Prima92
Hallo zusammen, Ich hätte eine Frage an die Mehrfachmamis, und zwar: Wie schafft und gestaltet ihr den Alltag u. Haushalt mit mehreren Kleinkindern? Bis vor kurzem habe ich mir noch mehr Kinder, drei oder vielleicht auch vier gewünscht. Jetzt bin ich Mami von einem 4 Monate alten Babyboy und bin mir da nicht mehr sicher, dass ich das möchte, da ich echt immer noch ziemlich erschöpft. Hatte gelesen, dass es nach 3 Monaten besser wird, aber das merke ich nicht. Dabei würde ich gar nicht behaupten, dass mein Schatz sehr anstrengend ist. Er ist halt ungeduldig (z.B.wickeln, füttern, hochnehmen muss sofort passieren, sonst wird gemeckert und kurze Zeit später wie am Spieß geschrien) und er lässt sich immer noch nicht ablegen, maximal ein paar Minuten unter den Spielbogen, weil Wippe und Federwiege doof. Ich trage ihn also meist durch die Wohnung, hüpfe mit ihm auf dem Petziball oder fahre ihn mit dem Kinderwagen spazieren. Damit ist er glücklich und ein fröhliches Baby. Aber: ich komme zu gar nichts, Haushalt, duschen, kochen etc. mache ich abends, wenn mein Mann Zuhause ist. Das begrenzt sich allerdings auch auf maximal 2 Stunden inklusive Abendessen, weil ich völlig k.o. um 20 Uhr mit dem Zwerg zu Bett gehe, was auch Sinn macht, weil er alle 2-3 Stunden wach wird und nach dem Trinken eine Weile braucht, um wieder einzuschlafen und die Nächte dementsprechend kurz sind. Kurz zusammengefasst: Ich bin ständig müde, ausgelaugt und alles dreht sich nur darum, dass Baby zufrieden. Selbst wenn mein Mann ihn mir an den Wochenenden mal eine Stunde abnimmt und ich Zeit für mich habe, kann ich nicht abschalten und mich entspannen. Ich fühle mich irgendwie nicht mehr wie ich selbst. So sehr ich gerne sofort noch ein zweites Baby hätte, umso weniger glaube ich, dass ich das körperlich und mental schaffe mit zwei Kleinkindern, geschweige denn mit 3 oder 4! !(was für eine verrückte Idee). Vielleicht bin ich doch nicht so zur Mehrfachmami gemacht. Wie schafft ihr es, den Alltag mit mehreren (Klein-) Kindern zu meistern? Könnt ihr meine Gedanken nachvollziehen oder geht euch der Alltag leicht von der Hand?
Kinder können so unterschiedlich sein...
Mein Sohn war als Baby sehr anstrengend ( hatte bis zum 1. Geburtstag massiv Blähungen), seine kleine Schwester 2.5 Jahre später hat fast nie geweint, hat schnell durchgeschlafen etc. Ja, es war manchmal anstrengend, grad wo die Kleine geboren war und mein Sohn so richtig mobil wurde, 2 Windelkinder
Heute sind die Beiden 8 und 10.5 Jahre alt und sich sehr nahe, auch wenn sie oft streiten. Je älter sie werden, desto chilliger wird es :)
Mein Tipp: Mach dir keinen Kopf. Mit 4 Monaten sind die Kleinen sehr anstrengend, zumal wenn es die ersten und einzigen Kinder sind. Du schilderst einen ganz normalen Alltag mit Baby. Ich hatte Phasen, da hätte ich all diese Elternwerbeprospekte/plakate/aufdrucke egal wo am liebsten verbrannt, zerrissen... Die Realität ist so wie du sie erlebst. Das einzig Hilfreiche: Tragetuch und Geduld. Es hat einen Grund, warum Mütter normalerweise nicht sofort nach einer Geburt wieder empfängnisbereit sind. Seelisch wie körperlich muss sich alles erst einstellen. Außerdem: Warum muss alles auf deinen Schultern liegen? Du kannst das Baby gebären, stillen. Alles andere können Mann oder andere Familienmitglieder auch. Überhaupt bleiben Kinder ja nicht immer Baby. Wenn ein größeres Kind da ist - egal wie alt - wächst der Freiraum für die Eltern auch ein bisschen. Ein paar Minuten spielen sie immer mal zusammen. Nicht verwechseln mit aufeinander aufpassen, das klappt erst viel später (und nur ohne Handy!). Sondern einfach gemeinsam lachen über den Spielebogen oder ein Buch angucken, während Mama / Papa die Spülmaschine ausräumt oder so. Genieße die Zeit mit deinem Knirps und zermartere nicht das Hirn. Kostet nur unnötig Kraft.
