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ADHS-Frage

ADHS-Frage

ccat

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Ich frage nur so aus interesse. Haben ADHS-Kinder wirklich Probleme Freundschaften zuknüpfen? Warum? Spielen und beschäftigen die Kinder sich immer nur allein? Wollen die ADHS-Kinder keine Freundschaften oder liegt es an den anderen Kindern? LG


Mitglied inaktiv

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ich denke es liegt eher daran, das die adhs kinder vielleicht etwas energischer sind und es ihnen schwer faellt ruhige sachen ueber einen laengeren zeitraum durchzufuehren. sie wirken vielleicht einfach etwas aufbrausender oder wie soll ich es am besten nennen....aber sie koennen ja nichts dafuer.


RM-

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die frage KANN man nicht mit DAS IST SO UND SO beantworten - kinder die ADHS haben sind genauso verschieden wie alle anderen kinder auch bei dem einen äußert sich die krankheit so,einem anderen anders einige ADHS kinder haben schwierigkeiten sich ein-und unterzuordnen, neigen dazu jähzornig zu sein ;können sich nicht lange auf eine sache konzentrieren,akzeptieren keine grenzen-- was das zusammenspielen nicht einfach macht andere kinder haben extreme wutausbrüche wieder andere zerstörungswut und noch andere, sind einfach durch die vielen eindrücke und impulse von aussen überreizt viele spielen auch lieber mit sich alleine


Kater Keks

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In unserem Fall: definitiv ja! Denn ADHS gibt es in verschiedenen Firmen und Ausprägungen! Unser Großer hat teilweise richtige Aussetzer gehabt in denen er auch aggressiv und teilweise gewalttätig war.....bei der kleinsten Kleinigkeit ist er mitunter heftigst ausgerastet....ohne das er es selbst so mitbekommen hat. Bei ihm äußert sich das ADHS in mangelnder Impulssteuerung....daher haben die Kinder ihn gemieden, weil man nie wußte wann er wieder "hochgeht".


Anny

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Das ist wohl recht individuell. Manche Kinder sind eher ruhig und können mit der oft aufbrausenden Art eines AD(H)S Kindes nicht anfangen, andere Kinder haben keine Geduld mit der Geduldlosigkeit eines ADHS Kindes etc. Das Kind selbst möchte sicher Freunde haben, es fällt ihm aber schwer Freunde zu finden (und die Freundschaft zu pflegen). Es liegt wohl nicht allein an den anderen Kindern sondern einfach an beiden Kindern. lg. Anny


ccat

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In unserem Bekanntenkreis gibt es einen Jungen (4), er ist immer am schreien, sobald es nicht nach seinem Kopf geht. Er hat zwei gute Freunde, meinen Sohn und noch ein Mädchen mit denen er sich oft verabredet. Aber nie allein, die Mama muss immer dabei sein. Sobald jemand etwas anders machen möchte wie er, egal ob die Kinder oder Mama und Papa schreit er los. Wenn Lego gebaut wird und mal ein Stein nicht gleich draufgeht oder ein Stein abfällt schreit und weint er. Das ist nicht nur beim Spielen so, beim Essen (ein Keks ist kaputt), beim Anziehen (hat bevorzugte Sachen), Bettwäsche muss immer die eine sein....Die Mama von dem Jungen, fragte mich, ob ich denke er sei krank (ADHS)...Ich persönlich denke es nicht, sondern glaube die Mama springt zu sehr wenn er schreit. Sie sagt, dass sie es macht, damit er nicht noch schlimmer reagiert, so muss der kleine Bruder von dem Jungen auch immer zurückstecken. Ruhig beschäftigen und stillsitzen kann er. Was denkt ihr?


Mutti69

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Ich habs gelesen und spontan gedacht: ne, das ist KEIN ADHS. Ob es nun an der Mutter liegt, die springt, wenn Junior schreit, oder am Charakter des Kindes? Aber aus der Ferne...ganz schwer zu beurteilen! LG


Kater Keks

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Klingt für mich erstmal nicht nach ADHS....aber genau klären kann das nur ein Kinderpsychologe. Sie soll sich mal vom Kinderarzt einen empfehlen lassen, und der testet das Kind dann.


