Elternforum Rund ums Baby

Baby weint und lässt sich nicht beruhigen

Baby weint und lässt sich nicht beruhigen

Weronka

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Hallo ihr lieben! Meine kleine ist jetzt bald 2 Monate alt und ist an sich ein sehr glückliches und aufgewecktes Baby. Sie lächelt viel und gerne, kann aber auch sehr laut werden, wenn ihr was nicht passt. Also alles ganz normal :) Ihr Tag besteht normalerweise aus schlafen, essen und zwischendurch möchte sie ein bisschen unterhalten werden. Also wie schon erwähnt, alles ganz normal. Was ich jedoch sehr merkwürdig finde, ist dass sie seit ca. 3 Wochen immer ab 16/17 Uhr bis 20/21 Uhr, die komplette Zeit durchbrüllt. In dieser Zeit möchte sie nichts essen, man kann sie mit Rasseln oder anderen Beschäftigungen (Trage, wippe, Fliegergriff, Massagen, Kirschkernkissen, viel Körperkontakt etc. habe schon alles ausprobiert) nicht beruhigen. Schlafen möchte sie auch nicht. Habe das Gefühl, dass ist schon Routine bei ihr geworden. Weiß aber leider nicht, was der Auslöser für dieses Verhalten war bzw. ist. Ich war bereits bei unterschiedlichen Ärzten, weil ich dachte, es ist vielleicht körperlich oder ähnliches. Aber sie ist kerngesund. Hat jemand von euch schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht oder hat jemand ein paar Tipps wie ich sie zur Ruhe bringen kann oder wenigstens den Auslöser für ihren Frust finde? Bin über jeden Tipp sehr dankbar :)


JFD2020

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Antwort auf Beitrag von Weronka

Hey :) Wir hatten sehr stark mit den 3 monatskoliken zu tun, unser kleiner war fast nur am weinen. Uns hat dann eine elektrische Federwiege weitergeholfen die wir erst gemietet haben und dann als es geklappt hat gekauft haben. Es könnte bei euch auch der 12 Wochensprung sein. Bei uns hat sich das immer sehr lang gezogen, da der kleine ihn immer schon sehr zeitig gemerkt hat und es mit einen wachstumsschub kollidiert. Drück euch auf jedenfall die daumen das es bald wieder bergauf geht und ihr vielleicht eine lösung für euch findet die für euch funktioniert. :)


Mitglied inaktiv

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Also bevor sich jemand angegriffen fühlt, das ist nicht meine Absicht. Aber was bitte ist ein 12 Wochen Sprung? Die 3 Monatskolik hatte ich hier auch. ( Oder auch nicht. Das hab ich mir nur 3 Monate angehört. Danach ging's direkt ins Zahnen über nachdem nach 3 Monaten immer noch nicht Schluss war mit dem Gebrüll) Aber 12 Wochen Sprung höre ich trotz 4 Kinder zum ersten mal. Die letzten Wochen kursierte was mit 7 Wochen. Oder waren es Tage? Keine Ahnung...alles Zeitspannen die ich davor noch nie gehört habe. Hab jetzt auch keine Idee und kann mit meinem ehemaligen Schreikind auch wirklich mitleiden. Er hat prinzipiell viel geschrien. Aber so gegen späten Nachmittag ging's richtig los. Hatte schon immer Panik wenn die Zeit näher rückte Aber denke solange ärztlich alles durch ist kannst du nur für das Kind da sein und ihm Halt geben. Ich werde nie erfahren was letztendlich der Grund für sein Gebrüll war. Aber inzwischen ist er ( mehr oder weniger ) erwachsen und kann sich nicht mehr dran erinnern. Soll heißen...es können jetzt 1000 Ideen kommen. Aber es sind alles nur könnte Vorschläge.Meiner hat auch oft geschrien wenn er hundemüde war. Zum Schlafen hat man ihn trotzdem nicht gebracht. Mit ca 9 Monaten war dann alles normal.


Fleurdelys

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Das mit den Sprüngen/Schüben kommt von dem Buch „Oje, ich wachse“ (Oei, ik groei) das Anfang der 90er erstmals erschienen ist. Es wurde von einem Anthropologen und einem Entwicklungspsychologen geschrieben, die sich auf jahrelange Beobachtungen von Babys und Kleinkindern berufen. Demnach vollzieht sich die kognitive Entwicklung in den ersten Lebensmonaten in „Schüben“ oder „Sprüngen“, undzwar gemessen am ET bei fast allen Babys in etwa denselben Zeiträumen. Einige sind zu diesen Zeiten anhänglicher und quengeliger, da die Gehirnentwicklung einen großen Schritt macht und sie viel verarbeiten. Ich denke auch nicht, dass man das Ganze überbewerten sollte, aber manchmal ist es doch ganz hilfreich und spannend zu wissen, was da wohl gerade im Gehirn passiert.


NaduNadu

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Jap, konnte man die Uhr nach stellen... Hier haben BiGaia (Darmkur)Tropfen über 21 Tage geholfen. Besserung trat nach 3 Tagen ein


Junalina

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Ich fühle mit dir. Meine jüngste Tochter hatte das ganz ausgeprägt. Es hat mit 4 oder 5 Wochen angefangen und schlagartig mit 8 Wochen aufgehört. Sobald hier abends Ruhe eingekehrt war (die Geschwister im Bett), fing das schreien an und nichts half. Ich habe sie mir ins tragetuch gepackt, bin gelaufen und war einfach da. Manchmal habe ich vor Verzweiflung mitgeweint und wenn nix ging, habe ich sie samt Tuch meinem Mann gegeben. Manchmal half es, draußen zu laufen. Dann ging es aber wieder los, wenn wir zu Hause waren. Je ruhiger du bist, umso besser. Das überträgt sich auf das Baby. Ob es nun Bauchweh war oder sie den Trubel vom Tag verarbeitet hat... Ich werde es nie erfahren. Halte durch! Es wird besser. Ich finde, je größer sie werden, umso besser kann man einschätzen, wo der Schuh drückt.


