Betreuung bis zum KIGA

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Geschrieben von MichaelS. am 14.06.2017, 11:41 Uhr

Hilfe!!!!

Hallo,
meine Frau und ich sind sehr verzweifelt. Wir haben seid 2 Jahren Auseinandersetzungen mit meiner Mutter hinter uns und ein Ende ist nicht in Sicht. Begonnen hat alles mit der Geburt unserer ersten Tochter. Die Freude war groß der zunehmende Druck und Einflussnahme von Seite meiner Mutter leider auch. Im Kindergartenalter unserer ersten Tochter bekamen wir eine weitere Tochter. Oma und Opa holten die "große" Mittwochs aus dem Kindergarten ab und brachten Sie mir abends zu meiner Arbeitsstätte. Das klappte solange bis Maya nicht jeden Mittwoch zu Oma und Opa wollte, es gab mehrere Wochen an denen ich unsere Tochter des lieben Friedens willen überredete doch zu Oma zu gehen, es ist ja nur ein Tag und sie freuen sich doch.... Als die ersten male der Mittwoch ausfiel weil unsere Tochter lieber zu Hause bei ihrer kleinen Schwester sein wollte. Die Reaktion meiner Mutter war. Das ist Euer Fehler, das ist eine Frage der Erziehung dem Kind beizubringen dass an einem Tag in der Woche Omatag ist, die anderen 6 Tage könnte Sie ja machen was sie möchte. Diese Einstellung hat mich sehr entsetzt und schockiert. Meine Frau und Ich hatten wochenlang mit Magenschmerzen auf den Dienstag abend gewartet, damit hoffentlich Mittwochs alles gut geht Oma zufriedengestellt wird. Absagen für diesen Tag von mir wurden nicht akzeptiert, Maya musste sich telefonisch rechtfertigen, warum Sie nicht möchte. Mit Worten wie "die Oma ist ganz traurig, wenn Du nicht kommst" wurde der Druck auf unsere 5jährige so groß, dass sie ihre eigenen Interessen unterordnete und doch ging. Dieser Zustand war für mich irgendwann unerträglich und ich habe ihr verboten unsere Tochter so unter Druck zu setzen. Wenn meine Frau oder ich sagen sie möchte nicht, dann gibt es keine Diskussionen. Eine Einsicht von der anderen kam leider nie. Die Spitze war erreicht als ich Dienstags bei meiner Mutter anrief um zu sagen, unsere Tochter hätte mit einer Freundin etwas ausgemacht. Die Antwort kam prompt: Das ist eine bodenlose Frechheit, ich werde das vom Anwalt klären lassen. Mir fiel nach dieser Aussage von meiner eigenen Mutter fast der Hörer aus der Hand, ich hätte mit vielem gerechnet, aber das. Nach Sekunden des Schocks meinerseits, sagte ich Ihr, dass es doch nicht schlimm ist, und sie ja am Wochenende kommen können. Nach diesem Gespräch und keiner Entschuldigung wurden die Mittwochsbesuche komplett eingestellt. Die Situation wurde von Woche zu Woche schlimmer. Es kam zu unangemeldeten Besuchen meiner Mutter in Kindergarten und nach der Einschulung auch in der Schule um ihr Enkelkind zu sehen weil sie sich nach ihr verzehrt.... In den nächsten Monaten gab es Gespräche zwischen meinen Eltern und mir, die Fronten verhärteten sich immer mehr. Ein Dreiergespräch mit mir meinen Eltern und unserem Pfarrer wurde nach der zweiten Sitzung abgebrochen genau wie eine Dreiergespräch mit Therapeutin der hiesigen Diakonie. Das Resultat war bei beiden, ihre Mutter will sie nicht verstehen und keiner der beiden möchte mehr ein Gespräch zusammen mit meiner Mutter. All das zerrte auch sehr an unserer Ehe, die mehr als einmal auf der Kippe stand. Monate später gibt es nur noch Besuchstermine mit mir und meinen Kindern. Meine Mutter empfand diese Situation von Anfang an als unakzeptabel, eine Besuch meiner Kinder zusammen mit mir ist nicht gewünscht, sie will die Kinder alleine. Selbst an Besuchstagen mit mir wird Druck auf die Kinder ausgeübt, sie sollen doch unter der Woche alleine kommen, oder der Opa holt euch morgen ab kommen fast bei jedem Besuch. Ich werde an diesen Tagen nur geduldet und keines Blickes gewürdigt. Eine Verabschiedung mit "Danke dass du mit den Kindern da warst" oder es war schön mit Euch, kamen nie. Meistens brachte meine Mutter nicht einmal "Aufwiedersehen" über die Lippen. Ich fühlte mich mehr als einmal als letzter Dreck und fuhr oft mit Tränen in den Augen nach Hause. Ich versuche seit Monaten goldene Brücken zu bauen ohne Erfolg. Meine Frau und ich wollten nie, dass sie keinen Kontakt zu den Großeltern haben, wir wollten einen Umgang im beiderseitigen Respekt und keine Entscheidungen über unseren Kopf hinweg. Was soll ich tun, ist meine Sichtweise falsch.

