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Geschrieben von Connitaa am 27.01.2014, 18:48 Uhr

Papa-Betreuung - Umgekehrte Familienmodelle

Hallo!

Sind hier noch mehr Familien mit einem "umgekehrten" Familienmodell - Mama geht arbeiten, Papa bleibt zuhause bei den Kindern?

Wir wohnen in Spanien, da gibt es nur 16 Wochen bezahlten Mutterschutz und dann keine weitere Unterstützung. Mein Mann wurde aus betrieblichen Gründen gekündigt, ist zur Zeit arbeitslos und möchte sich eine Selbstständigkeit von zu Hause aus aufbauen. Ich habe eine gute und auch verhältnismässig gutbezahlte Stelle mit Zukunftsaussichten - und die mir auch Spass macht. Also gehe ich seit zwei Wochen, direkt nach Ende des Mutterschutzes, wieder arbeiten, bis April nur 4 h, dann theoretisch wieder ganztags von 8 bis 17 Uhr. Wir können von einem Gehalt leben - aber nur von meinem...

Bis jetzt klappen die Papa-Vormittage super, aber ein wenig Gedanken mache ich mir schon,wie es langfristig laufen wird.
Gibt es hier noch mehr Leute, die Erfahrungen mit ähnlichen Familiemodellen haben? Wie geht es euren Männern und Kindern dabei? Und euch selbst? Ich möchte solange wie möglich weiter stilllen und kann beim arbeiten auch abpumpen. Emotional habe ich es mir einfacher vorgestellt, im Moment erschreckt mich die Vorstellung, bald wieder 10 h am Tag (25 min Fahrzeit einfach) aus dem Haus zu sein schon ein wenig - obwohl ich weiss, dass mein Mann ein super Vater ist.

Danke und liebe Grüsse,
Connitaa

 
11 Antworten:

Re: Papa-Betreuung - "Umgekehrte" Familienmodelle

Antwort von cashew1 am 27.01.2014, 19:19 Uhr

Wir haben das so, da ich selbstständig mit einer "One-Woman-Show" bin, also die Dienstleistung ist auch komplett von meiner Person abhängig... Sie läuft sehr gut und ich verdiene gut, mein Mann hat die Elternzeit komplett genommen.
Habe bei beiden Kindern bis ganz kurz vor der Entbindung gearbeitet und dann 2 bzw 4 Wochen danach auch wieder, da ich ja keinen Mutterschutz habe...
Die Große habe ich 6 Monate voll gestillt, Mann ist mit Baby mitgekommen oder ich hab abgepumpt und sie hat die Flasche bekommen.
Jetzt auch wieder so. Klappt gut, allerdings muss ich nicht jeden Tag komplett weg, manchmal nur ein paar Stunden mal auch mehr, dafür dann auch mal am WE. Ich fände es für mich selbst schon krass, wenn ich jeden Tag 10 Stunden weg wäre.



Re: Papa-Betreuung - "Umgekehrte" Familienmodelle

Antwort von Fuchsina am 27.01.2014, 20:49 Uhr

Wir haben teils so einen Modell. Beim Kind 1 waren wir den ersten Monat zusammen, dann ich 5 Monate allein, dann wieder 3 Monaten zusammen und dann ab da mein Mann allein mit dem Kind zu Hause. Ich habe auch regelmässig 9-10 Stunden Tage.

Ich kam damit recht gut klar, ich habe immer versucht mal lange und mal kurze Tage zu machen (anstatt immer nur "quasi" lange). Kind und Mann kamen blendend damit zurecht. Klar hat er vieles anders gemacht als ich, aber nicht schlechter, einfach nur anders.



Re: Papa-Betreuung - "Umgekehrte" Familienmodelle

Antwort von DanniL am 27.01.2014, 20:50 Uhr

Bei uns ist ein wenig anders, aber mein Mann übernimmt einen sehr großen Betreuungspart.
Ich bin recht schnell erst zwei Tage und dann drei Tage die Woche wieder arbeiten gegangen.
Bringe die Kleine dann in den Kindergarten und arbeite bis teilweise 18 Uhr. Mein Mann hat immer um 15 Uhr frei und übernimmt dann die Betreuung.
Mittlerweile kommen dann noch die Fahrdienste vom Tanzkurs und Turnen hinzu oder auch andere Verpflichtungen.
Wie haben alle drei kein Problem damit und es läuft sehr gut.

