Elternforum Rund ums Baby

An die erfahrenden Mamis

An die erfahrenden Mamis

Beere97

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Könnt ihr es bestätigen, dass Kinder die als Babys sehr viel getragen wurden iwan wirklich selbstständiger, aufgeschlossener wurden als Kinder die jetzt nicht so betütelt wurden? Würde wirklich gerne vergleiche lesen, da alle in meinem Umfeld meinen "Babys können sich später sowieso nicht mehr dran erinnern wieviel du für sie gemacht hast".


User-1769871192

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Ich glaube nicht, dass sich hier eine pauschale Aussage treffen lässt. Gerade Kinder die weniger umsorgt werden müssen in der Regel sehr früh selbständig sein.


Isa2020

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Meine Tochter war sehr viel auf dem Arm und ist heute jedem gegenüber offen. Sowas mache ich aber nicht an der Babyzeit fest, sondern am Charakter. Ich lese jetzt sowas auch zum ersten Mal, dass so eine Theorie existiert. Lass dir von anderen nichts einreden und trag deine kleine so viel du willst. Genieß die Zeit anstatt dich vor anderen rechtfertigen zu wollen mit irgendwelchen Theorien :)


Jumalowa

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Stimmt vielleicht können Sie sich nicht daran erinnern. Selbst wenn nicht, es ist eben eine Wertvorstellung. Wenn mein Mann oder meine Eltern mal pflegebedürftig sind würde ich Sie auch nicht schlecht behandeln oder schreien lassen nur weil Sie es mir später nicht mehr danken können. Meine Kinder wurden alle umsorgt und sind komplett unterschiedlich.


sojamama

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Nein, das kann ich so nicht sagen. Meine Tochter ist 17, sie ist überaus selbständig und selbstbewusst und wurde nie getragen, also nicht in dem Ausmaß wie ihr Bruder später. Sie wurde nie allein gelassen, ich war immer da. getröstet, gestreichelt, gestillt, gewiegt.... im Arm gehalten.... wann immer es nötig war. Sohn ist 12, er wurde viel getragen, sehr viel im Tragetuch. Er ist nicht so selbständig wie sie es mit 12 war. Kann aber auch sein, dass sie schneller "groß" werden musste, weil ja er dann da war und viel Aufmerksamkeit brauchte, weil er etwas anstrengender war als sie als Baby. Sie musste so manches Mal zurückstecken, wir haben es immer versucht gut auszugleichen, was uns hoffentlich gelungen ist. Betütelt sind alle beiden Kinder von mir worden, also von daher, kann ich es so pauschal nicht sagen. melli


Fleurdelys

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Kein Erfahrungsbericht, aber: Jedes Kind ist anders, manche brauchen mehr Nähe als andere und fordern diese auch ein. Ich denke, das Ganze ist zu individuell und komplex, als dass man wirklich Vergleiche ziehen kann. Letztendlich liegt es aber an den Eltern, wie sie mit ihrem Kind umgehen und da würde ich mir nicht reinreden lassen. Ich habe das selbst allerdings noch nicht erlebt, in meiner Familie sind alle sehr bedürfnisorientiert eingestellt. Hier wird das Kind immer respektiert und getröstet, wenn es weint. Ich kenne das gar nicht anders. Auf Bedürfnisse (nach Nahrung, Nähe etc.) einzugehen heißt ja nicht, dass man dem Kind später nicht auch Grenzen aufzeigt, wenn es alt genug ist. Das wird gerne mal verwechselt, so zumindest mein Eindruck. Lass dich nicht unterkriegen!


