Riialein93
Hallo ihr Lieben,
ich hoffe so sehr, unter euch jemanden zu finden, der unsere Situation auch schon erlebt hat oder das Glück hat, es so nicht so kennen - uns aber dennoch helfen kann.
Meine Tochter ist inzwischen 8 Monate alt und wir sind absolut verzweifelt. Vorab ein paar Infos: Schwangerschaft war ohne Komplikationen, Geburt lief (soweit ich das beurteilen kann) auch problemlos, wir waren mit ihr bei 3 Osteopathen sowie Kinderarzt und Physiotherapie.
Folgendes Problem: Jeden Abend, seit sage und schreibe ACHT Monaten, schreit unsere Tochter abends immer und immer wieder auf. Wir bringen Sie nach einem festen Abendritual ins Bett, sie schläft relativ gut ein (Beistellbett). Nach pünktlichen 30 Minuten (selten länger) fängt sie aus dem Nichts an zu schreien. Sie hat dabei die Augen noch geschlossen und ist noch nicht richtig wach. Wenn wir Glück haben, können wir Sie beruhigen und sie schläft wieder ein. Nach weiteren 15 Minuten das selbe Spiel. Das Ganze dauert bis ca. 23 Uhr und danach schläft sie wunderbar bis morgens. Wir haben alles erdenkliche Versucht: bei ihr liegen bleiben, Musik, weißes Rauschen, Vorhang auf und zu, andere Schlafposition, in unser Bett gelegt, Therapiedecke, pucken, Tür auf lassen, Lavendelöl auf Füße gegeben, ... wir sind mit unserem Latein am Ende. Keiner kann uns bei diesem Problem helfen und jeder Abend endet im absoluten Frust. Mein Partner und ich laufen den ganzen Abend abwechselnd ins Schlafzimmer und beruhigen sie. Ihr fehlt es augenscheinlich an nichts. Es gab bisher maximal 5 Abende, wo sie nicht geschrien hat.
Bitte bitte... wenn jemand noch einen Lösungsansatz oder eine Beratungsstelle kennt: lasst es mich wissen!!!
LG Maria
Wenn alles nicht hilft.... dann würde ich diese unangenehme Macke einfach akzeptieren. Manche Dinge kann man nicht ändern.... Mein Sohn heult grundsätzlich beim einschlafen. Das ist weder schön noch romantisch, aber man kann’s nicht ändern. Irgendwann wird es schon aufhören....
Hallo, danke für deine Antwort. Leider ist das keine Option für mich. Das „Heulen beim Einschlafen“ ist eine völlig andere Hausnummer. Das war wir jeden Abend erleben, hat eine Ursache und die möchte ich herausfinden. Es ist nicht nur für uns eine enorme Belastung sondern auch fürs Kind! Die schläft völlig erschöpft kurz vor Mitternacht ein. Das kann und werde ich so nicht hinnehmen. :-) LG
Das hört sich wirklich sehr nervenaufreibend an. Ich kenne das so nicht, aber meine ist im selben Alter und wacht auch nachts immer wieder auf (das ist ja nichts Ungewöhnliches), nur schreien tut sie dabei selten. Sie hatte aber auch mal Phasen, in denen sie beim ersten Aufwachen abends immer furchtbar geweint hat. Ich weiß nicht ob ich dir helfen kann, aber mich würde noch interessieren: Wie genau schläft sie ein? Wird sie gestillt oder getragen oder schläft sie von selbst ein? Mit Schnuller? Und wie unterscheidet sich die Schlafsituation von tagsüber, wie und wie lang schläft sie da? Wie ist der Schlafbedarf insgesamt, schläft sie „normal“ viel?
Hallo, vielen Dank für deine Antwort. Sie schläft in ihrem Bett ein, ohne herumtragen oder stillen. Mit Schnuller. Der ist, wenn die losschreit, auch noch im Mund.Tagsüber ist es im Grunde der selbe Spaß. Ich bekomme sie mittags selten länger als eine halbe Stunde zum Schlafen und mit etwas Glück am Nachmittag nochmal. Auch maximal 30 Minuten. Im Auto auch mal etwas länger. Sie schläft morgens meistens bis 8 Uhr.
Das klingt echt hart. Wie schon weiter unten geraten wurde, solltet ihr vielleicht mal nach einer Schlafambulanz suchen. Für mich (als absoluten Laien) hört es sich ein bisschen so an, als ob sie nicht abschalten kann und überreizt wäre. Vielleicht ist sie von Natur aus sehr empfänglich für äußere Reize und hat Probleme, die Erfahrungen am Tag zu verarbeiten. Ich finde dafür würde auch sprechen, dass sie im Auto länger schlafen kann - da sind die Motorengeräusche und Bewegungen des Autos, die alles andere ein bisschen ausblenden. Aber wie gesagt, ich würde da nochmal mit jemandem sprechen, der sich wirklich damit auskennt. Vielleicht auch nochmal zusätzlich hier im Expertenforum nachfragen, falls du das noch nicht gemacht hast. Ich wünsche euch alles Gute und dass es bald besser wird!
