Moehre700
Folgendes bewegt mich: Meine beste Freundin hat drei Jungs. Der Jüngste wird demnächst 4, er ist 6 Wochen älter als meiner. Allerdings hat er eine globale Entwicklungsverzögerung, das fällt jetzt schons ehr auf. Vor allem im Vergleich mit meinem Sohn. Er ist mittlerweile ungefähr zwei Jahre in seiner Entwicklung verzögert. Er spricht nur sehr schlecht, selbst die Mutter kann ihn nicht verstehen. Diagnostisch konnte bisher festgestellt werden, dass er eine Mutation des 10 Gens hat. Dazu gibt es bisher wohl nur Fallstudien, kein beschreibenes Krankheitsbild. Die Mutter ist selbst Ärztin und kann sich demenstprechend gut informieren. Bitte nehmt das mal als Tatsache hin. Der Kleine ist eigentlich ein fröhliches, liebes Kind. Aber es ist schon sehr anstregend mit ihm, weil man ihn nicht versteht. Und er ist extrem fixiert auf seine Mutter. Er kann mit Veränderungen, egal, welcher Art, gar nicht umgehen. Bekommt er einen "Anfall", etwa weil er wütend, frustriert oder traurig ist, dann lässt er sich nicht beruhigen. Er brüllt und heult wirklich über Stunden. Ich habe es selbst erlebt - nichts hilft. Natürlich kann man jetzt die Diagnose "Autismus" gar nicht stellen, das ist allen Beteiligten klar. Aber an die Eltern, deren Kinder Autismus haben: Gab es da schon im Kleinkindalter Anzeichen? Welche? Würde es schaden, wenn man ihn auf Verdacht hin entsprechend fördert? Das Thema ist natürlich besser in einem anderen Forum aufgehoben, aber hier ist mehr los.
Da wendet sich deine Arztfreundin gerne an ein Autismuszentrum. Da wird ihr sicher auf fachlich kompetenter Ebene geholfen. Bitte nimm das mal als Tasache hin.
Was soll jetzt der zyniosche/ironische Unterton? Das es diese Zentren gibt und sie sich diorthin wenden kann weiss sie selbst. Ich habe ja gefragt, ob eltern, die ein autistisches Kind haben, das schon bemerkt haben, als das Kind noch sehr klein war, unabhängig von einer Diagnose, die erst später gestellt werden kann (wenn überhaupt). Danke für Deinen Rat.
Mein Unterton?
Dabei habe ich mich echt bemüht auf deiner Ebene zu bleiben...und habe sogar Satzteile von dir verwandt...tja, wie man's macht ist es verkehrt... ![]()
Danke für nichts. Wenn Du mich nicht magst, dann antworte doch nicht auf meine Beiträge.
Wenn du meine (oder die Antwort von anderen generell) nicht magst, dann frag doch nicht!
Ich hab dir eine sinnhafte Antwort gegeben.
Mögl. aber schwer zu beurteilen ! In der Kur habe ich viele Mütter kennen gelernt mit "Kanner-autistischen -Kinder- und nat. waren viele schon von Anfang an extrem schwierig, schlechte Esser, -Schläfer ,-Redner, aber in Ihrer Welt ganz glückliche Kinder , solange alles so blieb ect. Autismuszentrum ist der beste Weg oder erst mal Kinderpsychologe /Kinderpsychiatrie, allerdings eine Diagnose wird oft vor 5-6 Jahren schwierig!
wie sollen nicht arzteltern das bemerken, wenn nicht mal deine arztfreundin es bei ihren eigenen kind sagen kann? ;-)
"Aber an die Eltern, deren Kinder Autismus haben: Gab es da schon im Kleinkindalter Anzeichen? Welche?"
