Elternforum Rund ums Baby

Beikosteinführung

Beikosteinführung

franziiiii

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Hallo ihr Lieben, meine Kleine hat langsam ein Alter erreicht, in dem mein Mann & ich anfangen, uns Gedanken bzgl Beikost zu machen. Ich halte ehrlich gesagt viel von babyled-weaning (blw), er möchte die Breiphase jedoch nicht überspringen, einfach weil das für ihn irgendwie dazugehört, ist auch vollkommen okay & ich bin einverstanden, versteh das Konzept nur Licht ganz. Die Breieinführung ist ja eine Wissenschaft für sich mit den verschiedenen Schritten, von rein Gemüse, bis irgendwann Getreidebrei & schlag mich tot. Meine Frage, warum der ganze Zirkus, wenn im Vergleich beim blw wirklich ohne richtiges „Konzept“ einfach ausprobiert wird? Versteh ich nicht ganz, vielleicht könnt ihr mir da weiterhelfen.


ZoeSophia

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Antwort auf Beitrag von franziiiii

Weil man, wenn man will aus allem eine Wissenschaft machen kann…. Meine beiden Kinder haben von Anfang an alles püriert bekommen wo sich pürieren hat lassen von unserem Essen…. Milchbrei, Hirsebrei, Haferbrei, keksbrei, gute Nacht Brei….. schlag mich tot brei…. Was weiss ich sonst noch alles gab es bei uns nicht. Griessbrei aus ganz normalem Hartweizengriess mit halbMilch halb Wasser (wenn ich hatte mit Milchpulver sonst normale UHT) im Sommer oft frische Früchte vermanscht mit Joghurt und Zwieback eingeweicht, Frühstück gabs Birchermüesli aus feinen Haferflocken…. Überall und oft immer Apfelmus, Zwetschgenmus, Beerenmus, Nektarinenmus, alles kurz gekocht und gemixt…. Ohne Riesen Aufwand, das war mir zu doof…


Colinaa

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Antwort auf Beitrag von ZoeSophia

Danke für die Tipps. Ich hab den Post zwar nicht erstellt aber mich beschäftigt zur Zeit das gleiche Thema.


Fleurdelys

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Antwort auf Beitrag von franziiiii

Hallo, ich hab da neulich mal einen Artikel gelesen, ich glaube das war in der „Eltern“-Zeitschrift. Ich hatte mich dasselbe auch schon gefragt. Man hat diese Empfehlungen in Deutschland in den 70ern (wenn ich mich richtig erinnere) eingeführt und seitdem ständig weiterentwickelt. Damals hat man vom Stillen eher abgeraten aufgrund von Umweltgiften und so wurden die meisten Babys mit der Flasche gefüttert. Da lag es nahe, früh auch schon mit Beikost zu beginnen und den Nährstoffbedarf damit möglichst gut abzudecken. In anderen Ländern sind die Empfehlungen sehr viel breiter gefasst, es gibt auch keine Angaben zu Mengen oder was zu welcher Tageszeit gegessen werden soll. Man kann es also jeder so machen, wie man es für richtig hält bzw. wie es das Kind eben mitmacht :) Viel Spaß!


Fleurdelys

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Antwort auf Beitrag von Fleurdelys

Beispiel: Die Empfehlungen des britischen NHS. https://www.nhs.uk/conditions/baby/weaning-and-feeding/babys-first-solid-foods/


franziiiii

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Antwort auf Beitrag von Fleurdelys

Wahnsinn, echt kein Vergleich! Es geht also auch deutlich unkomplizierter ..


misssilence

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Antwort auf Beitrag von Fleurdelys

Das Modell unserer Beikost Einführung geht übrigens auf die Kaiserzeit zurück und wurde insbesondere im dritten Reich sehr stark propagiert. Also deutlich älter als 70er Jahre, da kamen eher die Feinheiten - dieser starte Breiplan ist aber wie gesagt deutlich älter. Richtige wissenschaftliche Studien gibt es meines Wissens dagegen tatsächlich nicht dazu.