 
7 Antworten:

Re: Hilfe!!!!

Antwort von emilie.d. am 14.06.2017, 12:47 Uhr

Ich kann nur den Kopf schütteln, wieso Du Deiner Mutter die Kinder immer noch hinterher trägst. Ich hätte den Kontakt schon längst eingestellt.
Deine Mutter ist egoistisch. Ihr geht es nicht um das Wohl der Kinder, sondern nur um Ihr eigenes. Dafür ist sie sich nicht mal zu schade, die Kinder zu instrumentalisieren. Sie kann ja versuchen, ein Umgangsrecht übers Gericht zu erwirken, da hat sie keine Chance. Sie muss nachweisen, dass es nachweislich dem Kindeswohl schadet, wenn sie die Kinder nicht sieht.
Den Kiga und die Schule würde ich entsprechend benachrichtigen. Wenn sie da nicht eh schon Hausverbot hat.
Du scheinst ein ganz ungesundes Verhältnis zu Deiner Mutter zu haben. Sie behandelt Dich mehr als schlecht und trotzdem lebst Du Deinen Kindern vor, dass sie da mit hinmüssen und ansehen, wie ihr Vater mit Nichtachtung bestraft wird.

Zumindest aus Liebe zu Deinen Kindern solltest Du ihnen solche Szenen ersparen. Wenn schon nicht aus Liebe zu Dir selbst.



Re: Hilfe!!!!

Antwort von Jeckyll am 14.06.2017, 17:21 Uhr

Ich verstehe nicht warum du deinen Kindern diesen Psychoterror aussetzt. Dieses manipulieren und unter Druck setzen ist doch fatal gegenüber einem Kind.
Ich hätte den Kontakt komplett abgebrochen, nicht telefoniert und erst Recht keinen Besuch erlaubt. Steht sie vor der Haustür macht man diese wieder zu. Das ist nicht leicht, aber für die Kinder sicher das Beste.

Besuche an der Schule würde ich mir auch verbieten und der Großmutter klar machen dass sie mit solchen Aktionen ihre Chancen ihre Enkelkinder noch einmal zu sehen gegen die Wand fährt.

Glaub mir, lieber keine Oma als eine die mit Spielchen ihr verbitterstes "Recht" durchsetzen möchte.

Jeckyll​



Re: Hilfe!!!!

Antwort von Danyshope am 14.06.2017, 18:15 Uhr

Warum machst du das mit?

Die Oma würde mit ziemlicher Sicherheit vor jedem Gericht verlieren, also lass sie doch klagen. Spätestens wenn KiGa und/oder Schule dazu gehört werden, dürfte das Thema Umgang mit Enke vom Tisch sein.

Großeltern haben nur dann ein Umgangsrecht wenn sonst das Kindeswohl extrem gefährdet wäre - was sie eben entsprechend beweisen müssten. Hier dürfte es eher so liegen das das Kindeswohl WEGEN dem Umgang gefährdet ist.

Du willst Dein Kind bzw Deine Kinder schützen, dann verbiete am besten schriftlich der Oma jeglichen Umgang solange sie sich nicht an eure Spielregeln hält. Gebe in Schule und KiGa Bescheid das die Großeltern das Kind nicht mehr haben dürfen und stellt am besten selbst auch jegliche Kontaktaufnahme eurerseits ansonsten ein. Telefon-Nr würde ich blocken, sollen sie euch schreiben wenn sie was wollen. machen sie Stress vor der Haustüre, dann die Polizei rufen usw. Und ansonsten entspannt zurück lehnen und abwarten.

IMO habt ihr nur so die Chance das die Oma mal irgendwann aufwacht. Und dann kann man sehen ob man sich einigen kann. Und wenn nicht, der Verlust dieser Großeltern hält sich sicherlich in Grenzen.



