Mitglied inaktiv
Hallo, das ist mein erster Beitrag hier und auch das erste Mal, dass ich mich in einem solchen Forum als Mutter registriere. Aber ich komme gerade mit meiner Tochter vom Impfen und bin ziemlich mit den Nerven runter. Mir ist jedesmal hundsübel vor den Impfungen und ich will doch so gern stark sein für meine Tochter. Sie ist jetzt 15 Monate alt und hatte bis heute ihre 3 6-fach Impfungen/Pneumokokken Impfungen und eine MMR/Varizellen. Das waren somit 4 Impftermine, die immer schwierig aber zu meistern waren. Heute nun hatten wir den 5. Termin und es war der Horror. Die Kleine hing mir schon am Bein als die Ärztin die Tür hereinkam, bei dem kurzen Checkup fing sie schon an zu schreien wie am Spieß und bei der Impfung mussten ich und die Arzthelferin sie mit aller Gewalt festhalten (ich schreibe mit Absicht Gewalt, weil es sich gerade für mich echt so anfühlt). Jetzt zu Hause fühle ich mich als hätte ich meine Tochter im Stich gelassen. Tief im Bauch spüre ich, es war vollkommen falsch wie ich mit ihr umgegangen bin. Ich war gar nicht wirklich für sie da. Ich wollte einfach nur schnell schnell, dass es nur vorbei ist. Sie hatte solche Panik und es war keiner für sie da, ich komme mir vor als hätte ich sie allein gelassen und das tut furchtbar weh. Was dazu kommt im Impfpass sehe ich erst daheim, dass sie gegen Meningokokken geimpft wurde und nicht die MMR Auffrischung wie ich erwartet hatte. Nicht mal das habe ich registriert. Das ist doch furchtbar . Ich fühle mich so schrecklich, kennt ihr das auch?? Hinzu kommt, wie soll ich meine Tochter nochmal zu einer Impfung überreden? Jetzt habe ich ihr sicher mal so richtig Angst eingejagt. Ich kann es wirklich nicht fassen. Jedem gehe ich auf den Keks mit meiner Sensibilität und meiner Empathie. Und jetzt das. Traurige meggie.sue
ach du, so eine imfpung ist zwar unangenehm aber da müssen die kinder halt durch. kinder sind stark und sie wird jetzt von heute auch keine psychischen schaden davon tragen. was muss, das muss. wegen dem falschen impfstoff würde ich halt mal in der praxis anrufen. lg v. deren sohn alle 3 wochen eine hormonspritze bekommen muss und das die nächsten 10 jahre. zwei hatten wir bereits und ich denke, auch er wird sich eines tages total dagegen sträuben. aber wir kommen nicht drum herum.
Atme einmal tiiiief durch und Sage dir, das die Impfung besser ist, als wenn sie krank wird! Kein Kind läßt sich gerne impfen und in dem Alter verstehen sie auch gar nicht was da geschieht. Das hat die morgen wieder vergessen! Klar wird sie beim nächsten Arztbesuch auch wieder weinen, wenn Sie die Ärztin sieht....aber das ist normal. Geht doch einfach mal so nochmal zum KiA, das sie merkt, es gibt nicht immer eine Spritze. Wenn sie dann 4, 5 und älter sind, ist es schlimmer....denn dann wissen sie genau, was auf sie zukommt. Du leidest mit deinem Kind mit, das ist auch normal, aber mach dich deswegen nicht fertig! Liebe Grüße, Jana
Ach herrje komm mal her
.
Ich kenne das Gefühl von der ersten Impfung die meine Sohn bekam. Ich hätte heulen können. Halten sie ihn da mal an den Armen fest. Das fand ich voll schlimm und ich fühlte mich ebenso wie du.
Gott sei dank hatte ich einen Kinderarztwechsel. Diese Frau ist toll. Es stand wieder eine Impfung an. Ich hatte Angst, mir war schlecht und ich dachte, man ich muss doch stark sein. Da fragte ich unsere Kiä, wie ich meinen Sohn hinlegen soll und sie meinte, nee nee sie behalten ihn im Arm und ich finde schon eine Stelle. Schwupp war er geimpft. Klar fand er das doof und weinte, aber ich habe ihn in meinen Armen gehalten, nicht festgehalten.