Ach ja: Wir haben 3 geplante und einen "Überraschungskeks".
Ich habe aktuell eine 2 jährige und ein 3 Monate altes Baby. Würde ich nie wieder machen. In 3 Jahren lasse ich mich still legen.
Beim ersten Kind hab ich mich schwer getan und habe auch gedacht:" never ever ein zweites ". Aber man wächst mit seinen Aufgaben und ich bin sehr froh mit meinen dreien. Das erste Jahr ist immer anstrengend. Such dir einen Babysitter, mach was mit anderen Müttern. Und vielleicht kommt irgendwann der Wunsch nach No2. Es gibt Leute, die haben Zwillinge und schaffen das.
Was du beschreibst finde ich völlig normal. Wenn das Leben sich so massiv ändert, dann ist das zunächst super anstrengend. Aber je älter das Kind wird und je länger du Mutter bist, desto entspannter wird es. Ihr spielt euch ein und das Kind wird unabhängiger.
Ich wollte früher auch gerne 3-4 Kinder haben. Nach meiner Tochter war ich dann anderer Meinung. Meinem Mann zuliebe konnte ich mich noch auf ein zweites Kind einigen. Das reicht mir nun aber auch.
Man hat eben vorab so seine Vorstellungen und wenn man dann wirklich Kinder hat, sieht die Realität eben oft anders aus.
Ich habe zum Beispiel gemerkt, dass ich lieber für zwei Kinder eine entspannte Mami bin, als für drei oder gar vier Kinder eine regelmäßig schwer genervte Mama. Aber das ist Typsache und hängt sicherlich auch von den Kindern, dem Partner, den Umständen und dem Alter der Kinder ab.
Ich will sagen, versuch dein Baby zu genießen und ob und wann du dann weitere Kinder bekommst, das wird sich zeigen. Du musst jetzt noch keinen festen Plan haben. Pläne und Kinder vertragen sich nur mäßig. ![]()
Meine Schwägerin hatte 2 unter 2, Das würde sie heute nicht wieder machen. Das war sehr anstrengend. aber hat hat sie erst 20 Jahre später erzählt
Für mich wäre das auch nichts gewesen.
Hi, ich kann deine Gedanken gut nachvollziehen und habe genauso gedacht. Wenn wir, nach der Geburt meiner Großen vor drei Jahren im Krabbelkurs zusammen saßen, war ich diejenige, die ein zweites Kind gaaaanz weit weg geschoben hat gedanklich. Bei Mehrfach Mamis (und Papis natürlich) habe ich mich immer gefragt wie sie es schaffen. Mein Mann und ich waren uns einig, dass so schnell kein Nachwuchs mehr kommt.
Naja, kam dann doch anders als geplant und plötzlich hatten wir 2unter2.
Anstrengend ist es oft, klar. Aber beim zweiten Kind hast du einfach mehr Erfahrung, beim ersten ist ja wirklich ALLES neu und ungewohnt, das ganze Leben wird auf den Kopf gestellt. Beim zweiten bist du schon voll im Familienleben drin, vieles wiederholt sich, man ist bei vielen Dingen entspannter.
Dein Kind ist noch so klein...in einem Jahr siehst du es vielleicht auch schon anders.
Naja, als Kind 1 erst 4 Monate alt war, konnte ich mir auch nicht vorstellen gleich wieder schwanger zu werden Kind 2 kam mit drei Jahren Abstand, da ging die Große schon in den Kindergarten, das geht schon
Ich wollte immer drei oder vier.
Dann kam unsere Tochter. Ein echtes Kaliber!
Ein Hurricane auf Speed und ich kann ehrlich sagen, ihr erstes Lebensjahr war das schlimmste Jahr meines Lebens.
Sie ist jetzt 4 und immernoch eine echte Herausforderung und ich glaube nicht, dass sich die Intensität je ändern wird.
Oder um es im Fussball-Jargon zu sagen, man müsste sie mit drei Spielern in Manndeckung nehmen um ihr einigermaßen etwas entgegen zu setzen.
Unterm Strich:
Ich liebe sie und würde sie nie wieder hergeben.
Aber unter gar keinen Umständen würde ich jemals noch ein Kind bekommen.