Re: Hilfe!!!!

Antwort von MichaelS. am 20.06.2017, 12:00 Uhr

Vielen Dank für Deine ehrlichen Worte. Nach dem 4. Geburtstag unserer Tochter habe den Kontakt bis auf weiteres eingestellt. Es wurde vor dem Geburtstag besprochen Oma und Opa rufen morgens an und gratulieren unserer Tochter. Einen persönlichen Besuch wollten meine Frau und ich nicht um jeglichem Streit und Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen. Es sollte der Tag für unsere Tochter sein. Mit meinen Eltern vereinbarte ich einen Besuch am Montag.Meine Mutter kommentierte diesen Wunsch nur mit der Aussage: Sie hat ihr schließlich einen Kuchen gebacken und den wird Sie ihr persönlich geben und gratulieren. Damit war unsere Vorfreude auf den Geburtstag dahin. Morgens setzten wir uns dann alle ins Auto und fuhren durch die Gegend um nur nicht zu Hause zu sein. Als wir nach 1 Stunden nach Hause kamen stand der Kuchen mit den Geschenken im Carport. Unsere nicht mehr vorhandene Freunde an diesem Tag wurde dadurch noch mehr getrübt. Gestern informierte ich meine Eltern dann darüber, dass ich nach diesem Wochenende bis auf weiteres keinen Kontakt mehr möchte, bevor es zu keiner Einsicht kommt. Meine Mutter wies alles von sich. Sie hat nichts schlimmes gemacht. Wenn ich Ihr keinen Kontakt mit meinen Kindern ermögliche werde Sie selbst über Schule und Kindergarten den Kontakt wiederherstellen. Ich konnte nur mit dem Kopf schütteln.



Re: Hilfe!!!!

Antwort von clarence am 20.06.2017, 12:36 Uhr

Ich muss ehrlich sagen ich bin geschockt.
Klar möchte jede Oma ihr Enkelkind sehen, aber doch nicht so!!!
Das klingt für mich wie eine Sucht und ich denke sie braucht eine Therapie - aber nur sie nicht ihr!

Ich würde den Kontakt sofort einstellen. Das geht gar nicht für mich und das Kind leidet still darunter.
Im Kindergarten kann man sagen, dass ihr nicht wollt, dass eure Tochter von der Oma abgeholt wird - da muss sich der Kiga daran halten.

Und auch bei der Schule kann sie deine Tochter nicht einfach "mitnehmen". Das wäre dann Kindesentführung.
Wenn es wirklich arg auf arg käme, würde ich das sogar anzeigen. Dann ist vielleicht endlich mal Ruhe.



Re: Hilfe!!!!

Antwort von MichaelS. am 20.06.2017, 12:46 Uhr

Hallo,
ich glaube nicht dass meine Mutter die Kinder mitnehmen würde, aber Sie wird sie dort besuchen. Was das für meine Kinder oder meine Ehe bedeutet spielt für sie in diesem Moment keine Rolle. Wir hatten diese Situation vor einen Jahr schon einmal. Nach mehreren Besuchen der Oma in der Pause der Grundschule und im Kindergarten stellte ich den Kontakt ein. Wir hatten danach noch mehrmals einen Neuanfang probiert, jetzt sind wir wieder am selben Punkt. Es ist für mich schrecklich zu sehen wie meine eigene Mutter ohne Selbstreflexion die Familie zerstört.



Re: Hilfe!!!!

Antwort von Mutti69 am 24.06.2017, 7:35 Uhr

Du bist reflektiert, du bist strukturiert...und dennoch hast du lange mitgespielt. Zu lange?

Es tut mir leid aber du sagst es selber, die Kinder leiden, ihr Erwachsenen auch. Ich hoffe, ihr habt alles dokumentiert...ICH persönlich würde nun den gerichtlichen und DEFINITIVEN Weg einschlagen, wenn selbst der begleitete Umgang den ihr eingeräumt habt so in die Hose geht.

Die Schule und den Kindergarten würde ich informieren (die wissen aber sicher schon Bescheid), damit nicht ein unberechtigter Abholen möglich ist.

Den Kindern würde ich ein Ortungsgerät unterjubeln. Sorry, ich bin vielleicht paranoid aber eure Situation ist denkbar verfahren, ich würde einen Kindesentzug (und wenn auch nur für einen “tollen Urlaub“) für denkbar halten!



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