Lucylu

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In der ersten Zeit wird ja das Urvertrauen gebildet...von daher, ist da denk ich schon was dran...es geht aber denke ich nicht darum, das Kind 24/7 zu tragen, sondern auf seine Bedürfnisse einzugehen. Wenn das Kind zufrieden ist, kann es schon mal eine Weile auf dem Spielteppich etc. liegen. Aber halt nicht den ganzen Tag;-) Ich würde sagen: je kleiner, desto mehr Körperkontakt...wenn die Kinder älter/mobiler sind, wollen die das eh nicht mehr so. Lg


mausebär2011

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Es könnte höchstens MIT ein Grund sein. Aber nicht der einzige. Mein Sohn wurde so gut wie nie getragen. War einfach nichts für uns. Er ist sehr aufgeschlossen, geht sofort auf Jedermann zu, konnte schon früh "für sich selbst sorgen" und hatte immer sehr viele Freunde.


TaysA

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Kann jetzt nicht behaupten das ich eine so erfahrene Mutter wäre, aber ich finde du solltest dich durch diese Art von Fragestellung nicht verunsichern lassen. Es geht doch nicht nur um das Baby sondern auch um dich. Warum kommst du und deine Bedürfnisse darin garnicht vor? Wenn du glücklich damit bist und tragen bei deinem Baby gut ankommt warum solltest du etwas daran ändern? Interessiert es keinen was du möchtest? Für mich persönlich: Ich bin glücklich wenn mein Baby zufrieden in ihrer Trage ist. Ich bin sehr gestresst wenn die Kleine weint weil sie ungern liegt und getrennt von mir ist. Also werde ich weiter tragen und die gemeinsame Zeit genießen. Also verliere bei der ganzen Diskussion dich nicht aus den Augen. Du solltest für dich entscheiden was gut für dich und dein Baby ist und dafür brauchst du keine Langzeitstudien zur Begründung. Alles Gute


Moosweibchen

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Pflege dein Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein, das lebst du deinem Kind nämlich vor und vermittelst es. Wenn du so viel darüber nachdenkst was andere von dir halten, und wie du wem was schön reden oder dich rechtfertigen könntest, förderst du die Selbstständigkeit wenig. Alles weitere ist auch stark temperamentabhängig und nicht beeinflussbar.


Sille74

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Ich würde das Tragen oder Nicht-Tragen nicht vom angeblichen/möglichen/ungewissen späteren "Nutzen" abhängig machen, sondern von Deinen Bedürfnissen und vor allem denen des Kindes. Wenn DU gerne trägst und Dein Kind gerne getragen wird oder Dir macht das Tragen zumindest nichts aus und Dein Kind fordert es ein/braucht es, dann ist es Tragen doch super, egal, was später sein wird. Das hängt m.E. zwar nicht nur, aber in hohem Maße vom Charakter des Kindes ab. Meine Große z.B. wurde zwar gerne auf dem Arm getragen oder mit dem Kopf auf/an der Schulter, Tuch oder Trage mochte sie hingegen nie. Mein Sohn war der klassische Tragling. Beide konnten aber auch ausdauernd auf ihrer Babydecke liegen, später sitzen und ausdauernd mit ihrem Spielbogen oder anderem Spielzeug spielen und mochten das auch. Ich finde, dass meine Tochter im jeweiligen Alter etwas selbständiger war als mein Sohn, er war/ist dafür deutlich aufgeschlossener und weniger zurückhaltend.


Sille74

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Antwort auf Beitrag von Sille74

"Das hängt m.E. zwar nicht nur, aber in hohem Maße vom Charakter des Kindes ab." Also, damit meine ich natürlich, ob und wie selbständig und aufgeschlossen das Kind wird. Ich würde aber auch nicht "nur" deswegen tragen, weil die vage Aussicht besteht, das Kind wird dann selbständig, selbstbewusst und aufgeschlossen, wenn es nicht für alle Beteiligten schön und angenehm ist.


