Elternforum Rund ums Baby

5 Mon. altes Baby schläft plötzlich nicht mehr ohne Körperkontakt ein

5 Mon. altes Baby schläft plötzlich nicht mehr ohne Körperkontakt ein

Mummel

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Hallo, Vielleicht kann mir ja jemand einen Rat geben. Mein Sohn wird demnächst 5 Monate alt. Er war in den ersten 8 Wochen ein High Need Baby, danach wurde es etappenweise besser. In dieser Zeit schlief er nur auf meiner Brust, die ganze Nacht, denn ohne ging nicht. Irgendwann hab ich es geschafft ihn im Schlafsack neben mir schlafen zu lassen, aber Beistellbett hat er nicht akzeptiert. Mit ca 3,5 Mon. hab ich ihn in sein Beistellbett befördert, weil er nachts furchtbar unruhig schläft und ich dadurch stündlich wach wurde mindestens. Und dieser Umschwung hat ihn offenbar nicht gestört, denn er schlief bis vor kurzem echt gut im Beistellbett. Bekam abends die Flasche und schlief dabei ein. (Ich stille nicht mehr). Jedenfalls ist das jetzt wieder anders. Er schläft abends an der Flasche trotz starker Müdigkeit nicht ein und schreit sich in Rage, wenn ich ihn nicht zu mir hole. Dann muss ich ihm den Popo klopfen auf meiner Brust, bis er einschläft. Lege ich ihn zu früh ab, geht das glatt so weiter mit Geschrei. Erst ab ca 22 Uhr ist es halbwegs möglich ihn abzulegen und dann schläft er auch im Beistellbett weiter. Aber meine Sorge ist, dass das nun so bleibt. Ich muss in paar Monaten wieder in die Arbeit in Vollzeit, um meine Ausbildung zu beenden. Es hat sich alles so gut entwickelt und nun dieser große Rückschritt. Weiß jemand, was man da tun kann? Außer es zu akzeptieren. Würde ich, wenn ich wüsste, dass ich ewig viel Zeit habe, um mit ihm da durchzugehen. Aber mit der Arbeit wird es dann echt schwierig. Gibt es etwas, womit ich ihm helfen kann, dass er auch wieder alleine schläft? Danke schon mal.


Jolina2019

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Ich sehe da nur die Möglichkeit der Akzeptanz der jetzigen Situation. Meist vergeht so eine Phase so wie sie kam und in ein paar Monaten sieht die Welt schon anders aus. Aktuell steckt er höchstwahrscheinlich in einem Entwicklungsschub. Sei für ihn da und in ein paar Monaten braucht er vermutlich schon wieder was ganz anderes weil er mit der Entwicklung wo anders steht.


Mummel

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Antwort auf Beitrag von Jolina2019

Ich möchte mich mal bei allen bedanken für die Antworten! Ich dachte mir schon, dass mehr als Akzeptanz nicht geht. Nur muss ich in 2,5 Monaten arbeiten in Vollzeit und in 5 Tagen ziehen wir um. Ich habe bisschen Angst davor, dass es den kleinen Mann dann richtig durchhaut. Aber gut, da kann man nicht viel machen außer für ihn da sein. Nur mit dem eigenen Frust lernen umzugehen ist auch nicht ganz einfach. Aber alles ist ein Lernprozess. Also vielen Dank für die lieben Kommentare!


Jolina2019

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Ich sehe da nur die Möglichkeit der Akzeptanz der jetzigen Situation. Meist vergeht so eine Phase so wie sie kam und in ein paar Monaten sieht die Welt schon anders aus. Aktuell steckt er höchstwahrscheinlich in einem Entwicklungsschub. Sei für ihn da und in ein paar Monaten braucht er vermutlich schon wieder was ganz anderes weil er mit der Entwicklung wo anders steht.


Mitglied inaktiv

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Es ist kein Rückschritt. Dein Kind vergewissert sich auf diese Art, dass du da bist. Er braucht deine Nähe gerade einfach. Es wird auch wieder anders werden, wann kann dir niemand sagen. Jedes Kind ist individuell, einzigartig in seinem Wesen und seinen Bedürfnissen. Hör auf deinen Bauch, deinen Instinkt. Das wird schon.