Wir hatten das deutlich später. Sowohl nachts als auch am Ende des Mittagsschlafes erwachte der Sohn und war nicht zur Ruhe zu bekommen. Es handelte sich um den sogenannten Nachtschreck. https://www.babyartikel.de/magazin/nachtschreck https://www.praxisvita.de/der-nachtschreck-baby-panik-9657.html
Für mich klingt es auch ein bisschen nach nachtschreck. Muss nicht immer genauso ablaufen wie in der Literatur beschrieben. Meine große hat auch nächtliche schreianfälle, Kinderarzt meinte, nach der Beschreibung ist das ein nachtschreck, ich hätte mir das anders vorgestellt...
Hallo, vielen Dank! Was mich so stutzig macht ist, dass es einfach nie anders ist! Jeden Abend exakt das gleiche Problem, bis sie wirklich völlig Erschöpft ist und endlich schläft. Genauso mittags oder wann auch immer. Da belastet es uns aber nicht so sehr. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Nachtschreck so konstant auftritt...
Mich erinnert das an eine lange Phase unserer Tochter, als sie unter einem Jahr war. Nachtschreck (pavor nocturnus) war es. Sie war dann wirklich nicht erreichbar und Körperkontakt etc. hat es nicht gemildert. Eher im Gegenteil. Ich fand das auch ganz schlimm. Bei uns ist das schon eine ganze Weile her, der Kinderarzt hatte Tips. was sagt denn Euer Kinderarzt/ Ärztin dazu?
Hallo habt ihr schon mal versucht euer Kind eine halbe bis 1 Stunde später hinzulegen ob es dann auch vorkommt. Ansonsten wenn das auch nicht hilft kann es einfach sein das euer Kind in dieser Zeit bis 23 uhr den Tag verarbeitet . Es gibt viele Kinder die abends mit Schrei Phasen auch wenn sie schon geschlafen haben ihren Tag verarbeiten. Das hat sich aber später mit zunehmendem Alter gegeben. Gruß Yvonne
Hallo, danke für deine Antwort. Aber tritt der Nachtschreck denn wirklich jede einzelne Nacht auf und immer immer immer wieder? Bis das Kind völlig erschöpft ist? Und das quasi seit ihrem ersten Lebenstag? Wie war das bei euch? Ich kann mir das einfach nicht vorstellen... der Kinderarzt kann rein körperlich nichts feststellen und das war es dann auch schon. Ihm fehlt schlichtweg die Zeit, sich den Sachverhalt im Ganzen anzuhören und eine Lösung zu finden. Denn auf der Hand liegt es leider nicht ![]()
Schade,dass euch der Kinderarzt keine Anlaufstellen nennen kann .So richtig normal hört sich das nicht an.Es könnte auch eine Regulationsstörung sein.Mein mittlerer Sohn dies,äusserte sich durch viel Schreien,aber nicht nur am Abend.
Vielleicht eure Hebamme ansprechen,ob sie Rat weiss.Vorallem ist es ja auch (verständlicher Weise) für euch eine extreme Belastung.Frühe Hilfen wäre da eine Anlaufstelle.Oder wirklich das Abendritual überarbeiten ...nicht so lange.Oder später/früher ins Bett.Vielleicht braucht sie am Tag mehr Schlaf,damit sie Abends nicht so aufgeregt ist?????
Viel Erfolg ![]()
Hallo, danke für deine Antwort.
Naja der Kinderarzt erkennt irgendwie den Ernst der Lage nicht. Ein Baby weint einfach nachts manchmal.. dass das bei uns ganz andere Ausmaße annimmt kann er nicht so richtig verstehen. Rein körperlich geht es unserer Tochter gut, somit ist sein Job irgendwie erledigt. Die Hebamme weiß sich tatsächlich keinen Rat mehr. Die hatte mich zum Osteopathen geschickt, welcher uns dabei ja auch nicht helfen konnte.
Den Tagesablauf verändert und die Schlafenszeit verschoben haben wir natürlich auch schon. Ich lege sie immer mal ein bissel früher oder später hin. Je nachdem wie es tagsüber lief und wieviel sie da geschlafen hat. Auch da kommen wir nämlich mittags und nachmittags selten über 30 Minuten.