Hallo, ich denke, das ist eher kein Autismus, denn gerade die von Dir beschriebenen Gefühlsausbrüche sind bei autistischen Kindern so gut wie gar nicht vorhanden. Weil sie das nicht umsetzen können. Ich habe selber eine autistische Tochter und die benimmt sich völlig anders. Wir (bzw. ich, mein Mann gar nicht) haben das allerdings schon sehr früh gemerkt und mit Kiga-Start ging dann die Diagnosefindung los. Es gibt noch eine Menge anderer Dinge außer Autismus, das sollte keine Standarddiagnose für alles andersartige sein. Wobei es natürlich verschiedenen Formen und Ausprägungen gibt, keine Frage. Bin jetzt weg, daher werde ich nicht mehr antworten können. LG maddia
Ich habe einen 5Jährigen Kanner Autisten geschlagene 4h wie am Spieß schreien hören weil jemand SEIN Auto genommen hatte! Selbst mein Aspergerkind hat Gefühlsausbrüche (und was für welche)wenn er ab einen gewissen Punkt total überfordert ist, nur ein glückliches Kind war meiner nie.
Natürlich schreien Autisten und haben immense Wutausbrüche! Sei froh, das deine Tochter nicht so ist! So, zur Frage : bei meinem Sohn wurde das Kanner - Syndrom kurz nach seinem 2. Geburtstag diagnostiziert. Den Verdacht, das etwas mit ihm nicht "stimmt", hatte ich schon als er knapp 8 Monate alt war. Nach einem sehr schweren Verlauf der Windpocken (zum Impfen war er damals zu jung und leider hatte er sich bei den Kindern, meiner Verwandten angesteckt, die nicht dagegen geimpft waren -was ich nicht wusste :( Nach der Erkrankung war er ein völlig anderes Kind. Nicht mehr ruhig, sondern schrie stundenlang. Er guckte uns nicht mehr an, lehnte jeglichen Körperkontakt hab, lächelte nicht mehr. Da meine Tante als Heilpädagogin mit autistischen Kindern arbeitet, brachte sie mich auf den Gedanken, das er das Kanner - Syndrom haben könnte. Ich bin dann mit diesem Verdacht zum SPZ gegangen. Es wurden mehrere Tests/Untersuchungen über einige Monate gemacht. Der Anfangsverdacht hatte sich leider bestätigt. Mein Sohn war die nächsten 4 Jahre sehr, sehr anstrengend. Schrie Nachts über Stunden wie am Spieß, lies sich nicht beruhigen. Er zertrümmerte Möbel, schmierte seinen Kot an die Wände und Möbel. Verletzte sich und andere massiv in seinen Overloads. Mit 5 Jahren gingen wir mit ihm zu einen Kinder und Jugendpsychiater und seitdem bekommt mein Sohn Medikamente. Er schläft durch. Ist ruhiger geworden. Natürlich bekommt er noch Overloads und tritt gegen Wände und Möbel. Es ist aber sehr viel besser geworden. Er wird in 3 Wochen 9 Jahre alt und kann nicht sprechen. Wir haben zwei Einzelfallhelfer , die 3 mal die Woche zu uns nach Hause kommen, um ihn -autismusspezifisch - zu fördern. Und bitte NIE vergessen kein Autist ist gleich. Daher hat mich das eine Post einer Userin auch sehr aufgeregt. Deine Freundin soll sich an ein SPZ wenden , oder an eine Autismusambulanz , auch ein Kinder und Jugendpsychiater wäre geeignet. Alles Gute.
wirklich NIE? also auch nicht in sich glücklich? nicht nach aussen tragend? oder von dir nicht wahrgenommen?
Aber allein schon was andere als Vorfreude sehen ist hier eine riesen Belastung! Was da ist ,ist da , was weg ist ,ist entweder egal oder einen Wutanfall wert! Glücklich..... in dem Sinne Nein , es ist eben so ..wenn`s anders wäre ,wäre es anders..... schwer zu erklären! Hast Du mal den Film "Adam" gesehen? Da gibt's eine Stelle wo der Vater stirbt- Reaktion des Autisten -er streicht Ihn aus dem Familienkalender und schreibt "Staubsaugen" in seine Spalte! Könnte mein Sohn sein!
haha aber das ist doch irgendwie einzigartig...findest du nicht? ich erleb mit meinem Sohn oft so Situationen.... weisst du was er mit 4 gesagt hat zu mir? "Mama ich höre oft nicht weil mich mein Gehirn anders steuert"......