Mein Kind wird im Mai 4 Jahre alt und er ist ein ganz braver Junge was die Ärztin angeht. Er ist tapfer und vertraut mir und ihr.
Also Kopf hoch. Vielleicht kannst du deine Maus in Zukunft auch im Arm halten.
LG Diana
Liebe meggie.sue, zunächst einmal denke ich, dass derartige Situationen jeder Mutter bekannt vorkommen. Wir würden unseren kleinen Lieblingen gerne jedes Leid ersparen, natürlich auch einen Impfpieks und die damit u.U. verbundenen Folgen. Es wird aber immer wieder Unangenehmes geben, dem Deine Süße ausgesetzt sein wird. Und Kinder können damit meistens viel besser umgehen, als wir Erwachsenen. Ganz klein hinterfragen sie noch viel weniger und leben viel mehr im Moment. Durch Deine Ängste spürt Deine Maus aber ganz genau, dass etwas Bedrohliches auf sie zukommt. Wenn Du so aufgelöst bist, wie Du beschreibst und das schon VOR den Impfungen, stellt sich Deine Tochter etwas VIEL schlimmeres vor, als es tatsächlich auf sie zukommt. Du hast Dich dafür entschieden Deine Tochter impfen zu lassen, erinnerst Du Dich warum? Mach Dir nochmal ganz genau klar, warum diese Impfungen sein müssen (Deiner Meinung nach, ich möchte hier nicht die Diskussion für und wider das Impfen lostreten). Wenn Du's nicht schaffst mit Überzeugung zum KiA zum Impfen zu gehen, dann schicke den Vater des Kindes los, oder jemand, der damit besser umgehen kann. Du lässt Deine Tochter nicht im Stich, sondern Du handelst aus der Überzeugung heraus das Beste für sie zu tun. Zur nächsten Impfung musst Du sie auch nicht überreden, sondern DU musst damit umgehen lernen. Du wirst sehen, das ist die halbe Miete. Wann hast Du selbst Deine letzte Impfung bekommen?! Mal ehrlich, soooo schlimm ist das doch wirklich nicht! So platt das jetzt klingen mag, aber Negatives gehört nun Mal zum Leben dazu. Das versteht Deine Kleine zwar noch nicht, aber sie wird damit umgehen lernen, wenn Du's ihr richtig vermittelst. Auch bei meinen Kindern gab es Phasen, da haben sie schon geschriehen, wenn sie die Stimme des Arztes auf dem Flur gehört haben. Tja, das gehört zum Leben eines KiA. Man ist meistens nicht sehr beliebt bei den Patienten... Trotzdem gehe ich weiter dorthin, denn er will meinen Jungs schließlich nichts Böses. Mittlerweile haben sie das auch kapiert und mein Großer findet den Arzt ganz toll. Und last nut not least sind Kinder meistens unheimlich bestechlich. Mein KiA hat eine Dose Gummibären. Mit dem Blick auf ein solches Gummibärchen lässt sich der Pieks gut ertragen. Ich wünsche Dir alles Gute und dass der nächste Termin erfreulicher wird!!!!
