Elternforum Rund ums Baby

Beikost

Beikost

Gwenska

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Meine Tochter ist jetzt 7 Monate alt . Seit 2 Monaten sind wir dabei den Mittagsbrei einzuführen .Sie zeigte Interesse ,das verging allerdings recht schnell wieder. Sie würgte bei allem was ich ihr angeboten habe, habe sie dann auch nicht gezwungen, sondern ein paar Tage Pause eingelegt. Ich habe zuerst die Breie selber zubereitet ,bin dann auf Gläschen umgestiegen. Sie isst jetzt jeden Mittag ein paar Löffelchen ,aber wirklich weiter kommen wir nicht seit 3 Wochen .


mausebär2011

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Antwort auf Beitrag von Gwenska

Dann hat sie vermutlich noch kein Interesse an beikost. Ich würde einfach nochmal einen längeren Zeitraum abwarten. Versuch es in 4-6 Wochen nochmal. Beikost ist zwar ab dem 5ten Lebensmonat geeignet, aber theoretisch brauchen sie das im gesamten 1ten Lebensjahr noch nicht. Ihr habt also noch ganz viel Zeit. Alternativ könntest du statt Brei etwas anderes anbieten. Google mal blw. Manche Kinder mögen nämlich einfach keinen Brei. Unsere kleine hat auch keinen Brei gemocht und deshalb direkt "richtiges" essen bekommen.


12Mami

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Antwort auf Beitrag von Gwenska

Hast du es schon mal mit Fingerfood/BLW probiert anstatt Brei? Ansonsten würde ich mir da absolut keinen Stress machen. Bei uns hat es erst so richtig “klick” gemacht mit ca 10/11 Monaten mit dem Essen. Davor hat er auch immer nur paar Löffel Brei gegessen. Am besten hat es aber immer geklappt wenn er von uns Sachen bekommen hat die er dann selbst essen konnte..


Gwenska

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Antwort auf Beitrag von 12Mami

Ich hab ihr mal ein paar Sachen gegeben,egal was es war , sie hat das Gesicht verzogen als würde sie in eine zitrone beißen


Pinguini

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Antwort auf Beitrag von Gwenska

Ein paar Löffel sind gut, lass dich von der Gläschen-Größe nicht verunsichern. Wichtig ist in dem Alter das Kennenlernen von Geschmäckern, also würde ich viele unterschiedliche Breie/Gemüse anbieten und die Reste irgendwie in Soßen für euch verkochen, damit nicht so viel im Müll landet. Es kommt nicht auf die Menge an, die dein Kind isst. Der Darm muss sich ja auch gewöhnen, dein Kind ist also eigentlich clever Meine war auch so und ist jetzt mit 2 mega gut und vor allem: alles


Gwenska

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Antwort auf Beitrag von Pinguini

Das hört sich ganz gut an , man denkt ja immer das man etwas falsch macht ...


auf der Reise

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Antwort auf Beitrag von Gwenska

Muttermilch / Pulvermilch stellt ab dem 7. Monat nicht mehr alle Nährstoffe bereit, die das Kind braucht. "BLW" zB stellt sie auch nicht bereit, da Kinder anfangs nur sehr wenig davon essen, obendrein wird oft nur mit Gemüse / Obst angefangen, was zB viel zu wenig verwertbares Eisen enthält. (Ja, BLW ist ein Trend auf Blogs und Foren, aber die Studienlage ist meines Wissens eindeutig. Du kannst auch mal nach BLISS suchen, einer u.a. fleischlastigen BLW-Variante, um genau das Problem anzugehen.) Also: Sollte Dein Kind längerfristig nicht viel außer Milch essen, klär es mit dem Kinderarzt ab. Der kann bei Bedarf auch die Eisenwerte usw. Deines Kindes bestimmen - viele Kinder haben noch gefüllte Nährstoffspeicher aus den ersten 6 Monaten oder der Schwangerschaft, aber das sollte ein Fachmann abklären, nicht ein hipper Forist vollmundig beruhigen. -> BLW ist nett zusätzlich, aber eben meist keine ausreichende Ernährung. Zum "Steigern": Sie braucht natürlich nicht die Referenzmengen der Breihersteller. Wieviel ißt sie wirklich? Und wovon? Mag sie lieber oft dasselbe... oder probiert Ihr Neues, auf der Suche nach einem Geschmack, den sie mag? Gibt es etwas, das sie mag (zB Obstmark), mit dem Ihr den Brei etwas vermischen könnt für den (Wieder-)Anfang? Auch Milch... außer daß Pulvermilch leider die Eisenresorption hemmt. Aber wenn sie darüber erst mal zum Breiessen findet? Und was glaubst Du, warum sie würgt? Sitzt sie zu wenig aufrecht? Schluckt sie zu schnell? ... Und wen beunruhigt das - Dich oder auch sie? Denn leichtes Würgen ist bei Säuglingen ja häufig, weil ihr Würgereflex weiter vorn im Mund ausgelöst wird als bei Erwachsenen. Generell vielleicht auch mal veränderte Situation probieren: Anderen Ort, andere Seite (rechts statt links im Arm), evtl sogar mal auswärts, falls Ihr trotz Omikron noch Leute besucht? Andere Person, die füttert (hilft angeblich auch manchmal enorm)?