Ich mache drei Kreuze, wenn ich dieses Engelchen überlebe ![]()
Meine beiden sind 2,5 Jahre und 9 Monate. Und ja, man wächst rein. Die Umstellung auf ein Kind war viel stärker als von eins auf zwei. Da ich meistens alles genau plane, musste ich erst lernen, dass man mit Kindern nicht immer planen kann und spontaner sein muss. "Ich fühle mich irgendwie nicht mehr wie ich selbst." Das kenne ich. Das sind sicher auch die Hormone. Das wird weniger und an den Rest gewöhnst du dich. Zerrissen fühle ich mich trotzdem noch hin und wieder zwischen mama-Rolle und meinem früheren ich. Du musst das nicht jetzt entscheiden, lass es auf dich zukommen. Was ich mir bitte vorstellen konnte, aber es stimmt: wenn man zwei Kinder hat, ist es wie Urlaub, wenn man nur mit einem unterwegs ist. Ich vermisse meinen Job (bin Lehrerin) und habe oft das Gefühl, in der Schule wäre es ruhiger und weniger stressig - was wohl nicht stimmt, es wäre einfach anders.
Hallo du,
Du hast mein Mitgefühl. Unser Bub hieß auch lange Einzelkind :)
Jetzt nach 4 Jahren bekommt er Verstärkung dazu und wir freuen uns auch schon sehr.
Kann mich meinen Vorrednerinnen nur anschließen, Tragetuch hilft gut.
Das Kind auch Mal mit jemandem anders spazieren schicken. Omas, Opas, Freunde etc. Hinlegen wenn das Kind schläft und nur das nötigste im Haushalt machen. Dein Job ist in erster Linie nur ums Kind kümmern, wenn dich Unordnung stört hol dir doch gelegentlich Mal eine Reinigungskraft, wenn finaziell möglich, bestellt Essen, oder TK Kost liefern lassen. Es wird besser, versprochen. Und die Entscheidung für weitere Kinder kannst du auf dich zukommen lassen. Wenn man Kinder schnell hintereinander bekommt, das muss man wollen, das ist schon richtiger Stress
... wäre auch nichts für meinen Mann und mich gewesen. Ich freue mich wenn jemand mehrere kleine hat, bin aber sehr dankbar dass ich nur einen aktuell hab
persönliche Entscheidung.... Liebe Grüße
Ich kann dir nur sagen, Man wächst mit seinen Aufgaben... Der große ist 3J4M, die kleine 1J4M und im August kommt Nummer drei. Je nachdem wie uns so ist schieben wir Nummer vier hinterher und dann bin ich durch damit. Sicherlich... es ist manchmal anstrengend. Hausarbeit erledige ich morgens wenn die Kinder in der Kita sind. Als ich vor der Schwangerschaft arbeiten war, hat mein Mann mir am WE einen vor- oder Nachmittag die kleinen abgenommen und ich habe geputzt. Der Trockner ist eine große Hilfe... UND ich habe definitiv meine Ansprüche runter geschraubt. Außerdem sind wir irgendwie noch halb im Hausbau... es ist IMMER dreckig... was mich nervt. Aber gut... wie gesagt, Ansprüche runter und auch mal was liegenlassen. Ich genieße auch mal Die Zeit mit den Kindern, welche charakterlich wirklich feuerund Wasser sind. Bin gespannt auf Nummer 3 ;)
Als mein Großer erst 4 Monate alt war, wollte ich auch noch kein zweites sofort. Ich wusste, ich will ein zweites, aber ich wusste auch, dass ich erst dann eines möchte, wenn der Alltag mit dem Großen leichter wird. Du musst ja nicht auf der Stelle wieder ein Kind bekommen, sondern du kannst es ja mal auf dich zukommen lassen und wenn du das Gefühl hast, es passt, dann wird es passen. Zudem wächst man mit seinen Aufgaben, das stimmt wirklich. Beim zweiten Kind ist dann vieles ganz anders, weil es von Anfang an gewohnt ist, dass es eben schon ein größeres Kind gibt und es nicht nur im Mittelpunkt steht. Mein Großer war auch ein sehr forderndes Baby und es gab auch Tage, an denen ich nichts im Haushalt geschafft habe. Der Kleine war von Anfang an ganz anders. Obwohl er einen sehr schweren Start hatte, war er immer ein richtig ruhiges, zufriedenes Kind und ich habe mit ihm als Baby bzw. eben dann mit zwei Kindern im Haushalt weit mehr geschafft, als früher als ich meinen Großen als einziges Kind hat. Es verändert sich einfach auch alles und man wird vieles gewohnt. Dein Baby ist noch klein, du musst da erst noch so richtig in den Alltag hineinfinden. Aber es wird irgendwann kommen und bis dahin musst du ja nicht entscheiden, wann und ob du noch ein Kind willst. Meine Kinder haben einen Altersabstand von 4,5 Jahren und ich finde das perfekt so. Der Große war schon so weit selbstständig, dass er vieles alleine geschafft hat, er war schon viel verständiger und hat auch schon etwas Rücksicht auf das Baby nehmen können und er war von Anfang an stolz, großer Bruder zu sein und auf seinen kleinen Bruder "aufzupassen" bzw. bei allem Möglichem mitzuhelfen. Für mich war das perfekt so und ich möchte niemals einen kleineren Abstand. Zwei Kleinkinder auf einmal könnte ich mir nicht vorstellen (außer natürlich man hat Zwillinge, das ist ja wieder was anderes), aber das schließt ja nicht aus, dass man nicht mehrere Kinder bekommen kann/will. Jeder ist dieser Hinsicht anders und man muss den Zeitpunkt finden, der zu einem selbst am besten passt. Alles Liebe!