Sicherlich wird auch bei euch alles rund laufen. Man macht sich einfach vorher immer viel zu viele Gedanken.



Re: Papa-Betreuung - "Umgekehrte" Familienmodelle

Antwort von Connitaa am 28.01.2014, 17:50 Uhr

Danke für eure Antworten! Es interessiert mich einfach, wie es bei anderen läuft, da wir sonst keine Familie mit "Hausmann" kennen.

Mein Mann meint auch, dass ich mir jetzt schon zuviele Gedanken mache, es sind ja noch 2 Monate, bis die Frage Ganztagsarbeit wirklich ansteht, dann ist sie auch schon Brei und alles. Und wahrscheinlich hat mein Chef auch kein Problem damit, dass ich wenn nichts besonderes anfällt nur Vormittags ins Büro komme und Analysen und Präsentationen nachmittags zu Hause mache - das habe ich auch vor der Schwangerschaft öfter gemacht, da wir im Grossraumbüro 110 Leute sind und konzentrieren da nicht immer leicht fällt. Wenn es gar nicht geht, bleibt immer noch die Lösung, meine Stunden zu reduzieren, auch wenn es finanziell dann ziemlich eng wird.

Mal sehen, wie sich bis Mitte März alles entwickelt!



Re: Papa-Betreuung - "Umgekehrte" Familienmodelle

Antwort von Larona am 28.01.2014, 22:31 Uhr

Hallo,

wir haben seit Oktober auch ein "umgekehrtes" Modell. Ich bin wieder arbeiten gegangen als der Kleine acht Moante alt war. So lange wollte ich wegen dem Stillen schon zuhauese bleiben. Zu der Zeit habe ich dann nur noch nachts gestillt, das war kein Problem.
Wir haben uns nicht aus der Not heraus so entschieden, sondern weil es einfach zu uns und unseren Arbeitsbedingungen besser passt. Meinem Mann und den Kindern geht es im großen und ganzen gut damit. Es bleibt tagsüber einiges im Haushalt liegen, aber das liegt wohl daran, dass mein Mann einen 2,5-Jährigen und einen fast Einjährigen hier hat und noch keiner von beiden in die Kita geht.
Ich arbeite grundsätzlich sehr gerne und stehe auch nach wie vor hinter unserer Entscheidung auch wenn ich manchmal traurig darüber bin, dass ich an einem normalen Arbeitstag die Jungs nur morgens etwa anderthalb bis zwei Stunden lang sehe und ich dann erst wiederkomme, wenn sie schon im Bett sind. Aber dann denke ich, dass es ja sonst den Vätern so geht und die fragt oft keiner, wie sie es finden ihre Kinder nur kurz zu sehen. Einer muss ja in der Regel wegen dem Geld Vollzeit arbeiten. Dann ist das eben so....

Ich würde sagen, dass du es am besten auf dich zukommen lässt. Es klappt sicher, vor allem wenn du jetzt schon sagen kannst, dass du dich auf deinen Partner verlassen kannst. Viele Grüße
Larona



Re: Papa-Betreuung - "Umgekehrte" Familienmodelle

Antwort von Ani123 am 29.01.2014, 0:21 Uhr

Hab Vertrauen in deinen Mann. Ich habe hier im Forum schon oft gelesen, dass es funktioniert. Er betreut das Baby schon jetzt 4h am Tag. Da wird er auch mehr Stunden hinbekommen. Deine Einstellung dazu ist wichtig: Willst du das auch? Wenn nein, dann sucht gemeinsam nach einer Lösung. Vielleicht heißt die auch, dass ihr beide stundenweise arbeiten geht. Du bsp. vormittags, er nachmittags. So etwas kann durchaus funktionieren.