Mutti69

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Erzieherinnen des Kindergartens meines Sohnes führen. Die sollten da einen guten Blick für haben. LG


ccat

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Antwort auf Beitrag von Mutti69

Das klingt gut, dass werde ich ihr raten. Danke!


RM-

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Antwort auf Beitrag von Kater Keks

ich schwanke gerade ob es seine art ist oder ob er eher unerzogen und ohne klare regeln ist ich würde versuchen mit entweder hilfe zuholen oder etwas konsequenter durchzugreifen sollte er adhs haben so brauchen adhs-kindern eine besonders klare linie


Anny

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Antwort auf Beitrag von ccat

Da ist nun tatsächlich die Frage ist es ADS oder ist es die Erziehung?! Mein großer Sohn hat ADHS in nicht leichter Form. Es war schon sehr früh klar. Er hatte auch keine Geduld beim spielen, konnte nie etwas in Ruhe machen und wenn es nicht klappte, dann wurde es geworfen. Er hat (wie viele ADS kinder) Probleme mit der Feinmotorik, es ist also nicht nur die Geduld die fehlte, sondern auch schlicht die Fähigkeit. Allerdings sollte man auf keinen Fall den Fehler machen, den leichteren Weg zu wählen nur um seine Ruhe zu haben. Dinge nur zu tun, damit das Kind nicht schreit ist sicher ganz falsch und Signalisiert: Wenn ich schrei, bekomme ich was ich will. DAS hat aber nichts mit ADS zu tun. Das würde wohl jedes Kind so machen, wenn es merkt das es so an sein Ziel kommt. lg. Anny


mf4

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Meine Tochter wurde eben 9 und hat ADHS. Sie hat wenige Freunde aber das ist nichts, was ihr Probleme macht. Sie spielt gern allein und schaltet da für lange Zeit ab und sonst spielt sie gern mit ihrem Bruder und Kindern, die eher sensibel sind. Teilweise wird sie vielleicht auch eingegrenzt aber sie weis, dass man solche Freunde nicht braucht. So unkonzentriert und ruhelos meine Maus manchmal ist so vertieft kann sie auch in ein Spiel sein und besonders allein... sie vermisst da keinen der mitspielt. Wenn jemand dazu kommt dreht sie meist wieder auf.


Falknerin

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Antwort auf Beitrag von mf4

Der beste Freund von meinem Sohn hat ADHS. Sie verstehen sich super, aber manchmal merkt man es, wenn sie ein Spiel machen, das dann zu lange ruhig gespielt wird, dann braucht er Pausen - muss mal an die frische Luft gehen oder läuft bei uns in der Wohnung hin und her - da musste meiner erst mit zurechtkommen. Ist eben so, dass sein Freund so ist, aber wenn ich das von seiner Mutter nicht erzählt bekommen hätte, wäre ich so gar nicht unbedingt drauf gekommen. Kenne andere Kinder, die sind wesentlich hibbeliger und haben keine ADHS Diagnose.


Falknerin

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Antwort auf Beitrag von Falknerin

Der Junge wird in der Schule viel gemobbt, hat aber dort noch 1 anderes Mädchen, mit dem er sich gut versteht und auch mal am Nachmittag was macht...


ccat

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Antwort auf Beitrag von mf4

Ich werde ihr vorschlagen, den Kindergarten mal auf seine Art anzusprechen. Aber ich denke wirklich es liegt an ihr, sie wählt wirklich den bequemeren Weg. Das sagt sie auch selbst. Der Junge scheint mir nicht ungezogen, also er ist irgendwie auch lieb dabei...damit meine ich, er haut nicht oder macht Sachen kaputt, geht nicht über Tisch und Bänke. Er sitzt einfach da und schreit (jenachdem was ihn stört) und weint, kann sich aber nicht mit einer alternative beruhigen oder ablenken lassen. Mein Sohn hat mich schon gefragt, warum er immer soviel weint...und er immer der Bestimmer ist.