Beere97

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Antwort auf Beitrag von Sille74

Danke erstmal für die Erfahrungsberichte. Natürlich ist es für mich nicht leicht sie wiegt schon 10 kilo aber bevor ich sie weinen lasse, trage ich sie lieber. Tatsächlich ist es mir aufgefallen, dass ich MICH oft komplett dabei vergesse. Ich habe (wenn ich sie nicht gleich hochnehme) immer so eine Angst, dass sie denkt ich würde sie nicht mehr lieben. Eigentlich totaler Schwachsinn aber ich habe mir dieses Urvertrauen so in den Kopf gesetzt, dass ich einfach immer ein schlechtes Gewissen habe.


Berlin!

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Das erste Lebensjahr ist prägend für Vieles: Urvertrauen, Bindungsfähigkeit etc. pp.. Einige Kinder finden Tragen super, andere mögen diese enge, körperliche Nähe nicht so sehr. War bei meinen Jungs so. Der Große war nie ein Kuschelkind, der Kleine kann nicht genug bekommen. Beide sind offen, sozial und selbstbewusste kleine Persönlichkeiten. Jeder auf seine Art.


Spirit

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Um das zweifelsfrei belegen zu können müsste man ja eine wissenschaftliche "Studie" machen. Ich habe zwei Kinder und habe mich um beide gleich stark bemüht, wobei Kind 2 die ersten Lebensmonate deutlich mehr getragen wurde und Kind 1 dafür in der Hängematte geschaukelt und dauergestillt. Beide Kinder sind offen und aufgeschlossen, nicht ängstlich oder dergleichen.


wintermild

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Kinder erinnern sich vielleicht nicht an die ersten 3 Jahre, aber schlimmer noch: diese Jahre prägen sie für ihr ganzes Leben ohne, dass sie Worte dafür haben. Das bedeutet nicht, dass ein Kind getragen werden muss oder nicht. Wichtig ist auf seine Bedürfnisse einzugehen, es zu spiegeln etc


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Beere97

Nein, kann ich gar nicht bestätigen. Die ersten zwei wurden viel getragen, weil sie sehr unruhig waren. Der eine ist wenig aufgeschlossen und offen, die zweite schon eher aber auch nicht in dem Maß wie .. Kind 3, das eigentlich ausser ganz am Anfang so gut wie nie getragen wurde, weil es zufriedener auf dem Boden oder im Kinderwagen war. Sie ist mit Abstand die selbstständigste und aufgeschlossendste.


SybilleN

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Jedenfalls konnte ich feststellen, dass die Kinder, die ich am meisten getragen habe, am schnellsten gehen konnten. Meine 3. war ein Dauertragling - bis sie mit 9 Monaten und 9 Tagen die ersten Schritte machte und mit 10 Monaten stabil lief


Tini_79

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Ich denke, aus persönlichen Vergleichen kannst du da gar nichts ableiten. Meine Große wurde kaum getragen, schlief sehr früh durch und allein im Bett, hat quasi nie geschrien, war immer total easy. Sie ist nun 16, war schon immer sehr selbstständig, auch organisiert, selbstbewusst, macht seit der 6. Klasse alles schulische komplett allein etc. Sie war mit 7 zum ersten Mal allein im Feriencamp, ohne Freundin oder so. Ist Klassenbeste, spielt zwei Instrumente, hat einen festen Freundeskreis - lag das nun am Tragen, oder Stillen, oder gar an der Beckenendlage und dem Kaiserschnitt? Kind 2 war ein Schreikind, wurde 2 Jahre lang nahezu täglich getragen und dauergestillt - schläft erst seit Anfang des Jahres mit fast 6 Jahren allein im eigenen Bett und bleibt da zumindest bis Mitternacht Natürlich können sich die Kinder nicht aktiv daran erinnern, aber ich denke, das Gefühl der Geborgenheit (Körperkontakt spielt da eine große Rolle bei Babys, kann man nachlesen), das beeinflusst sie positiv für ihr ganzes Leben. Und wenn es für euch passt und ihr damit glücklich und zufrieden seid, dann kann es doch nur gut sein. Außerdem fand ich Tragen oft sehr praktisch und hätte nicht mehr darauf verzichten wollen. Hier wurde zuletzt mit 4.5 getragen


