Autsch - was tun bei einem Wespen- oder Bienenstich?

Autsch - was tun bei einem Wespen- oder Bienenstich?

© fotolia, Rémy MASSEGLIA

Beim Picknicken oder Eis schlecken sind sie schnell mit dabei: Wespen und Bienen. Von Speisen und Getränken angezogen, umschwirren die Plagegeister sowohl Kinder als auch Erwachsene.

Jetzt sollten Sie Ruhe bewahren. Hektisch herum zu wedeln, hilft wenig. Ganz im Gegenteil, dies könnte die Insekten erst so richtig aggressiv machen.

Normalerweise stechen Bienen erst, wenn sie ihr Volk bedroht sehen und verteidigen wollen. Wespen sind zwar aggressiver, stechen aber auch nur bei Bedrohung. Sind Wespen oder Bienen im Anflug, sollten Sie und Ihre Kinder sich also möglichst gelassen abwenden - vor allem den Mund geschlossen halten - und die Insekten nicht reizen. Doch was tun, wenn eine Biene oder eine Wespe doch zugestochen hat?

Bienenstich: Zuerst den Stachel entfernen!

Nachdem eine Biene gestochen hat, stirbt sie, der Stachel und der Giftbeutel verbleiben in der Wunde. Um zu verhindern, dass durch den eigenständig pumpenden Giftbeutel weiter Gift in den Körper gelangt, sollte der Stachel als Erstes möglichst rasch und vorsichtig mit einer Pinzette oder den Fingernägeln entfernt werden. Die Wespe sticht nur kurz zu, verliert ihren Stachel dabei nicht und lebt weiter.

Kühlen hilft!

Hat ein Insekt gestochen, sollte schnell gekühlt werden, um ein Anschwellen der Einstichstelle und den Juckreiz zu stoppen. Dazu sollten die Eltern ihrem Kind am besten ein kaltes, feuchtes Tuch oder ein Kühlakku auflegen. Auch eine kalte Getränkeflasche, ein Stück Salatgurke oder Zitronenscheiben können im ersten Moment für Kühlung sorgen.

Anschließend wird ein kühlendes Gel aufgetragen. Solch ein Kühlgel wird in Apotheken angeboten, es lindert sowohl die Schmerzen als auch die Schwellung. Außerdem dürfen die Kinder - auch wenn das manchmal schwerfällt - an der Einstichstelle nicht kratzen!

Im Notfall die 112 wählen

Gefährlich können Wespenstiche oder Bienenstiche im Mund sein. In diesem Fall ist schnelles Kühlen besonders sehr wichtig, um das Anschwellen zu verhindern. Außerdem können manche Kinder und Erwachsene eine allergische Reaktion auf den Stich zeigen. In einer bedrohlichen Situation sollten die Eltern dann nicht zögern, den Notruf 112 zu wählen und den Notarzt zu rufen.

Vorsicht ist besser: Getränke und Lebensmittel abdecken

Zur Vorbeugung: Am besten lockt man die Plagegeister nicht versehentlich an und verhindert Insektenstiche von vornherein. Dazu decken Sie das Essen bei einem Grillfest oder einem Picknick immer gut ab oder legen die Reste gleich in ein abschließbares Behältnis.

Gefüllte Trinkgläser sollten ebenfalls mit einem Deckel gesichert werden. Noch besser: Bieten Sie Getränke aus einer Trinkflasche oder mit einem Strohhalm an. So beugt man schmerzhaften und möglicherweise gefährlichen Stichen im Mund vor. Ein aufgestelltes Schälchen mit Nelken, Zitronensaft oder Teebaumöl soll Wespen übrigens auch in die Flucht schlagen, denn diesen Geruch mögen sie nicht.

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