12Mami

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Antwort auf Beitrag von auf der Reise

Kannst du mir bitte einmal die Studie zu BLW verlinken, das würde mich doch mal sehr interessieren! Klar hast du recht, wenn das Kind über einen längeren Zeitraum wirklich NICHTS isst sollte man das definitiv abklären lassen. Trotzdem sprechen wir hier von einen 7 Monate alten Baby das gerade mal anfängt mit dem Essen. Die meisten Babys sind wenn überhaupt eigentlich mit 6 Monaten gerade erstmal überhaupt bereit um mit Beikost zu beginnen. Und zudem heißt es auch BEIKOST weil die Hauptnahrung immer noch Milch ist. Und wenn dann wenigstens etwas dazu gegessen, auch wenn es nur ein paar Löffel sind, ist das okay in den ersten Monaten. Und mit dem Eisen ist es auch totaler Quatsch. Es gibt viele Lebensmittel die viel mehr Eisen als Nährstoff haben als Fleisch!


misssilence

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Antwort auf Beitrag von 12Mami

Das mit der Nährstoff Versorgung ist ein Märchen - und beruht auf stümperhaft durchgeführten und interpretierten Studien. Muttermilch und Pre bietet sehr lange das, was es braucht. An der Studie wäre ich auch interessiert. Ich kenne bislang nur Stellungnahmen, in denen Ärzte einen Nährstoffmangel vermuten - nicht mehr. Gäbe es da bessere Erkenntnisse, fände ich das sehr interessant!


Phila83

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Antwort auf Beitrag von auf der Reise

Wo bitte hast du diesen *bitte entschuldigt alle* Schwurblerscheiß her?! Das ist doch der blödeste Unfug.


Pino

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Antwort auf Beitrag von Gwenska

Bei uns hat es auch einige Wochen nicht geklappt. Dann haben wir angefangen, dass der Kleine auf meinem Schoß sitzt und der Papa füttert. Und plötzlich ging es total gut. Von mir will er aber, wenn mein Freund wieder in ein Meeting muss (Homeoffice) keinen weiteren Löffel, nur Milch. Vielleicht könnt ihr ja auch mal probieren, ob jemand anders füttern kann?


auf der Reise

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Antwort auf Beitrag von Gwenska