Bei meinem Sohn hat es mit 3 also mit Kindergarteneintritt angefangen. Er ging zuerst in einen normalen Regelkindergarten mit 25 Kindern in einer Gruppe, zwei Erzieher....war überfordert mit der Gruppengrösse, schrie nur noch wenn es ihm zuviel wurde und hatte auch keine Anstalten gemacht Regeln zu befolgen. Seine Sprachentwicklung ist normal bis hervorragend. Sein Sozialverhalten bessert sich, er ist jetzt fast 7 Jahre alt, hat ADS mit dabei und bekommt seit fast 2 Monaten Ritalin. Er ist damit wenigstens in der Schule umgänglich und konzentriert......1eer Schüler mit Teilhochbegabung. Er mag keine grossen Menschenansammlungen, plötzliche Veränderungen oder autoriären Menschen, dann ist bei ihm sprichwörtlich alles verschissen.^^ Was oft auffällt dass die Kinder Augenkontakt vermeiden und keine Rollenspiele spielen.
mein Sohn ist übrigens Asperger.
Wenn ihn seine Umwelt schon nicht versteht, dann sucht er die Sicherheit bei seiner Mutter. Mütter verstehen eher, als irgendwelche Fremden. Ich würde deshalb nicht zwangsläufig Autismus vermuten. Hast du dich schon mal etwas intensiver mit Autismus beschäftigt? Ich meine das nicht böse, aber das kommt mir gerade nicht so vor. Gruß h,
Autisten sind meistens Mama Kinder....so hat mir das der Psychologe auch erklärt.
Die Mutter wird mit dem Kind zu Vorsorgeuntersuchungen gehen und sich mit dem Kindergarten austauschen. Dort wird man das Kind sicher besser beurteilen können, als durch kurzfristige Momentaufnahmen. Klar KANN es Autismus sein. Es KANN aber auch einfach nur eine temporäre Entwicklungsverzögerung sein. LG h
Natürlich hast Du recht: die Fixierung auf die Mutter alleine ist kein Grund, an Autismus zu denken. Allerdings ist diese Fixierung wirklich extrem, sie kann fast nicht das haus alleine verlassen. Es gibt einige andere Sachen, die man teils auch schwer beschreiben kann. Ich kenne ihn ja nun schon etwas. Er kann mit Veränderungen, auch kleinen, gar nicht umgehen. Er reagiert sehr extrem auf viele Dinge. Ich hätte, ehrlich gesagt, gar nicht an Autismus gedacht. Sie sind (natürlich) mit dem Kleinen beim SPZ. Er macht Ergotherapie und Logopädie. Und vom SPZ kam das mit dem Autismus, nur als Hinweis mit gleichzeitiger Mitteilung, dass es für eine Diagnose zu früh ist, dass es aber Anzeichen gibt. Und deswegen wollte ich wissen, ob Eltern mit Kindern, bei denen sicher ein Autismus vorliegt, auch schon früh "Zeichen" erkannt haben und wenn ja welche. Ein wenig Habich mich mit dem Thema befasst, aber ich bin nicht in die Tiefe gegangen, stimmt schon, was Du sagst.
Die Entwicklungsverzögerung ist zu 95 % nicht nur vorübergehend, leider. Als die Entwicklungsverzögerung augenscheinlich wurde, haben sie sich natürlich um eine Diagnose gekümmert bzw. versucht herauszufinden, was dem Kleinen fehlt. Bei einer genetischen Untersuchung wurde dann ein Defekt festgestellt. Wohl sehr selten, es gibt kein Krankheitsbild oder einen Namen, es gibt nur einzelne Fallstudien. Das liegt daran, dass die Untersuchungsmethoden erst in der letzten Zeit so ausgereift sind, auch solche kleinen Veränderungen festzustellen.
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