Phila83

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Abendliche Schreistunde(n) sind in dem Alter völlig normal. Die Kleinen kriegen jetzt viel mehr mit und das Gehirn ist wahnsinnig beschäftigt mit Eindrücken und neuen Verbindungen bauen. Das ist alles extrem anstrengend und dieser ganze Balast wird abends weggeschrien um schlafen zu können. Da hilft ursächlich nichts. Symptomatisch half hier nur: selbst so ruhig wie möglich zu sein. Kind in die Trage. Sicherheit geben und Nähe, aber das Kind einfach so den Tag verarbeiten lassen. Alle anderen extra Reize (Rassel etc) weglassen.


Wächterin

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Guten Morgen! Das klingt alles ziemlich normal. Die Kleinen bekommen immer mehr mit, wodurch sich ihre Welt ständig verändert (nicht nur erweitert, sondern auch einfach nicht mehr die ist, die sie noch vor wenigen Tagen kennengelernt haben). Versuch auf die Bedürfnisse auszugehen. Oft hat bei uns Nähe, z.B. ein Spaziergang in der Trage an der frischen Luft, geholfen um ihr etwas Ruhe zu geben. Ansonsten schaut mal, ob sich etwas zum Abend hin bei euch verändert. Schaut ihr Fernsehen? Ist es dunkel im Zimmer? Anderes Licht? Plötzliche Stille? Das alles kann sie entweder verunsichern, weil sie nicht versteht wieso plötzlich Ruhe ist und fühlt sich verlassen. Oder sie ist nach den Tag überreizt und hat zu viele Eindrücke bekommen und zu wenig den Tag über geschlafen? Abend Routine mit entspanntem Wickeln, einer Babymassage, gedimmtem Licht, eure Stimmen und Nähe, kein Fernsehen, keine Spiele. Vielleicht könnt ihr euch da etwas ausprobieren Viele Grüße und viel Glück!


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Wächterin

Das Buch kenne ich vom Namen. Aber nie gelesen. Aber jetzt muss ich mich trotzdem mal Recht lobend über die absolut sachliche Antwort äußern. Hab schon gedacht jetzt krieg ich mecker wegen der Frage Freu mich grad voll


Mucky

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Hallo, google mal nach "Tränenreiche Babyzeit" uns hat es sehr geholfen, wenn du Fragen hast, dann kannst du dich gerne melden. Halte durch


Ruto

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Die abendliche Schreistunde hatten wir auch, ging etwa 4,5 Monate so. Allerdings nur eine Stunde (an schlechten Tagen zwei). Ab drei Stunden, mindestens drei Mal die Woche spricht man unter Umständen von Schreibabys, wobei ich das von denen im erweiterten Bekanntenkreis so kenne, dass da auch am Tag exzessives Schreien (nicht nur abends) dabei war. Je nachdem wie hoch euer Leidensdruck ist, könnt aber auch ihr euch an eine Schreiambulanz wenden. Oft geht es ja einfach darum, für sich selber Möglichkeiten zu finden ruhig zu bleiben. Den Auslöser wirst du nicht finden, das abendliche Schreien ist sehr häufig in dem Alter. Oft ist es nach den ersten 12 Wochen rum, manchmal dauert es auch länger. Es wird viel verarbeitet, das wird dann so rausgelassen. Meine hat sich oft gewunden, hatten schon den Eindruck, dass es neben Überreiztheit (sie war auch auffällig aufnahmefähig und neugierig, selbst Fremde haben uns auf der Straße darauf angesprochen) auch Bauchschmerzen (Koliken eben) waren, die sie so gequält hatten. Die Verdauung muss in dem Alter ja auch erst anlaufen. Körperkontakt war das einzige, das ihr geholfen hat. Haben Stunden über Stunden auf dem Gymnastikball verbracht oder aber das Tragetuch genutzt und sind im Ausfallschritt durch die Wohnung oder draußen herumgelaufen (auf und ab Bewegungen eben). Auch der Fliegergriff war oftmals der Unterschied zwischen Tod und Verderben (drastisch ausgedrückt...). Bei uns war das eigentlich vor jeder Schlafphase Thema, aber eben abends besonders ausgeprägt.


Schafi27

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Hallo bei uns war es ebenfalls so. Mein Sohn hat, glaube ich, am Abend den Tag verarbeitet. Ich habe ihn im Arm gehalten und gestreichelt. Und wie schon geschrieben ist es hilfreich sich dabei zu entspannen, da es die Würmer mitbekommen. Leicht gesagt, ich weiss...aber es stimmt. Vlg


Ju.li

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Wir haben das Problem aktuell auch und sind auch auf der Suche nach einer Lösung.. Bei uns ist es ähnlich von der zeit her und nachdem sie sich beruhigt hat ist sie sehr nervös und schläft vor halb 12 nicht... Aber wenn ich das hier so lese hilft da wohl nur durchhalten