Dein Problem sollte ehr sein, dass Du Dich nicht zusammenreißen kannst, wenn es nötig ist. Eine Impfung ist nötig, da gibts nichts drumrum zu reden. Wenn DU es für völlig normal halten würdest, würde Dein Kind vll auch weniger Panik schieben - sie merkt doch, dass DU schon fertig bist, ehe es los geht, wie soll SIE denn dann keine Angst haben? Was machst Du denn, wenn mal (hoffentlich nicht so bald) Blutabnehmen o.ä. ansteht? Klar ist es nicht schön, wenn dem Kind wehgetan wird. Aber wenn DU dabei ruhig und gelassen bleiben würdest, wäre es meiner Meinung nach halb so schlimm für sie. Hast Du sie denn auf dem Schoß? Bei uns sitzen die Kleinen auf Mamas Schoß und man hält sie sozusagen "umarmenderweise" fest, das ist gut für die Kinder. Meine Kinder werden auch nicht gern geimpft, aber sie wissen, es ist nötig und es wird nicht diskutiert. Die Große ist 5 und weint schon seit 2,5 Jahren nicht mehr beim Impfen. Die Kleine ist 2,4 und weint max 20 Sek. Ich nehm sie auch mit, wenn ich zum Impfen gehe (Grippe jedes Jahr) und sie wissen, auch Mama und Papa werden geimpft und es piekt kurz und dann ist gut. Ich kündige die Termine auch schon länger vorher an und überrasche sie nicht damit, das hilft mM nach. Du kannst das jetzt lernen. Dein Kind ist noch klein und versteht eh noch nicht so viel. Aber bald schon, also reiß Dich zusammen und tu nicht so, als würde Deinem Kind der Kopf abgerissen... Lg, Susi
Moin,
also es geht jetzt nicht darum mich zu verteidigen. Aber ich glaube, dass ich mich schon ziemlich zusammenreiße. Schon allein durch meinen Job im Kiga musste ich oft genug üben für Kinder stark zu sein und ruhig zu bleiben auch wenn mir die Nerven flatterten (gebrochener Arm oder Platzwunde, so unnötige Sachen eben).
Beim eigenen Kind ist es eben immer was ganz anderes. Aber ich versuche immer strikt bei ihr zu bleiben und mich von meinen Bauchschmerzen abzulenken.
Möglicherweise fühl ich mich aber auch bei unserer Ärztin nicht so ganz wohl, nicht dass ich sie nicht mag, aber ihre recht kurz angebundene Art ist schon etwas fremd für mich.
Ich vermute ein größeres Problem ist, dass unsere Tochter sehr wenig Kontakte nach außen hat. Wir sind halt nicht sehr gesegnet mit Freunden/Bekannten die man öfter trifft, haben mein Mann und ich eigentlich auch nie vermisst. Sie kennt eigentlich keine Menschen, die so direkt auf sie zugehen, sie braucht immer etwas Zeit. Halt... nicht immer. Es gibt sogar fremde Menschen zum Beispiel in der Stadt; noch nie gesehen und sie strahlt und versucht sich zu verständigen als wären diese Leute alte Kumpels. Find ich faszinierend wo so manche Sympathie hinfällt.
Jedenfalls nehmen wir sie immer mit zum Zahnarzt zur Kontrolle (wo sie allerdings auch sehr nervös ist). Wenn ich sie beim Blut abnehmen dabei habe ( muss öfter Blut kontrollieren wegen chronischer Erkrankung) ist sie aber total gelassen, die Arzthelferinnen sind aber auch ganz lieb mit ihr.
Ich bin gerne für alle Tipps offen um diese schwierigen Situationen besser zu handeln. Ich
muss noch viel lernen, das steht fest.
Naja, dass mit dem lernen hört wohl nie auf ;)
LG
meggie.sue
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25 min spazieren gehen und kein Kind muss weinen!
Also, vielen Dank für die vielen lieben Antworten und euer Mitgefühl ;)
Ich weiß auch, dass dieser Moment vorbei geht und man durch solche Situationen einfach durch muss. Aber es tut trotzdem gut zu wissen, dass man verstanden wird.
Die Kleine ist nun tatsächlich ziemlich platt. Hat letzte Nacht ziemlich gekämpft und öfter geweint. Heute hat sie erhöhte Temperatur, bis jetzt nur 39,7€. Waren jetzt auch kurz draußen ne Runde drehen zwecks frischer Luft und ich hoffe sehr, dass das Fieber heute Abend nicht noch mehr ansteigt.
Hoffentlich wird diese Nacht ruhiger. Bin jetzt auch schon ziemlich ausgelaugt und ein paar schöne Stunden Schlaf wären suuuuuuuuuuper.
Aber was rede ich, das kennt ihr schließlich alle.
Wünscht mir Glück!
Danke
sagt
meggie.sue
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