Nachdem gerade meine fast fertige Antwort abgestürzt ist, nur kurz: Die folgende Antwort geht an die, die nach Studien bzw. seriösen Artikeln gefragt haben. (Und bitte schreibt hier im Forum respektvoll. Wenn Ihr andere Fakten belegen könnt, könnt Ihr das ja sachlich und ohne Unhöflichkeiten tun. Wen es betrifft, wird’s schon wissen. Danke.) An die Fragenstellerin habe ich oben schon geschrieben. Nur mal zu Eisen (Vitamin B12, Zink usw. wären auch von Interesse) Studien (nur schnelle Auswahl; sonst auch in die Review-Artikel schauen, insb. im ersten): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23212531/ - Stillen hat keinen Einfluß auf Eisenwerte (Pulvermilch erhöht sie); Beikost erhöht die Eisenwerte tendentiell (Kuhmilch verringert sie, das zeigen übrigens viele Studien, siehe auch https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21921812/ oder z.B. als Studie: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21921812/) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22348457/ - Beikostbeginn später als 6 Monate als ein Risikofaktor (von mehreren) für Eisenmangel [einkommensschwache Ägypter] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32606286/ - später Beikostbeginn als ein Risikofaktor (von mehreren) für Eisenmangel [China] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30270210/ - Beikostbeginn ab 6 Monate oder später und grds. später Beikostbeginn als ein Risikofaktor (von mehreren) für Eisenmangel [Palästina] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26571345/ - nur Eisenaufnahme (nicht Eisenmangel): niedriger bei Kindern, die erst mit 6 Monaten oder später Beikost bekamen [Australien] https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21114904/ - Beikostbeginn vor 6 Monaten = bessere Eisenwerte (nicht benannt: weniger Eisenmangel), außerdem bessere Werte bei Pulvermilch als bei Muttermilch [wohl Italien] Reviews bzw. Sekundärliteratur https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/2485591/ https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24135983/ ... nur Zusammenfassung https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26239113/ - (sogar ab 4 Monate) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29268254/ - (möglich ab 4 Monate) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11339160/ - Punkt 3: Unterschiede zwischen Kindern im ersten Lebensjahr bei gestillten Kindern https://www.cdc.gov/breastfeeding/breastfeeding-special-circumstances/diet-and-micronutrients/iron.html – Center for Disease Control and Prevention (USA) https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28622779/ - laut der Frz. Pädiatrischen Gesellschaft sollten vollgestillte Kinder im Alter von 7-11 Monaten Eisenpräparate erhalten https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34959753/ - Gesellschaft italienischer Kinderärzte... mit Überblick u.a. der US-Position Nur zum Interesse: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27836288/ - mehr vollgestillte und zugefütterte 9 Monate alte Kinder hatten Eisenmangel als Kinder, die nur Pulvermilch bekamen Wer Zeit hat, gern weiter recherchieren. Oder falls jemand belastbare Literatur dazu hat, gern auch gegenteilige Ergebnisse. Ebenso zu BLISS und der Problematik von BLW. Fazit: Vielen Kindern schadet‘s alles nicht, die leiden auch nicht unter langem Vollstillen oder BLW :-) … aber es bleibt ein erheblicher Prozentsatz [irgendwo stand für Westeuropa: 5% Kinder mit Eisenmangel], bei dem es relevant ist, wie sie ernährt werden. Und deshalb bitte hier im Forum nicht Mütter „beruhigen“, die wegen berechtigter Gedanken schreiben. PS @12Mami: Mist, habe jetzt gesehen, daß Du ausgerechnet eine BLW-Studie suchtest. Ich habe jetzt durch den Absturz "Stunden" fürs Antworten gebraucht und muß einfach nur ins Bett. Entschuldige. Bitte nochmal selbst in Pubmed nachschauen, da gibt's genug, im Zweifelsfall nach BLW und BLISS gemeinsam suchen. Zumal aus dem o.g. ja auch klar ist: Die BLW-Haltung "[solid] food under one is for fun" ist nicht seriös, genauso wie die Meinung "wenn das vollgestillte Kind im 7. und 8. Monat an Möhren und Pastinaken erstmal nur nuckelt, *kann* nichts schiefgehen". Richtig ist: Meist geht's gut, bis das Kind irgendwann mehr ißt. Aber ein gewisser Prozentsatz der Kinder braucht früher mehr. siehe BLISS.


misssilence

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Antwort auf Beitrag von auf der Reise

