Elternforum Rund ums Baby

auch Guttenberg

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Mitglied inaktiv

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Ich finde, dass der Rücktritt die einzig mögliche Konsequenz für ihn sein kann. Auf der einen Seite finde ich es schade, andererseits ist er einfach nicht mehr tragbar. Wer 2/3 seiner Doktorarbeit aus fremden, nicht gekennzeichneten Quellen übernimmt, der kann das nicht "aus Versehen" gemacht haben. Tut mir leid, an der Stelle habe ich absolut kein Verständins mehr. Es können Fehler mit Fußnoten unterlaufen, aber nicht in dem Ausmaß. Und sowas darf einer Person, die ein solches Amt in der Öffentlichkeit bekleidet nicht passieren. Am Ende wird er einen Top-Job in der Wirtschaft bekommen und kein Hahn kräht mehr nach dieser Affäre. Ich korrigiere übrigens gerade wieder mal Facharbeiten (Klasse 12, Fachoberschule) und habe, wie jedes Jahr, ein Plagiat dabei. Es sind keine Quellenangaben gemacht worden, Detailwissen wurde nicht nachgewiesen - das geht so nicht, das kann man nicht alles aus dem Kopf wissen, das hat man irgendwo her, auch wenn es keine direkten Zitate sind, sondern "nur" sehr Wikipedia-ähnliche Sätze. Note 6, da gibt es bei mir keine Diskussion. Und es ist gut so, dass auch ein Herr Pseudo-Dr. zu Guttenberg damit nicht durchkommt, denn würde er das, wäre Betrug damit gerechtfertigt.


Mitglied inaktiv

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Was mich noch mehr ärgert als die Geschichte ansich, sind die Menschen, die sich hinstellen als wäre das das Normalste der Welt und könnte ja jedem mal passieren...sowas kann ich nicht verstehen. Gruß


susa31

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siehe Maiglöckchen. Sowas macht mich auch kirre.


Maiglöckchen81

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Antwort auf Beitrag von susa31

ich habe nur gesagt, dass DE andere wichtig wichtige baustellen hat


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Antwort auf Beitrag von susa31

Habe ich gerade erst gelesen...dazu kann man eigentlich nichts mehr sagen. Wer ist maiglöckchen überhaupt? *grübel* Egal, er ist ein Mann der Öffentlichkeit, er hat gelogen. Punkt! Mehr gibt es dazu eigentlich nicht mehr zu sagen!


Mitglied inaktiv

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Es kann jedem, der eine solche gewaltige Arbiet schreibt, passieren, dass er bestimmte übernommene Stellen nicht kennzeichnet. Das passiert, da bin ich mir sicher. Da würde ich mich mit meinen 120 Seiten Magisterarbeit nicht ausnehmen. Aus dem Grund bin ich auch nicht auf die Nachfrage eingegangen, meine Arbeit zu veröffenltichen. Die Anfrage kam knapp 5 JAhre, nachdem ich die Arbeit geschrieben hatte. Ich hätte sie nochmal komplett überarbieten müssen, weil ich eben Angst hatte, dass ich was übersehen hatte. Definitiv weiß ich aber, dass ich sehr genau gearbeitet habe, aber ich kann es eben nicht zu 100% ausschließen. Ich wollte mich aber nicht nochmal so ausführlich mit der Sache beschäftigen, jetzt verstaubt sie im Bücherregal. Tja, und eine Doktorarbeit wird grundsätzlich veröffentlicht. Keiner kann mir erzählen, dass Guttenberg nichts von seinem Plagiat wusste (es sei denn, er hatte einen Ghostwriter). So BLÖD kann doch wohl keiner sein, der ein solches Projekt auf sich nimmt.


elik

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Antwort auf Beitrag von Maiglöckchen81

wichtigere oder nicht, aber an dem image von deutschland wird es spuren hinterlassen. wie soll das land dann da stehen? wenn ein dieb an der macht ist?


susa31

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Aber dass es kein anderer gemerkt haben will, ist doch auch Quatsch. Meine Theorie ist ja, entweder gab es ein Netzwerk um ihn rum, welches ihn gedeckt hat oder (viel charmanter) man wollte den Herrn zu Guttenberg nicht "beleidigen", indem man sein Geschreibsel durch ein Plagiatprogramm schickt. Standesdünkel.


elik

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Antwort auf Beitrag von susa31

ich kann mir vorstellen, die arbeit hat ein ghost-writer verfasst. deswegen hat er behauptet, er hätte nicht abgeschrieben. die recherche dauert auch bestimmt, ob der ghost writer fremde gedanken als seine ausgegeben hat.


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Antwort auf Beitrag von susa31

Ja, das ist die große Frage. Was ist da unter der Hand gelaufen. Ich denke aber, es gibt genug Leute, die sich damit die Zeit vertreiben, solche Nachforschungen anzustellen. Kann auch sein, dass der Prof., der das Plagiat aufgedeckt hat, die Arbeit selber zitieren wollte und dabei zufällig auf den Betrug gestoßen ist. Alles andere haben ja Freiwillige besorgt. Außerdem: eine Doktorarbeit entsteht ja über einen langen Zeitraum, der Kontakt zum Doktorvater ist sicher intensiver als bei eine Diplomarbeit etc. - da wächst doch sicher ein Vertrauensverhältnis...hmmm. Vielleicht hast du mit dem Standesdünkel recht? Wer weiß?


Hörbe

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Ich kann mich da nur anschließen. So etwas geh nicht und er muß zurücktreten. Mein Papa war lange in der Kommunalpolitik tätig. Da haben sie so manchen Politiker wegen viel weniger abgesägt und fertiggemacht. Ich finde es schade, daß er so etwas getan hat. Als Typ war er klasse und er hat es auch geschafft, daß sich wieder mehr Menschen für die Politik interessieren. Wir hatten in der 12. Klasse auch mal so einen Fall. Eine Klassenkameradin von mir hat etwas vorgetragen. Unsere Lehrerin ging raus, ging in die Schulbibliothek nebenan, kam mit einem Buch wieder und las dieselben Zeilen nochmal vor. Ergebnis: 0 Punkte Aber das weiß man halt vorher... LG