Betreuung bis zum KIGA

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von Cherry478  am 21.08.2013, 10:07 Uhr

Eingewöhnung

Hallo zusammen, auch ich muss jetzt mal was los lassen. Mein kleiner (2 Jahre) ist jetzt auch seit anfang august in der Kita und die ersten zwei wochen klappten super und ich war jeden tag noch mit dort doch seit mitte letzter Woche sagten die Erzieherinnen auf einmal ich soll ihn nächsten tag nur bringen und mittags wieder abholen. Das ging mir irgendwie ziemlich schnell da in den zwei wochen davor kein einziger Trennungsversuch stattfand. Jedenfall klappte der erste Tag noch ganz gut und er ist gleich rein und spielen gegangen, wahrscheinlich auch weil er dachte ich bleibe wieder mit dort. Doch den Tag danach fing es an, jeden morgen wenn ich ihn bringe schreit er wie am Spieß und will wieder zu mir. Ich soll mich schnell verabschieden, wo er auch schon schreit, dann zieht ihn die Erzieherin weg und versucht ihn abzulenken mit spielen. Kein trösten oder auf den Arm nehmen. Das tut mir im Herzen weh das zu sehen. Er sollte doch wenigstens in dieser Situation ein bisschen in den Arm genommen werden und getröstet werden, aber die Erzieherin sagt sie nimmt keine Kinder auf den Arm, da macht sie sich nur den Rücken kaputt. Ja gut, das ist ihre entscheidung, aber trösten kann man auch anders.

Ich hab ein super schlechtes Gewissen und hab angst dass mein kleiner sauer auf mich ist dass ich ihn da lasse und gehe. Ich weiß noch nicht mal ob das so richtig ist dass die mutter sich verabschiedet und gehen soll obwohl das kind so schreit?! Die anderen beiden Eltern die ihr Kind auch in der Eingewöhnung haben sehen das super locker obwohl das bei denen genauso abläuft, daher weiß ich nicht so richtig ob das gerechtfertigt ist was ich denke?!

Ich hab einfach angst dass er dort nicht liebevoll behandelt wird und sauer auf mich ist dass ich ihn dort lasse.

 
5 Antworten:

Re: Eingewöhnung

Antwort von emilie.d. am 21.08.2013, 19:57 Uhr

Hallo Cherry478,
ich kann manchmal kaum glauben, was ich in diesem Forum lese. Das ist absolut nicht normal, was Du beschreibst.
Die Betreuerin meines Sohnes nimmt ihn selbstverständlich auf den Arm, schon immer, auch heute noch, wenn er das möchte. Wenn es im Rücken zwickt, kann man sich doch auf den Boden setzen und das Kind sich auf den Schoß setzen. Wie soll so die Betreuerin eine Ersatzbezugsperson werden, wenn sie sich nicht liebevoll um Deinen Sohn bemüht? Auch der Trennungsversuch erscheint mir viel zu früh. Bei meiner Eingewöhung galt der Grundsatz, daß ein schreiendes Kind nicht zurückgelassen wird und der Trennungsversuch dann abgebrochen wird.
Wenn Du möchtest, könntest Du zur Sanften Ablösung (Übergänge in die Fremdbetreuung) hier noch nachlesen:
http://www.sicherebindung.at/uebergaenge.html

Viele Grüße



Re: Eingewöhnung

Antwort von dee1972 am 21.08.2013, 20:48 Uhr

Die Einstellung der Erzieherin finde ich richtig schlimm. Bitte besprich unbedingt noch mal mit der Erzieherin oder notfalls der Kitaleitung die weitere Eingewöhnung. So hoppla die hopp einfach alleine dableiben müssen, dass ist doch Stress pur für dein Kind. Das würde ich nie so hinnehmen!!!

Bei uns wird JEDES weinende oder traurige Kind liebevoll auf oder in den Arm genommen. Und bei uns sind schon richtige "Brocken" (sorry) dabei mit mittlerweile 22 kg. Darauf kann und muss ich mich ja verlassen, wenn ich ein so kleines Kind in die Betreuung gebe.

Wenn ich das so lese, dann merke ich erst, was wir selbst für ein Glück gehabt haben. Bei uns gab es den 1. Trennungsversuch erst, als meine Tochter Vertrauen zu ihrer Bezugserzieherin gefasst hatte. Und bei uns werden auch die Kinder nach Herzenslust geknuddelt.

LG D.



Re: Eingewöhnung

Antwort von Joggi am 23.08.2013, 19:48 Uhr

Hallo : )

Genau zu diesem Punkt hatte ich heute eine hitzige Diskussion mit meiner Mutter: sie ist der Meinung, dass die Kinder und ihre Eltern "durch müssen" und mit weinen klarkommen müssen. Die Erzieherin, die ein Kind meiner Freundin betreut, sagte ebenfalls, das Kind soll eben weinen, das wird schon werden...

Meine Tochter wird im Januar eingewöhnt und ich kann mir nicht vorstellen, dass ich oder mein Mann einfach fahren und sie weint.
Auch wenn es länger dauert, es geht einfach nicht. Wo bleibt da das Vertrauen und wie soll das Kind eine stabile Bindung aufbauen....???

Lg joggi



Re: Eingewöhnung

Antwort von emilie.d. am 23.08.2013, 21:51 Uhr

Hallo Joggi,
leider hält der Stand der Wissenschaft mit dem Stand der Ausbildung nicht so ganz mit, das ist mein Eindruck. Ich hatte ein Vorstellungsgespräch (so muß man es ja fast nennen) in einer tollen Einrichtung, da hat mir die Leiterin empfohlen, 3 Monate! für die Eingewöhnung einzuplanen, wenn wir es uns leisten können. Habe sie alles schon erlebt und sie meinte, das schlimmste sei, in so einem Moment sagen zu müssen, wir können nicht weiter eingewöhnen, weil Mama/Papa wieder arbeiten muß. Meist geht es ja viel schneller.
Eine Freundin in NRW mußte sich sehr mit den Erzieherinnen anlegen, aber im Endeffekt hat sie 6 Wochen dabei gesessen und es läuft jetzt gut. Man muß da einfach pragmatisch und egoistisch sein und sich nicht vertreiben lassen. Die späteren Probleme hat man ja als Familie und nicht die Erzieherinnen.



Re: Eingewöhnung

Antwort von Joggi am 26.08.2013, 13:31 Uhr

Danke für Deine Antwort, ich werde berichten wie die Eingewöhnung lief.
Unsere Krippe macht auf mich einen sehr guten Eindruck, ich kenne viele, die dort ihre Kinder betreuen lassen....aber man weiß nie, wie das eigene Kind reagiert.

Lg



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