Danke für die Links! Aber kann es sein, dass man nur auf den Abstract Zugriff hat? Ich habe nun versucht, die Studien in Langform zu öffnen. Nur der Abstract ist ja nicht aussagekräftig. Um die Studien richtig beurteilen zu können, muss man das Studiendesign, die Parameter etc analysieren. Entweder ich Stelle mich zu doof an oder es ist tatsächlich ein kostenpflichtiger Zugang?! Gerade was Eisen betrifft, zählen nämlich viel mehr Faktoren, als nur gestillt, Pre, oder Beikost - zB ob die Nabelschnur auspulsiert ist (es gibt noch andere Faktoren zu berücksichtigen. So auch, ob in der Schwangerschaft ein Eisenmangel vorlag, denn dann ist das Kind unter Umständen auch von Beginn an schlechter versorgt). Ist dies nicht der Fall, fehlen dem Kind erhebliche Eisenmengen. Da muss man schauen, ob die Art der Entbindung berücksichtigt wurde. Ansonsten ist die Studie wenig aussagekräftig. Das meinte ich oben mit "stümperhaft durchgeführt und interpretiert". Die meisten Studien, die ich kenne, berücksichtigen nämlich nur die Art der Ernährung. Oder beziehen sich gar nur auf den Eisengehalt in Pre oder Muttermilch, ohne den Eisengehalt im Blut tatsächlich zu messen, was zu völlig falschen Ergebnissen führt, da das Eisen in der Muttermilch besser verfügbar ist. BLW ist übrigens kein neumodischer Trend. Unser hier zu Lande gelebte Beikost Plan entspringt aber keinen wissenschaftlichen Erkenntnissen, soweit mir bekannt ist, sondern dem Kaiserreich. Es macht auch wenig Sinn, dass Muttermilch nicht geeignet sein soll, ein Kind länger als sechs Monate vollwertig zu ernähren. Die Menschheitsgeschichte ist voll von Zeiten der Entbehrungen. Ich bin sicher, dass unsere frühen Vorfahren nicht die Möglichkeit hatten, einen Fleisch Gemüse Brei pünktlich ab Woche 20 einzuführen. Ich glaube es wäre dumm, wenn die am besten verfügbare Nahrungsquelle für unsere Kinder nur so kurz vollwertig wäre. Aber das ist nun nur bloße Theorie meinerseits ;) Ich leugne übrigens nicht, dass es nicht Kinder mit Eisenmangel gibt. Aber ich bezweifle, dass dies nur an der Form der Ernährung liegt - siehe oben. Allein die Versorgung während Schwangerschaft und art der Entbindung machen viel aus. Und wenn man bedenkt, wie viele Kaiserschnitte wir haben, wundern mich die von dir genannten 5% nicht.


auf der Reise

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Antwort auf Beitrag von misssilence

Ja, die meisten Artikel sind kostenpflichtig. Ja, man sollte Studien komplett lesen. Nein, stümperhaft finde ich es nicht, wenn nicht jedes Mal Schwangerschaft, Entbindung usw. miterhoben wird. Wichtiger wäre mir Randomisierung. Ich fand auch eine Studie, wonach Eisenwerte der Schwangeren kaum Einfluß auf spätere Werte des Kindes hatten. Aber es ist "gefährlich", einzelne Studien ohne Hintergrundwissen zu bewerten. Deshalb traue ich grds. Fachleuten mehr als skeptischen Laien. (Bezieht sich nicht auf Dich. Ganz allgemein.) Deine Theorie ;-) würde ich nicht teilen: Die Evolution hat nicht alles perfektioniert, dafür gibt es ja die Auslese. :-) Und: Warum sollten Mütter ihr Kind nicht zufüttern, um Eisenwerte zu optimieren? Beikost hat meines Wissens eine uralte Tradition, viel älter als "modernes Wohlstands-BLW" (wenn Du von traditionellem "BLW" weißt, erzähl gern) - meine Theorie ist, daß man sich oft gar nicht die Verschwendung leisten konnte, daß ein Kind anfangs mit dem Essen spielt. Da wurde dem hungrigen Kind lieber etwas Vorgekautes in den Mund gedrückt. Karies verstand ja keiner. Oder wenn ein Kind sehr hungrig ist, landet auch eh das meiste im Mund, da wird nicht mehr gespielt. Warum sollte man wertvolles Essen "verschwenden", damit ein Kind, das noch nicht mal reden kann, ganzheitliche Erfahrungen macht? Aber das klingt jetzt sehr BLW-kritisch, umd so meine ich es nicht. Ja, ich sehe sehr kritisch, daß (zB hier im Forum) ahnungslosen Eltern von BLW erzählt wird, ohne die potentielle Problematik unzureichender Nährstoffe bei ausschließlichem BLW zu erwähnen: Eltern sollten Risiken kennen und dann entscheiden, was sie mit ihrem Kind tun, denn das muß es ggf. ausbaden! (Und unklare Studienlage ist ein Risiko.) Generell finde ich die Ausschließlichkeit von BLW angesichts meist unbekannter Nährstoffspeicher problematisch, aber auch als Haltung generell. Da wird in meinen Augen traditionelle Beikost (ob nun "deutsche" Breie oder andere Varianten) unnötig verteufelt, schon allein die irreführende Bezeichnung "BLW" suggeriert ja, das Kind würde (nur) bei BLW die Beikost (eh noch nicht das Abstillen) leiten. :-) ... aber nichts destotrotz finde ich es klasse, dem Kind *auch* Essen hinzulegen oder in die Hand zu geben, wenn man halt Essen im Überfluß hat. Dann kann das Kind Erfahrungen machen, prima! Entweder-Oder-Debatten finde ich unnötig.