Früher war alles anders und da wurde auch immer gesagt "die Mutter muss zu Hause bleiben". Bei mir war es auch umgekehrt. Meine Mutter ging vormittags arbeiten für 4h (nach Bedarf auch mal 10-12h am Tag) und Papa kümmerte sich um uns (wir waren gesamt vier Kinder). Es funktionierte gut, weil mein Vater sehr früh morgens arbeitete (meist von 4:30-7 Uhr) und dann nochmal, wenn meine Mutter wieder da war, nachmittags oder abends. Er hat auch schon nachts gearbeitet. Alles machbar: Er hatte seinen eigenen Betrieb. Anstrengend war es für ihn schon und er hat oft zu hören bekommen, dass er doch seine Frau besser erziehen müsse, weil sie doch zu Hause bleiben muss. Warum frage ich mich da. Die waren beide mit dem Modell der Berufstätigkeit zufrieden und dann soll es doch so umgesetzt werden und geschadet hat es mir überhaupt nicht.
Mit 2,5 Jahren bin ich dann zur Tagesmutter gekommen, weil mein Vater seine Arbeitszeit von den frühen Morgenstunden gerne ein wenig weiter in den Vormittagsbereich hinein verlegen wollte. Meine Mutter hat mich dann morgens zur Tagesmutter gebracht und er spätestens mittags (12 Uhr) abgeholt. Mir ging es dort immer gut.

Ich denke, wenn dein Baby älter ist wird es evtl. auch in die Fremdbetreuung gehen und dann besteht durchaus die Möglichkeit für deinen Mann auch einer Vollzeitbeschäftigung nachzugehen. Auch jetzt könnte er schon arbeiten, insofern ihr euch zeitlich absprecht.

Es ist nicht leicht, das habe ich später wohl erfahren, und es kostet auch Kraft zu arbeiten und zeitgleich in der Kinderbetreuung aktiv zu sein (bzw. die Hauptarbeit zu leisten), aber es ist umsetzbar, insofern man es selbst auch will.

Ich würde deinen Mann fragen ob er das wirklich machen möchte, wenn ja, wie lange und evtl. (insofern er will) für stundenweise Entlastung sorgen. Wenn er es bis zum Kindergarteneintritt machen möchte, dann würde ich es ihm machen lassen. Immerhin hat dein Kind die beste Betreuung, wie ich finde, nämlich den eigenen Papa.



Re: Papa-Betreuung - "Umgekehrte" Familienmodelle

Antwort von magistra am 29.01.2014, 6:13 Uhr

Das haben wir beim 2. und 3. Kind so gemacht, weil ich in meinem einen Jahr Elternzeit mit Kind 1 fast wahnsinnig geworden bin. Also hat er Elternzeit genommen und ich habe gleich wieder gearbeitet. Bei uns funktioniert es sehr gut und es passt auch zu uns.
Allerdings: Bin ich kein Muttertier. Ich konnte damit leben, dass die Kinder zeitweise Phasen hatten, in den sie geweint haben und, wenn wir beide da waren, nur Papa trösten konnte. Das war (und ist) für mich vollkommen okay.
Allerdings: Hat mein Mann schon damit zu kämpfen, dass es, wenn wir Freunde etc. treffen, bei Männergesprächen eigentlich meist darum geht, wer welche Führungsposition eingenommen hat bzw. welche beruflichen Projekte gerade verwirklicht. Männer sind da ein wenig anders.
Grundsätzlich ist es unser Modell, mit dem ich sehr gut und mein Mann gut lebt. Unsere Kinder finden es schön, wobei die Große (jetzt 8) schon manchmal äußert, dass sie später lieber einen Beruf haben will, in dem man nicht so viel arbeiten muss.
Ich habe mein erstes Kind lange gestillt, bei den beiden anderen aber recht bald aufgehört, denn ich wollte, dass mein Mann das volle Programm hat und konnte mir nicht vorstellen, Vollzeit zu arbeiten und dabei nachts zu stillen.
Alles Gute für euch!