Fleurdelys

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Antwort auf Beitrag von misssilence

Das wusste ich auch noch nicht, in dem Artikel hatten sie es von 60er oder 70er Jahre. Aber sehr interessant, wo manche Sachen so ihre Wurzeln haben.


Felica

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Antwort auf Beitrag von franziiiii

Man kann es auch kompliziert machen. Ist dich egal ob Brei oder BLW, am Ende entscheidet das Kind. Also essen anbieten uns schauen was passiert. Hier Kind 1 wollte ich schön mit Brei anfangen. Pech gehabt, Kind wollte selbst essen und das auch erst mit fast 6 Monaten. Nichts mit Brei. Kind 2 hat dann mit 4 Monaten alles zusammengeschrieen, wenn es keinen Brei gab. Mit etwa 5-6 Monaten wurde es dann weniger Brei und mehr festes. Mitn8 war banykost bäh. In beiden Fällen war also nichts mit meinen Plänen. Bei beiden gab es kein klassisches möhre-kartoffel-Fleisch. Sondern ich habe geschaut wie es sich in den Alltag einbauen ließ.


JakobsMutti

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Eigentlich müsste das ganze keine Wissenschaft sein, egal ob man Brei gibt oder nicht. Viele verwechseln da auch was - nämlich dass beikosteinführung automatisch abstillen heißt und Mahlzeiten ersetzt werden müssen oder sollen. Meist endet es dann in großer Verzweiflung, tausend Fragen bzgl Beikost, Verstopfung, usw usf. - und die meisten Kinderärzte sind auch keine Experten auf dem Gebiet und verunsichern mehr, als dass sie helfen. Überall auf der Welt lernen Kinder das Essen, und die Eltern brauchen nicht mal Ratgeber. Meiner Meinung/Erfahrung nach braucht ein Kind im ersten Lj. in erster Linie Milch (Muttermilch/pre). Nahrung ist und sollte zum kennenlernen da sein, wenn’s dann auch noch schmeckt- Prima ob das nun Brei, normale Kost oder beides ist, völlig Wumpe. Essen sollte Spaß machen. Bloß kein Druck und am besten das Kind entscheiden lassen..


franziiiii

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Antwort auf Beitrag von JakobsMutti

Also kein Grund sich „Sorgen“ bzgl irgendwelcher Nährstoffe zu machen? Ich stille & da „reicht“ zum Ernähren im Grunde die Milch aus & Nahrung/Brei ist dann wirklich nur zum Kennenlernen da? So würd ich mir das gut vorstellen können


JakobsMutti

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Antwort auf Beitrag von franziiiii

Ja! Falls du gerne liest, tolles Buch von Carlos Gonzales, Stillberater und Kinderarzt - mein Kind will nicht essen. Lesenswert, auch wenn das Kind gerne isst. Ich habe fast 18 Monate voll gestillt, Sohn hat ab dem 5./6. Monat mit Beikost angefangen - richtig satt essen erst seit dem 20. Monat und wir stillen immer noch. Kind ist fit, gesund, schlank und gut entwickelt. Ich hatte vor kurzem auch noch mal eine Stillberaterin kontaktiert und das hat mir geholfen.


franziiiii

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Antwort auf Beitrag von JakobsMutti

Danke für den Tipp!! Finds nur schade, dass man ganz oft liest, Muttermilch versorgt das Kind ab 6 Monaten nicht mehr ausreichend. Da gehen hald dann leider gleich die Alarmglocken an & aus dem KANN wird dann ein MUSS


Felica

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Antwort auf Beitrag von franziiiii

ich kenne wirklich kein Kind das voll ausgetragen wurde und gestillt wurde was irgendwann mal einen Mangel gehabt hätte. Problematisch kann es werden wenn die Mutter selbst in der Schwangerschaft einen Eisenmangel hatte und das Kind dann auch noch im blödesten Falle zu früh geboren wurde. Dann mag das evtl zutreffen. Ansonsten ergibt das keinen Sinn weil Muttermilch sogar die Eisenaufnahme fördert. Pre dagegen hat diese Wirkung nicht. Auch deshalb ist es wichtig keine Mahlzeiten zu ersetzen wenn man stillt sondern das beides so lange wie möglich parallel laufen zu lassen.