Ich hatte vor vielen Jahren 4 unter 4 und war allein erziehend. Ich weiß bis heute nicht, wie ich das damals geschafft habe. Aber alle sind auf einen guten Weg gebracht und jetzt erwachsen. Es KANN klappen, ist aber sehr anstrengend.
Hallo. Ich kann dazu nicht viel sagen, weil ich habe nur eine Tochter. Wir wollten immer Zwei Kinder. Im Oktober 2019 kam meine Tochter zur Welt und ich liebte Sie wirklich sehr. Allerdings habe ich bereits im Dezember 2019 zu meinem Mann gesagt, dass sie definitiv Einzelkind bleibt. Ab ca. Februar 2020 hat sogar mein Mann gesagt, dass Sie Einzelkind bleibt. Mein Mann ist mindestens 12 Stunden aus dem Haus, meistens sogar eher 14 Stunden. Ja und was soll ich jetzt dazu sagen? Sie wird 18 Monate und Seit Sie ca. 12 Monate alt ist, haben sich unsere Meinungen geändert. Wir wären bereit, in nächster Zeit ein weiteres Kind zu bekommen. Sie ist natürlich auch noch anstrengend, aber man kann es nicht mehr mit einem Baby vergleichen. Zumindest ist das meine Meinung und auf meine Tochter bezogen. Jedes Baby/Kind ist anders. Ich kann es erst genießen seit ihren 1. Geburtstag. Für mich ist es mit einem Kleinkind "einfacher". Sie schläft immer noch sehr schlecht, das Essen bereitet mir täglich neue graue Haare und die Trotzphase beginnt. Trotzdem kann ich die Zeit mehr genießen und bin gelassener. Du hast noch genügend Zeit, deine Meinung zu ändern und mit deinen Aufgaben zu wachsen.
Du kannst dich ja immer noch so oder so entscheiden! Zum Glück sind unsere "Pläne" keine Verträge die eingehalten werden müssen, sondern können nach Lebenssituation verworfen oder angepasst werden.
Ich habe seit 9 Monaten 3 Kinder . Diese sind im Moment 5j., 3j. und eben 9monate . Nach unserem zweiten Kind, das 20monate nach dem ersten kam, habe ich gesagt "keine Kinder mehr, never ever".
Dann verging etwas Zeit, Unser Haus wurde fertig, wir sind umgezogen, die Jungs kamen in den Kindergarten, mein Mann ist seinen ungeliebten Job losgeworden... Und auf einmal sagte mein Herz "noch ein Kind wäre doch schön" und irgendwie waren wir uns einig dass es so sein soll und zwar möglichst bald . Und wir sind froh dass sie da ist.
Und was soll ich sagen.
Es ist Chaos,es ist Laut, ich komme mit nichts hinterher und heute habe ich einfach Mal geheult weil diese Woche nichts richtig lief und ich nur am hin und her rennen war und trotzdem nichts geschafft habe
Es ist das Leben ,Mal läuft es gut und Mal läuft es schlecht. Ich liebe meine Familie. Und ja ich Frage mich manchmal wie alles wäre wenn wir nach einem aufgehört hätten.. wir werden es nie erfahren.
