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Vorschule Forum - Elternforum Vorschule Forum - Elternforum
Geschrieben von krummenau am 22.02.2013, 10:10 Uhr.

an Bajuli - interessante Frage

Ich bin jetzt 46, bald 47, bin also vor rund 40 Jahren eingeschult worden. Mit ziemlich genau 6 Jahren, war in der Klasse entweder die allerjüngste oder eine der jüngsten, außerdem immer eine der Kleinsten. Meine beste Freundin war zwar nur 2 Monate älter als ich, aber immer schon viel größer. Das hat aber weder sie noch mich gestört, höchstens zu ihrem problematischen Rücken beigetragen, da sie sich immer zu mir runtergebeugt hat.
Ob es damals schon Kann-Kinder gab, weiß ich nicht und kann auch meine Eltern nicht mehr fragen, da sie nicht mehr leben.
Den Kindergarten fand ich absolut schrecklich und war heilfroh, in die Schule zu kommen, wiewohl die Schule auf Dauer auch nicht so toll war, da ich mich viel gelangweilt habe, v.a ab 5. Klasse Gymnasium. Ich habe nie Anschluß an die üblichen Mädelscliquen gefunden, die haben mich nicht interessiert, da habe ich eher mit den Jungs Fußball gespielt. Die typischen Mädchen haben mich immer verunsichert und ich wäre ganz ehrlich viel lieber ein Junge gewesen.
Meine beste Freundin und ich sind durch dick und dünn gegangen, wir haben uns wohl genügt. Es gab dann noch ein paar eher lockere Freundschaften zu anderen Jungs und Mädels, in einer Clique war ich aber nie. Eher der Außenseiter und Zweizelgänger (siehe obige Freundin).
Ausgegangen wohin auch immer bin ich nie, meine Pubertät habe ich lesend und Bilder malend daheim oder auf langen Spaziergängen mit besagter Freundin verbracht. Ab und zu mal Kindergeburtstage, das wars.
Jungs, Discos, Tanzkurs, Ausgehen - ich konnte nichts damit anfangen, den Führerschein habe ich nur gemacht, weil mein großer Bruder mich quasi dazu gewzungen hat - damals hat das genervt, heute bin ich ihm dankbar dafür.
Meine Eltern haben mir alle Freiräume gelassen, sie hätten mir auch nichts von dem verboten, was Jugendliche an gesellschaftlichen Aktivitäten eben so machen, ich wollte nicht.
Rauchen oder Alkohol haben mich nie gereizt, von daher war es auch völlig egal, ob andere in meiner Klasse schon deutlich älter waren (Sitzenbleiber) und manche Dinge durften, die ich rein altersmäßig nicht gedurft hätte. Ich hätte den Freiraum eh nicht genutzt.
Meinen ungelogen wirklich und tatsächlich ersten "Freund" (knapp 1 Jahr älter als ich) habe ich mit 24 jahren im Studium kennengelernt und ihn später auch geheiratet, wir haben zwei Kinder (8 und fast 11) und sind immer noch glücklich zusammen.
Ich fand das alles so völlig normal und okay füe mich.
Natürlich habe ich inzwischen viele andere Biographien mitbekommen und im Vergleich dazu ist meine vielleicht eher ungewöhnlich und die Ausnahme.
Vielleicht, weil ich eh so anders ticke, hat das Jung-und Kleinsein in der Schule mich nie gestört. Länger im Kiga bleiben zu müssen, hätte mich aber sehr wohl gestört.
Das zu meinen persönlichen, individuellen und nicht übertragbaren Erfahrungen,
Wie mein jüngerer Sohn, der als Kannkind eingeschult wurde und dann noch ein Jahr übersprungen hat (er ist im Januar 8 geworden, hat jetzt die erste Hälfte der 4. Klasse rum und kommt im August mit dann 8 1/2 J. aufs Gymnasium), das später mal beurteilen wird, vermag ich nicht zu sagen.
Ich habe noch einen älteren Sohn, genau wie ich im Juni geboren, der (genau wie ich damals) als gerade gut 6-jähriger in die Schule kam (RLP, Stichtag Ende August). Er war also ein recht junges Mußkind und in der Grundschule jüngster und MIt-Kleinster in der Klasse, jetzt in der 5. immer noch unter den Jüngeren und Kleineren.
Der durchläuft eine ganz "normale" Schulkarriere, ist in sich stimmig und bei ihm ist bislang immer alles geregelt gelaufen. Ich glaube schon, daß er es immer irgendwie einfacher haben wird als sein kleiner Bruder, da er einfach vom Naturell her gut in alle Normen paßt. Und wenn man sich gut einfügt, hat man es leichter. Das ist so, aber nicht jeder ist so.
Ich muß den Kleinen nun mal so nehmen, wie er ist, und er ist eben völlig anders. Sollte er mich später fragen oder sich darüber beschweren, warum ich dies und das in seiner Schullaufbahn so und so gesteuert habe, werde ich ihm darlegen, daß wir zu dem jeweiligen Zeitpunkt keine bessere Alternative gesehen haben.
Jedenfalls hoffe ich, für ihn die Weichen richtig zu stellen, solange ich noch dafür verantwortlich bin. Wirklich kein leichter Job bei ihm.
Ich weiß ja, wieviel einfacher es ist, wenn alles so läuft, wie in unserer Gesellschaft genormt vorgesehen (siehe großer Bruder).
LG von Silke

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