Reh77

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Dein Baby entwickelt sich, bekommt mehr mit, erlebt am Tag viel mehr. Möchte sicher einiges können, was noch nicht klappt. Nein, der jetzt benötigte Kontakt ist kein Rückschritt. Es ist die Rückversicherung, dass du da bist. Du warst ca. 9 Monate genau das was Sicherheit bedeutet. Du warst nach der Geburt das einzige was dein Baby einigermaßen kannte. Alles so neu, unbekannt, fremd, angst machend. Stell dir vor du kämst ganz hilflos in eine dir völlig fremde Welt. Gerade noch wurdest du versorgt ohne auch nur irgendetwas machen zu müssen. Jetzt musst du selbst atmen, hast ganz merkwürdige, teilweise schmerzhafte Gefühle. Dein Bauch ist so anders als gewohnt. Langsam hast du dich daran gewöhnt Kleidung zu tragen. ... Mit 5 Monaten bekommt ein Baby sehr viel von seiner Umgebung mit. Kann den Kopf halten. Viele Babys können schon gezielt greifen. Klappt das nicht sind sie gefrustet. Vor dem 5 Monat war es oft noch der Greifreflex, der das Baby Gegenstände festhalten lies. Jetzt macht es das gezielt. Auch Emotionen zu zeigen werden gerade entdeckt. Wieder alles so neu. Der einzig sichere Hafen ist und bleibt die Mama. Wenn du nicht da bist, es reicht wenn es dich nicht sieht, dann fühlt es sich unsicher und das zeigt es. Da es nicht sprechen kann, durch weinen, schreien auch möglich dicke Tränen. Zusätzlich könnten sich auch Zähnchen auf den Weg machen, entweder durchs Zahnfleisch kommen oder in den Kiefer schießen. Dein Baby braucht dich gerade ganz besonders, um sich sicher zu fühlen. Genau das hilft dabei, dass dein Baby auch wieder alleine schlafen kann. Ob das in 2 Wochen, einem Monat oder danach ist? Möglich, dass es nächste Woche wieder klappt, die Woche danach aber nicht. Solange es dir möglich ist, akzeptiere wie es ist. Denke nicht darüber nach, wie es in ein paar Monaten ist. Weil niemand wissen kann was bis dahin ist. Du wirst sicher eine Lösung finden, wenn es mit der Arbeit schwierig wird. Babys entwickeln sich schnell und ganz unterschiedlich.


BabyBoy20

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Das hatten wir in dem Alter auch. In Kombi mit “wenn Mama sich bewegt, bin ich wieder wach und alles geht von vorne los”. Der Übergang 5./6. Monat war bei uns die mit Abstand härteste Zeit im 1. Jahr. Hat ca 4 Wochen gedauert. Aber - es geht vorbei :) Ganz ohne, dass du was machen musst/kannst/brauchst! Versuch zu verhindern, dass sich SEHR unliebsamen Gewohnheiten einschleichen. Ohne, dass du dich deswegen selbst fertig machst, weil es ohne nur dauergenöhle gibt. Da muss wohl auch jeder selbst entscheiden, wo seine Grenze ist (hier: nachts Kinderwagen schieben: nö!) Bei uns kam es zu “Mini schläft bei Mama im Bett” und “Einschlafstillen”. Ersteres hat sich nach dem Schub von alleine erledigt (Einschlafstillen, abgedockt, selbst ins eigenen Bettchen gerollt, dort geschlafen). Einschlafstillen haben wir dann im 7./8. Monat abtrainiert, als es in dauernuckeln übergegangen ist. Wobei Training ein großes Wort ist: der Papa hat ihn ab da ins Bett gebracht. Die ersten Abende hat das gedauert (Papa war sonst der zum Abends Späßchen machen, also hat Mini Party im Bett gemacht ), nach 1 Woche hat er nach ein paar Minuten selig geschlafen. Also auch kein Drama, wenn sich doch was einschleicht. Bis du wieder arbeiten wirst, kommen noch viele Schübe - mit zum Teil auch sehr positiven (und plötzlichen!) Entwicklungen. Mein Mini hat innerhalb von 10 Tagen Robben, krabbeln, hochziehen und laufen mit festhalten gelernt. Im 10. Monat wurde dann plötzlich kein Brei mehr gegessen, sondern nur noch normales Essen, gleichzeitig hat er durchgeschlafen :) Was jetzt ist, ist in einigen Monaten also höchstwahrscheinlich gaaaanz anders. Ganz von alleine, ohne, dass du was machen musst :)


Mummel

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Antwort auf Beitrag von BabyBoy20

Danke dir für deinen hilfreichen Erfahrungsbericht! :) Als ich ihn noch gestillt habe, hat er auch zum Einschlafen ewig an der Brust genuckelt. Dann war das Thema Stillen vorbei und ich bin auf Flasche und Schnuller übergegangen. Vor einigen Wochen hat der den Schnuller zur Beruhigung aber ins Exil befördert, weil er darauf nur noch rumkaut. Deshalb war ich froh, dass wenigstens die Flasche ihn zum Einschlafen gebracht hat. Und jetzt geht nicht mal mehr das. Ich komm mir schon fast so vor, als hegt er heimlich einen Plott gegen all meine wirksamen Methoden :D Aber ja gut zu wissen, dass der 5/6 Monat wohl recht schwierig sind. Würde zu seinem Alter definitiv passen. Und den Kinderwagen schieben nachts bringt beim ihm auch nicht viel :P er ist ein echt schlechter Schläfer und besonders Einschlafen ist schwer. Wir haben eine elektrische Federwiege und selbst in der motzt er fast nur noch rum, da kommt er aber nur tagsüber rein. Im Moment geht nur Körperkontakt und den gebe ich ihm auch, aber irgendwann lege ich ihn ab. Das bedeutet zwar, dass er dann paar mal weinend aufwacht, aber ich kann ein über 8kg schweres Baby nicht die ganze Nacht auf mir schlafen lassen. Da heißt es wohl abwarten und Tee trinken.... in der Hoffnung, dass das bald wieder vorbei ist... Danke!