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berufliches gymnasium - umfang leistungskontrollen

Thema: berufliches gymnasium - umfang leistungskontrollen

habe ein kind jetzt am beruflichen gym. im vorfeld bereits mit eltern unterhalten, deren kinder dort (oder an anderen) gym. erfahrungen gemacht haben. von jenem wurde mir gesagt, dass die lehrer den schülern schon sehr deutlich zeigen, wie blöd sie sind (mit meinen worten ausgedrückt). ein schüler hat dort von lehrern! mobbing erlebt (hat eine langwierige krankheit) - solange, bis er das handtuch geschmissen hat. allg. wurden wir schon "gewarnt", dass die 11 kein zuckerschlecken ist, die umstellung auf gym-niveau beim lernen, alle stürzen leistungsmäßig erstmal ab usw. das war uns klar. nun zeigte mir meine tochter gestern ihre (miese) deutsch-lk! (keine klausur) und den umfang des lernstoffes. es waren 6 - 8 seiten kariertes papier, jede zeile beschrieben (bis auf absätze usw.) und dieses hätte sie wirklich komplett alles auswendig wissen müssen, um überhaupt annähernd die fragen beantworten zu können. jeder satz glich eher einem merksatz, den man dann noch weiter mit eigenen worten ausarbeiten könnte. diese menge auswendig zu lernen, finde ich sehr viel (und überfordernd?), auch weil die schüler teilweise 11, 12 stunden außer haus sind, dann verbraucht nach hause kommen und anschließend - nicht nur in einem fach - lernstoff dieser art zu bewältigen haben. für mich ist dieser lernstoff der umfang bei einer klausur. ich hab zwei kinder am "normalen" gym., für eine lk lernen sie niemals diese menge - ja, da wird der stoff der letzten stunden abgefragt, aber der lernumfang ist irgendwie weniger (hab ich so das gefühl) wenn ich mit einer bio-lk bei meinen anderen gym-kindern vergleiche, da müsste man vielleicht weniger "kernsätze, gedanken" lernen und könnte dann mit dem wissen trotzdem alle fragen richtig beantworten (schwierig ausgedrückt, vielleicht versteht ihr ja was ich meine) wie sind bei euch so die erfahrungen? ist das normal, liegts wirklich an gewissen lehrkräften (teilweise wird ihnen im unterricht deutlich gesagt, was sie von den schülern halten, nämlich so gut wie nix), muss man sich dran gewöhnen? meine tochter hat die 10 mit einem guten zeugnis abgeschlossen, hat auch ehrgeizig, viel und gern gelernt, aber mom. ist der ofen aus und sie würd am liebsten alles hinwerfen. dass sie nicht klassenbeste sein wird, war klar (und darum gehts auch nicht), aber wenn lernen nur frustriert? ich ermutige sie immer, dass das schon wieder besser wird usw., doch man hat schon das gefühl, ständig von den lehrern aufs brot geschmiert zu bekommen, dass man sowieso zu blöd ist - und wie sich das auf die lernwilligkeit auswirkt, weiß ja jeder.

von sechsfachmama am 27.11.2012, 11:11



Antwort auf Beitrag von sechsfachmama

Mal ganz blöd gefragt: Welche Richtung? Technisch, Wirtschaft oder Soziales? Uns wurde erzählt, dass die 11 erst mal dazu dient, die kids auf das gleiche Level zu kriegen. Es ist auch die Frage, was bisher auf der Real gemacht wurde. Und dass es völlig normal wäre, wenn man zuerst lauter 4en schreibt. Ich kenne es auch von meiner Freundin in SH, deren kids kamen in der ersten Zeit nie über 4 bis 5 Punkte hinaus. LG

von MamaMalZwei am 27.11.2012, 13:10



Antwort auf Beitrag von MamaMalZwei

ja so wie du es schreibst ist es hier auch. dass ein anderes lerntempo/level usw. vorherrscht, ist völlig klar. punktesystem kommt vermutlich erst in der 12? - also die zwei kursjahre 12 und 13. mom. noch die übliche bepunktung und dann in prozente umgerechnet die noten.

von sechsfachmama am 27.11.2012, 13:46



Antwort auf Beitrag von sechsfachmama

Hallo, klar, Punkte gibt es erst in der 12. Der Umfang dessen, was Deine Tochter lernen sollte, kommt mir aber bekannt vor. Katy sollte für Englisch mal 40 (!) Seiten phrases für Textanalyse beherrschen, die Madame ihr erst 7 Tage vorher zumailte. Und die geht auf ein normales Gym. Beim Tag der offenen Tür im technischen Gym sagte uns die Chemielehrerin, dass sie so einige Kandidaten da sitzen hat, in der Real immer ne 2 und jetzt bei 4. Eine Nachbarin arbeitet beim Wirtschaftsgym, die ist mit der Art und Weise, wie in der Real gelernt wird (Lehrer erzähl, wir lernens dann auswendig) total unzufrieden. Lemmi selbst, bis jetzt noch auf der Real, ist so einer, der oft weiter- und querdenkt und daher nicht jeden Schritt nachvollziehen mag, den der Lehrer anbietet. Das kommt auch nicht gut. Der Lehrer besteht auf seinem Lernschema: Erst lesen, dann unterstreichen, in Stichpunkten zusammenfassen. Das muss genauso gemacht werden, wie er es vorgibt... Ich finde das Schema zwar auch sinnvoll, aber jetzt sklavisch dran festzuhalten, ne. Auf dem Gym würde das nie so schematisch vermittelt. LG

von MamaMalZwei am 27.11.2012, 15:41



Antwort auf Beitrag von sechsfachmama

also meine geht in die 11.gymnasium (1.semester) direkt von der 10.normalen klasse jetzt in das kurssystem und ich kann dir sagen...auch hier geht das ab wie schmitz katze. 8-10 seiten sind standard und 30 seiten vokabeln auswendig ebenfalls. ich hab so das gefühl, als wenn die lehrer insgesamt im 1.semester die zügel dermassen straff anziehen um den kids zu zeigen wo sie hinmüssen. wir haben hier trotzdem die schule 2.beste am ort war letztes jahr, in den 1. semestern in den klausuren ausfälle das es nur so hagelt.meine hatte jetzt zwar noch keinen ausfall, dafür aber drei 4er einegsackt in fächern wo sie vorher 1-2 stand..und sie lernt das die schwarte kracht. also ich denke das das pensum normal ist. was mich aber stören würde sind die persönlichen angriffe der lehrer.wenn das zu arg wäre würde ich da in der schule aufschlagen...oberstufe hin oder her (meine ist z.b. leider so ein schaf sich von allem und jedem alles gefallen zu lassen und lieber in sich reinzufressen). mobbing o.ä. durch den lehrer geht mal garnciht

Mitglied inaktiv - 28.11.2012, 18:34



Antwort auf Beitrag von sechsfachmama

Was ist ein berufliches Gymnasium? So etwas wie lehre mit matura (abitur)? Lg

von schneematsch am 28.11.2012, 20:11



Antwort auf Beitrag von schneematsch

man geht nach der 10. - realschulabschluss - aufs berufliche, wenn man abi machen möchte - und macht dort 3 jahre (normales gymi macht man bis zur 12, wenn man von grundschule aufs gymi wechselt) das erste jahr ist sozusagen wiederholung, anpassung an das gymi-level, dann folgen 12 und 13 mit den kursen - entsprechend 11 und 12 am normalen gymi ausschließlich schule, bei uns in den richtungen technisch/mathematisch/soziales möglich

von sechsfachmama am 29.11.2012, 15:48