sunnydani

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Ich denke mir, dass es einfach wichtig ist auf die Bedürfnisse der Kinder einzugehen und für sie da zu sein, wenn sie es brauchen. Ob das jetzt unbedingt tragen oder etwas anderes ist, ist egal. Denn jedes Kind ist anders und braucht etwas anderes. Und Tragen ist sicher auch nicht die beste Lösung für alle. Ich habe meinen Großen mehr getragen als den Kleinen. Der Kleine hat es von Anfang an nicht gemocht im Tuch zu sein. Trotzdem war der Kleine immer ein viel zufriedeneres und ausgeglicheneres Baby und Kind als der Große. Der Kleine ist viel früher schon auf alle Leute zugegangen und ist viel aufgeschlossener. Der Große ist nach wie vor eher zurückhaltend bzw. oft etwas harsch, wenn ihn jemand anspricht und kommt dadurch nicht so gut an wie der Kleine, der jeden gleich anlächelt und auf jeden zugeht. Sie haben einfach beide komplett verschiedene Charakter und ein Kind, das nicht gerne getragen wird, zu tragen, nur weil man denkt, das ist das Wichtigste, ist auch verkehrt. Man sollte auf seine Kinder eingehen, aber sich selber auch nicht dabei vergessen. Denn es schadet keinem Kind in seinem Urvertrauen, wenn es mal eine kurze Zeit nicht von Mama beachtet wird oder wenn es mal fünf Minuten quakt, während man schnell den Geschirrspüler fertig ausräumt. Das sind einfach zwei verschiedene Dinge. Das eine ist das Da-sein, wenn sie wirklich schreien bzw. es gerade dringend brauchen und das soll man ja auch, aber das bedeutet gleichzeitig trotzdem nicht, dass man sofort bei jedem Mucks springen muss und nichts ohne Baby in der Hand erledigen darf und die eigenen Bedürfnisse auf Jahre komplett zurückstellen muss. Babys können auch daneben auf einer Decke liegen und zuschauen, was Mama macht und sie dürfen auch lernen, dass sie sich selbst beschäftigen können, ohne dass sie dauerbespaßt von Mama werden. Diese Dauerbespaßung hält man nämlich nicht durch und dann ist Kind erst immer unzufrieden, weil es nichts anderes kennenlernen durfte und Mama ist permanent erschöpft und kann nicht mehr in der Qualität fürs Kind da sein, als wenn sie auch auf sich hört. Ich bin deshalb dafür, empathisch und liebevoll bedürfnisorientiert zu erziehen, aber dennoch den Kindern auch zutrauen, dass sie sich mal kurze Zeit allein beschäftigen können. Wie machen es sonst Mamas mit mehreren Kindern? Die können auch nicht bei jedem Kind bei jedem Geräusch da stehen und jedes Kind jahrelang nur tragen, sondern sie sind eben für jedes Kind da, wenn es sie gerade braucht und wie es sie braucht und die anderen können und dürfen auch lernen mal zu warten und tragen trotzdem keinen Schaden davon. Mein Kleiner war immer lieber im Kinderwagen oder einfach auf der Krabbeldecke, als im Tragetuch und er kann sich trotzdem schon viel besser alleine mit sich zufrieden beschäftigen als der Große, der von Anfang an viel mehr getragen wurde und ständig unzufrieden war und gefordert hat und somit in dem Sinn sogar "mehr" Aufmerksamkeit bekommen hat und dennoch ist der Kleinere viel zufriedener und ausgeglichener. Selbstständig ist der Große mit seinen 7 Jahren nun auch schon in vielen Bereichen, aber er braucht immer noch viel mehr Input als andere Kinder in seinem Altern. So sind sie alle verschieden und jedes Kind ist genau so einzigartig und perfekt, wie es ist :) Schau auf dich und höre auf dein Gefühl! Dann ist alles in Ordnung. Alles Liebe!