Eine Bekannte meinte neulich auch dass sie sich komisch fühlt zu jammern weil sie ja "nur" ein Kind hat. Aber ganz ehrlich, das hab ich auch getan und ich bin mir sicher auch jede andere mehrfach Mama fühlte sich beim ersten auch Mal so. Und ich finde wirklich den Spruch passend : "man wächst mit seinen Aufgaben"
Denn es sind ja nicht nur deine Aufgaben die sich ändern mit einem neuen Kind, es ist die ganze Strucktur in eurer Familie. Alles wird noch einmal kräftig durchgerüttelt und dann muss sich alles neu sortieren. Wie beim ersten Kind auch. Der Vorteil den du dabei hast ist : du weißt wie man sich um ein Baby kümmert und machst dir zumindest damit nicht mehr so den Stress, du hast Erfahrung und bist ruhiger.
Egal wie ihr euch entscheidet es ist kein versagen und es ist alles gut solange es richtig für euch ist. Alle Kinder sind unterschiedlich, alle Menschen sind unterschiedlich und das ist eine gute Sache.
Sorry für den Roman und alles gute mit deinem Kind
LG subidu
ICH fand den Alltag mit Baby super, so viel Zeit für mich (mit Kind im Schlepptau) hatte ich noch nie und hatte ich nie wieder danach. Lange Spaziergänge, beim Stillen habe ich unzählige Bücher gelesen, Haushalt ging akzeptabel mit Baby in der Trage. Hin und wieder ein Kaffee mit einer Freundin. Mir hat das gereicht um vollkommen zufrieden und glücklich zu sein. Wie man hier lesen kann, finden es viele mit dem Beginn des Kleinkindalters leichter, für mich war es genau andersrum. Meine sind jetzt 5 und 3 und beschäftigen sich leider nur sehr wenig selbst, Schlaf ist immer noch ein Drama und ich bin einfach so vieler Sachen so überdrüssig. Corona tut da bestimmt sein übriges dazu: es ist einfach alles schon 100mal gespielt , alle Wege schon 100mal abgelaufen (in Kindertempo...). Insbesondere mein großes Kind ist auch extrem hartnäckig. JEDEN Morgen ist ihre erste Frage ob sie jetzt sofort eine Geschichte hören darf. Jeden. Seit locker nem halben Jahr. Darf sie nicht, müsste sie inzwischen langsam wissen. Jeden Morgen erkläre ich, warum ich nicht mehr möchte, dass sie als erstes eine Geschichte anmacht. Kommt aber irgendwie nicht an. Jeden Morgen ist sie deshalb beleidigt. Es ist so ermüdend. Finde ich anstrengender als jedes Babygebrüll. So hat wohl jeder Phasen/Altersstufen mit denen er besser oder schlechter umgehen kann. In der Babyphase hätte ich gesagt ich krieg auch gerne 10 Kinder. So ab dem 2. Geburtstag hatte sich das erledigt. Bei dir ist es wahrscheinlich -wie bei den meisten- andersrum. Und wenn du nur ein Kind bekommst, weil du dir kein Weiteres vorstellen kannst, dann ist das doch auch in Ordnung.
Meine haben 16 Monate Abstand. Der Jüngste war ein Schreikind. Es war schwer und irgendwie haben wir die Baby/Kleinkindphase alle überlebt, aber schön war der Großteil für mich nicht. Ich persönlich würde nicht mehr so einen kurzen Abstand wählen. ![]()
Das war der Grund, wieso ich größere Abstände zwischen den Kindern habe. Ich konnte mir nie vorstellen, mehrere Kleinkinder unter 3 Jahren zu haben. Andere Mütter wiederum schwören darauf, mehrere Kleinkinder zu betüdeln. Meine Ex-Freundin hatte damals drei Kinder unter 3 Jahren. Sie kamen immer mit etwa 11 Monaten dazwischen. Sie wollte das so. Allerdings wurde sie deshalb auch meine Ex-Freundin, weil sie mir zu oft ihre Kinder aufs Auge drücken wollte. Ich half gerne aus, das war nicht das Thema, aber dann wurde es mir zu viel und sie beendete daraufhin die Freundschaft. Bei mir gab es die selbstgeschriebene Regel: Das größere Kind muß aus den Windeln draußen sein und damit fuhr ich ganz gut :)
Ich war zwar noch nie in dieser Situation, da Nachwuchs nicht vorhanden - und auch nicht mehr vorhanden sein wird - schreibe aber trotzdem mal mit:
"Allerdings wurde sie deshalb auch meine Ex-Freundin, weil sie mir zu oft ihre Kinder aufs Auge drücken wollte. Ich half gerne aus, das war nicht das Thema, aber dann wurde es mir zu viel und sie beendete daraufhin die Freundschaft."