Huhu, Hast du schon mal versucht sie unter Tags einfach auf deinem Bauch/in deinem Arm schlafen zu lassen? Oder im Tragetuch? Unsere Tochter ist auch 8 Monate, vormittags schläft sie meistens 60min beim spazieren gehen (Tragetuch) und nachmittags mit mir im Bett 1,5-2h (sie wird in den Schlaf gestillt und ich bleibe dann mit ihr in der Wiegehaltung so im Halbsitz, bis sie wieder aufwacht) Ich habe schon immer wieder gehört, dass ein guter Tagschlaf auch für den Nachschlaf hilft. Es kann natürlich auch sein, dass sie wirklich nicht mehr Schlaf braucht, aber es kommt mir zumindest im Vergleich etwas wenig vor. Das sind jetzt einfach die Sachen die mir spontan dazu eingefallen sind, ich wünsche euch dass ihr hier einen hilfreichen Tipp bekommt!
Hier ist es nicht jeden Abend und auch nicht so extrem. Aber auch bei uns kommt es vor, dass meine Kleine die 2-3 Stunden sehr unruhig schläft (inkl. Schreien bevor die Augen aufgehen) und danach aber Recht lange durchgeschlafen wird. Sie ist auch 8 Monate alt. Bei uns ist das der Fall, wenn gerade viel los ist. Also, sie viel Neues am Tag probiert, lernt, neue Eindrücke hat. Da braucht sie bis sie runterkommt. Wir schlafen im Familienbett, deshalb ist das Aufschrecken nur kurz, weil sie durch Anlegen sofort wieder ruhig wird und weiterschläft (im Idealfall gar nicht richtig aufwacht). Das ist in eurem Fall aber kein realistischer Lösungsansatz. Eine unruhige Schläferin war sie übrigens auch von Anfang an, es wurde insgesamt aber besser. Wenn euch die Situation zu sehr belastet, dann würde ich vorschlagen, eine Schlafambulanz in der Nähe zu suchen.
Hallo, vielen Dank für deine Erfahrung. Also selbst wenn ich neben ihr liege oder sie in unserem Bett schläft, kann ich das Schreien nicht unterbinden. Ich halte sie manchmal ganz fest, bleibe ruhig bei ihr liegen. Und, man kann die Uhr danach stellen, nach 30 Minuten schreit sie. Ich kann sie dann auch schnell beruhigen. Dennoch wiederholt es sich... immer und immer wieder. Egal was ich tue, wie schnell sie sich beruhigt.
Ich werde mich tatsächlich mal nach einer Schlafambulanz erkundigen.
Ich verstehe euch total. Das würde mich auch fertig machen.
Um ehrlich zu sein, würde ich fast darauf tippen, dass um diese Zeit einfach noch nicht ihre Nachtschlafphase beginnt. Wenn sie pünktlich nach 30 Minuten aufwacht, hört sich das eher nach einem Nickerchen an. Und ihr sagt ja auch, dass es später wunderbar funktioniert.
Vielleicht könnt ihr das zu-Bett-geh-Ritual einfach nach hinten schieben. Ist eine harte Zeit (auch von der Uhr her) aber Babys haben halt ihren eigenen Rhythmus ![]()
Hallo, das haben wir leider schon versucht. Wir schauen auch immer wie sie drauf ist und wie müde sie ist. Wir legen sie nicht jeden Tag 19 Uhr hin, sondern machen das schon individuell. Und auch wenn wir sie zB 21 Uhr hinlegen und uns sogar manchmal schon dazu legen, wiederholt sich das ganze Spiel. Das alles macht einfach keinerlei Unterschied. Weder Uhrzeit noch andere Einflüsse. Es ändert einfach nichts. Wie verhext...
Habt ihr schon mal das eigene Zimmer ausprobiert?
Nach 30min wechselt die Schlafphase. Viele Kinder wachen dabei auf (Bandbreite: schlafen gleich weiter bis schreien). Anscheinend braucht dein Kind danach mehrere Anläufe, um wieder Richtung Tiefschlaf zu kommen. Ihr könnt daran nichts wirklich ändern, nur für euer Kind da sein. Das wird sich mit zunehmender Hirnreife geben. Mein Sohn ist auch immer nach exakt 30min aufgewacht. Wenn ich dann nicht neben ihm lag um ihn direkt "aufzufangen" war der Abend/die Nacht gelaufen. Ich bin neben ihm liegen geblieben und konnte irgendwann schon allein an seiner Atmung hören, dass er kurz vorm Aufwachen war. Da konnte ich schon anfangen ihn aufzufangen. Das hat mit der Zeit sehr gut funktioniert.
Hallo Riialein93, ja, das hört sich anstrengend an. für den Nachtschreck ist deine Tochter meines Erachtens noch viel zu jung, auch das Aufwachmuster ist nicht ganz typisch dafür, finde ich. Könnte sie mit Reflux zu kämpfen haben? Trinkt sie kurz vor dem Einschlafen noch? Habt ihr mal versucht den Oberkörper höher bzw. das Bettchen schräg zu lagern? Als Ausschlusskriterium sollte sie bei Reflux in veränderter Position wie zum Beispiel aufrechter im Autositz oder der Babytrage besser schlafen als im Bett. Alles Gute!
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