Die besten Tipps bei Dauerschnupfennase

Die besten Tipps bei Dauerschnupfennase

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Weihnachten steht vor der Tür und passend dazu sieht man lauter rote "Rudolf-Rentier-Nasen" - leuchtend rot vom ewigen Dauerschnupfen und vom vielen Naseputzen.

Die Eigentümer der armen, kleinen Nasen leiden, weil die Nase weh tut, weil sie keine Luft bekommen und weil sie nachts nicht richtig schlafen können. Und meist leidet die ganze Familie mit.

Woher kommen die Dauerschnupfennasen?

Im Winter haben es die Schnupfen-Viren viel leichter. In den warmen, überheizten Räumen können sie sich ungestört vermehren und von Mensch zu Mensch weiter verbreiten. Am häufigsten betroffen sind Kleinkinder, die zum ersten Mal in die Krippe oder den Kindergarten gehen. Bei ihnen geht oft ein Infekt in den anderen über. Nicht ohne Grund hat man sie früher "Rotznasen" genannt. Kleine Kinder haben noch keinen wirksamen Eigenschutz gegen die unzähligen verschiedenen Erkältungsviren, mit denen ihr Immunsystem plötzlich konfrontiert wird. Erst wenn die körpereigene Abwehr sich mit den häufigsten Virentypen auseinandergesetzt hat, ist die Zeit der Dauerschnupfen-Nase vorüber. Durchschnittlich 8 bis 9mal pro Jahr - bei manchen Kindern bis zu 12mal - muss das Immunsystem "üben", bis es etwa mit dem Schuleintritt langsam besser wird. Die gute Nachricht ist aber: Kinder, die viele Infekte durchmachen, sind später deutlich weniger krank.

Was hilft gegen die Schnupfennase

Hier ein paar Tipps, wenn’s Ihr Kind schon wieder erwischt hat:

  • Wichtig bei verschnupfter Nase ist, die Schleimhäute feucht zu halten, damit sie sich gegen die eindringenden Viren selber wehren können. Nasensprays mit Kochsalz-Lösung sind hierfür geeignet. Sie können Ihr Kind aber auch mehrmals täglich mit Salzwasser inhalieren lassen.
  • Sorgen Sie für ein kühles, feuchtes Schlafklima. Lüften Sie vor dem Schlafengehen gut durch und drehen Sie die Heizung möglichst herunter.
  • Wenn die Nase total dicht ist, hilft oft nur noch ein abschwellendes Nasenspray. Bitte aber wirklich nur für einige Tage und möglichst nur zu den Zeiten anwenden, wo es unbedingt nötig ist (vor dem Mittagsschlaf, abends vor dem Zubettgehen). Nehmen Sie außerdem immer nur Produkte, die für Säuglinge und Kleinkinder geeignet sind.
  • Eine mögliche Alternative bei wochenlang dauerverstopfter Nase kann ein Kortisonhaltiges Nasenspray sein. Es wirkt abschwellend und entzündungshemmend und trocknet die Schleimhäute weniger aus als ein normales Nasenspray. Bis die Wirkung richtig einsetzt, vergehen allerdings ein paar Tage. Sprechen Sie hier bitte mit Ihrem Kinderarzt, denn solche Nasensprays sind verschreibungspflichtig.
  • Säuglinge leiden oft besonders schlimm unter der verstopften Nase, weil sie beim Trinken keine Luft bekommen und schlecht schlafen können. Falls Sie noch stillen, probieren Sie doch mal folgenden Tipp: Geben Sie ein paar Tropfen frisch ausgedrückte Muttermilch mit einer Pipette direkt in die Nase. Das hat eine heilende, entzündungshemmende Wirkung.
  • Gegen rote, vom vielen Schnäuzen entzündete Nasen hilft am besten eine Wundschutzcreme, wie man sie auch für einen wunden Po verwendet. Sie heilt nicht nur, sondern hält bei ständig laufender Nase auch die Feuchtigkeit von der Haut ab. Mehrmals täglich und vor allem abends rund um die Nase und auf die Oberlippe auftragen.
  • Die gute alte Nivea-Creme hilft nicht nur gegen rote Rudolf-Nasen, sondern macht ganz neben bei auch noch die Nase frei. Probieren Sie es aus: ein Klecks rechts und links auf die Nasenflügel und an den Naseneingang. Mit dem Q-Tipp ein wenig innen auf die Schleimhäute. Beruhigt die Nase und befreit.

Kann man vorbeugen?

So etwas wie eine Impfung gegen Schnupfen gibt es leider nicht. Trotzdem können Sie den Abwehrkräften Ihres Kindes ein bisschen unter die Arme greifen:

  • Jeden Tag raus an die frische Luft gehen und dabei nicht zu warm anziehen. Wer schwitzt, wird schneller krank. Nur die Füße sollten immer warm sein.
  • Kalt-warme Wechselduschen nach Pfarrer-Kneipp oder Sauna-Besuche stärken die Abwehr. Sie sind aber nur etwas für die Älteren und auch nur dann, wenn Ihr Kind das wirklich mag.
  • Wenn die Nase total dicht ist, hilft oft nur noch ein abschwellendes Nasenspray. Bitte aber wirklich nur für einige Tage und möglichst nur zu den Zeiten anwenden, wo es unbedingt nötig ist (vor dem Mittagsschlaf, abends vor dem Zubettgehen). Nehmen Sie außerdem immer nur Produkte, die für Säuglinge und Kleinkinder geeignet sind.

Übrigens: Teure Vitamin-Präparate mit Vitamin C und Zink oder homöopathische Mittel zur Stärkung der Abwehr bringen bei Kindern eher weniger, weil ihr Immunsystem bei einem Infekt ohnehin auf Volldampf läuft.

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