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Geschrieben von shinead am 28.09.2018, 13:09 Uhr

Warum sollte man das auch?

>>Und nochmals: vielleicht sehe ich mein Potential zumindest zeitweise eben darin, hauptsächlich Mutter zu sein? Und das ist dann nicht erstrebenswert? Ehe überbewertet? Sich auf beides freiwillig einzulassen dumm?

Das ist toll und für Dich dann auch erstrebenswert. Die Frag ist, ob der Staat dieses Lebensmodell (zwingend) finanzieren soll. Wie ich schon schrieb wäre ich für den Tausch in ein Familiensplitting, was dieses Modell auf jeden Fall weiter tragen würde.
Allerdings, und da gebe ich Scholz recht, begibt sich Frau in diesem Lebensmodell in eine Abhängigkeit, die ihr im Falle des Scheiterns der Ehe das finanzielle Genick brechen kann. Nicht nur kurzfristig, sondern vor allem langfristig, was die Rente angeht.

Bei der Auswahl eines Lebensmodells geht es darum glücklich zu sein. Das lässt sich m.E. nicht als "dumm" oder "schlau" bewerten. Manche Menschen sind glücklich als Hausfrau und Mutter, andere wollen/müssen dazu noch Teilzeit arbeiten, andere wollen/müssen Vollzeit arbeiten und balancieren Arbeit und Familie auf diese Weise.

Mit dem aktuellen Modell finanzieren wir ja nicht nur die Teilzeitarbeit von "aktiven" Müttern die die verbleibende Zeit für die Kindererziehung aufwenden, sondern eben auch die Hausfrau oder Teilzeit arbeitende Frau ohne oder mit Erwachsenen Kindern.

Die Ehe hat als rechtliches Konstrukt tatsächlich an Bedeutung verloren. Uneheliche Kinder sind ehelichen Kindern gleich gestellt, Betreuungsunterhalt ist im gleichen Maße an unverheiratete Mütter zu zahlen, Das Sorgerecht kann zwischen unverheirateten Eltern geteilt werden, die Namenswahl steht komplett frei, Elternzeit steht für alle zur Verfügung und Auskunft bei Ärzten erhält man notfalls über eine entsprechende Vollmacht oder Verfügung und Versicherern ist schon länger egal, ob eine Familie oder Paar mit oder ohne Trauschein lebt.
Lediglich im Erbrecht und bei der GKV gibt es m.E. noch echte Vorteile.

Ich habe geheiratet, weil es sich für mich richtig anfühlte. Nicht weil der Staat eine Ehe für sinnvoll hält oder diese subventioniert.

 
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