war auch ziemlich lange ein extremes Papa-Kind, so ab drei Jahren wurde er dann total zum Mama-Kind, und jetzt ist er knapp 7 Jahre und er akzeptiert uns beide für alles und könnte sich gar nicht mehr entscheiden, ob Papa- oder Mama-Kind. Kinder brauchen beide Elternteile und ich fand es wirklich so, wie es bei uns war, immer angenehmer, als wenn ein Kind so extrem nur an Mama klebt, dass diese nicht mal eine Minute alleine aufs WC gehen kann. Das ist auch sicher nicht angenehm und da beneide ich keine Mutter drum, die wirklich 24/7 ihr Kind an ihr kleben hat und das schon brüllt, wenn ein anderer es nur anschaut. Ich wünsche dir alles Liebe!
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