Colinaa

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Antwort auf Beitrag von JakobsMutti

Danke für die Antwort. Mich beschäftigt das Thema nämlich auch... Um nicht zu sagen, stresst mich aufs äußerste. Ich werde es dann irgendwann auch nach Gefühl angehen.


JakobsMutti

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Antwort auf Beitrag von Felica

Wir essen nicht mal Fleisch.


franziiiii

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Antwort auf Beitrag von Colinaa

Wie schön zu sehen, dass ich damit nicht alleine bin


Ivdazo

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Antwort auf Beitrag von franziiiii

Ich verstehe nicht, warum es nicht beides sein kann. Also sowohl Brei als auch "normales" Essen anbieten. Dann sieht man auch gleich, was das Kind lieber annimmt, und kann sich danach richten.


franziiiii

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Antwort auf Beitrag von Ivdazo

Da bin ich ganz bei dir! Finde ich auch nen super Zwischenweg


Mitglied inaktiv

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SunnyNanni

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Antwort auf Beitrag von Ivdazo

So machen wir es auch. Meine Kleine isst gerne Brei. Aber bekommt alles mögliche an Gemüse, Obst und sonstigem das geeignet ist auch zum in die Hand nehmen und probieren.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von franziiiii

Lt. Unserem Kinderarzt muss man das nicht so eine Wissenschaft draus machen und nicht nach irgendeinem Plan vorgehen. Unser kleiner wollte absolut keinen Brei, der bevorzugt von sich aus BLW


franziiiii

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Letztendlich entscheiden da wohl echt eher die Kleinen. Klingt mir aber dann ehrlich gesagt immer mehr veraltet, da nach nem „Plan“ vorzugehen, wenn ich das hier so lese!


Phila83

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Antwort auf Beitrag von franziiiii

Jepp, richtig. Lass den Plan beiseite, Kinder machen eh was sie wollen Ich unterschreibe voll bei Jakobsmutti. Das wichtigste sind zudem die Beikostreifezeichen zu beachten: - Kind zeigt eindeutiges Interesse - Kein Zungenstossreflex mehr vorhanden - Kind kann sich (aktiv) hinsetzen. Wenn das alles drei zutrifft: Feuer frei. Und immer dran denken: Essen MUSS Genuss sein und ohne Druck vonstatten gehen. Food under one is just for fun! Mit meiner Kleinen bin ich erst kurz vorm 1. Geburtstag mit Beikost gestartet. Vorher hatte sie keinerlei Interesse und konnte auch nicht aktiv frei sitzen. Wäre ich "klassisch" gestartet wäre das ganz ganz böse nach hinten losgegangen. Für alle. Sie ist in kürzester Zeit zum Scheunendrescher mutiert, liebt die Milch aber trotzdem noch. Darmbeschwerden hatten wir zu keiner Zeit.


JakobsMutti

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Antwort auf Beitrag von franziiiii

Hier noch mal ein schöner Artikel zum Thema - gibt noch mehr auf dem Blog. Der gesamte Blog ist sehr lesenswert!!! Hat mir viele Sorgen erspart! https://www.kinder-verstehen.de/mein-werk/artikel/die-sechs-mythen-der-beikosteinfuehrung/


Pamo

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Antwort auf Beitrag von franziiiii

Diese Breieinführung als Wissenschaft ist eine deutsche Modeerscheinung und braucht nicht von dir beachtet zu werden. Ihr könnt einfach anbieten und sehen was geht. Auf Zucker, scharfe Gewürze, rohes Ei/Fleisch/Fisch würde ich jedoch verzichten. Ich habe damals als erstes Reisbrei angeboten, dem Kind hat es geschmeckt. Es hätte aber genauso gut Obst, Gemüse oder sonst was sein können.


franziiiii

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Antwort auf Beitrag von Pamo

Super, danke für die Tipps!