Ich hätte da auch ganz klar und unmissverständlich NEIN(!) gesagt. Und ich hätte das erst gar nicht angefangen, auf ihre Kinder aufzupassen. Es ist jedoch auch NICHT(!) so, dass ich etwas gegen Kinder habe und hätte - ganz im Gegenteil - aber ständig auf sie aufpassen und sie hüten zu "müssen" - das wollte ich halt nicht/hätte ich nicht gewollt. Denn es sind doch IHRE Kinder (also die Kinder Deiner (Ex-)Freundin und nicht Deine. Will damit sagen, dass, wenn man schon eigenen Nachwuchs möchte, sich auch selbst darum kümmert. Und ihn nicht ständig anderen aufs Auge drückt. Und es geht hierbei ganz klar um STÄNDIG. Mich ab und an - an Deiner Stelle - mit der Freundin treffen und mal mit den Kindern spielen - geschenkt und ja; natürlich - aber nichts darüber hinaus. Und hat sie Dich auch des öfteren für lau eingespannt? Da wäre es bei mir nämlich gleich aus... Denn ich helfe selbst auch sehr gerne, bin im Allgemeinen auch wirklich hilfsbereit, aber ausnutzen lasse ich mich - bei aller Liebe - definitiv NICHT! Hat man ja auch nicht nötig. Und dass Deine Freundin dann die Freundschaft beendet hat, weil Du IRGENDWANN mal nein gesagt hast, finde ich auch echt allerhand. Aber so sind die Menschen halt... leider... Und wenn sie deswegen Eure (langjährige?) Freundschaft beendet hat, dann war es meiner Meinung nach auch keine richtige Freundschaft. Denn mit Freunden/innen sollte man auch reden können und eine gemeinsame Lösung finden können, die für alle passt.
"Bei mir gab es die selbstgeschriebene Regel: Das größere Kind muß aus den Windeln draußen sein und damit fuhr ich ganz gut :)"
Und genau das wäre auch meine Regel.
Und darüber kann man auch gerne denken, wie man will; z.B. "Die drückt sich geschickt vor dem Wickeln" - wäre mir völlig hupe. Denn das ist schließlich eine freiwillige Sache, ob man das möchte oder nicht. Beim eigenen Nachwuchs natürlich nicht - bei "fremdem" jedenfalls und allerdings schon.
Oh wow, so viele Antworten. Vielen Dank für die lieben Worte und euer Verständnis, das tut richtig gut! Ich fühle mich nun nicht mehr so komisch, sondern entnehme euren Aussage, dass mein Alltag und mein Empfinden wohl ziemlich normal sind und ich nicht die einzige bin, die plötzlich weniger Kinder als geplant haben möchte . Ich muss vielleicht wirklich mehr Geduld haben und ja, vielleicht sieht die Welt in zwei Jahren schon anders aus und ich möchte dann mehr Kinder. "Je älter sie werden desto chilliger" klingt super :D
Aktuell kann ich mir kein zweites Baby, so direkt hinterher, vorstellen, ihr beschreibt ja schon, dass es sehr anstrengend ist....also für mich dann wahrscheinlich sehr sehr anstrengend.
Aber interessant, wie unterschiedlich Babys sein können, das beeinflusst die Entscheidung, wie viele Kinder man möchte, ganz bestimmt. 4 ganz ruhige Kinder sind ja etwas anderes als 2 Wirbelwinde. Trotzdem scheint ihr es ja alle gut hinbekommen zu haben, egal wie viele Kinder, alleinerziehend oder als Paar. Das ist richtig schön zu wissen, dass man es schon schaffen kann.
Haha, da bin ich mal gespannt, wie sich mein Kleiner entwickelt und ob er auch zu einem Energiebündel mutiert. Wenn nicht, und er im Kindergarten ist, ein Geschwisterchen, hört sich für mich jetzt okay an, das könnte ich mir vielleicht überlegen. Aber ja, ich mache mir immer sehr viele Gedanken, werde mir euren Rat, sich nicht so einen Kopf zu machen und meinen Schatz erstmal nur zu genießen, definitiv zu Herzen nehmen! Vielleicht ändere ich meine Meinung zu weiteren Kindern, wenn er älter ist :)
Lieber Grüße an euch alle und danke für eure Zeit
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