Re: Papa-Betreuung - "Umgekehrte" Familienmodelle

Antwort von mami2312 am 30.01.2014, 8:34 Uhr

hallo also bei uns ist es auch so, dass ich die hauptverdienerin bin. mein sohn ist 13 monate alt. mein mann macht vormittags einen 450 euro job und ich gehe nur spätschicht arbeiten. von 13.30- 21.00 uhr. zwar erstmal nur 15 std die woche aber ab oktober wieder meine alten stunden. bin offiziell noch in elternzeit und bekomme auch noch elterngeld deswegen nur 15std. für mich war es anfangs auch schwierig so lange nicht bei meinem kleinen zu sein. mittlerweile tut es gut etwas raus zu kommen und mein mann bekommt das super hin. seitdem ist die bindung zum papa sehr viel inniger. also es tut den beiden gut.

bei mir auf arbeit haben einige nicht so das verständnis für. ich habe mich mit absicht runter stufen lassen, weil ich nicht so aus den beruf raus kommen wollte und etwas dazu verdienen wolte. arbeite diese woche schon mehr und dann kam ein anruf kannst du arbeiten. ich nein, sind mir zu viele stunden.
chefin sie sind unkollegial ihr mann ist doch sowieso zu hause. danke sehr. hat mich schon getroffen. aber das ist eine andere geschichte....


ganz liebe grüße



Re: Papa-Betreuung - "Umgekehrte" Familienmodelle

Antwort von glückskinder am 02.02.2014, 20:13 Uhr

Mein Mann hat auch das Erziehungsjahr mit dem Großen gemacht. Lief gut und war eine Bereicherung für alle.



wir

Antwort von wir6 am 03.02.2014, 7:56 Uhr

seid 5 Jahren schon.

Ich gebe ehrlich zu die ersten 3 Monate waren CHAOTISCH , auch weil wir schon zwei kleine Zwerge hatten, als wir beim 3. Kind getauscht haben.

Mittlerweile hat er aber seinen Weg gefunden, nicht immer meiner aber eine guten Weg. Ich musste lernen es ihn auf seine Weise tun zu lassen.

Stillen klappte mittels abpumpen und Stillpausen (hier in Deutschland möglich) sehr gut und sehr lange (alls bisher zwischen 1 Jahr und 6 Monate und 1 Jahr und 11 Monate)


Alles Gute



Re: Papa-Betreuung - "Umgekehrte" Familienmodelle

Antwort von Connitaa am 04.02.2014, 23:09 Uhr

Vielen Dank für eure lieben Antworten und Erfahrungsberichte! Es macht Mut, dass es bei anderen so gut klappt

Vor der Geburt dachte ich auch immer, ich wäre nicht so dass Muttertier - sein Kinderwunsch war auch stärker als meiner. Ich bin immer noch überrascht, wie schnell und stark die Muttergefühle kamen, gerade auch mit der engen Bindung durchs Stillen. Wie es im Moment ist finde ich es ideal - vormittags 4 h arbeiten, an andere Sachen denken und "meinen Kopf benutzen" und den Nachmittag mit der Kleinen. Den ganzen Tag zu Hause wäre auch nichts für mich. Bei den beiden klappt es echt super morgens - sie ist auch ne Langschläferin und wacht selten vor 10 h auf, so dass der Vormittag nicht soo lang ist. Ihren Rhytmus haben sie gefunden.

Ganztags kann ich mir im Moment noch gar nicht vorstellen...vielleicht kann ich auf 7 h reduzieren, dann muss ich keine Mittagspause machen und wäre nur von 8 bis 3 statt von 8 bis 5 beim arbeiten.

Allgemein ist in Spanien üblich, dass Kinder mit spätestens 1 Jahr in die Krippe gehen, viele auch schon vorher, die Krippen nehmen Kinder ab 4 Monaten auf. Die Diskussion ist hier ganz anders - die Leute sagen eher "oh, ihr habt es gut dass ihr ein ganzes Jahr das Kind zuhause betreuen könnt". Ab September wird sie deshalb ziemlich sicher auch in die Fremdbetreuung gehen, damit mein Mann sich aktiver um seine berufliche Zukunft kümmern kann.

Na dann...wir werden sehen, was die nächsten Monate bringen!



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